Agatha Christie Der blaue Express

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Inhaltsangabe zu „Der blaue Express“ von Agatha Christie

Morden in vollen Zügen<br> Der Fahrplan stimmt, der Zeitplan auch. Ein perfekter Mord im Luxuszug Calais – Paris – Nizza – so scheint es. Nur eine kleine Unstimmigkeit lässt Hercule Poirots kleine graue Zellen nicht mehr ruhen: die Frage nämlich, warum das Gesicht der jungen Frau, Tochter eines amerikanischen Millionärs, nach ihrer Ermordung entstellt wurde.

Mordfall wirkt ziemlich konstruiert, trotzdem wegen charmanter Ermittlungen Hercule Poirots nett zu lesen.

— Karin_Kehrer
Karin_Kehrer

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    Der blaue Express
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    20. August 2016 um 16:34

    Der amerikanische Millionär Rufus van Aldin liebt seine Tochter Ruth über alles. Nur ihre Ehe mit dem leichtlebigen Derek ist ihm ein Dorn im Auge. Er überredet sie deshalb, die Scheidung einzureichen. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn Ruth wird im Zug ermordet, als sie an die Riviera fahren will. Gleichzeitig verschwindet der wertvolle Rubinschmuck, den sie von ihrem Vater geschenkt bekam. Der Verdacht fällt sofort auf ihren Ehemann, doch auch ihr Liebhaber, ein französischer Graf, befand sich im Zug. Hercule Poirot setzt alles daran, den Mörder zu finden. Mord im Zug – Agatha Christie nimmt hier schon erste Motive des viel erfolgreicheren „Mord im Orient-Express“ vorweg. Ein Detail am Rande: die Gesellschafterin Katherine Grey, die als Poirots sehr verhaltene Assistentin agiert, wohnt in St. Mary Mead, dem Dorf, in dem später Miss Marple residiert. Die Anzahl der Verdächtigen ist umständehalber natürlich klein. War es nun der Ehemann oder doch der Geliebte der Millionärstochter? Die Tatsache, dass sie sich im Aussehen ähneln, sorgt für zusätzliche Verwirrung und es gibt noch andere, überraschende Facetten an der Geschichte. Nichts ist so einfach, wie es zuerst scheint. Spannung wird – wie bei Agatha Christie üblich – auch durch das Verschweigen von Tatsachen geschaffen. Am Ende bietet sich dem staunenden Leser ein ziemlich kompliziert konstruierter Fall dar, bei dem doch so einiges zu hinterfragen wäre. Allerdings bemüht sich Hercule Poirot diesmal so charmant, die Wahrheit herauszufinden, dass man die etwas krampfhaft wirkenden Zusammenhänge gerne verzeiht.Fazit: Etwas konstruiert wirkende Geschichte, nett zu lesen.

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  • Vom Amateur zum Profi

    Der blaue Express
    Stefan83

    Stefan83

    07. October 2011 um 16:25

    Im Februar des Jahres 1927 reist Agatha Christie mit ihrer siebenjährigen Tochter Rosalind auf die Kanarischen Inseln. Sie war zu dieser Zeit in schlechter Verfassung, denn die Scheidung von ihrem ersten Ehemann, Archibald Christie, stand bevor, "Freunde" hatten sich von ihr abgewandt und ihr fehlte schlichtweg die Lust zum Schreiben. Nur widerwillig und aufgrund von arger Geldnot begann sie mit dem Roman "The Mystery of the Blue Train" (auf Dt. "Der blaue Express"). Für Agatha Christie war es der Schritt vom Amateur zum Profi, vom Hobby- zum Berufsschreiber, der auch dann ein Werk vollenden und abliefern muss, wenn ihm nicht danach zumute ist. Als "Der blaue Express" im März 1928 bei Collins in London herauskam, war er nicht nur ein großer finanzieller Erfolg, auch die Kritiker waren voll des Lobes ob des Romans, den die Autorin selbst bis zu letzt nie richtig mochte. All diese, auch im Nachwort der Fischer-Ausgabe zu findenden Informationen, sollte der Leser vielleicht im Hinterkopf haben, wenn er die Lektüre dieses Buches beendet hat. Denn sie sind wohl eine Erklärung für den etwas verkrampften, starren Stil, der sich für Christie untypisch durch das ganze Buch zieht. Die sonst von ihr bekannte Leichtigkeit fehlt, wenngleich "Der blaue Express" eine erhebliche Steigerung zum so schwachen Vorgänger "Die großen Vier" darstellt. Der Inhalt ist eigentlich schnell erzählt: Multi-Millionär Rufus van Aldin hat genug von seinem verschwenderischen und untreuen Schwiegersohn Derek Kettering und überredet seine Tochter Ruth zur Scheidung. Als brave Tochter beugt sich Ruth dem Willen ihres Vaters und reist kurz darauf mit dem "Blauen Express" gen Riviera. Lebend ankommen soll sie jedoch nie. Ihe re Leicht findet man erdrosselt und mit bis zur Unkenntlichkeit entstelltem Gesicht im Abteil. Die Geschenke ihres Vaters, eine Sammlung wertvoller Rubine unter denen sich unter anderem das sagenumwobene "Feuerherz" befindet, sind verschwunden und die Polizei glaubt an Raubmord. Ein kleiner, belgischer Fahrgast mit grünen Augen ist sich aber da nicht so sicher und stürzt sich, obwohl eigentlich im Ruhestand, in die Ermittlungen. Zum ersten Mal finden wir hier bei Christie das Motiv des Mordes im Zug vor, dessen sie sich Jahre später in "Mord im Orient-Express" erneut bedienen wird und dort auch wesentlich ausgereifter ausarbeitet. So krankt "Der blaue Express" unter anderem an der Tatsache, dass er schlichtweg mit zu wenigen wirklichen Verdächtigen aufwartet und somit ein möglicher Täter relativ schnell auszumachen ist. (Mir selbst ging es auch so, wenngleich ich auch nur die Hälfte richtig gedeutet hatte.) Auch Poirots etatmäßiger Begleiter Captain Hastings fehlt und kann hier durch die eher blasse Miss Katherine Grey als Poirots Verbündeter nicht gleichwertig vertreten werden. Interessant ist jedoch, zumindest für den eingefleischten Krimi-Kenner, dass die gute Miss Grey ihre Heimat im beschaulichen St. Mary Mead hat. Dem Dörfchen in dem die gute Miss Marple (Christie arbeitete nach der Veröffentlichung dieses Buches bereits am Auftakt der Marple-Reihe "Mord im Pfarrhaus") ihre Fälle löst. Trotz der genannten kleinen Unstimmigkeiten, bleibt das Buch durchweg kurzweilig, was in erster Linie am charmanten, und, trotz der mangelnden Bescheidenheit, zutiefst sympathischen Hercule Poirot liegt. Sonst bietet er die Christie-übliche dichte Atmosphäre mit verzwickten Verwicklungen und geschickten Wendungen, die zwar keine packende Spannung versprüht, aber einfach gut unterhält. Insgesamt ist "Der blaue Express" ein lesenswerter Krimi aus der Feder der Queen of Crime, an dem Fans der Autorin sowie Liebhaber des klassischen Kriminalromans gleichermaßen ihre Freude finden werden. Also zurücklehnen, miträtseln und sich verblüffen lassen.

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  • Rezension zu "Der blaue Express" von Agatha Christie

    Der blaue Express
    rallus

    rallus

    16. June 2010 um 14:28

    Solider Krimi mit Hercule Poirot, in dem schon ein wenig dem Orientexpreß vorweggegriffen wird. Wie immer leicht zu lesen, aber eine etwas leichtere Lektüre

  • Rezension zu "Der blaue Express" von Agatha Christie

    Der blaue Express
    BertieWooster

    BertieWooster

    01. February 2010 um 20:03

    Das Vorspiel bis zur bösen Tat ist zwar etwas lang geraten, dient jedoch bereits dazu verschiedene Fährten zur vermeintlichen Lösung des Rätsels zu legen. Manche Charaktere wirken manchmal etwas überzeichnet (so nett wie Miss Grey kann doch niemand sein). Dies hat aber auch seinen Reiz, besonders wenn die Handlungen des Meisterdetektivs Hercule Poiret beschrieben werden. Seine Selbsteinschätzung als der weltbeste Detektiv mag zwar blasiert und manchmal lächerlich wirken. Ob er dies absichtlich so darstellt, um andere in Sicherheit zu wiegen, oder ober tatsächlich so ist, ist aber schwer zu entscheiden. Vielleicht beides. Durch seine präzisen Gedankengänge gelingt es ihm wie immer den Fall souverän aufzuklären.

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  • Rezension zu "Der blaue Express" von Agatha Christie

    Der blaue Express
    melli.die.zahnfee

    melli.die.zahnfee

    16. August 2009 um 10:57

    Der Fahrplan stimmt, der Zeitplan auch. Im Luxuszug Calais,Paris - Nizza wird die reiche Miss van Alden ermordet und ihr Gesicht zerstört. Warum nur? Und wer ist der Täter? Hercule Poirot ermittelt....

    Ein genialer Krimi, der alle klassischen Elemente in sich vereint. Ein abgeschlossener Verdächtigenkreis, viele überraschende Wendungen und ein grundsolides Motiv.

  • Rezension zu "Der blaue Express" von Agatha Christie

    Der blaue Express
    Skadi

    Skadi

    04. April 2009 um 20:59

    "Der Fahrplan stimmt, der Zeitplan auch. Nur eine Unstimmigkeit wird zum Spätzünder...Rufus van Aldin ist Millionär, hat Charakter und eine einzige Tochter. Ruth wird einmal seine Millionen erben. Seinen Charakter hat sie bereits geerbt. Was sie besitzt, gibt sie nicht mehr her. Eine Eigenschaft, die über das Leben des Vaters entscheidet - und über den Tod der Tochter (Klappentext) Als ich den Titel des Buches zum ersten mal sah, hoffte ich, dass der Inhalt nicht dem "Mord im Orientexpress" ähnelt. Doch nach ein paar Seiten schon wurde ich eines besseren belehrt. Wieder einmal eine vollkommen andere Geschichte, die den Leser in den Bann zieht. Hervorragend charakterisierte Personen und ihre Verbindungen zueinander machen hier einen großen Teil der Handlung aus. Aber nicht nur gesellschaftliche und berufliche sondern auch emotionale Beziehungen spielen hier eine große Rolle. Die Frage ist immer wieder, wie man bestimmte Personen einordnen kann. Wer durch welchen Charakterzug unsympahtisch erscheint und wer nicht. Besonders faszinierend, auch in diesem Agatha Christie Roman, ist wieder die Denk- und Handlungsweise von Hercule Poirot. Keiner kann ihm folgen, noch nicht einmal der Leser. „Der kleine Mann mit dem eiförmigen Schädel und dem überdimensionalen, gepflegten Schnurrbart" verwirrt alle, die nur einen Bruchteil seine Gedanken zu hören bekommen. Spannend bis zur letzten Seite. Das kann man, finde ich, bestimmt nicht bei allen Kriminalromanen der Autorin sagen. Sprachlich und inhaltlich hervorragend. Sehr empfehlenswert.

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