Mord im Orientexpress

von Agatha Christie 
4,4 Sterne bei675 Bewertungen
Mord im Orientexpress
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (580):
kathaeiapopeias avatar

Ein wunderbarer klassischer Krimi. Muss man gelesen haben.

Kritisch (8):
Cora_Urbans avatar

Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen. Unsympathischer Protagonist, flache Charaktere und langweilige Story.

Alle 675 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Mord im Orientexpress"

Nach einigen Mühen hat Hercule Poirot ein Abteil im Kurswagen Istanbul - Calais des Luxuszugs ergattert. Doch auch jetzt ist ihm keine Ruhe vergönnt: Ein amerikanischer Tycoon ist ermordet worden, der ganze Zug voller Verdächtiger. Und der Mörder könnte jederzeit wieder zuschlagen. Eine Aufgabe, wie gemacht für den Meisterdetektiv.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455001914
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:05.10.2017
Das aktuelle Hörbuch ist bei DHV Der HörVerlag erschienen.

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    Lesehexe92s avatar
    Lesehexe92vor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Krimiklassiker vom Feinsten!
    Krimiklassiker vom Feinsten!

    Geschrieben 1934 und immer noch ein Klassiker! Die spannenden Fälle von Agatha Christie fesseln die Leser bis heute und dies nicht ohne Grund. Aufgrund der Neuauflage anlässlich des Kinofilms, dachte ich es wäre an der Zeit das Werk nochmals eingehender zu betrachten.

    Hercule Poirot hatte in Syrien einen Fall erfolgreich abgeschlossen als er in Istanbul den Orientexpress Richtung Calais besteigt. Der Zug ist aussergewöhnlich voll für diese Jahreszeit mit Menschen verschiedener Nationalitäten und Klassen. Nach kurzer Fahrt bleibt der Zug in einer Schneewehe stecken. Kurz darauf wird der Amerikaner Mr. Rachett in seinem Abteil erstochen. Der Mörder muss also mit im Zug sein, doch scheinbar haben alle Mitreisenden ein Alibi. Bei Poirots Ermittlungen stellt sich heraus, dass Rachett eine dubiose Vergangenheit hat. Der FAll wird immer komplizierter und verworrener. Am Schluss stellt sich aber nur eine Frage: Wer ist der Mörder im Orientexpress?

    Es fällt einem schwer diesen packenden Krimi aus der Hand zulegen. Agatha Christie konstruierte einen so rätselhaften Mord bei dem man unbedingt wissen will, wie er ausgeht und zwar sofort. Der Fall ist so undurchdringlich und undurchsichtig, dass man ihn nicht durchschauen kann, wie es bei anderen Krimis zum Teil der Fall ist. "Mord im Orientexpress" bleibt spannend bis zum Schluss.
    Agatha Christie schreibt in einem klaren, schnörkellosen Stil und verpackt dabei einen subtilen Humor der mit Spannung gepaart ist. Der Krimi kann allen Fans von Krimiklassikern herzlichst empfohlen werden.

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor einem Monat
    Kurzmeinung: Kniffliger Fall, unerwartete Lösung und ein toller Schauplatz mit dem eingeschneiten Orient-Express. Hat Spaß gemacht!
    Gute Unterhaltung

    Hercule Poirot ist unterwegs im Orientexpress nach Paris, als dieser irgendwo auf dem Balkan im Schnee steckenbleibt. Am nächsten Morgen wird ein Toter entdeckt. Der Mörder muss noch im Zug sein. Ein kniffliger Fall für Hercule Poirot!

    Dies war mein erster Hercule Poirot.-Krimi und mein erster Agatha Christie-Roman überhaupt. Trotzdem war mir der „Mord im Orientexpress“ ein Begriff. Nun also endlich der Roman zum geflügelten Wort.

    Mit gefiel die einzigartige Atmosphäre, die Agatha Christie mit dem im Schnee steckenden Luxus-Zug kreiert hat. Alles wirkt etwas klaustrophobisch und beklemmend, da der Mörder ja noch unter den Passagieren ist.

    Die Vorgehensweise von Poirot gefiel mir ebenfalls. Die Befragung der Passagiere wurde nicht langweilig, da man hier sehr unterschiedliche Charaktere zu Gesicht bekam und prima miträtseln konnte. Letztlich hat Poirot bei der Lösung allerdings wieder die Nase vorn, da der Leser seinen Gedankensprüngen nicht ganz folgen kann, aber es war okay.

    Die Auflösung war überraschend und insgesamt hat mir „Mord im Orientexpress“ viel Spaß beim Lesen und Miträtseln bereitet.
    Vielleicht war mein erster Hercule Poirot-Roman nicht mein letzter, Priorität hat die Reihe bei mir aber trotzdem nicht.

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    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor einem Monat
    Kurzmeinung: Toll aufgebaut, interessante Charaktere und Hercule Poirot in Bestform! Was will man mehr?
    Mord im verschlossenen Raum

    Hercule Poirot ist auf dem Weg zurück nach London als der Orientexpress in einer Schneewehe stecken bleibt. Im nächsten Moment wird ein ermordeter Fahrgast entdeckt. Poirot übernimmt die Ermittlung.

    Ein Krimiklassiker von Agatha Christie mit einem meiner Lieblingsdetektive. Ich mag Hercule Poirot und seine Ermittlungskünste. Dieses so bekannte Werk von Agatha Christie zeigt meisterhaft was eine brillante Detektivgeschichte ausmacht, der außergewöhnliche Schluss ist für den Leser dann ein ganz besonderes Vergnügen. Wer vorher noch nie etwas von dem Buch gehört hat, steht genaus ratlos und verwirrt vor den Ereignissen wie Poirot. Die verzwickten Verwirrungen und geschickt gelegten „red herings“ machen diesen Kriminalroman zu einer spannenden Lektüre. Der Leser kann mitraten und seine „kleinen grauen Zellen“ anstrengen. Alle Hinweise, die er braucht sind hinterlegt. Das macht für mich einen guten Kriminalroman aus.

    Fazit: Ein Klassiker, der ein besonderes Lesevergnügen bietet. Mag er auch mit wenig Action auskommen und durch den allgemeinen Bekanntheitsgrad viel von seinem Mysterium einbüßen so bereitet er doch kurzweilige Lesestunden. Eine klare Leseempfehlung!

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    Azalees avatar
    Azaleevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein spannender Krimi mit einer guten Auflösung
    Ein guter Krimi zum Miträtseln

    Agatha Christies Mord im Orientexpress zählt wohl zu den Klassikern der Kriminalliteratur. Endlich habe auch ich es geschaft, dieses Buch zu lesen.
    Christies Schreibstil beschränkt sich auf das wesentliche. Sie hat aus der Er-Perspektive geschrieben, wobei sie sich größtenteils auf Poirot fokussiert. Der Schreibstil ist sehr sachlich-nüchtern gehalten, was gut zum Buch passt.
    Die Geschichte selbst ist gut durchdacht. Dank der Hinweise, die sie vereinzelt einstreut, konnte man als Leser mitraten. Es geht um einen Toten im Orientexpress, in dem zufälligerweise auch Hercule Poirot, der Meisterdetektiv sitzt. Von seinem Freund beauftragt nimmt er sich der Ermittlungen an und geht dabei sehr akribisch vor. Nach und nach werden so kapitelweise die Aussagen der einzelnen Passagiere, Hinweise am Tatort, die Mordwaffe und schließlich die Lösung dargestellt. Durch den Aufbau konnte man der Geschichte gut folgen und selbst miträtseln.
    Allerdings hatte ich zum Teil einige Probleme, die Personen auseinanderzuhalten, weil sie sich nicht immer großartig unterscheiden. Einige gibt es zwar, die aufgrund ihrer Art herausstechen, andere dagegen hatte ich bis zu ihrem Verhör wieder vergessen. Ohnehin war das Buch zum Teil recht klischeehaft aufgebaut (Engländer sind so und so, Italiener so etc.), was sicher auch der Entstehungszeit des Buches zuzuschreiben ist.

    Von den Personen war auch Poirot nicht sonderlich stark ausgearbeitet. Er fungiert in erster Rolle als Ermittler mit scharfen Verstand und dadurch zeichnet er sich während des Buches aus. Weitere Charaktereigenschaften hat er dadurch nicht.

    Insgesamt hat mir Mord im Orientexpress gut gefallen, hatte aber zugleich ein paar Schwächen in der Figurenzeichnung, wodurch die Personen nicht immer alle gleich unterscheiden konnte.

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    leyaxs avatar
    leyaxvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: 3,5 Sterne/ Unterhaltsam, aber viel mehr auch nicht. Ich kannte die Auflösung schon, aber mir hat trotzdem die Spannung gefehlt...
    Unterhaltsam, aber nicht herausragend

    "Mord im Orientexpress" habe ich als Film (den alten und den neuen) gesehen und nachdem dieses Buch auch noch auf der Leseliste für die Harry-Potter-Aktion stand, musste ich es natürlich sofort lesen. 


    Das Buch ist ein klassischer Krimi - wenn nicht sogar einer DER klassischen Krimis schlechthin. 
    Es ist Teil der Krimireihe um den belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot, wobei in dieser Reihe aber jedes Buch einzeln gelesen werden kann. 

    Kurze Zusammenfassung: 
    Hercule Poirot reist mit dem Orientexpress von Istanbul nach Paris, findet sich dann aber in einem äußerst verwirrenden Kriminalfall wieder, als einer der Fahrgäste morgens ermordet aufgefunden wird. 
    Es gilt natürlich, den Schuldigen herauszufinden, was dem guten Poirot mit seinem Scharfsinn auch sehr schnell gelingt. 

    Meine Meinung: 
    Obwohl sehr Unterhaltsam, bleibt die Spannung bei dieser Geschichte leider etwas auf der Strecke. Letztendlich setzt sich das Buch nur aus der Tat, den Befragungen der Passagiere und der Auflösung zusammen. Zu keiner Zeit besteht z.B. die Gefahr, dass noch ein weiterer Mord passieren könnte, sondern man liest sich eigentlich konstant nur durch Mono- und Dialoge. Diese helfen Hercule zwar dabei, den Schuldigen zu entlarven, allerdings wird der Leser dabei nicht mit einbezogen - man kann also sehr schwer mitraten, sondern muss warten, bis Hercule die Auflösung bekannt gibt. 

    Zudem war die Geschichte, meiner Meinung nach, sehr charakterüberladen. Der Zugwaggon ist vollbesetzt und somit haben wir es mit ca. 15 Personen zu tun, von denen fast jeder verdächtigt wird und die alle ihre eigene Sicht der Dinge erzählen. Dadurch dass das Buch sehr kurz ist, wird auf die einzelnen Charaktere nicht tiefergehend eingegangen, sodass ich mir die Namen, Alibis und Hintergründe sehr schlecht merken konnte (obwohl auf einer Seite eine Übersicht zu finden ist). 
    Durch die fehlende Tiefe der Charaktere konnte ich mich auch nicht so gut auf das Motiv des Mordes einlassen und konnte es dementsprechend nicht nachvollziehen. 
    Der Schreibstil ist gewohnt nüchtern für einen Roman aus dieser Zeit und hat mir soweit gut gefallen. Ich konnte das Buch sehr schnell lesen, wobei die Beschreibungen aber leider etwas auf der Strecke blieben. 

    Fazit:
    Ein netter Roman für zwischendurch, aber nichts großartiges. 
    Die Geschichte kam ein bisschen zu konstruiert rüber und es gab mir zu viele Zufälle (die dann eben doch keine waren).
    Dazu muss ich aber sagen, wenn ich die Auflösung nicht schon gekannt hätte, hätte ich wahrscheinlich noch einen halben Stern mehr vergeben. 

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    Rabiatas avatar
    Rabiatavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Leicht verwirrend, aber doch ein Klassiker der Krimigeschichte.
    Hercule Poirot liebt Herausforderungen.

    Bei dem mir vorliegenden Buch handelt es sich um eine Ausgabe aus den 1990er Jahren.

    Die Sprache ist eine gute Mischung aus moderner Alltagssprache und dem etwas altmodischeren Stil aus der Zeit Agatha Christies.

    Ich mag diese Geschichte ganz gerne, auch wenn man teilweise den Gedankengängen des Hercule Poirot nicht ganz folgen kann.

    Der Aufbau ist klassisch: Die Protagonisten werden nach und nach eingeführt und vorgestellt, die Gruppe wird gebildet und in einem "abgeschlossenen Raum" geschehen Mord und Aufklärung. Hier kann der Mörder demnach nur einer der Protagonisten sein, die alle irgendein Geheimnis haben, die Hercule Poirot selbstverständlich sämtlich aufdeckt und so den Mordfall in seiner unnachahmlichen Art aufklären kann.

    In meiner Ausgabe werden die einzeln vorkommenden französischen Sätze und Wörter nicht übersetzt, aber das ist zum Text-Verständnis nur selten notwendig.

    Fazit: Kurzweiliges Lesevergnügen für zwischendurch.

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    Cora_Urbanvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen. Unsympathischer Protagonist, flache Charaktere und langweilige Story.
    Leider nicht meines.

    Vor einer Weile habe ich den Roman "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie in der Schule gelesen. 


    Meine Meinung: 
    Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, da es viele Leser gibt, die die Romane dieser Autorin mögen. Jetzt weiß ich, dass ich leider nicht zu ihnen gehöre. 

    Gleich als ich begonnen habe, hatte ich Schwierigkeiten mich in dem Buch zurecht zu finden. Es wurde ziemlich wenig beschrieben und der Schreibstil war generell eher langweilig und manchmal schwer zu lesen. 

    Leider haben auch die Charaktere nicht so viel an meinen Gefühlen ändern können. Vor allem Hercule Poirot hat mir vom Charakter her überhaupt nicht gefallen. Er ist ein schrulliger alter Mann und ich konnte ihm genau nichts abgewinnen, mir war er einfach wirklich unsympathisch und hat meiner Meinung auch sehr speziell agiert, was mir leider auch nicht gefallen hat. 

    Mit den anderen Charakteren wurde ich auch nicht wirklich warm. Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass sie Menschen sind, sondern eher Puppen die zufällig irgendetwas auspucken. Was ich leider auch dem Schreibstil zu rechnen muss. 

    Leider war dadurch auch die Story an sich für mich leider nicht greifbar und echt zäh. Erst als alles aufgelöst wurde, wurde es spannend. Aber 40 Seiten von 255 können meine Meinung zu dem Buch auch nicht wirklich ändern. 

    Fazit: 
    Insgesamt könnt ihr sehen, dass ich nicht sehr überzeugt bin. Vor allem da es ein Schulbuch war und ich dadurch auch noch zusätzlich Arbeitsblätter  bekommen habe. Da ich wie gesagt die letzten Seiten ganz spannend waren, gebe ich 2 von 5 Sternen. 

    lg Cora 

    (exklusive Lovelybooks-Rezension und daher nicht auf meinem Blog zu finden!) 

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    M
    mehevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ziemlich unwahrscheinlicher Fall der nur mit Raten gelöst werden kann. Mir wirkt es zu konstruiert!
    Ziemlich viele Zufälle

    An Bord des Zuges von Istanbul nach Calais wird nachts ein Mann im Schlafwagen ermordet. Da der Zug in einer Schneewehe feststeckt steht fest, dass der Mörder noch an Bord ist. Zufällig ist auch der Meisterdetektiv Hercule Poirot Passagier des Zuges, der alsdann die Ermittlungen aufnimmt.

    Das Buch ist in drei Teile geteilt. Zunächst erährt der Leser die Vorgeschichten einzelner Reisender, die Ermordung findet statt und die Leiche wird gefunden. Danach werden Zeugen verhört, die Tatwaffe gefunden und das Gepäck durchsucht. Dennoch findet sich keine offenkundige Lösung für den Fall. Im dritten Teil werden dann die gesammelten Tasachen geordnet und das ein oder andere Geheimnis kommt ans Licht. Der ungewöhnlich Fall wird gelöst.

    Sprachlich ist die Geschichte eher einfach gestrickt. Mich störte das Französisch ohne Übersetzung ab und an! Dramaturgisch ist der Fall gut gemacht, da man bis zuletzt nicht weiß, wer der Mörder war und immer wieder neue Denkanstöße kommen.

    Schlussendlich sind es für meinen Geschmack aber ein paar zu viele Zufälle die hier zusammenspielen (auch wenn es so geplant war). Der Fall wird ja schließlich auch eher über Vermutungen als über Idzien gelöst! Auch bei den Charakteren konnte für mich der Funke nicht überspringen und es war bei all den Namen oftmals schwer, den Überblick zu behalten! (Ich habe den Wagonplan öfter nachgeschlagen...)
    Dennoch ist es ein außergewöhnlicher Krimi und ein Klassiker, nur eben mit ein paar Schwächen!

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    FrauPfeffertopfs avatar
    FrauPfeffertopfvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Lesegenuss für alle, deren Herz für das Detektiv-Genre schlägt
    Ein Klassiker unter den Krimis

    Millionär Samuel Edward Ratchett glaubt, dass sein Leben in Gefahr sei und bittet Detektiv Hercule Poirot um Hilfe, der jedoch wegen seiner Geschäftigkeit in anderen Fällen ablehnt. Kurz nach Mitternacht am zweiten Tag der Reise wird der Orient-Express durch eine Schneeverwehung gestoppt. Am Morgen liegt Ratchett tot in seinem Abteil. Ein Dutzend Mal erstochen, seine Tür von innen verschlossen.

    Ohne jeden Zweifel ist einer seiner Mitreisenden der Mörder. Durch den Schneesturm isoliert, muss Poirot den Mörder unter den 12 Passagieren ausfindig machen.

     

    Die Geschichte geht mit interessanten Verhören weiter, die Aufschluss darüber geben, wer der Mörder sein könnte. Die anderen 12 Fahrgäste und der Lokführer werden befragt, Fakten gesammelt, es entstehen weitere Fragen und daraus Verdächtigungen und es werden schließlich Antworten gefunden. Das in Rachetts Abteil gefundene Taschentuch einer Dame, eine versehentlich fallengelassene Zigarre, eine Frau im scharlachroten Kimono, die man wegrennen sah und ein Knopf aus der Uniform des Lokführers formen zusammen den wachsenden Korpus entscheidender Beweise.

    Bücher über Ermittlungen in einem Mordfall sind eine Faszination für viele von uns, da man sich inmitten eines zumeist spannenden Ratespiels befindet, wer der potentielle Täter sein könnte. Mit Agatha Christie liegt die Königin klassischer Krimis vor und Mord im Orient-Express zählt zu ihren besten. Christie hat den Passagieren des Zugs jeweils ein Kapitel gewidmet, während sie ihre Gedanken über den Mord vorbringen und sich als wichtige Informationsquellen erweisen. Christies Schreibstil und die Frage- und Argumentationsfähigkeiten, die sie Poirot gab, beeindrucken sehr und die Beweise der anderen genügen, am Buch festzuhalten, bis das Rätsel gelöst ist. Christie gab dem Ende des Geheimnisses eine einzigartige Note, die  für manche eine Überraschung und für manche eine Enttäuschung sein dürfte.

    Agatha Christie hat einen unverwechselbaren Stil, das Tempo der Handlung zu bestimmen. Der erste Teil des Buches mag für einige der Leser etwas langsam vorangehen. Die ersten Ereignisse, wie Poirot mit dem Taurus Express reist, eine Notfallnachricht erhält, um nach London zurückzukehren oder wie er ein Ticket erster Klasse erhält sowie die verschiedenen Interaktionen mit den übrigen Fahrgästen werden sehr ausschweifend erzählt. Ein Überfliegen führt jedoch dazu, die in den ersten Teilen des Buches dargestellten Fakten zu übersehen. Erst später erfährt man, wie Christie am Anfang des Buches subtil die Beweise vorbringt, die Poirot später zur Lösung des Rätsels verwendet.

     

    Mord im Orient Express ist ein weiterer Beitrag Christies auf der Liste berühmter Kriminalromane und entpuppt sich als gute Lektüre für alle, die sich besonders für das Detektiv-Genre interessieren und tief in den Prozess der Lösung des Rätsels involviert sein möchten.

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    Radagasts avatar
    Radagastvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nach "Tod am Nil" der zweite Knüller von Agatha Christie
    Mord mit Klasse!

    In gewohnter Herule Poirot Manier beginnt dieser Krimi. Der Lesestil ist flüssig und gespickt mit guten Anhaltspunkten, so dass man Herule's peniblen Aufzeichnungen der vermutlichen Täter gut folgen kann. Dennoch bleibt die Täterwahl offen. Es könnte jeder der im Zug der Mörder gewesen sein. Mich spricht dieser Krimi deswegen so an, da mir der Schreibstil gut gefällt und ich mich gut in die 30iger Jahre versetzen kann. Der einzige Kritikpunkt ist die etwas in die Länge gezogene Auflösung des Falles. Dennoch bleibt die Spannung erhalten. Sowohl "Der Tod auf dem Nil" und "Mord im Orientexpress" sind zwei Krimi's in der Weltliteratur verankert, die ich bestimmt mehrmals lesen werde.

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