Agatha Christie Ein gefährlicher Gegner

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Inhaltsangabe zu „Ein gefährlicher Gegner“ von Agatha Christie

"Zwei junge Abenteurer suchen Beschäftigung. Bereit zu allem, gleich wo. Gute Bezahlung Vorraussetzung. Unvernünftige Angebote werden berücksichtigt." Mit dieser Anzeige suchen Tuppence Cowley und Tommy Beresford Arbeit und landen gleich beim britischen Geheimdienst. Beim Untergang des Luxusschiffes S.S. Lusitania gingen hochsensible Regierungspapiere verloren, die die beiden wiederbeschaffen sollen. Gleichzeitig müssen sie auch die mysteriöse "Jane Finn" suchen. Mehrmals gerät das unerschrockene Paar in Gefahr und stößt schließlich auf ein verblüffendes Motiv für die Verschwörung...

Spannende Kriminalgeschichte aus der Feder von Agatha Christie - muss man gelesen haben.

— Yoyomaus
Yoyomaus

Agatha Christie's NOT really at her best: Etwas unglaubwürdige Handlung, naive Helden, flott durchzulesen.

— Karin_Kehrer
Karin_Kehrer

Der erste Fall für Tommy und Tuppence Beresford lässt sich sehr flott und locker lesen. Ein unglutiger Schmöker für Zwischendurch.

— Grandville
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  • Spannende Kriminalgeschichte aus der Feder von Agatha Christie - muss man gelesen haben.

    Ein gefährlicher Gegner
    Yoyomaus

    Yoyomaus

    17. August 2016 um 07:04

    Zum Inhalt: "Zwei junge Abenteurer suchen Beschäftigung. Bereit zu allem, gleich wo. Gute Bezahlung Voraussetzung. Unvernünftige Angebote werden berücksichtigt." Mit dieser Anzeige suchen Tuppence Cowley und Tommy Beresford Arbeit und landen gleich beim britischen Geheimdienst. Beim Untergang des Luxusschiffes S.S. Lusitania gingen hochsensible Regierungspapiere verloren, die die beiden wiederbeschaffen sollen. Gleichzeitig müssen sie auch die mysteriöse "Jane Finn" suchen. Mehrmals gerät das unerschrockene Paar in Gefahr und stößt schließlich auf ein verblüffendes Motiv für die Verschwörung... Als sich die alten Freunde Tommy und Tuppence zufällig inmitten einer Menschenmasse wieder treffen, ist die Freude groß. Die beiden gehen zusammen einen Kaffee trinken und schnell ist für die beiden klar, dass sie zwar mit ihrem Leben ganz gut um die Runden kommen, jedoch trotzdem das nötige Kleingeld fehlt. Aus einer Schnapsidee heraus beschließen die beiden von nun an als detektivartiges Team zusammen zu arbeiten. Eine Anzeige ist schnell geschaltet und ein Auftraggeber schnell gefunden. Doch schnell müssen die beiden feststellen, dass ihre Abenteuerlust sie in ganz gefährliche Spähren manövriert hat. Trotzdem ist es immer wieder Tuppence, die Tommy dazu anleitet noch einen Schritt weiter zu gehen und ihrer Aufgabe auf den Zahn zu fühlen, was sie schließlich in Lebensgefahr bringt, denn das Geheimnis, das es aufzudecken gibt ist ungeheuerlich. Ich mag die Romane von Agatha Christie und muss sagen, dass sie mir immer sehr viel Spaß machen, auch wenn ich zu Beginn die eine oder andere Startschwierigkeit mit der Schreib- und Ausdrucksweise habe. Man darf eben nicht vergessen, dass die Werke von Agatha unter anderem zwischen den 30-50er Jahren herausgegeben wurden und somit Anrede beziehungsweise Lebenssituationen völlig anders waren als heutzutage. Das ist zum einen sehr interessant, kann aber auch sehr langatmig werden. Trotzdem macht es Spaß Tuppence und Tommy zu begleiten. Tuppence ist eine sehr aufgeweckte Frau, die schnell für irgendwelche Dinge zu begeistern ist und sehr feurig an ihre Aufgaben geht, während Tommy eher überlegter und vorsichtiger handelt. Die beiden sind vom Charakter her wie Katz und Maus und trotzdem passen sie für mein Empfinden sehr gut zusammen. Das Detektivpaar arbeitet gut Hand in Hand und es ist immer wieder schön zu sehen, wenn die beiden in ihrem Fall weiter kommen und man aus der Beschreibung der beiden genau analysieren kann, was sie wohl empfinden. Man sieht die beiden regelrecht vor sich sitzen, was ich sehr schön finde, denn das vermögen die wenigsten Romane. Die Geschichte wird im Verlauf immer spannender und der Leser wird von der Autorin angeleitet mit zu kombinieren und zu raten, wer oder was wohl hinter dem Fall steckt. Dabei nimmt die Handlung immer wieder gewiefte Wendungen, die überraschen, aber auch immer logisch und schlüssig sind. Mit dem ersten Teil zu den Romanen von Tommy und Tuppence hat Agatha Christie mich auf jeden Fall gefesselt und ich freue mich schon auf weitere Abenteuer mit der quirligen Frau und dem ruhigen Mann. Idee: 5/5Spannung: 4/5Charaktere: 4/5Lesefluss: 4/5 Gesamt: 4/5

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  • Eines meiner liebsten Bücher von Agatha Christie – Vorsicht, Erwartungshaltung!!! (AC2, TT1)

    Ein gefährlicher Gegner
    StefanieFreigericht

    StefanieFreigericht

    12. June 2016 um 00:05

    Achtung: weder Hercule Poirot noch Miss Jane Marple spielen eine Rolle in diesem zweiten Roman der Autorin, der gleichzeitig eine Reihe einläutet, die um Tommy und Tuppence. Er erschien zuerst 1922 unter dem Titel "The Secret Adversary" in UK bei The Bodley Head und später im Jahr in den USA bei Dodd, Mead and Company. Die deutsche Erstausgabe erschien 1932 als "Die Abenteurer-G. m. b. H.", übersetzt von Irene Kafka im Goldmann Verlag Leipzig . 1959 erfolgte eine Neufassung unter o.g. Titel in der bis heute genutzten Übersetzung von Werner von Grünau bei Desch (Quelle Wikipedia)– bei mir als 6. Auflage von 1983 bei Scherz verwendet, alte Rechtschreibung. Tuppence (entspricht "Two Pence", zwei Pence) wird meiner Erinnerung nach auch in einem anderen Band der Reihe als „Nickel“ bezeichnet, ein anderer Begriff für das 2 p – Geldstück, ich editiere das entsprechend, sobald ich in meinem Re-Read dort angelangt bin. Die Reihe um diese beiden Hauptfiguren gehört zu meinen liebsten der Autorin – Poirot ging mir früher nach mehreren Büchern gern auf die Nerven mit seiner Besserwisserei bis zur Klugsch…wätzerei, mit Miss Marple gibt es nur erschreckend wenige Bücher (12 Romane, dazu einige Kurzgeschichten). Im Gegensatz zu den beiden letzteren Detektiven, die irgendwie immer eher alt sind, aber auch wenig weiter zu altern scheinen (trotz gewisser Nuancen), durchlaufen die beiden Protagonisten dieser Reihe hier quasi ihr gesamtes Erwachsenenleben, und das in eher wenigen Bänden, begonnen in ihren Zwanzigern: Original „The Secret Adversary“ 1922, deutsch "Ein gefährlicher Gegner" 1922 Original „Partners in Crime“ 1929, deutsch „Die Büchse der Pandora – Kurzgeschichten Original "N or M?" 1941, deutsch "Rotkäppchen und der böse Wolf" 1946 Original "By the Pricking of My Thumbs" (1968), deutsch "Lauter reizende alte Damen" (1970) Original "Postern of Fate" (1973) – deutsch "Alter schützt vor Scharfsinn nicht" (1978) - Quelle Wikipedia Achtung: dieses Buch ist kein typischer „Whodunnit“ wie bei Poirot und Miss Marple, eher ein amüsant-ironischer „cozy Thriller“ – falls es das gibt; ein Mix aus Spionage-Roman und Abenteuerbuch. Stil und Ton ähnlich den klassischen "Ein dünner Mann“ – Verfilmungen oder vielleicht noch den Hitchcock-Filmen mit Cary Grant (ja, bekennender Fan aller genannten): es wird nie eklig werden bei Agatha Christie, es gibt keine Perversen, harte Sprache bedeutet, dass jemand „verdammt“ sagt, gemordet wird eher sehr sauber. In diesem Buch nun gibt es keine Einführung in ein bestimmtes Szenario, in dem dann ein Mordopfer gefunden wird und in der Folge verschiedene Hinweise, anhand derer Leser und Ermittler den Fall quasi nebeneinander lösen (das gennante "Whodunnit“). Stattdessen gelangen Tommy Beresford und Prudence Cowley, genannt Tuppence, beide nach dem (Ersten) Weltkrieg ohne Aufgabe, Einkommen und finanzielle Reserven, aber mit viel Enthusiasmus, mit dem Leser quasi unmittelbar in die Handlung. Die beiden Twentysomethings treffen einander zufällig in London und kehren ein. „Tommy setzte sich ihr gegenüber. Ohne Hut kam jetzt sein dichtes, sorgfältig zurückgebürstetes rotes Haar zur Geltung. Sein Gesicht war in sympathischer Weise häßlich – nicht besonders auffällig und doch unverkennbar das Gesicht eines Gentleman und Sportsmanns. Sein brauner Anzug war gut gearbeitet, schein sich jedoch gefährlich den Grenzen seiner Lebensdauer zu nähern.Auch Tuppence konnte keineswegs als schön gelten, aber in den feinen Zügen ihres schmalen Gesichts lagen Charakter und Charme. Ein energisches Kinn und große, graue Augen, die unter geraden, schwarzen Brauen ein wenig verträumt in die Welt blickten. Auf ihrem schwarzen, kurzen Haar trug sie einen kleinen hellgrünen Hut, und ihr äußerst kurzer und ziemlich abgetragener Rock ließ ein Paar außergewöhnlich schlanke Beine sehen. Ihre Erscheinung hatte einen gewissen kühnen Schick.“ S. 9Da beide aus ihrer finanziellen Misere keinen Ausweg sehen – verworfen werden die Kolonien, reiche Verwandte, eine Geldheirat, Stellungen sind nicht in Aussicht - wird kurzerhand ein Plan entworfen: „ ‚Tommy, stürzen wir uns ins Abenteuer!‘‚Warum nicht?‘, antwortete Tommy belustigt. ‚Wie macht man das?‘‚Ja, da liegt eine gewisse Schwierigkeit. Wenn wir den richtigen Leuten bekannt wären, würden sie uns vielleicht anheuern und uns mit dem einen oder anderen Mord beauftragen.‘‚Reizender Vorschlag! Und das von der Tochter eines Geistlichen!‘ “ S. 11Zum Glück für uns entscheiden sie beide sich für folgendes Inserat: ‚Zwei junge Abenteurer suchen Beschäftigung. Bereit zu allem, gleich wo. Gute Bezahlung Voraussetzung. Unvernünftige Angebote werden berücksichtigt‘ S. 13. Bevor Tuppence jedoch diese Anzeige aufgeben kann, wird sie von einem Mann angesprochen, der ihr aus dem Lokal gefolgt ist, weil er ihr Gespräch mithören konnte – er hat ein konkretes Angebot. Was sich daraus ergibt, beinhaltet den Super-Verbrecher Mr. Brown, politische Ränkeschmiede unter Bolschewisten, Geheimpapiere, die die USA und Großbritannien kompromittieren könnten und ein verschwundenes Mädchen, Jane Finn, die der Schlüssel zu allem sein soll. Zuerst jedoch verschwindet Tommy und es wird klar, dass wohl nicht nur Mr. Brown ein Deckname ist… Mordmethode: es gibt keinen Mord! Zeitgeist:„Ich kann Ihnen versichern, daß mir jede Unehrbietigkeit fernliegt“ sagt der Mann, der Tuppence im St. James Park anspricht. S. 14Für 50 Pfund erhalten zwei Personen in London hors d’oeuvre, Hummer à l’américaine und Pfirsich Melba – und es bleibt noch Geld übrig… S. 20f., 300 Pfund sind ein Jahresgehalt S. 34Ein Feindbild ist, dass hinter gegenwärtigen Schwierigkeiten bolschewistische Einflüsse vermutet werden S. 30Vom Ritz kommt man in 30 min zur Waterloo Station mit dem Auto…In einen möglichen Aufstand sind Iren verwickelt, Gewerkschafter, Deutsche,….Es werden viele Telegramme verwendet, Notizbücher eingesetzt,… und das alles funktioniert hervorragend!

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  • Wer ist Mr. Brown?

    Ein gefährlicher Gegner
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    09. February 2016 um 17:00

    Kurz bevor am 7. Mai 1915 die „Lusitania“ sinkt, übergibt ein Mann einem Mädchen ein Päckchen mit geheimem Inhalt.  Fünf Jahre später: Die beiden Freunde Tuppence Cowley und Tommy Beresford sind abenteuerlustig, phantasiebegabt, aber leider mittellos. Was liegt also näher, als sich als „Abenteurer GmbH“ selbständig zu machen? Ein Zufall führt dazu, dass sie plötzlich als Mitglieder des Geheimdienstes in hoch gefährliche Angelegenheiten verwickelt sind. Sie suchen nach Jane Finn, der Überlebenden des Schiffsunglücks, denn die Papiere, die ihr damals übergeben wurden, könnten jetzt zu einer politischen Krise von ungeahntem Ausmaß führen. Der geheimnisvolle „Mr. Brown“, Anführer einer gefährlichen Bande, setzt alles daran, dieser Papiere habhaft zu werden und es scheint, als wäre er den Abenteurern immer eine Spur voraus. Dann verschwindet Tuppence plötzlich spurlos und Tommy muss alles daran setzen, seine Partnerin zu retten. Herrlich altmodisch, wenn für die Helden dieses Krimis die schnellste Verständigungsmöglichkeit ein Telegramm ist! Trotzdem für mich nicht der beste Roman von Agatha Christie und das liegt nicht daran, dass weder Hercule Poirot noch Miss Marple eine Rolle spielen. Ihre Helden Tuppence und Tommy sind zum Teil von himmelschreiender Naivität, obwohl Tuppence eine gewisse Raffinesse nicht abzusprechen ist und Tommy zumindest über Hartnäckigkeit und Kombinationsgabe verfügt. Aber dass zwei völlige Laien vom Geheimdienst für eine höchst brisante Angelegenheit rekrutiert werden, kann ich mir wirklich nicht vorstellen! Tommy stolpert „zufällig“ gleich einmal in eine Versammlung der geheimen Brüderschaft und hofft einfach darauf, dass er schon irgendwie gerettet wird. Was dann auch der Fall ist, denn sonst könnte er sich ja nicht auf die Suche nach Tuppence machen, die ebenfalls spurlos verschwindet. Dass er eine ganze Woche lang vergeblich nach ihr sucht und dann einfach aufgibt, scheint mir auch nicht ganz glaubhaft.  Die Dialoge sind teilweise ebenfalls sehr unbedarft und wirken antiquiert.  Der Leser wird im Unklaren über den brisanten Inhalt der Papiere gelassen und auch die daraus resultierende Bedrohung wirkt etwas nebulös. Die Andeutung von „bolschewistischen“ Umtrieben genügte wohl zur damaligen Zeit, um die Politiker in Angst und Schrecken zu versetzen.  Das raffinierte Versteckspiel, das „Mr. Brown“ betreibt, ist allerdings wieder sehr gut konstruiert und gegen Ende der Story kommt tatsächlich noch Spannung auf.  Fazit: Ein wenig unglaubwürdig mit naiven Helden!

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  • Der erste Fall für Tommy und Tuppence Beresford

    Ein gefährlicher Gegner
    Grandville

    Grandville

    14. September 2014 um 13:39

    Tommy und Tuppence treffen sich zufällig nach dem Krieg auf Londons Straße wieder und entschließen sich aus Geldnot die "Jungen Abenteurer" zu gründen und auf Aufträge zu warten. Tatsächlich melden sich auch zwei Interessenten und die beiden geraten in ein gefährliches Abenteuer. Der erste Fall für Tommy und Tuppence Beresford! Da ich leider zuerst mit "Lauter reizende alte Damen" angefangen hatte, lese ich nun ein wenig falsch herum. Auf jedenfall gefallen mir die jungen Beresfords. Christie schreibt sehr sehr flott, manchmal vielleicht sogar zu flott. So manche Wendung kommt mir ein wenig zu leicht und schnell, aber es erhöht das Tempo ungemein und ich konnte mit lesen gar nicht mehr aufhören. Der Fall an sich ist unblutig und eher klassisch inszeniert, man begleitet die beiden bei ihren Ermittlungen. Ab und zu gibt es auch was zu schmunzeln, da die beiden ein loses Mundwerk haben. Mir hat das Buch gefallen und ich fühle mich gut unterhalten. Ein netter Schmöker für zwischendurch. Werde die Tage die anderen Fälle der beiden auch noch lesen. Wie ich festgestellt habe, gibt es auch eine Verfilmung ihrer Fälle, aber leider nicht in einer deutschen Ausgabe. Bedauerlich, aber ich habe sehr viel Zeit. Wer mal einen unanstrengenden, spannenden, aber nicht nervenaufreibenden  unblutigen Krimi lese möchte, sollte hier fündig werden.

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  • Ein Buch mit interessanten Charakteren

    Ein gefährlicher Gegner
    El.

    El.

    21. April 2014 um 12:42

    Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog, in dem gerade ein Schiff sinkt. Frauen und Kinder werden zuerst auf die Rettungsboote gebracht und deshalb fasst ein Mann den Entschluss, eine junge Frau aufzusuchen. Er übergibt ihr unauffällig ein Paket mit wichtigen Dokumenten und gibt ihr die Anweisung, diese an das Konsulat weiterzugeben, falls er es nicht schafft. Dieser Prolog geht nur über zwei Seiten, aber sagt doch schon so viel und macht Lust auf mehr. Zu Beginn des Buches lernen wir zum ersten Mal Tommy und Tuppence kennen, die beide pleite sind und sich Gedanken darüber machen, wo sie ihr nächstes Geld verdienen können. So kommen sie auf die Idee, eine Anzeige in der Zeitung zu schalten, um ihre Dienste anzubieten. Während sie darüber reden, werden sie von einem Mann belauscht, der daraufhin auf Tuppence zukommt und diese darum bittet, ihn bald in seinem Büro zu treffen. Tuppence wittert dabei jede Menge Geld und so trifft sie sich auch mit diesem Mann. Bei diesem Treffen kommt alles ganz unerwartet und so erfahren Tommy und Tuppence später, dass Jane Finn - die junge Frau vom Schiff - verschwunden ist und sie sowohl von den Guten, als auch von Schurken gesucht wird. So kommt es auch dazu, dass sich die beiden von nun an auch auf die Suche nach der jungen Frau begeben. Die Bücher von Agatha Christie sind sehr unterhaltend geschrieben und wenn man diese liest, stellt man sich richtig die Umgebung und die Figuren vor. Die Schauplätze haben häufig gewechselt, aber das hat dem Buch überhaupt nicht geschadet. Alles ist sehr lebendig gestaltet und es kommt keine Langeweile auf. Außerdem bleibt es durchgehend bis zum Schluss spannend, da man nicht weiß, wer jetzt endgültig auf welcher Seite steht. Man kann mitraten und Schlussfolgerungen ziehen, doch am Ende kommt es dann doch wieder ganz anders. Deswegen liebe ich die Bücher von Agatha Christie und werde meine Sammlung auf jeden Fall irgendwann vervollständigen.

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  • Rezension zu "Ein gefährlicher Gegner" von Agatha Christie

    Ein gefährlicher Gegner
    rallus

    rallus

    16. June 2010 um 08:58

    Toller thriller mit hocheleganter Auflösung und originellen Charakteren, dazu vermischt mit amüsanten Beobachtungen, das ist was einen Agathat Christie Roman ausmacht. Hier der insgesamt 2.Roman von ihr, mit wechselhaften Umgebungen und spannendem Plot

  • Rezension zu "Ein gefährlicher Gegner" von Agatha Christie

    Ein gefährlicher Gegner
    dyke

    dyke

    15. March 2010 um 20:48

    Der erste Band um die Abenteuer G.m.b.H. - Tuppence und Tommy. Ein fast 90 Jahre alter Verschwörungsthriller. Auch wenn das ganze sich eher wie nach „Fünf Freunde...“ oder „Die ???“ anfühlte, macht es mir doch erheblichen Lese-Spaß gemacht. Kann mir lebhaft vorstellen wie damals Dienstmädchen, Fahrstuhlführer usw. in ihrer knappen Freizeit diesen Roman mit großen Augen regelrecht verschlungen haben. Irgendwie putzig, niedlich und trotzdem spannend.

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  • Rezension zu "Ein gefährlicher Gegner" von Agatha Christie

    Ein gefährlicher Gegner
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    28. February 2010 um 10:02

    Im Jahr 1915 verschwand zusammen mit geheimen Regierungspapieren die junge Jane Finn beim Schiffsunglück der "Lusitania". Bisher ist beides nicht wieder aufgetaucht und sowohl die Unterwelt als auch die Regierung haben sehr großes Interesse, die Besitzerin der wichtigen Informationen wiederzufinden. Fünf Jahre später treffen sich die jungen Wilden Tommy Beresford und Tuppence Cowley und beschließen, zusammen eine Detektivagentur zu gründen. Für genügend Geld werden sie jeden Fall übernehmen, das kündigen sie zumindest in der Zeitung an und werden prompt für das Auffinden der verschwundenen Jane Finn engagiert. Bereits nach kurzem finden sich die Jungermittler zwischen Spionen, Agenten und Großverbrechern wieder und bis zum Schluss ist nicht ganz klar, wer eigentlich wer und wo Jane Finn ist... Ich bin inzwischen ein großer Fan des Ermittlerpaares Tommy und Tuppence Beresford geworden und fand es daher sehr schön, hier nun von der Entstehung des Paares zu lesen. Schliesslich geht es nicht nur um deren Ermittlungen sondern auch um das Miteinander der beiden Briten. Dennoch fand ich diesen Spionageroman doch etwas unrealistisch, ohne Erfahrung und Ahnung sollen sie hier mit den großen Spionen der Welt konkurrieren - das war für mich nicht nachvollziehbar. Somit sehr viel Unterhaltung aufgrund der Hauptdarsteller, jedoch wenig Krimigenuss zum spannenden Mitermitteln (ich hatte den Fall bereits nach wenigen Seiten "gelöst" und so sollte das eigentlich nicht sein)!

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  • Rezension zu "Ein gefährlicher Gegner" von Agatha Christie

    Ein gefährlicher Gegner
    Jens65

    Jens65

    16. July 2008 um 18:26

    Eine Weltverschwörungsgeschichte mit einem ebenso genialen wie unsagbaren bösen Unbekannten, der alle Fäden in der Hand hält und den Umsturz herbeiführen will, ein Motiv, das öfters bei Christie auftaucht. Die Geschichte ist höchstens inzwischen wieder historisch interessant, wenn man sie als Weltbild der damaligen Briten (1922) ansieht. Hat man sich an diese Geschichte erstmal gewöhnt, läuft das Buch ganz zügig voran und ist auch durchaus spannend zu lesen - mehr Action als wirkliche Detektivgeschichte. Allerdings kann sich das Buch mit den Spitzenromanen von Christie, insbesondere mit denen mit Hercule Poirot, nicht messen. Daher: Mittelklasse.

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