Agatha Christie Die Autobiographie

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Inhaltsangabe zu „Die Autobiographie“ von Agatha Christie

Jeder kennt die skurrile, aber stets freundliche Miss Marple und den exzentrisch-pedantischen Poirot, jeder kennt den Namen ihrer Schöpferin Agatha Christie, doch wer war der Mensch hinter der Schreibmaschine? Zu Lebzeiten öffentlichkeitsscheu, gab Agatha Christie keine Interviews und verriet nichts über ihr Privatleben. Erst posthum brach die Queen of Crime ihr Schweigen. Ein Jahr nach ihrem Tod wurde ihre Autobiographie veröffentlicht, in der sie von ihrer Kindheit, von zwei Ehen und zwei Weltkriegen erzählte, von ihrem Leben als Autorin und von den archäologischen Expeditionen ihres zweiten Ehemannes Max Mallowan. Ihre Autobiographie, die ebenso auch eine Chronik Englands und des 20. Jahrhunderts ist, zeigt eine Frau voller Lebenslust und Charme und verrät, welche Genialität ihrem Erfolg zugrunde liegt. Eine Autobiographie, die ebenso spannend und lebendig erzählt ist wie ihre Romane.

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    Die Autobiographie

    Sommerregen

    02. September 2017 um 22:09

    "Eigentlich sollte ich einen Krimi schreiben, doch der natürliche Drang des Schriftstellers, alles zu Papier zu bringen, nicht nur das, was er sollte, erweckt ganz unerwartet in mir das Verlangen, meine Autobiografie zu schreiben. Dieses Verlangen, so wurde mir versichert, überkommt früher oder später jeden. Jetzt hat es plötzlich mich überkommen." (S.13)Zu Lebzeiten war die Queen of Crime immer sehr öffentlichkeitsscheu, weswegen man über die Presse wenig über ihr Privatleben erfahren konnte. Erst ein Jahr nach ihrem Tod, wurde ihre Autobiografie veröffentlicht und zeigt sehr detailliert und wunderbar ansprechend geschrieben ein ganzes Leben auf. Man begleitet Agatha Christie auf Streifzügen durch ihre Kindheit, erfährt vieles über ihre Jugend und ihr Erwachsenenalter - auch wenn ihr rätselhaftes Verschwinden nicht thematisiert wird.Stück für Stück konnte ich mir ein besseres Bild von der berühmten Kriminalautorin machen und war sehr angetan von der Möglichkeit, ihre Entwicklung miterleben zu dürfen. Man ist hautnah dabei wenn sie größer wird und die Puppenhäuser echten Immobilien weichen."Ich sehe jetzt ganz klar, dass ich noch immer nicht aufgehört habe, mit Häusern zu spielen. Ich habe unzählige Häuser besucht, gekauft, getauscht, eingerichtet, ausgestattet und baulich verändern lassen. Häuser! Gott segne die Häuser!" (S.73)Auffällig ist, dass die Erzählung immer wieder in Zeit, Ort und Thema springt, was daran liegt, dass die Autorin gerade einen geeigneten Punkt erreicht hat, um eine Brücke zu schlagen. Da Agatha Christie ihre Autobiografie gesprochen und über Tonaufnahmen (leider nur größtenteils dauerhaft) festgehalten hat, liest sich ihr Buch so, als würde sie vor einem lodernden Kamin sitzen und aus ihrem Leben erzählen.Ich habe mich daher bei der Lektüre sehr wohl gefühlt und empfand eine sehr angenehme, vertraute Atmosphäre beim Lesen. Die Autorin wirkt so authentisch und offen und erzählt von derart vielen Erlebnissen, dass es mich schwer beeindruckte."Der Gedanke mutet seltsam an, aber wir erkennen erst dann, dass wir einen Menschen wirklich lieben, wenn er lächerlich aussieht." (S.74)Immer wieder lässt die Schöpferin von Poirot und Miss Marple kleine Erkenntnisse, vielleicht sogar Lebensphilosophien und -weisheiten, einfließen, was erneut sehr viel Vertrautheit spüren lässt. Außerdem konnte ich über viele Aussagen eine ganze Weile nachdenken und war beeindruckt, sie von jemandem mit einem derart bewegten Leben hören - beziehungsweise lesen - zu dürfen.Was mich darüber hinaus stark fasziniert hat , war, dass man zahlreiche Parallelen zwischen den unglaublich vielen Reisen der Queen of Crime und den Handlungsorten ihrer Kriminalromane entdecken konnte. Überhaupt hat mich beeindruckt, wie viel Agatha Christie von der Welt gesehen hat.""Es liegt mir nicht, Informationen aus der Hand zu geben." (...) Wenn sie mir nicht relevant oder interessant erschienen, steckte ich alle Informationsschnitzel weg, die mir zugetragen wurden, heftete sie sozusagen in einen Ordner in meinem kopf ein - für die übrigen Mitglieder meiner Familie, die allesamt extravertierte Plaudertaschen waren, eine unverständliche Gepflogenheit." (S.125)"Zweifellos war ich ein langweiliges Kind mit den besten Aussichten, die Sorte von Mensch zu werden, die sich besonders schwer in eine Gesellschaft einbeziehen lässt." (S.125)Das Buch zeigt den Menschen hinter dem Mythos. Äußerst interessant war für mich zu lesen, welche ihrer Werke der Queen of Crime mehr, und welche weniger, zusagten - denn diese Einschätzungen gehen mit der weitläufigen Lesermeinung nicht unbedingt einher.Selbstverständlich gibt es auf den 640 Seiten eine ganz schöne Menge an Informationen, weswegen ich mir die Lektüre offen gestanden etwas einteilen musste. Hätte ich versucht, die Autobiografie mehr oder weniger an einem Stück zu lesen, so hätte ich die Anekdoten nicht ausreichend zu schätzen gewusst oder gar nicht erst richtig wahrgenommen. Wohl dosiert und in mal kleineren, mal größeren Häppchen ist dieses Werk jedoch wahrlich ein Genuss.Ich bin sehr froh, dieses mächtige, spannende, faszinierende und beeindruckende Werk gelesen zu haben und kann es jedem Leser Agatha Christies Kriminalromane nur wärmstens ans Herz legen. Man erfährt äußerst viel zu ihrem Leben und Wirken, den gesellschaftlichen und zeitlichen Umständen sowie zu ihren Einstellungen und Erkenntnissen.

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    Die Autobiographie

    Patno

    12. July 2017 um 21:09

    Seit frühester Jugend faszinierten mich ihre Kriminalromane! Die Geschichten von Hercule Poirot und Miss Marple habe ich verschlungen. Nun hat der Hamburger Verlag Hoffmann und Campe im April 2017 Agatha Christies Autobiographie veröffentlicht und mein Leseinteresse war sofort geweckt. Hochwertig ist die Aufmachung des Buches, roter Stoffeinband mit einem Bild der arbeitenden Schriftstellerin umsäumt die fast 650 Seiten. Zu Beginn des Buches gewährt Agatha Christie dem Leser tiefe Einblicke in ihre Kindheit, stellt ihre Eltern, Geschwister, ihr Kindermädchen, ihren Hund, Freundinnen und Dienstboten vor. Viele Verehrer hatte die junge hübsche Agatha, aber erst in Archie Christie findet sie den Mann zum Heiraten. Doch leider wehrt diese Ehe nicht ewig. Mit ihrem zweiten Mann, dem Archäologen Max Mallowan, hatte sie mehr Glück. Sie begeisterte sich für seine Expeditionen. Überhaupt spielte das Reisen und die damit verbundenen Fortbewegungsmittel in Agathas Leben eine große Rolle. Doch auch die sorgenvollen und angsteinflößenden Kriegsjahre haben Agatha geprägt. Ein bewegtes Leben, welches sie detailgetreu und emotional berührend beschreibt. Oft wirken Biographien in Buchform wie eine Aneinanderreihung von Fakten. Doch Christies Autobiographie ist romanartig geschrieben. Schnell war ich völlig vertieft in das Buch und fühlte mich in das Zeitgeschehen zurückversetzt.Agathas Familie mochte ich sofort. Besonders beeindruckt hat mich ihre Mutter, die trotz des frühen Todes des Vaters alles daran setzte, ihre Tochter bestmöglich zu fördern und ihr eine gute Ausbildung zukommen zu lassen. Dabei war die finanzielle Lage der Familie nicht immer rosig. In der Mitte des Buchges befindet sich übrigens eine kleine Bildergalerie mit Fotos von Agatha und ihrer Familie. Als Krimiautorin habe ich Agatha Christie immer bewundert, aber nach dem Lesen dieses Buches erscheint sie mir auch ein außergewöhnlicher Mensch gewesen zu sein, wissbegierig, stark und hilfsbereit. Ich fand es bewundernswert, wie sie immer wieder neue Dinge gelernt und ausprobiert hat und darüber hinaus die Tiefen ihres Lebens meisterte.Ab und zu lässt sie auch ihren trockenen Humor durchblicken. ich denke dabei z.B. an ihre ersten Fahrversuche mit dem neuen Auto.Trotz des großen schriftstellerischen Erfolges ist Christie stets bescheiden und bodenständig geblieben, hat lange Jahre gar nicht für möglich gehalten, eine echte Schriftstellerin zu sein. Großveranstaltungen zu ihren Ehren waren ihr ein Graus. Sie wollte eher im Verborgenen leben, statt im Rampenlicht. Das macht sie für mich so sympathisch.Wer also gern die Frau hinter den Kulissen von Miss Marple, Hercule Poirot und Co. kennenlernen möchte, dem sei diese Autobiographie unbedingt zu empfehlen. Sie liest sich so super und gehört beinahe zum Standard der Allgemeinbildung. Agatha Christie ist und bleibt für mich eine der bedeutendsten Kriminalbuchautoren der Welt.

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