Agatha Christie Alibi

(120)

Lovelybooks Bewertung

  • 159 Bibliotheken
  • 7 Follower
  • 5 Leser
  • 14 Rezensionen
(54)
(47)
(16)
(3)
(0)

Inhaltsangabe zu „Alibi“ von Agatha Christie

Roger Ackroyds große Liebe Mrs. Ferrars soll ihren ersten Ehemann ermordet haben. Nun
ist sie selber tot, gestorben an einer Überdosis Veronal. War es Selbstmord? Ist sie erpresst worden? In der Zeitung findet Ackroyd einen letzten Hinweis auf die Umstände ihres Todes.
Doch bevor er sein Wissen teilen kann, wirder ermordet. Und sein Stiefsohn ist spurlos verschwunden.

Unvorhersehbar, überraschende, logische Wendung und spannend bis zur letzten Seite.

— Angels

Wie immer ein guter Christie-Roman, das Ende ähnelt jedoch stark einem Miss Marpel Buch.Bin daher diesmal von selbst auf den Mörder gekommen

— Laura_M

Eine Geschichte, die mich wahrlich überrascht und auch geschockt hat. Ohne Blutbad oder so.

— TanjaJahnke

Wirklich spannend und mit unglaublichen Wendungen, mit denen man nie gerechnet hätte.

— ShineOn

Agatha Christie auf Hochtouren. Der helle Wahnsinn.

— Yuyun

Klassische Krimiunterhaltung. Hercule Poirots kleine graue Zellen auf Hochtouren!

— Karin_Kehrer

Stöbern in Krimi & Thriller

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Spannende, dunkle Abgründe.

Grossstadtheldin

Die perfekte Gefährtin

Grandioser Reihenauftakt!

Lotta22

Tausend Teufel

Authentisch, spannend und der interessante Schauplatz Dresden 1947

faanie

Dominotod

Klassische Ermittlungsarbeit der Polizei mit flacher Spannungskurve und zu wenig schwedischer Atmosphäre. Leider nur Durchschnitt.

jenvo82

Stille Wasser

Spannend bis zum Schluss.

Himmelsblume

Fiona

Komplexer Fall, komplexe Hauptfigur. Insgesamt überzeugender Krimi.

Gulan

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Alibi

    Alibi

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. June 2017 um 15:35

    Ich war mehr als geschockt als ich die Identität des Täters erfuhr. So muss ein Krimi sein: unvorhersehbar. Ich war lange ein großer Fan von Sherlock Holmes und  nun bin ich auch Fan von Hercule Poirot.

  • Agatha Christie

    Alibi

    TanjaJahnke

    13. May 2017 um 12:14

    Ich gestehe, dass ich seit jeher von den Verfilmungen von Agatha Christie mehr als fasziniert bin und sie rauf und runter gucken könnte. Daher dachte ich sei es doch auch mal an der Zeit ihre Bücher zu lesen (besonders, da ja nur ein Bruchteil verfilmt wurde).Gesagt, getan. Meine erste Wahl fiel auf ALIBI.Agatha Christie entführt uns in einen kleinen beschaulichen (rein fiktiven) Ort namens King's Abbot. Einen Ort, wo das Leben so friedlich und einfach ist, dass Klatsch und Tratsch das einzige Vergnügen ist, das für etwas Abwechslung und Spannung sorgt. Doch da geschieht es. Eines Tages verstirbt Mrs. Ferrars. War es Selbstmord oder ein natürlicher Tod? Die Einwohner wollen wissen, dass es Selbstmord war, schliesslich wisse man ja, dass sie einst ihren Gatten ermordet habe. Alles nur dubiose Vermutungen der Marke "Die Köchin von x hat vom Milchmann y gehört, dass z gesagt hat..."Aber als tags darauf dann Mr. Ackroyd ermordert wird, ist die Aufregung groß...und der vermeintliche Mörder schnell ermittelt. Der Stiefsohn war es. Aber stimmt das?Die Ermittlungen von Herculet Poirot zeigen schnell, dass zwar ein jeder ein vermeintliches Alibi, aber dennoch ein dunkles Geheimnis hat. Und nach und nach zerfällt das Kartenhaus in seine Einzelteile und gibt den Blick auf den wahren Täter frei.Ein interessantes, fesselndes Lesevergnügen, das zu überraschen versteht.Angefangen damit, dass die ganze Geschichte aus der Sicht des Dorfarztes James Shephard erzählt wird und Herculet Poirot viel mehr wie eine Nebenfigur erscheint, über die verzwickten Verwinklungen und Wendungen der Geschichte bis hin zu dem überraschenden Ende. Zum Ende wird auch klar warum sich Frau Christie gerade dieser Erzählform angenommen hat und eines sei gesagt es ist irgendwie logisch.Ein Krimi, der ganz ohne Blutbad und Gemetzel auskommt und es versteht mit Sachverstand den Leser in seinen Bann zu ziehen. Herculet Poirot ist ein kleiner, narzistischer Mann, der sich als Sherlock Holmes versteht und James Shephard verdingt als dessen Gehilfe Watson.Natürlich ist der Stil etwas ungewöhnlich und man bedarf der ein oder anderen Minute, um sich an die ziemlich langen Mono- und Dialoge zu gewöhnen, aber das ist auch zeitgleich der Reiz des Ganzen, weil es sich vom bekannten Brei abhebt und sich nicht mit unnötigen Beschreibungen aufhält.Absolut lesenwert und nur zu empfehlen.5 von 5 Kürbissen.

    Mehr
  • Jeder hat etwas zu verbergen

    Alibi

    Karin_Kehrer

    26. June 2016 um 17:16

    Der berühmte Privatdetektiv Hercule Poirot hat sich in das Nest King’s Abbot zurückgezogen, um sich seiner Kürbiszucht zu widmen. Doch ist ihm die Ruhe nicht vergönnt. Mrs. Ferrars, von der behauptet wird, sie hätte ihren Mann vergiftet, stirbt an einer Überdosis Veronal. Ihr Freund Roger Ackroyd wird mit einem Dolch erstochen. Hercule Poirot findet schnell heraus, dass jeder der Beteiligten irgendetwas zu verbergen hat. Ein englisches Dorf, in dem jeder jeden zu kennen scheint und in dem sich zwischenmenschliche Tragödien abspielen. Eine geheim geschlossene Ehe, Menschen in Geldnöten, die sie zu drastischen Schritten zwingt, Erpressung, falsche Zeitangaben, die zu ebenso falschen Alibis führen. Ein kunstvoll gestricktes Netz aus Lügen und Halbwahrheiten ist zu entwirren – genau das Richtige für Hercule Poirot. Der Arzt Dr. James Shepard steht ihm zur Seite, denn Poirots Gefährte Hastings weilt in Argentinien. Doch so ganz kann der Arzt den getreuen, aber etwas naiven Kompagnon des Meisterdetektivs nicht ersetzen. In gewohnter Manier entlarvt Poirot Stück für Stück die Identität des Mörders, die am Ende für mich nicht mehr ganz überraschend kam. Fazit: Klassische Krimiunterhaltung mit geschickt eingesetzten Fallstricken und falschen Hinweisen!

    Mehr
  • Kurzmeinung zu Das Eulenhaus

    Das Eulenhaus

    KruemelGizmo

    Die charmante Lucy Angkatell lädt zum Wochenende in ihr Landhaus, leider ist die Mischung ihrer Gäste nicht so geschickt wie ihre Ladyschaft das gerne hätte, doch das deswegen gleich ein Mord geschehen muss. Wie gut , dass auch Hercule Poirot eingeladen wurde, denn der Belgier bringt Farbe in die Gesellschaft und löst das Verbrechen mit gewohnter Brillanz. Das Eulenhaus von Agatha Christie wurde 1946 das erste Mal veröffentlicht. Im Nachwort wird erklärt das Agatha Christie in ihrer Autobiographie schrieb, dass das Eulenhaus mehr ein Roman als eine Detektivgeschichte war, und sie hatte das Gefühl das Buch damit verpfuscht zu haben, dass sie Hercule Poirot als handelnde Person einfügte. Soweit würde ich persönlich nicht gehen, aber Hercule Poirot spielt in dieser Geschichte keine wirkliche Rolle, denn ermitteln tut er eigentlich fast gar nicht, man hätte ihn einfach weglassen können. Das dies eher ein Roman als Detektivgeschichte ist kann ich nur zustimmen, denn hier geht es vor allem um die Protagonisten, ihrem Charakter und ihrem Leben, der Mord ist hier nur Nebensache. Leider konnten mich die Protagonisten auch so gar nicht begeistern., für mich waren sie alle viel zu überzeichnet und nerven mich auf Dauer mit ihrer dargestellten Lebensweise und ihren Gedankengängen. Den Schluss dieser Geschichte empfand ich irgendwie als einfallslos und nicht wirklich überzeugend, und er ließ mich nach einer durch die Protagonisten nervenden Geschichte doch enttäuscht zurück. Bisher war "Das Geheimnis der Schnallenschuhe" für mich der schwächste Hercule-Poirot-Krimi, aber nun wird er von diesem Buch abgelöst. Mein Fazit: Eine Geschichte mit für mich nervigen Protagonisten und kein richtiger Fall. Es gibt viel bessere Hercule-Poirot-Krimis als diesen.

    Mehr
    • 10
  • Rezension zu Alibi

    Alibi

    KruemelGizmo

    Mrs. Ferrars nimmt sich das Leben mit einer Überdosis Veronal. Sie soll ihren Mann ermordet haben, und anscheinend wurde sie auch erpresst. Kurz darauf wird Roger Ackroyd mit einem Dolch ermordet, mit dem sie eventuell eine Affäre hatte, und sein Stiefsohn ist spurlos verschwunden. Vielleicht weiß der Dr. Sheppard mehr, aber er nimmt die ärztliche Schweigepflicht sehr genau.... Dieses Buch aus der Hercule Poirot Reihe wurde 1926 veröffentlicht,  in Deutschland erschien es als "Alibi" oder "Roger Ackroyd und sein Mörder" Die Geschichte wird aus der Perspektive von Dr. James Sheppard, dem Arzt des kleinen Dorfes King's Abbot, erzählt, der die Ereignisse in einem Manuskript festhält. Sein Nachbar ist Hercule Poirot der Meisterdetektiv,  der sich eigentlich im Ruhestand befindet und Kürbisse züchtet. Nach dem Mord an Ackroyd wird er von der Nichte aufgefordert den Fall zu lösen, und natürlich kann Hercule Poirot nicht widerstehen.  In diesem englischen Krimi kommen die unterschiedlichsten Charakteren vor, und jeder von ihnen hat seine kleinen bis großen Geheimnisse, die der Meisterdetektiv aufspürt und ans Tageslicht bringt. Ein kleines Schmunzeln entlockte sich mir wenn Caroline, die Schwester von Dr. Sheppard,  die Bühne betritt. Sie ist eine ältliche Jungfer, die im Haus ihres Bruders lebt und sich vom Klatsch und Tratsch der Gemeinde zu ernähren scheint. Sie ist eine wahre Meisterin des Klatsches und gibt gerne ihre persönliche Meinung zum Fall ab, sehr zum Missfallen ihres Bruders. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, auch wenn die Sprache und auch manche Redewendungen heute ein wenig komisch anmuten. Der Schluss wartet noch mit einer Überraschung auf und gefiehl mir gut.  Lesempfehlung an jeden der gerne gute klassische, englische Krimis liest. Von mir gibt es 4 Sterne

    Mehr
    • 9
  • Ein Meisterwerk...

    Alibi

    AndreaVasel

    19. April 2014 um 14:06

    Dieses Buch ist außergewöhnlich und jeder Fan der Wer-war's- Krimis und von Agatha Christie wird es sicherlich lieben. Besonders wegen seinem Ende. Als ich dieses Buch gelesen habe, hatte ich schon einige Romane von Agatha Christie gelesen und glaubte langsam mich nicht mehr so einfach von ihr austricksen zu lassen. Doch weit gefehlt. Mit diesem Buch hat sie mich so überrascht, dass ich die Auflösung zweimal lesen musste. Es ist einfach zu unglaublich und trotzdem im Nachhinein so logisch... hier war eine Meisterin am Werk, von der man immer wieder lernen kann

    Mehr
  • Alibi

    Alibi

    swantjesbuecher

    07. December 2013 um 12:18

    "«Jeder hat etwas zu verbergen», erklärt Hercule Poirot. Und tatsächlich wird gemunkelt in dem beschaulichen Dorf, in das sich Poirot zurückgezogen hatte, um Kürbisse zu züchten: Mrs Ferrars soll ihren Mann vergiftet haben. Dann stirbt sie selbst an einer Überdosis Veronal. Wurde sie vielleicht erpresst? Und hatte sie tatsächlich eine Affäre mit Roger Ackroyd? Der wird schließlich mit einem tunesischen Dolch erstochen aufgefunden. Und sein Stiefsohn ist spurlos verschwunden. Vielleicht weiß ja der Vertrauen erweckende Dr. Sheppard wo er sich aufhält, doch der nimmt es mit der ärztlichen Schweigepflicht sehr genau..."   Wer hat ein Alibi? Wer gibt wem ein Alibi? Zu welcher Zeit braucht man überhaupt ein Alibi? Durch den Titel darauf aufmerksam gemacht, kommt man gar nicht drum herum sich all diese Fragen zu stellen. Ein Herrenhaus mit unzähligen Verdächtigen. Doch jeder von den Anwesenden scheint ein Alibi zu haben! Alle Spuren scheinen unumgänglich zu ein und derselben Person zu führen. Doch was wäre, wenn die Tatzeit doch eine andere gewesen ist und die ganzen Alibis somit unnütz wären??? Zusammen mit dem Dorfarzt Dr. Sheppart enthüllt Hercule Poirot jedes noch so kleine Detail! Nichts bleibt ihm verborgen, wenn er erst einmal seine "kleinen, grauen Zellen" einsetzt. "In Wirklichkeit", bemerkte ich, "weiß niemand, wo er ist." "Mit Ausnahme von Hercule Poirot, was?" fragte Raymond. Poirot beantwortete die Neckerei des anderen in vollem Ernst. "Ich? Ich weiß alles. Merken Sie sich das." (S. 179)   Von sich selbst so sehr überzeugt, dass einem einfach nichts anderes übrig bleibt, als ihn eitel und eingebildet zu nennen, ist Hercule Poirot doch in keinster weise unsympathisch. Ganz im Gegenteil. Seine Art hat eben einfach Stil.   "Oh! Ich verstehe vollkommen, Sie haben  mich als komisch, vielleicht sogar als lächerlich beschrieben? Das macht nichts. Auch Hastings war nicht immer höflich. Ich - ich stehe über solchen Nebensächlichkeiten."  (S. 176)   Eigentlich hatte Hercule Poirot sich zur Ruhe gesetzt. Anonym wollte er sich der Kürbiszucht widmen. Doch solch ein weit Verbreiteter Ruf lässt sich nicht lange Verbergen. Es dauert nicht lange, da wird er gebeten den geheimnisvollen Mord an Roger Ackroyd aufzudecken.   Welch ein Glück für uns Leser, dass er sich dazu entschlossen hat, diesen Fall anzunehmen, denn sonst wäre uns ein großartiger Fall vorenthalten geblieben!     "Alibi" ist in kurzer Zeit der 5. Agatha Christie - Krimi, den ich gelesen habe. Man müsste doch meinen, dass ich mich so langsam an die Vorgehensweise gewöhnt habe, und das wenigstens mein Verdacht in die richtige Richtung geht. Aber nein. Entweder ich habe nicht einmal einen Verdacht, wer der Mörder sein könnte, oder aber ich liege völlig daneben. Den Tathergang nachzuvollziehen, versuche ich ja gar nicht erst.  Es scheint alles so verworren und doch ist am Ende, wenn einem Hercule Poirot die Lösung ausbreitet,  alles logisch und klar. Trotzdem hatte ich bisher noch kein "Ja klar, da hättest du auch selbst drauf kommen können!"- Erlebnis.   Wenn ich so eine Geschichte schreiben würde müsste ich mir erst mal zehn verschieden Mindmaps aufmalen, damit ich nicht selber den Überblick verliere. Aber für Agatha Christie schien es eine Leichtigkeit zu sein, den Leser zu verwirren und gleichzeitig selber ununterbrochen die Zusammenhänge klar vor Augen zu behalten. Bewundernswert!   Also wirklich, ich wäre im Traum nicht auf diese Lösung (vom Lösungsweg ganz zu Schweigen) gekommen!   Auch wenn ich mich wiederhole: Ein Meisterwerk! 

    Mehr
  • Der Mord an Roger Ackroyd

    Alibi

    Stefan83

    07. October 2011 um 16:22

    Sie ist eines, wenn nicht gar DAS beliebteste Stilmittel eines jeden Kriminalautoren: Die überraschende Wendung am Schluss. Fast alle Detektivromane des „Goldenen Zeitalters“, die sogenannte Epoche von den 20er bis 40er Jahren des 20. Jahrhunderts, weisen sie auf, um ihre Leser zu verblüffen und den vorhergehenden Handlungsablauf auf den Kopf zu stellen. Dennoch sorgte aber kein anderes Werk für so viel Aufsehen wie Agatha Christies dritter Hercule Poirot-Roman (die Kurzgeschichtensammlung „Poirot rechnet ab“ außen vor gelassen) „Alibi“. Dieses Buch ist eines ihrer Meisterstücke und begründet ihren Weltruf, übertrumpft es doch alle vorhergehenden Kriminalromane, indem es in der verblüffenden Auflösung mit einigen bis dahin festgelegten Grundregeln des Genres bricht. Und es ist dieses Ende, welches „Alibi“ zu einem ihrer bekanntesten, aber auch umstrittensten Werke macht. Kurz zur Geschichte: Das kleine verschlafene Nest King's Abbot in England ist in Aufruhr. Der Tod der reichen Witwe Mrs. Ferrars lässt die Gerüchteküche hochkochen, zumal im Dorf seit langer Zeit das Gerücht die Runde macht, sie hätte einst ihren Mann umgebracht. Anfänglich hält deshalb auch jeder ihr Ableben für einen Selbstmord. Zumindest solange, bis der noch begüterte Roger Ackroyd, ein Witwer, welcher sich mit der Absicht trug Mrs. Ferrars zu ehelichen und Zweifel an der Suizid-Theorie äußerte, brutal erstochen wird. Verdächtige gibt es nun genug. Da ist zum einen Mrs. Cecil Ackroyd, die neurotische und hypochondrische Schwägerin Rogers, welche seit Jahren durch ihren extravaganten Lebensstil große Schulden angehäuft hat und finanziell arg in der Klemme steckt. Aber auch ihre Tochter Flora, Ackroyds Sekretär Geoffrey Raymond, Ackroyds Stiefsohn Ralph Paton und der Großwildjäger Major Blunt scheinen etwas zu verbergen und eine ungewisse, dunkle Vergangenheit zu haben. Da man bei den Ermittlungen nicht weiterkommt, zieht man Monsieur Hercule Poirot hinzu, der sich vor einem Jahr aus seinem Berufsleben zurückgezogen hat und seitdem inkognito im Dorf lebt um Kürbisse züchten. Da sein treuer Freund Captain Hastings derzeit in Argentinien weilt, nimmt der belgische Meisterdetektiv diesmal die Hilfe des Landarztes Dr. Sheppard in Anspruch, aus dessen Perspektive dieser Fall auch erzählt wird. „Alibi“ spielt einige Monate nach dem Roman „Die großen Vier“ (Nicht wie von mir in der Rezension zu „Die großen Vier“ fälschlicherweise behauptet, davor. Vielen Dank an Rezensent Emilio Largo für die Richtigstellung und Mea culpa) und präsentiert sich im gesamten Verlauf als typischer Vertreter des „Cozy“-Genres. Verschrobene Dorfbewohner, ein herrlicher Landsitz und ein ganzer Haufen düsterer Geheimnisse. Interessant ist diesmal jedoch der Aufbau. Hercule Poirots erster Auftritt lässt lange auf sich warten, was Christie damit erklärt, dass der belgische Meisterdetektiv schließlich in den Ruhestand gegangen ist. Stattdessen tut Ich-Erzähler Dr. Sheppard sein Bestes, um dem Leser alle relevanten Fakten der vergangenen Ereignisse zu präsentieren. Das dieser, wie in den meisten Christie-Krimis, sich letztendlich doch ratlos am Kopf kratzt, ist einmal mehr Beweis vom meisterhaften Können der „Queen of Crime“. Geschickt wird unsere Aufmerksamkeit abgelenkt, während direkt vor unserer Name ein Indiz nach dem anderen verschoben wird. Der geschickteste Jahrmarktspieler könnte es nicht besser machen. Ohne Zweifel gibt es sicherlich Whodunits mit mehr Spannung und einer größeren Portin Kurzweil in der Handlung. Aber kaum einer wurde wohl je mit einer solchen analytischen Eleganz präsentiert. Geschickt legt Christie eine Reihe von Spuren zum wirklichen Mörder, wobei in diesem Fall dessen Identität allein durch die Auswahl seiner Rolle in der Geschichte hervorragend getarnt ist. Der ein oder andere Krimi-Kenner wird die Person vielleicht immer mal wieder im Blick haben, dank der vielen Zusammenhänge zwischen den Figuren aber genauso häufig am eigenen Instinkt zu zweifeln beginnen. Diese Figuren sorgen auch einmal mehr für großes Amüsement. Hier ist insbesondere die herrlich schrullige und äußerst neugierige Caroline Sheppard, die Schwester des Doktors, zu nennen, deren Liebe zum Klatsch stets aufs Neue ein Lächeln aufs Gesicht des Lesers zaubert und die zugleich auch Christie als Vorstufe für die spätere Entwicklung der Miss Marple diente. Obwohl „Alibi“ letztlich bedeutend langsamer in Gang kommt als seine Vorgänger, macht das schlichtweg grandiose Ende dies mehr als wett. Dies bricht, wie bereits oben erwähnt, mit allen Regeln des klassischen Detektivromans und sorgte bei der Veröffentlichung des Buches im Jahre 1926 mancherorts für einen Sturm der Entrüstung. Aus heutiger Sicht kann man nur fassungslos staunen und ehrfürchtig diesen Geniestreich bewundern. Und dieser erfindungsreiche Tabubruch ist es dann auch, der „Alibi“ weit über die Masse vieler anderer Krimis hebt und einzigartig macht. Er reißt das gesamte Konzept der Kriminalerzählung aus der Verankerung und gibt ihr eine völlig neue Form. Die Idee hatten vorher sicher chon viele andere. Aber nur eine konnte sie wohl derart perfekt umsetzen: Agathe Christie – die „Queen of Crime“. Insgesamt gehört „Alibi“ mit Abstand zu den besten und nachhaltigsten Büchern aus Agatha Christies riesigem Gesamtwerk. Ein herrlicher, klassischer Lesegenuss, an dem kein Freund des guten, alten Whodunits vorbeikommt. Schade, dass solche Romane heute nicht mehr geschrieben werde

    Mehr
  • Rezension zu "Alibi" von Agatha Christie

    Alibi

    rallus

    15. June 2010 um 16:49

    Dieses war der erste Roman von Agatha christie den ich gelesen habe, und der mir ihre Werke näher gebracht hat. Ein spannender Roman der für damalige Verhältnisse verblüffende Weise gelöst wurde und zwar durch reine detektivarbeit, mit ausschluss alle - ausser einer. Toller Krimi!

  • Rezension zu "Alibi" von Agatha Christie

    Alibi

    Ines_Mueller

    13. March 2010 um 13:49

    Vor kurzer Zeit starb Mrs. Ferrars, von der man sagt, sie habe ihren eigenen Mann umgebracht. Doch dann geschieht noch ein Mord: Roger Ackroyd wird ermordet aufgefunden - mit einem Dolch im Hals. Nur zu gut, dass Hercule Poirot sich in dem kleinen Städchen King´s Abbot niederließ und jetzt natürlich den Fall übernimmt. Zur Seite steht ihm der Arzt James Sheppard , der dabei war, als man Ackroyd fand. Nun stellt sich natürlich die Frage, wer Ackroyd ermordet hat. Vielleicht dessen Stiefsohn Ralph Paton, der seit dem Morde spurlos verschwunden ist oder doch jemand anderes?....... Endlich habe ich einen Hercule Poirot-Roman gelesen, dem ich fünf Sterne geben kann. Es war wieder einmal total spannend und auch verwirrend. Obwohl ich mir diesmal ziemlich sicher war, den Mörder zu kennen, habe ich mich mal wieder geirrt. Natürlich ist es jemand den man nicht einmal im Traum verdächtigen würde. Besonders gut hat mir auch die Perspektive gefallen, da sie diesmal aus der Sicht des Arztes Sheppard geschrieben wird, der das Ganze wiederum als einen Bericht verfasst. Fazit: Der beste Hercule Poirot-Roman, den ich bis jetzt gelesen habe. Fünf Sterne!

    Mehr
  • Rezension zu "Alibi" von Agatha Christie

    Alibi

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. February 2010 um 18:15

    Dieses Buch von Agatha Christie ist mein Lieblingsbuch. Ich finde hier hat es die Autorin auf besonders geschickte Weise geschafft, den Spannungsbogen bis zum Schluss oben zu halten. Ich habe den Täter bis zum Schluss nicht entlarvt. Es ist wie in vielen Büchern von Agatha ein Überraschungseffekt. Ein Motiv hat fast jeder und ich finde es ist schon eine besondere Leistung, dies bei so vielen Figuren hinzubekommen, ohne an irgendeiner Stelle unlogisch zu werden. Ich hoffe, es findet noch mehr Begeisterte.

    Mehr
  • Rezension zu "Alibi" von Agatha Christie

    Alibi

    Melli2505

    18. November 2009 um 10:55

    Ein recht übersichtlicher Kreis Verdächtiger, aus dem Poirot des Täter herausfinden muss. Phasenweise ging mir das zu sehr hin und her und drehte sich im Kreis ohne dass sich viel in der Handlung tat. Der Mörder jedoch hat mich sehr überrascht, so dass ich doch noch von 3 auf 4 Sterne aufgewertet habe.

  • Rezension zu "Alibi" von Agatha Christie

    Alibi

    dieechtemonta

    07. June 2009 um 23:10

    Wieder ein super Buch von Agatha Christie, bei dem man bis zum Schluss die einzelnen Puzzleteile nicht zusammen setzen kann, sich aber nach der Auflösung an die Stirn schlägt, weil eigentlich alles logisch ist.

  • Rezension zu "Alibi" von Agatha Christie

    Alibi

    Cayenne

    13. March 2009 um 00:38

    Hercule Poirot hat sich zur Ruhe gesetzt.Doch dann geschieht ein Mord und er übernimmt nocheinmal die Ermittlung.Ein schwieriges Verfahren,denn jeder der Verdächtigen hat ein hieb- und stichfestes Alibi! Wieder mal bekommt man unzählige einzelne Puzzelteile vorgesetzt,die zusammen ein stimmiges Ganzes ergeben.Jedes noch so kleine Teilchen hat seine Bedeutung.Jedoch schafft es Agatha Christie wie immer falsche Fährten zu legen und mit dem Ende zu überraschen.Sie ist die unbestrittene Queen of crime!

    Mehr
  • Rezension zu "Alibi" von Agatha Christie

    Alibi

    Jens65

    16. July 2008 um 19:34

    Ein "Muß" für jeden Krimi-Freund, vielleicht der beste Roman von A.Christie. Dennoch oder gerade deswegen, diskutieren bis heute Experten u.Freunde des klass. Krimis über dieses Werk: Christie hätte hier eine d. Grundregeln d. klass. Detektivromanes gebrochen, lautet ein (berechtigter?) Vorwurf.Wenn ich verrate welchen Verstoß, verrate ich die Lösung. Also möge sich jeder Leser sein eigenes Urteil bilden. Fazit: Wer "Alibi" nicht gelesen hat, kann auf dem Gebiet des klass.Detektivromanes nicht mitreden. Ein einmaliger "Geniestreich", wie er nur von Agatha Christie kommen konnte; trotz eines John Dickson Carr oder eines Ellery Queen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks