Mord im Pfarrhaus

von Agatha Christie 
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Mord im Pfarrhaus
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H

Die Königin des Krimis, immer wieder gut!

Naddiwises avatar

witzig und spannend

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Inhaltsangabe zu "Mord im Pfarrhaus"

Vor wenigen Stunden hat Pfarrer Clement noch gesagt, der Menschheit würde ein großer Dienst erwiesen, wenn jemand Kirchenvorsteher Colonel Protheroe ins Jenseits befördere - nun ist Protheroe tatsächlich tot und Pfarrer Clement in einer unangenehmen Situaion. Zum Glück führt das seitliche Tor der Pfarrei direkt in den Garten von Miss Marple, die die Ermittlungen aufnimmt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455650075
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Atlantik Verlag
Erscheinungsdatum:08.09.2014
Das aktuelle Hörbuch ist bei Hörbuchproduktionen erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    vanessablns avatar
    vanessablnvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Miss Marple tritt in diesem Krimi erstmals in Erscheinung. Typisch Dorfleben und typisch Agatha Christie - feine Ironie und Überraschungen.
    Miss Marple und "die menschliche Natur" treten in Erscheinung

    In diesem ersten Krimi mit Miss Marple geht es um den Kirchenvorsteher Colonel Protheroe, der eines Tages ermordet im Pfarrhaus liegt. Vorher hatten gerade einige Personen geäußert, um ihn wäre es nicht schade. Zufällig war einer dieser Menschen bezeichnenderweise der Dorfpfarrer, der hier in der Ich-Form erzählt (was ich anfangs überraschend, dann aber gut fand). Zur Auflockerung und Heiterkeit des Buches trägt auf jeden Fall dessen junge Frau bei, die so ganz anders ist als er selbst. Die ersten Kapitel des Buches fand ich übrigens etwas mühsam, aber nach dem Mord kam Schwung (aber nicht unbedingt Spannung) in die Geschichte und die Personen konnte man auch langsam besser auseinander halten.

    "Mord im Pfarrhaus" ist wohl weder der beste noch der schlechteste Krimi von Agatha Christie. Interessant ist mal wieder die humorvolle Ironie und auf jeden Fall, wie Miss Marple hier erstmals in Erscheinung tritt. Es gibt im Dorf zwar jede Menge Klatschtanten, aber Miss Marple beobachtet präzise und macht sich ihre intelligenten Gedanken. Außerdem weiß sie viel über die "menschliche Natur", die sie immer in ihre Überlegungen mit einbezieht. Der Krimi besteht aus vielen Details, die aber ein gelungenes Ende finden. Das Miträtseln wird nicht wirklich belohnt, da Agatha Christie und Miss Marple scheinbar ihren eigenen Kopf haben, in den die Leser nicht hinein können. Das ist (wie oft bei dieser Autorin) einerseits beeindruckend, andererseits auch etwas irritierend.

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    AdelheidSs avatar
    AdelheidSvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener Auftakt für eine alte Katze namens Mrs. Marple
    Mrs. Marple zeigt Weitblick

    Colonel Protheroe ist Kirchenvorsteher und spricht auch das Recht. Er ist ein lauter, unsensibler und herrschsüchtiger Mann, der im Ort kaum jemand seinen Freund nennen kann. Als er dann aber ermordet im Pfarrhaus entdeckt wird ist die Aufregung doch groß. Pfarrer Clement ermittelt mit der Polizei gemeinsam. Diese Ermittlungen hätten aber kaum Erfolg, wenn nicht in der gleichen Gasse die neugierige, aber sehr scharfsinnige Mrs. Marple wohnen würde, die in diesem Buch ihren ersten Fall besteht.

    Zum Cover: Die Bücher von Agatha Christie sind schon von so vielen Verlagen und mit verschiedenen Covern erschienen, dass eigentlich nur die Signatur mehr wichtig erscheint. 

    Meine Meinung zum Buch: Ich habe das Lesen  des Buches sehr genossen. Ich bin aber auch ein Fan von den Büchern Christies. Dieses war wieder mal anders - das Buch berichtet aus der Sicht des Pfarrers und Mrs. Marple tritt nur hin und wieder in Erscheinung. Die Namen zu Beginn des Buches überrennen einen beinahe, so dass ich schon in Verlockung war, mit einen Memozettel anzulegen. Aber nach ein paar Kapiteln hat man dann doch mehr oder weniger den Durchblick. Ich konnte kleine Geheimnisse als zuvor vermutet für mich bestätigt wissen, aber den Mord selber, ---> ja da muss man sich selber ein Bild drüber machen. Wenn man es am Schluß weiß meint man nur, --> wär ja eh logisch gewesen. 

    Fazit: Ein gelungener Auftakt für Mrs. Marple um in Erscheinung zu treten.

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    Krimines avatar
    Kriminevor 9 Monaten
    Ein gelungener Auftakt für Miss Marple

    In dem kleinen Ort St. Mary Mead wird im Pfarrhaus die Leiche des unbeliebten Kirchenvorstehers Colonel Protheroe entdeckt, der hinterrücks erschossen worden ist. Und ausgerechnet der Pfarrer selbst hat kurz zuvor erwähnt, dass dessen Tod ein wahrer Segen für die Menschheit wäre. Doch bevor ihm seine unbedachte Äußerung noch zum Verhängnis werden kann, stellt sich der Täter der Polizei. Allerdings ist er nicht der Einzige, der die Schuld am vorzeitigen Ableben des Colonels auf sich nimmt und schon bald ist Miss Marples Spürsinn gefragt, um Licht in das Durcheinander zu bringen.

    "Mord im Pfarrhaus" ist der erste Fall für die schrullige alte Dame, der niemand etwas verheimlichen kann. Schließlich ist sie stets in ihrem Garten präsent, beobachtet mehr als nur die Vogelwelt und nimmt regelmäßig an kirchlichen Veranstaltungen teil. Kein Wunder also, dass sie mit ihrem umfangreichen Wissen die örtliche Polizei bei den Ermittlungen unterstützt und ihren untrüglichen Sinn für menschliche Verhaltensweisen in den Dienst der Wahrheit stellt. Allerdings braucht auch sie einige Zeit, um hinter die Identität des Mörders zu kommen. Denn Agatha Christie hat in ihren Krimi mehr als nur einen Verdächtigen gepackt und führt die clevere Hobbydetektivin, genau wie die ermittelnden Polizisten mit unwahren Aussagen und falschen Spuren an der Nase herum. 

    Fazit:
    Kurzweilig geschrieben, mit verblüffenden Schlussfolgerungen und interessanten Figuren versehen, versteht es, der im Jahr 1930 erstmals veröffentlichte Kriminalroman von Agatha Christie wunderbar zu unterhalten. Ein gelungener Auftakt für eine Serie, die aufgrund des Alters ihrer Hauptfigur viel zu schnell ein Ende fand und die aufgrund ihrer Einzigartigkeit mehrfach verfilmt worden ist.

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    dominonas avatar
    dominonavor einem Jahr
    Möge das Ratespiel beginnen

    Miss Marple sollte den meisten ein Begriff sein, aber wer denkt, die Romane würden aus ihrer Sicht erzählt, täuscht sich. Trotzdem fand ich den Erzählstil angenehm, nur die Irrungen und Wirrungen haben sich für meinen Geschmack etwas zu lange hingezogen. Am Ende kommt es sowieso anders als man denkt, aber das macht einen nicht unglücklich und der versteckte Humor bei den sehr präzise gezeichneten Charakteren hat mir auch gut gefallen. Der präsentierte Dorfatmosphäre ist auch heute noch erschreckend dicht an der Realität, zumindest was den "Klatsch und Tratsch-Faktor" angeht und das war eben manchmal auch ein Hindernis.

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    Karin_Kehrers avatar
    Karin_Kehrervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Klassiker der englischen Kriminalliteratur - kniffliges Rätsel
    Mord im Pfarrhaus


    Ausgerechnet im Arbeitszimmer des Pfarrers wird Oberst Protheroe ermordet aufgefunden.
    Verdächtige gibt es einige, denn so mancher hat dem Choleriker den Tod gewünscht und sein Ableben wird von niemandem bedauert.
    Doch Miss Marples Gerechtigkeitssinn lässt nicht zu, dass der Täter ungestraft davonkommt.

    Dies ist der erste Roman mit der später berühmt gewordenen Figur der Miss Jane Marple, der scheinbar so harmlosen alten Dame, die sich mit der menschlichen Natur – insbesondere mit ihren Schattenseiten – beschäftigt.
    Hier bleibt sie noch eher im Hintergrund, denn Ich-Erzähler ist Pfarrer Leonard Clement, der im Gegensatz zu Miss Marple ziemlich unbedarft ist, was das Böse angeht und eigentlich genug Probleme damit hat, seine wesentlich jüngere und sehr temperamentvolle Frau zu verstehen. Über seine altmodischen Ansichten Frauen gegenüber kann man heute nur schmunzeln.
    Ein kniffliges Rätsel um falsche Uhrzeiten, fingierte Botschaften, heimliche Beziehungen und Schuld und Unschuld ist hier im nur oberflächlich beschaulichen Dorf zu lösen, in dem jeder über jeden Bescheid weiß - oder es zumindest glaubt. 
    Agatha Christie, wie man sie kennt und liebt!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Der erste Fall mit Miss Marple gleich ein Volltreffer

    Ich habe mir zum Ziel gemacht, dieses Jahr die 12 Miss Marple-Krimis zu lesen, jeweils in der neuen Atlantik-Ausgabe. 

    Der erste Fall spielt direkt im Pfarrhaus, wie der Titel schon vermuten lässt. Der von allen im Dorf mehr oder weniger stark gehasste Oberst Protheroe sitzt tot am Schreibtisch des Pfarrers, mit dem Kopf auf der Schreibtischplatte, erschossen in einer großen Blutlacke. Aus der Sicht des Pfarrers (in der Ich-Erzählung) wird der Fall und die neue Privatermittlerin Miss Marple und ihre allseits bekannte Scharfsinnigkeit erzählt. 

    Für mich ein Volltreffer. Der Erzählstil ist sehr gut zu lesen, d. h. die Übersetzung ist sehr gelungen (ich habe die Geschichte schon einmal aus dem Loewe-Verlag gelesen, da war sie schlechter übersetzt und gekürzt). Der Pfarrer als Ich-Erzähler ist super, man ist gleich im Geschehen drin, hat die Innensicht einer interessanten und sympathischen Figur und dazu einen schön kniffeligen Fall mit einigen Fallen. 

    Mein Fazit: Gleich der erste Fall ein Volltreffer und von mir daher eine klare Weiterempfehlung!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Auf leisen Sohlen kommt Miss Marple 😊
    Intro für Miss Marple

    Der Kirchenvorsteher Colonel Protheroe hat sich in St. Mary Mead mit seiner aufbrausenden und herrischen Art keine Freunde gemacht und nicht wenige Bewohner würden ihn am Liebsten unter der Erde sehen. Doch als dieser wenige Zeit später tatsächlich im Büro des Pfarrers tot aufgefunden wird, ist die Aufregung groß. Im beschaulichen Örtchen gibt es den ersten wirklich handfesten Skandal - und alle tratschen und rätseln. Allen voran Miss Marple, die bereits zu Beginn sieben Verdächtige zählt. Doch der Fall scheint schneller gelöst als gedacht, denn plötzlich gibt es ein Geständnis.....

    Die wunderbare Miss Marple feiert in diesem Buch ihre Premiere! Sie strotzt nur so vor Schrulligkeiten, eine alte Jungfer, vor der nichts verborgen bleibt und die alles besser weiß - wie großartig! Entweder man liebt sie oder man hasst sie, ganz so wie die Dorfbewohner in St. Mary Mead es selbst halten. Ich jedenfalls, bin verzaubert von ihr und ihrem Wissen über die menschliche Natur. Sie zieht abstruse Vergleiche, die keinen Sinn zu ergeben scheinen und doch löst sie am Ende den Fall mit spielender Leichtigkeit. Ich selbst lasse mich immer wieder auf eine falsche Färte locken, so auch diesmal. Und genau das ist das Spannende, man rät mit und weiß es doch nie besser als Jane Marple.

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    sechmets avatar
    sechmetvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Der erste Fall von Miss Marple – ein Muss für jeden Krimi-Fan.
    Miss Marple in ihrem ersten Fall

    Da erfährt man, dass so ziemlich jeder im Örtchen St. Mary Mead nichts dagegen hätte, wenn der Colonel Protheroe von jemandem ins Jenseits befördert werden würde, allen voran der Pfarrer des Ortes, und dann liegt der Colonel ausgerechnet ermordet im Pfarrhaus. Aber zum Glück wohnt genau in diesem Ort Miss Marple…

    Zum ersten Mal lässt Agatha Christie in diesem Krimi Miss Marple ihre Ermittlungen anstellen. Auch wenn die schrullige alte Dame noch etwas zu kurz kommt, erlebt man hier bereits den typischen Charme der Miss Marple. Mit viel Witz und vor allem Charme erlebt man hier einen wundervollen Klassiker der Krimis. Der Schreibstil ist einfach fantastisch. Bereits 1930 schrieb Agatha Christie diesen Krimi und kann es dennoch jederzeit mit einem Krimi der heutigen Zeit aufnehmen.

    Die Romane von Agatha Christie sind echte Klassiker und jeder, der gerne Krimis liest, sollte irgendwann wenigstens einen Roman von ihr lesen. Aber Achtung, hat man erst einmal einen Roman gelesen, besorgt man sich schnell den nächsten. Ich zumindest kann es kaum erwarten wieder einen Fall von Miss Marple zu lesen…

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    Azraels avatar
    Azraelvor 4 Jahren
    4,5/5 Sternen

    Da lässt sich der gute Herr Pfarrer einmal hinreisen etwas Schlechtes über ein Gemeindemitglied zu sagen und schon ist dieser kurz darauf tot. Ermordet im Arbeitszimmer von Pfarrer Clement, während er auf diesen wartete. Zwar hat Hochwürden selbst ein Alibi, doch gibt es mehr als genug Verdächtige. Kurz darauf scheint der Fall bereits gelöst, als sich ein junger Mann der Polizei stellt und ihnen die Waffe präsentiert. Doch war er wirklich der Täter? Zum Glück gibt es ja die neugierige Nachbarin des Pfarrer: Miss Marple, deren Hobby das Beobachten und Analysieren von menschlichem Verhalten schließlich dazu beiträgt den Fall zu lösen.

    Zu Anfang fiel mir der Einstieg etwas schwer. Es hat mich irritiert, dass der Roman aus Sicht des Pfarrer geschrieben wurde. Da unsere Miss Marple jedoch Anfangs keineswegs als neue eigenständige Ermittlerin geplant war, sondern eher als Randcharakter in einem Krimi, ist dies durchaus zu verschmerzen.

    Um seinen gewillten Lesern das Zurechtfinden in St. Mary Mead zu erleichtern, fügt Pfarrer Clement skizzenhafte Karten bei. Nach und nach setzt sich so ein Bild des kleinen Ortes im Kopf zusammen. Man ist mittendrin. Sowohl der Pfarrer, als auch Miss Marple ermitteln in dem Fall und tun sich immer wieder zusammen, um ihre Neuigkeiten zu besprechen. Wir bekommen alle naselang kleine Hinweise eingestreut und lernen Kapitel für Kapitel die Bewohner des Ortes kennen. Der Leser bekommt ein buntes Potpourri an Charakteren präsentiert, mit all ihren Eigenheiten und Lastern. Dabei ist nicht jeder, was er vordergründig zu sein vorgibt. Miss Marple erkennt das ziemlich schnell, die Polizei tut ihre Andeutungen jedoch zunächst als Tratsch einer alten Jungfer ab. Genau diese Geheimnisse machen es im Einzelnen dann auch so schwer, sich tatsächlich für einen Täter zu entscheiden. Man hat fast jeden kurzzeitig im Verdacht. Die Auflösung schlussendlich, hat mich mehr als überrascht. Ein gelungenes Ende und ein toller Auftakt für unsere Miss Marple. Unbedingt lesenswert!

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    FabAustens avatar
    FabAustenvor 4 Jahren
    Mord im Pfarrhaus

    Im Pfarrhaus geschieht ein Mord. 

    Der allseits unbeliebte Colonel Protheroe ist das Opfer. War es seine Frau, die ihn mit einem jungen Maler betrog? War es ihr Geliebter? Oder die Tochter des Toten, die ihrem Vater den Tod wünschte, um mit ihrer Erbschaft dem Dorf zu entfliehen ? Oder hat der Archäologe, der auf Protheroes Grundstück ein Hügelgrab erforscht hat, seine Finger im Spiel? Und was hat es mit der geheimnisvollen Mrs. Lestrange auf sich, die den Colonel offenbar aus vergangenen Tagen kennt?

    Verdächtige gibt es genug. Aber es gibt auch eine alte Dame, die direkt neben dem Pfarrhaus lebt. Miss Marple. Und der Mörder kann nun keineswegs mehr hoffen, unerkannt davon zu kommen.

    Die Romane von Agatha Christie sind einfach Klassiker der Kriminalliteratur. Ihr Strickmuster ähnelt sich häufig. Ein Mord, eine Gruppe Verdächtiger und ein harmlos wirkender Hobbydetektiv namens Miss Marple oder Hercules Poirot, der  alles und jeden beobachtet und  schließlich einen meist überraschenden Schluss zieht.

    Trotz des wiederkehrenden Ablaufs bieten die Romane ein Stück gemütlicher englischer Lebensart, gepaart mit interessante Figuren, einem Fall zum Mitraten und unvorhersehbaren Auflösungen. Mord im Pfarrhaus bildet da keine Ausnahme. Der Pfarrer fungiert als amüsanter Erzähler und bietet den ein oder anderen interessanten und witzigen Einblick in sein Leben. Er hat eine weitaus jüngere Frau, die ihn häufig irritiert, weil er sich nicht sicher ist, ob sie ihn überhaupt ernst nimmt oder warum sie ihn geheiratet hat. Außerdem ist das Hausmädchen entweder unfähig oder nicht gewillt, ihre Pflichten ordnungsgemäß auszuführen. Und die Schäfchen seiner Kirchengemeinde, die hauptsächlich aus Exzentrikern besteht, fordern ihm ebenfalls einiges ab.

    Miss Marple steht nicht im Vordergrund der Geschichte, sondern tritt eher am Rande in Erscheinung. Das tut dem Lesevergnügen aber keinesfalls einen Abbruch. 

    Mitunter ist die Entwicklung der Geschichte etwas sehr theoretisch, d.h. es wird fast alles in der Rückschau erklärt und es gibt kaum direkte Handlung. Zum Beispiel erzählt Miss Marple, dass sie die Assistentin des Archäologen eines Nachts mit einem Koffer in Richtung Hügelgrab gehen sieht. Spannender wäre es gewesen, wenn der Leser diese Beobachtung quasi live miterlebt hätte.

    Nichtsdestotrotz ist die Auflösung des Falls jedoch wie gesagt nicht vorhersehbar und die Frage nach dem Täter birgt genug Spannung, um den Roman bis zum Ende zu lesen. Wer interessante Charaktere mag wird ohnehin Gefallen daran finden. 

    Vielleicht ist Mord im Pfarrhaus nicht der stärkste Roman der Miss-Marple-Reihe, aber insgesamt bietet er das, was man sich von einem Agatha- Christie-Roman wünscht. Kurzweilige, intelligente, unblutige Unterhaltung.  

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    Diesmal werden wir zusammen "Mord im Pfarrhaus" lesen. Dies ist der zehnte Kriminalroman von Agatha Christie und der erste, in dem Miss Marple ermittelt.

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