Die Morde des Herrn ABC

von Agatha Christie 
4,1 Sterne bei125 Bewertungen
Die Morde des Herrn ABC
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Keris avatar

Ein weiterer überaus gelungener Roman der Autorin.Ein fesselnder spannender Schreibstil.Fand die Geschichte sehr gelungen.Empfehle es weiter

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Thematisch ein eher ungewöhnlicher Krimi von Agatha Christie... Durchdacht und spannend!

Alle 125 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Morde des Herrn ABC"

»A« wie Alice Asher aus Anford, »B« wie Betty Barnard aus Bexhill-on-the Sea, »C« wie Carmichael Clarke aus Churston. Ein Serienkiller treibt sein Unwesen - sehr akkurat in alphabetischer Reihenfolge. In der Nähe der Leichen findet man einen ABC-Fahrplan, aufgeschlagen beim Anfangsbuchstaben des Tatorts. Scotland Yard ist ratlos. Poirot aber braucht nicht länger als bis zum Buchstaben »D«, um hinter das Motiv des Mörders zu kommen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455650037
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:08.09.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.05.2006 bei Hörbuchproduktionen erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Daniel89s avatar
    Daniel89vor 3 Monaten
    Erschreckend gutes Buch

    Worum geht es in "Die Morde des Herrn ABC";

    Alexander Bonaparte Cust hat nach einer Kriegsverletzung hin und wieder Gedächtnislücken. Außerdem zieht er als Verkäufer von Haus zu Haus und bietet Strümpfe an.
    Bis hier hin noch nicht sonderlich ungewöhnlich, aber als er ließt, dass er an einigen Tatorten war, kommt ihn ein schrecklicher Verdacht. Hat er im Zustand seiner Gedächtnislücken Menschen ermordet?

    Hercule Poirot ermittelt und bringt Licht in die eine oder andere Gedächtnislücke.


    Meine Meinung;

    Ich habe den Roman einfach geliebt.
    Er ist untypischer Agatha Christie, weil er aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschrieben ist.
    Schlüssig, klug und toll geschrieben.
    Ich mochte insbesondere, das Verwirrspiel zwischen den Herrn ABC und Hercule Poirot.

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    vanessablns avatar
    vanessablnvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Thematisch ein eher ungewöhnlicher Krimi von Agatha Christie... Durchdacht und spannend!
    Mal mit Serienmörder

    Schon die Inhaltsangabe fällt aus dem Rahmen, denn Agatha Christie schreibt hier ungewöhnlicherweise einmal über einen Serienmörder. Dies ist sogar noch ein sehr gewitzter, denn er mordet ordnungsgemäß nach dem Alphabet. Das macht den Fall zu etwas ganz Besonderem, nicht nur für den Leser. Zu allem Übel bekommt Poirot auch noch geheimnisvolle Briefe, in denen die Untaten angekündigt werden. Er kommt in die unschöne Situation, ziemlich ratlos zu sein, und es dauert einige Zeit, bis seine grauen Zellen endlich wie gewohnt die Arbeit aufnehmen können. Der Krimi ist gut durchdacht, liest sich spannend und überraschend modern, denn heutige Krimis kommen ja kaum ohne Serienmörder aus. Die Kapitel "Nicht von Hauptmann Hastings selbst erzählt" (ansonsten ist er der Erzähler) waren gut eingebunden, obwohl die Überschrift nicht immer ganz stimmig und eigentlich auch überflüssig ist.

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    katzenminzes avatar
    katzenminzevor 6 Monaten
    Ein Fall für Poirot

    Herkule Poirot erhält einen Brief, der für einen bestimmten Tag und Ort scheinbar einen Mord ankündigt. Der Schreiber – Herr ABC – fordert Meisterdetektiv Poirot persönlich heraus. Doch wie soll dieser Mordfälle lösen, die scheinbar wahllos und nur nach den Anfangsbuchstaben des Namens und Wohnortes der Opfer begangen werden? Eine ganz neue Herausforderung für Poirot, der es sonst eigentlich immer mit einem begrenzten Täterkreis zu tun hatte. Auch neu ist, dass der Leser in kurzen Kapiteln offenbar Dinge aus der Perspektive des Täters erfährt.

    Wie gewohnt bringt Christie den Leser ins Grübeln! Wer ist Herr ABC? Ist es der Mann aus dessen Sicht hin und wieder berichtet wird oder doch jemand mit einer Verbindung zu den Opfern? Kennt jemand tatsächlich alle Opfer? Gibt es eine Verbindung zwischen ihnen? Haben sich hier mehrere Täter verbündet oder ist es einfach nur ein simpler Verrückter der Poirot scheitern sehen will? Und wann kann die Mordserie endlich gestoppt werden? Viele Fragen, einige falsche Fährten und natürlich habe ich des Rätsels Lösung wieder einmal nicht geahnt.

    Die Charaktere die Christie entwirft sind interessant und vielseitig. Die kleinen Spitzen zwischen Poirot und seinem Assistenten Hastings machen Spaß und ich fand es schön, mal einen anders angelegten Fall zu haben, als das klassische „Zimmer“ voller Verdächtiger. Des öfteren musste ich beim lesen an eine Folge der Drei Fragezeichen denken. Vielleicht gerade weil Christie hier etwas von ihrem üblichen „modus operandi“ abweicht und vielleicht weil die beiden „Denker“ Justus Jonas und Herkule Poirot ständig unterschätzt werden.

    Gut fand ich auch, dass Christie den Leser aus der Polizeiroutine heraushält. Das war gut, weil es hier über weite Strecken nichts als fruchtlose Besprechungen und ziellose Ermittlungen gegeben hätte. Wie Poirot sich erneut mit den Angehörigen der Opfer oder weiteren Zeigen spricht war da wesentlich interessanter. Trotzdem gab es besonders zum Ende hin ein paar Längen.

    „Die Morde des Herrn ABC“ ist zwar nicht meine Lieblingsfall mit Poirot, hat mich aber gut unterhalten und ist natürlich Pflichtlektüre für alle Christie-Fans und Detektiv-Freunde.

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    Wortverzaubertes avatar
    Wortverzaubertevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnd und knifflig bis zur letzten Seite!
    Eine Vorliebe für das Alphabet ist teuflisch

    Inhalt

    Scotland Yard muss sich mit einem ganz schlimmen Finger herumschlagen. Doch sie kommen nicht weiter. Aus diesem Grund bitten sie Hercule Poirot um Hilfe. Er lässt sich überreden und nimmt die Fährte auf. Der Täter macht es ihm aber anfangs auch nicht so leicht. Jedes Mal lässt der Mörder bei den Leichen einen ABC-Fahrplan zurück. Er geht strikt nach dem Alphabet vor. Bald kommt Poirot hinter das Motiv und er braucht nicht lange, um den Täter zu ermitteln...


    Mein Eindruck

    Ich fand dies Geschichte lesenswert. Ich stand auch wie die Polizisten von Scotland Yard von Anfang an auf dem Schlauch. So konnte ich ebenfalls mitfiebern und -raten, warum der Täter stets nach dem Alphabet seine Opfer aussuchte. Bis zur Enthüllung des Täters und seines Motives hatte ich keinen blassen Schimmer, wer es war. Ich war in den Bann gezogen vom ersten Mord an und der ersten Schlussfolgerung unseres charmanten Detektivs. 

    Fazit

    Mit diesem Krimi ist Agatha Christie wieder einmal etwas Gutes gelungen. Sie hat es geschafft, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und die Spannung stetig weiter aufzubauen. Auch war der Plot der Geschichte gut gelungen. Die Konstellation von der Vorgehensweise des Täters in Verbindung seines Motives trugen ebenfalls zum Lesevergnügen bei.

    Alles in allem war es ein handwerklich gut geschriebener Krimi, den ich jedem nur wärmsten empfehlen kann. Aus diesem Grund geben ich dem Buch 4/5 Sternen.

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    eskimo81s avatar
    eskimo81vor einem Jahr
    Das ist der Anfang

    Poirot erhält einen Drohbrief des Herrn ABC. Glaubt er zuerst noch an einen Scherz eines Irren merkt er schnell, dass das ganze sehr, sehr ernst wird. Spätestens nachdem ABC die Drohung wahr macht und fahrplanmässig zu morden beginnt...

    Ich musste einfach mal wieder ein Klassiker lesen - und was ist ein typischer Klassiker? Genau, Agatha Christie. Für mich eine wahre Göttin unter den Autoren. Sie schafft es mit einem sehr schönen, einfachen und gemütlichen Schreibstil den Leser zu fesseln und auch ohne grossartig mit viel Blut und Totschlag zu arbeiten bringt sie Krimis zum leben und macht den Leser sehr süchtig. Einfach - was soll ich sagen - ein MUSS für Krimiliebhaber. Ein wahrer Klassiker den man einfach kennen und lieben muss.

    Fazit: Ein Klassiker der besonderen Art. Wer Agatha Christie kennt weiss, was ich meine. Hercule Poirot der belgische eingebildete Detektiv muss man lieben und die Bücher von Christie muss man kennen als wahren Krimi-Liebhaber. Was für Sahnestückchen.

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fesselnder Krimi der besonderen Art.
    Mysteriöser Serienmörder mit merkwürdigen Tick treibt sein Unwesen

    Inhalt

    Hercule Poirot wird mit einem Fall konfrontiert, der nicht mysteriöser sein könnte. Ein Serienkiller treibt sein Spiel mit ihm. Er fordert ihn mit Briefen heraus, in dem er den Detektiv mitteilt, wann er sein nächstes Opfer töten wird. Auch hat der Killer eine kleine Schwäche für das ABC, denn er ermordet seine Opfer in alphabetischer Reihenfolge. Doch Poirot ist ein cleverer Ermittler und braucht nicht lange, um hinter die Identität des Mörders zu kommen...

    Meine Meinung

    Dieser Fall verspricht Spannung bis zur letzten Seite. Agatha Christie treibt mit ihrem Verwirrspiel den Leser bis zur Weißglut. Trotz dem Wissen von Poirot, was er bis zum Schluss für sich behält und auch dem Leser erst am Ende mitgeteilt wird, verzweifelt der Leser ab und an mal. Besonders mit Captain Hastings leidet der Leser mit. Dieser ist zwar nicht blöd, aber seine Begriffsstutzigkeit ist schon ein bisschen amüsant und leicht störend. Doch diese Eigenschaft macht ihn auch sehr liebenswert.

    Fazit

    Ich fand die Geschichte sehr fesselnd. Für mich war es richtig aufregend hinter die Motive des Mörders zu gelangen. Poirot ist zwar ein kleiner Besserwisser, doch seine logischen Schlüsse, die er zieht, sind eine regelrechte Wohltat für einen verzweifelten Leser wie mich, der tief in dem Verwirrspiel der Autorin gefangen war. Erfrischend fand ich auch seinen Begleiter, Captain Hastings. Dieser Captain, der leicht begriffsstutzig daherkommt, obwohl er eigentlich gar nicht so dumm ist, bringt in die Geschichte die gewisse Würze. Für mich hatte die Geschichte alles, was eine Kriminalgeschichte haben sollte. Daher gebe ich dem Buch 5/5 Sternen.

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    Moorteufels avatar
    Moorteufelvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: angekündigte Morde in form von .Briefen,und fesselnd bis zum Schluß
    Wer ist denn nun der Mörder?

    Hercule Poirot bekommt Briefe von einen mysteriösen ,Herrn ABC.Der in seinen Briefen seinen nächsten Mord ankündigt.Und Poirot somit herrausfordert,ihm zuvor zu kommen,sprich ihn zu entlarven.Es ist ein Katz und Maus spiel.Doch wird Poirot am ende schlauer sein als die Katze?

    Ein kurzweiliger,aber auch fesselnder Roman,wo es am ende viellciht doch nicht nur einen Mörder gibt?

    Für mich war es das zeite Buch was ich von Agatha Christie gelesen habe.Und nun freue ich mich auf weitere romane von ihr.Weil sich mich bis zum rätseln lassen wer nun der Täter ist,auch wenn ich bis zum Ende viele Verdächtigt habe.

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    Das Alphabet des Todes

    In ihrer langen Karriere ist es Agatha Christie erstaunlicherweise immer wieder gelungen, sich selbst neu zu erfinden und gleichzeitig dem Genre neues Leben und frische Ideen einzuhauchen. Ein Beispiel dafür ist auch ihr zwölfter Roman aus der Reihe um den belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot.

    Nicht nur, dass sie hier den Leser mit einem völlig ungewohnten Handlungsaufbau überrascht, sie setzt gleichzeitig den Grundstein für alle später folgenden Titel des Serienmörderromans, wie sie dem heutigen Publikum aus Literatur und Film überaus geläufig sind. "Die Morde des Herrn ABC" ist somit ein Prototyp des Genres und gehört zu den ersten Werken der Kriminalliteratur, die das Katz und Maus Spiel zwischen Mörder und Ermittler in den Mittelpunkt ihrer Geschichte gestellt haben. Was heute bei vielen Autoren (Jeffery Deaver, James Patterson usw.) überaus häufig genutzt wird, stellte zur damaligen Zeit also eine Novität da. Und wen könnte man sich da nun auch besser als Vertreter des Rechts vorstellen, als den Detektiv mit den kleinen, grauen Zellen.

    Das denkt sich wohl auch ein gewisser ABC, der unter diesem Pseudonym einen Brief an Hercule Poirot schreibt und ihn darin auffordert, eine schwierige Nuss zu knacken: Ein Verbrechen, dass am 21. Juli in Andover begangen werden soll, gilt es zu lösen. Was von Captain Hastings, der zu dieser Zeit aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage mal wieder in London weilt, sofort als Scherz eines Irren abgetan wird, weckt bei Poirot selbst böse Vorahnungen ... die sich auch allzu bald bestätigen sollen. Alice Ascher, Verkäuferin in Andover wird ermordet. Ein aufgeschlagener ABC-Fahrplan am Schauplatz des Verbrechens zurückgelassen. Will der unbekannte Täter in alphabetischer Reihenfolge sich weiter durch England morden? Der Tod von Betty Barnard aus Bexhill-on-the-Sea gibt die bittere Antwort und ist gleichzeitig der Startschuss zu einer landesweiten Fahndungsaktion. Im Verbund mit Scotland Yard und dessen überheblichen Inspector Crome (Japp ist ein Waisenknabe gegen ihn) sowie den Angehörigen der ersten Opfer macht sich Hercule Poirot auf die Jagd nach dem Mörder...

    Natürlich sollte "Jagd" nicht allzu wörtlich genommen werden, denn Poirot hält selbst nichts von anstrengender Fußarbeit und zieht das schlichte Überdenken der Fakten vor. Captain Hastings muss auch hier wieder staunend dessen Untätigkeit beobachten und dient einmal mehr als Verbindungsmittel zum Leser. Er kommentiert die Indizien und stellt vor allem die notwendigen Fragen. Spott seitens des Meisterdetektivs muss er dabei er immer wieder ertragen, da der Belgier seinen Freund auf den ersten Blick nur als leere Wand zu schätzen scheint, an welcher er die Bälle diverser deduktiver Gedankenspiele abprallen lassen kann.

    Auch wenn der Täter bereits nach den ersten Seiten offensichtlich ist, wird auch dem Gelegenheitskrimileser bald klar, dass Agatha Christie noch ein Ass im Ärmel hat. Denn wie so oft ist auch hier nicht alles so wie es scheint und die "Queen of Crime" macht ihrem Titel wieder mal alle Ehre. Die durchaus langwierige Suche nach dem Täter wird äußerst spannend auf Papier gebracht, die vermeintliche Offenheit sorgt für Misstrauen und Verwirrung. Auch wenn man anfangs die Zusammenhänge nicht deuten kann, sind zwischen den Zeilen doch stets Hinweise, um die Identität des Täters zu entschlüsseln. Allerdings sind diese derart genial versteckt, dass man sie natürlich prompt übersieht. Die Auflösung selbst ist zugegebenermaßen etwas plump geraten, stellt rückblickend aber einen tollen Wurf da und wird natürlich wieder von Poirot Höchstselbst in beschaulicher Runde vorgetragen.

    Insgesamt gehört "Die Morde des Herrn ABC" zu den besten Titeln aus der Reihe um den belgischen Meisterdetektiv. Erstaunlich modern, packend, nicht ohne trockenen Humor, liest sich dieses Buch und ist damit allen Freunden von klassischen Whodunit-Krimis nur zu empfehlen.

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    sarahsbuecherwelts avatar
    sarahsbuecherweltvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Morde des Herrn ABC," von Agatha Christie

    Agatha Christie war eine Autorin, die für erstklassige Kriminalromane bekannt war. Zahlreiche Romane haben mich schon seit meiner Jugend begeistert und dementsprechend gespannt war ich, wie mir der Krimi „Die Morde des Herrn ABC“ gefallen würde. Schon vor diesem Buch war mir der Titel bekannt, da ich in das gleichnamige DS Spiel hineingeschnuppert hatte.

    Hercule Poirots neuster Fall beginnt mit einem mysteriösen Brief, der einen Mord in einem bestimmten Ort an einem bestimmten Tag ankündigt, und ihn herausfordert, ihn aufzuhalten.Unterschrieben wurde der Brief von einem Herrn ABC. Keiner nimmt diesen Brief wirklich ernst, bis am besagten Tag Alice Ancher aus Andover ermordet in ihrem Tabakladen aufgefunden wird. Dies ist der erste Mord des ABC-Mörders, denn kurze Zeit später folgt ein weiterer Brief, der einen Mord in einem weiteren Ort, diesmal mit dem Buchstaben B, ankündigt. Poirot und sein Helfer Hastings tappen im Dunkeln, denn der Mörder hinterlässt außer einem Fahrplan und den anonymen Briefen keine Hinweise. Wenn sie sich nicht beeilen, wird es Herrn ABC gelingen von A-Z zu morden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
    Agatha Christie gelingt es mit diesem Krimi von der ersten Seite an zu fesseln. Selbst nach rund 80 Jahren, die diese Geschichte auf den Buckel hat, verliert sie nichts von ihrem klassischen und zeitlosen Charme. Spätestens ab dem Punkt, wo der erste Mord geschieht, versucht der Leser zu erraten, wer hinter den Morden und somit hinter Herrn ABC steckt. Durch die anfänglichen Einblicke, die Herrn ABC näher beschreiben, ahnt der Leser schon, dass dieser sicherlich nicht der Täter sein kann. Schließlich würde Agatha Christie es nicht so offensichtlich auflösen. Auf der anderen Seite stellt sich der Leser die Frage, ob das vielleicht beabsichtigt war und es am Ende doch so einfach auflöst!? Für mich ist dadurch das Buch bis fast zum Schluss total spannend. Wer genau liest, wird schnell auf einige Ungereimtheiten stoßen, die ihn nach einigen Überlegungen zum wirklichen Täter führen. Dies habe ich allerdings erst mit der Aufklärung seitens Hercule Poirot erkennen dürfen.

    Wie bei jedem klassischem Krimi steht die Ermittlung eines Kriminalfalles im Vordergrund. Bei vielen neuen Werken ist der Ermittlungsanteil so langgezogen, dass es stellenweise trocken und langweilig wirkt. Dies gefällt mir bei den klassischen Krimis, welche in den 80er Jahren so beliebt waren, so gut gefällt. Es wird ermittelt, aber durch die farbenfrohen Ermittler wird es nie langweilig, sondern stellenweise sogar recht humorvoll. Trotzdem ist kontinuierlich eine gewisse Spannung vorhanden. Kaum ein neumodischer Krimi kann wirklich mit diesen klassischen Werken mithalten. Da die hier vorhandene Spannung alles andere als gruselig oder brutal ist, können auch junge Leser ab 12 Jahren ohne Probleme diese Art von Krimi lesen. Mir haben sie in dem Alter auch sehr gut gefallen.

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    Ines_Muellers avatar
    Ines_Muellervor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Morde des Herrn ABC" von Agatha Christie

    Normalerweise bin ich ein sehr großer Fan von Agatha Christies Kriminalromanen, aber dieses Mal konnte sie mich leider nicht überzeugen.
    .
    Die Grundidee von "Die Morde des Herrn ABC" hörte sich sehr gut an, weshalb ich dieses sofort in meine Bibliothek packte, nachdem meine Mutter es sich kaufte. Doch leider war die Umsetzung eher bescheiden.
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    Hercule Poirot, den ich eigentlich sehr gerne mag, kam mir dieses Mal sehr glatt und unstrukturiert vor, genauso wie sein ewiger Begleiter und Freund Hastings, aus dessen Sicht dieses Buch geschrieben wurde.
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    Genau diese Erzählperspektive brachte dieser Lektüre außerdem einen dicken, fetten Minuspunkt ein, da Passagen vorhanden sind, die aus der Sicht des Mörders erzählt wurden. Natürlich steckte hinter der ganzen Sache noch ein "größeres" Geheimnis, aber irgendwie nahmen mir diese Passagen die Freude am Buch.
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    Fazit: "Die Morde des Herrn ABC" gehört meiner Meinung nach zu Agatha Christies schwächeren Werken. Die Personen bleiben glatt und allgemein fehlte einfach das gewisse Etwas. Von mir gibt es drei Sterne!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Apfelgruens avatar
    Willkommen zu einer weiteren Agatha-Christie-Leserunde!

    Im April lesen wir zusammen "Die Morde des Herrn ABC", der 18. Roman von Agatha Christie aus dem Jahr 1936 und ein weiterer Fall für Hercule Poirot.

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    Es sind alle herzlich eingeladen mitzulesen, es werden aber keine Bücher verlost.
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