Agatha Christie Morphium

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Inhaltsangabe zu „Morphium“ von Agatha Christie

Elinor Carlisle ist angeklagt, die junge Mary Gerrard mit Morphium umgebracht zu haben. Doch sie leugnet sowohl den Mord, als auch den Diebstahl des aus Schwester Hopkins' Tasche verschwundenen Morphiums. Niemand glaubt ihr, denn das große Vermögen, das Elinors Tante vielleicht auch an Mary hätte vererben können, und die Eifersucht wegen Elinors Verlobtem Roddy, wären Grund genug für einen Mord. Doch Dr. Lord ist sich sicher, dass noch andere Motive eine Rolle spielen, und er beauftragt Poirot mit der Untersuchung des Falles. Doch was immer Poirot herausfindet, alles deutet auf Elinors Schuld hin.

Krimi, wie ich ihn mag und liebe,

— nici_12

Besonders die Erklärungen von Poirot am Ende, wie er die Indizien & Hinweise verbindet & so den Täter entlarvt gefallen mir (immer) sehr gut

— Janna_KeJasBlog

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  • Morphium

    Morphium

    nici_12

    18. October 2017 um 20:30

    Die StoryAlles beginnt mit einem anonymen Brief. Elinor Carlisle erhält einen Brief, der sie warnen soll. Jemand versucht sich bei ihrer Tante Laura Welman einzuschleimen, damit diese die gesamte Erbschaft erhält und Elinor, und damit dann auch ihr Verlobter Roderick Welman, leer ausgehen. Eigentlich machen sich die beiden keine Sorgen darum, aber trotzdem wollen sie zu ihrer Tante fahren, um nach ihr zu sehen. Denn nach einem Schlaganfall ist Laura Welman ans Bett gefesselt. Für Laura Welman ist Mary Gerrard ein kleiner Lichtblick in ihrem langweiligen Alltag. Mrs. Welmann hatte sich der Erziehung von Mary angenommen und ist für die Kosten aufgekommen, was Mary eine Ausbildung im Ausland ermöglichte. Aber auch für ihre Zukunft soll gesorgt werden, so sagt Mrs. Welman es Mary zu. Als Elinor und Roderick in Hunterbury ankommen, finden sie Tante Laura in einem geistig wachen Zustand an. Sie ist aufgrund des Schlaganfalles nur körperlich beeinträchtigt, was sie sehr ärgert. In Hunterbury treffen Roderick und Mary aufeinander, und der Arzt Dr. Lord lernt Elinor kennen. Für Roderick ist es, als wenn sich seine Welt verändert hätte und plötzlich ist er nicht mehr derselbe. Dann erleidet Mrs. Welman einen zweiten Schlaganfall und Elinor und Roderick machen sich sofort wieder auf den Weg nach Hunterbury. Laura Welman ist nur noch ein Schatten ihrer Selbst und schafft es gerade noch Elinor mitzuteilen, dass sie möchte, dass für Mary vorgesorgt wird. Tags darauf verstirbt Laura Welman, bevor Elinor den Anwalt und Notar hinzuziehen konnte. Noch am gleichen Tag stellt Schwester Hopkins fest, dass sie ein Röhrchen Morphium verloren hat, aber sie unternimmt nichts, weil sie davon ausgeht, dass sie es zu Hause vergessen hat. Laura Welman verstirbt, ohne ein Testament zu hinterlassen und somit fällt alles an Elinor als ihre Nichte. Elinor und Roderick lösen ihre Verlobung auf, denn Roderick hat sich in Mary verliebt. Elinor kommt dem Wunsch ihrer verstorbenen Tante nach und zahlt Mary eine Summe Geld aus, damit sie für ihre Zukunft sorgen kann. Aus der Tatsache gelernt, dass Laura Welman kein Testament gemacht hat, lassen Elinor und Mary eins erstellen: Elinor hinterlässt alles Roderick, auch wenn sie nicht mehr verlobt sind und Mary hinterlässt alles ihrer ihr unbekannten Tante in Neuseeland, weil sie es ihrem griesgrämigen Vater nicht hinterlassen will. Der nicht einmal ihr leiblicher Vater ist, wie bekannt wurde. Elinor verkauft Hunterbury und kommt kurz vor dem Verkauf auf das Anwesen zurück, um die letzten Sachen zu klären. Auch Mary und Schwester Hopkins sind da, weil Marys Vater verstorben ist und sie seine Sachen ebenfalls aussortieren. Elinor lädt Mary und Schwester Hopkins zu einem kleinen Imbiss (selbstbelegte Brote) und Tee ein. Als kurze Zeit später Elinor und Schwester Hopkins zu Mary zurückkehren, liegt diese sterbend in einem Sessel. Morphiumvergiftung! Und es kann nur eine Schuldige geben: Elinor Carlisle. Sie tötete aus Eifersucht. Doch Dr. Lord, der sich in Elinor verliebt hat, kann es nicht glauben, dass sie es war und bittet Hercule Poirot um Hilfe. Dieser erklärt sich bereit zu helfen. Aber Dr. Lord muss bewusst sein, dass die Wahrheit, die Poirot herausfindet, auch gegen Elinor Carlisle verwendet werden kann. Also macht Hercule Poirot sich auf die Suche. Unterdessen wird die Leiche von Laura Welman exhumiert und auch hier stellt sich heraus, dass sie an einer Morphiumüberdosis starbt. Es wird geschlussfolgert, dass auch hier nur Elinor die Schuldige sein kann. Sie tötete, damit Laura Welman nicht ihr ganzes Vermögen an Mary Gerrard vermachen konnte. Die Schlinge um Elinors Hals zieht sich immer enger zu, aber Hercule Poirot wäre nicht der beste Detektiv, wenn ihm nicht einiges komisch vorkommen würde: ein Stich von Rosendornen, ein kleines Stück Papier, das von einem abgerissenen Etikett stammt und ein Brief, den ihm Schwester Hopkins überreicht. Die kleinen grauen Zellen gehen an die Arbeit… Meine MeinungIch hatte den Krimi begonnen, 14 Seiten gelesen und dann irgendwie die Lust verloren. Vielleicht weil mich auch nicht voll auf diese 14 Seiten konzentriert hatte. Ich hab dann ein anderes Buch zwischengeschoben und dann dachte ich mir: „OK, jetzt musst du aber mal das angefangene Buch weiterlesen“. Ich hatte es vormittags genommen und hab es danach nicht mehr aus der Hand gelegt. Es war so spannend und interessant geschrieben, dass ich dann einfach wissen musste, wie es ausgeht. War Elinor wirklich die Täterin? Ich konnte es mir ja nicht vorstellen und hatte ja schon irgendwie einen Verdacht. Aber wie genau es sich zusammenreimt, war mir nicht klar; am Ende ergab aber alles einen Sinn. Wie immer ;o) Nur leider ist der Klappentext falsch. Es war nicht Elinors Verlobter, der Herucole Poirot beauftragte, sondern der Arzt Dr. Lord. Aber das nur am Rande. Agatha Christie, die Queen of Crime. So war es, ist es und wird es immer bleiben.

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  • Der unschlagbare Poirot

    Morphium

    Duffy

    24. March 2017 um 17:39

    Katharine Carlisle steht vor Gericht und wird des Mordes an Mary Gerrard angeklagt. Katharine ist die Erbin eines stattlichen Vermögens ihrer Tante und hatte zusammen mit ihrem Verlobten Roddy schon ihre Zukunft in dem Anwesen ihrer Verwandten geplant. Doch der verliebte sich in die junge Mary Gerrard und nach dem Tod der Tante wurde die Verlobung aufgelöst. Für Katherine bricht eine Welt zusammen. Als sie das Anwesen auflöst und ihr bei der Sichtung der Sachen unter anderem auch Mary hilft, scheint sich eine Chance aufzutun, Rache an der jungen Nebenbuhlerin zu nehmen. Sie wird mit Morphium vergiftet aufgefunden. Dr. Lord, nicht nur der behandelnde Arzt der Familie, sondern auch Katherine sehr zugetan, beauftragt Poirot, den fast aussichtlslosen Fall zu überprüfen und Katherine vor dem Galgen zu retten.Wie immer glänzt Agatha Christie mit einigen Verwicklungen, legt Spuren und konstruiert den Fall so, das alles ganz einfach zu sein scheint. Und tatsächlich scheint diesemal die Beweiskette so engmaschig zu sein, dass sogar ihr Superdetektiv keinen Ausweg finden soll. Doch wie immer gibt es die mikrokleinen Feinheiten, die Poirots Spürnase aktivieren und so kommt auch dieser Fall zu einem regulären Ende und natürlich zur Überraschung, wie es sich denn tatsächlich zugetragen hat. Die gewohnte Christie-Qualität und dazu noch sehr gut zu lesen.

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  • Monsieur Poirot ermittelt mit Scharfsinn.

    Morphium

    AdelheidS

    18. March 2017 um 08:59

    Elinor Carlisle ist angeklagt den Mord an der jungen Mary begangen zu haben. Alles spricht gegen sie und sie verteidigt sich nicht mal. Doch ein Verehrer lässt nicht locker und bringt Poirot auf den Plan, um der armen Elinor zu helfen und den wie er meint, wahren Mörder zu entlarven. Meine Meinung zum Buch: Ich mag einfach die Bücher von Agatha Christie denn sie sind so herrlich verworren, aber doch nicht so, dass man sich an den Namen verliert. Sie spielt mit den Motiven bzw. Hintergründen und befindet immer das Sagen und Tun der Menschen als äußerst wichtig. Man weiß an was man ist, wenn man ein Buch von ihr liest. Dieses Buch hat aber eine Eigenheit, denn Poirot ermittelt nicht von Beginn an, sondern tritt erst in der Mitte des Buches in Erscheinung als der, der alles hinterfragt. Das Buch hält einige Überraschungen bereit und hat mir gut gefallen. Es ist zwar nicht mein Lieblingsband, aber bei ca 80 Büchern ist das auch nicht einfach.

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  • Kurzmeinung zu der roten Ausgabe (Goldmann Taschen Krimi)

    Morphium

    Janna_KeJasBlog

    09. January 2017 um 14:45

    Es braucht bei einer Agatha Christie, und schon gar nicht bei dem Protagonisten Hercule Poirot, einen spannungsgeladenen Klappentext! Bei dieser Krimi-Reihe weiß der Leser woran er ist: an gut durchdachte, in sich stimmige & spannende Krimis!Viel zu lange ist es her das ich mit Herrn Poirot ermittelt habe! Umso schöner war es, eine der alten Ausgaben bekommen zu haben & umgehend tauchte ich dieses nostalgische Lesen ein.Anders als gewohnt kommt Hercule Poirots Auftritt erst später. Im „Vorspiel“ [Prolog] begegnet der Leser kurz der Tatverdächtigen Elinor Carlisle im Rahmen der Gerichtsverhandlung, um dann in der Zeit zurück zu gehen.Elinor erhält einen fragwürdigen Brief und sie macht sich mit ihrem Verlobte ‚Roddy‘ auf den Weg zu ihrer Tante. Die verschiedenen Charaktere der Geschichte werden skizziert und der Leser erhält dadurch ein Gesamtbild der Geschehnisse, bevor der Arzt Peter Lord unseren sehnsüchtig erwartenden Privatdetektiv hinzu zieht. Und alles scheint, selbst für Poirot, auf Elinor als Täterin hinzuweisen.Hercule Poirot beginnt mit seinen Fragen und der Leser erhält durch den Rückblick und Poirots Eindrücke alle Hinweise die auf den wahren Täter deuten und doch ist es höchstens nur zu erahnen, wer Mary Gerard vergiftet hat.Und genau dies liebe ich an den Krimis aus Agatha Christies Feder! Man fliegt nur so durch die Seiten, weil man wissen möchte was sich hinter dem Mord verbirgt und vor allem wer! Die Ereignisse überschlagen sich nicht, es wird nicht ‚auf Teufel komm raus‘ ein Spannungsbogen erzeugt! Dieser Krimi lebt von seinen Protagonisten, von der Ahnungslosigkeit des Lesers und von dem wohl charismatischsten Ermittler der Krimigeschichte!Wer Krimis mag muss Agatha Christie einfach lesen und ihren Ermittler lieben! Es ist ein abtauchen, der Realität kurzweilig den Rücken kehren & sich in einem anderen Jahrzehnt wieder finden.„[…] Im Dorf, wo solches Gerede Mary Gerrad hätte schaden können, hat sie nicht geklatscht. Jedoch ich zweifle, ob sie sich hat enthalten können, einer Fremden und Kollegin dazu wenigstens eine Andeutung über etwas zu machen, das sie beschäftigte!“(S. 127)Für mich am Ende immer nochmal das kleine besondere Highlight: Poirots Erklärung aus welchen Aussagen heraus und aufgrund welcher Indizien er die Täter findet.“ Hercule Poirot lächelte: ‚Sie sehen also, mein Freund, die Lügen, die die Leute einem erzählen, sind ebenso nützlich wie die Wahrheit.‘ “(S. 183)

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  • Rezension zu Morphium

    Morphium

    KruemelGizmo

    Der Fall scheint klar: Mord mittels Morphium! Niemand hatte die Gelegenheit und ein Motiv außer Elinor. Nur der Arzt Dr. Peter Lord hält zu ihr, als sie sich vor Gericht "nicht schuldug" bekennt. Er beauftragt Hercule Poirot Beweise für ihre Unschuld zu finden.  In diesem 1940 erschienen Buch scheint der Fall gelöst und die junge Erbin Elinor schuldig am Mord von Mary Gerrard zu sein. Die Gelegenheit dazu hatte sie und auch ein Motiv, nur Peter Lord glaubt an ihre Unschuld und bittet Hercule Poirot um Hilfe. Aber auch seine Ermittlungen führen immer wieder zu Elinor, erst ein kleines Detail auftaucht bringt Poirot eventuell auf eine andere Spur.  Such dieser Agatha Christie Krimi hat mir wieder gut gefallen. Direkt zu Beginn weiß man wer die Tote ist und wer dafür verantwortlich gemacht wird, dann springt die Geschichte zurück und erzählz die Gegebenheiten die im Mord an Mary gipfelten. Langsam entwickelt sich hier die Geschichte nur vorwärts und mit Hercule Poirot wird der Leser auf immer neue Ideen gebracht ob Elinor die Mörderin ist oder doch jemand im Hintergrund die Fäden zieht. Bis zum Schluss kann man hier miträtseln wer denn der Mörder ist, dies gefällt mir sehr gut. Mein Fazit: Ein leiser Krimi, der durch das miträtseln  bis zum Schluss besticht. Wieder ein gelungener englischer Krimi, den ich gerne weiter empfehle.

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    • 12

    rokat

    05. August 2015 um 08:57
    Cridilla schreibt Agatha ist immer wieder mal für Zwischendurch ein Muss! Egal, welcher Ermittler :)

    Das ist wirklich so! Wobei ich früher Miss Marple besser fand, und heute Hercule Poirot ;-)

  • Morphium

    Morphium

    nasa

    04. October 2014 um 15:11

    Dies ist der 27ste Roman der Queen of Crime: Agatha Christie. Hier hat sie wieder einen routinierten Poirot Krimi abgeliefert, der sich durch ihren tollen Schreibstil einfach und schnell lesen lässt. Wie in allen Agatha Christie Büchern weiß, man auch hier bis zum Ende nicht wer der wahre Täter ist. Man wird auf die verschiedensten Fährten gelockt und am Ende ist es dann doch jemand ganz anderes. Auch wenn es in dem vorliegenden Buch nicht ganz so spannend war wie in den andern hat es sich doch gelohnt es zu lesen. Mir persönlich kam Hercule Poirot etwas zu kurz und zu spät vor. Die Autorin hält sich lange mit der Vorgeschichte auf die auch später zur Sprache hätte kommen können und die Geschichte dadurch vielleicht noch spannender gemacht hätte. Mrs Welman hatte einen Schlaganfall. Elinor und ihr Verlobter Roderick Welman eilen an das krankenbett ihrer Tante. Aber nicht nur die Besorgnis um das Erbe ruft sie nach Hunterbury. Elinor hat einen anonymen Brief bekommen indem stand das es ein junges Mädchen (Mary Gerrad) gibt die sich geschickt bei Frau Welman einschmeichelt um an das Erbe zu kommen. Als Roderick und Elinor in Hunterbury ankommen verliebt sich Roderick Hals über Kopf in Mary Gerrad. Nachdem Tod von Mrs Welman wird die Verlobung zwischen Roderick und Elinor aufgelöst, da diese seine Zuneigung zu Mary deutlich spürt. Da Elinor alleim Erbin ist will sie Hunterbury Hall so schnell wie möglich verkaufen. Als sie beim ausmisten der Sachen ihrer Tante ist, lädt sie Mary und die Gemeindeschwester zum Essen ein. Während Elinor und Schwester Hopkins weiter ausmisten vergessen sie Mary ganz. Als sie wieder zu ihr stoßen liegt diese im sterben. Sie wurde mit Morphium vergiftet. Alle Indizien deuten auf Elinor als Mörderin hin. Doch diese schweigt und bekennt sich als nicht schuldig. Dr. Lord ist von ihrer Unschuld überzeugt und kann Hercule Poirot dazu bewegen sich des Falles anzunehmen. Doch auch er kann anfangs nur die mögliche Schuld Elinors rausfinden. Aber er wäre nicht Hercule Poirot wenn er nicht tiefer in der Materie forschen würde als andere… Alles in allem ein tolles Buch von einer großen Autorin aber mit einigen Schwachstellen.

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  • And in sad cypress let me be laid...

    Morphium

    Stefan83

    10. November 2013 um 15:04

    Erstaunlich wie durchwachsen bis negativ dieser Kriminalroman, der 27. aus der Feder der „Queen of Crime“, im Internet in vielen Rezensionen besprochen wird. Von langsam über unausgegoren bis hin zu vorhersehbar – die meisten Adjektive laden nicht wirklich zur Lektüre dieses Poirots-Falls ein, welcher, für Agatha Christie eher untypisch, zu großen Teilen vor Gericht stattfindet. Gut, dass ich es dennoch gewagt und ins Regal gegriffen habe, bietet doch das im März 1940 erschienene Werk eine treffliche Mischung aus Rätselspaß und Landhausflair, die selbst über siebzig Jahre später noch zu unterhalten und überraschen weiß. Mehr noch: „Morphium“ gehört meiner Ansicht nach sogar zu den besten Auftritten des eierköpfigen Meisterdetektivs mit den grauen Zellen, nicht zuletzt auch deshalb, weil Ordnung und Methode, stets so oft vom kleinen Belgier gepriesen, hier tatsächlich zur Auflösung der „Whodunit“-Frage führen – zumindest wenn man auf die gut getarnten Hinweise achtet, die Agatha Christie uns einmal mehr in unnachahmlicher Weise auf dem Wege dorthin hinterlässt, denn die Handlung ist mit Haken und Ösen gespickt: Elinor Carlisle ist angeklagt, die junge Mary Gerrard mit Morphium umgebracht zu haben. Doch sie leugnet sowohl den Mord, als auch den Diebstahl des aus Schwester Hopkins' Tasche verschwundenen Morphiums. Niemand glaubt ihr, denn das große Vermögen, das Elinors Tante vielleicht auch an Mary hätte vererben können, und die Eifersucht wegen Elinors Verlobtem Roddy , wären Grund genug für einen Mord. Doch Dr. Lord ist sich sicher, dass noch andere Motive eine Rolle spielen, und er beauftragt Poirot mit der Untersuchung des Falles. Doch was immer Poirot herausfindet, alles deutet auf Elinors Schuld hin... Mord durch Gift. Die offensichtlich in allen Belangen schuldige Mörderin. Ein Kreis völlig überraschter Zeugen und Verdächtiger, die sich aller ob der grausamen Tat erschüttert zeigen – „Morphium“ steht exemplarisch für den „Whodunit“ der 30er und 40er Jahre, in dem die Suche nach dem Täter in erster Linie als intellektuelles Spiel verstanden wird, dass den kriminellen Aspekt der Tat weitestgehend in den Hintergrund rückt. Allein Poirot selbst stellt die Wahrheitsfindung in den Mittelpunkt, der sich jegliche Gefühle unterzuordnen haben. Das muss auch Dr. Lord gleich zu Beginn erfahren. Seinem Wunsch, Elinor Carlisle aus dem Gefängnis zu bekommen, will Poirot nicht nachkommen. Ihn interessieren allein die Fakten. Und wenn diese letztlich gegen die Beschuldigte besprechen sollten, wird auch der kleine Belgier die britische Justiz nicht aufhalten können und wollen. Bis der Leser dessen kleine, grauen Zellen in Aktion erlebt, dauert es jedoch, denn Christie lässt sich viel Zeit, um rückblickend von den Geschehnissen rund um den 27. Juli zu berichten. Hier sei gleich gesagt: Wer diese Zusammenfassung gelangweilt überfliegt, raubt sich selbst den Spaß an der Lektüre, denn Hinweise sind am Wegesrand gut versteckt, doch für den geübten Beobachter zu entdecken. Entgegen solcher Romane wie „Alibi“ oder „Hercule Poirots Weihnachten“ hält sich Agatha Christie in „Morphium“ an die zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman, welche die Mitglieder des Londoner Detection Clubs (darunter natürlich auch Christie) einst unterzeichneten. Im Klartext heißt das: Keine unbekannten Gifte, kein Ermittler der gleichzeitig Täter ist, kein Übermaß an versteckten Geheimgängen. Im Gegenteil: Gleich zu Beginn, und damit früher als Poirot selbst, erhält der Leser Einblick in alle wichtigen Fakten des Falls, welche jedoch allesamt keinerlei Zweifel an der Schuld der Angeklagten lassen. Umso erstaunlicher ist es dann wieder, wie der kleine Meisterdetektiv Logiklücken entdeckt oder bereits bekannte Indizien in einem anderen Licht betrachtet. Wie bei einem Bühnenmagier schauen wir gebannt auf die rechte Hand, während in der linken das eigentlich Wesentliche stattfindet. Der Grund warum wir uns so einfach ablenken lassen: Christie's flüssige, urbritische Schreibe, die mit knackigen Dialogen und herrlich verschrobenen Charakteren immer wieder unsere Aufmerksamkeit fordert – und der Leser ist nur allzu bereit ihr diese auch zu schenken. Auch „Morphium“, dessen deutsche Übersetzung inzwischen immerhin auch schon mehr als zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, liest sich kein bisschen altbacken oder angestaubt. Ganz im Gegenteil: Insbesondere die beiden Gemeindeschwestern Jesse Hopkins und Eileen O'Brien sorgen trotz insgesamt eher düsteren Tenors immer wieder für vergnügliche Momente und befeuern mit ihrem Tratsch gleichzeitig die Spekulationen hinsichtlich der Identität eines möglichen anderen Mörders. Denn das Elinor Carlisle unschuldig sein muss, steht doch außer Frage – oder etwa nicht? Mit ihr ist Agatha Christie jedenfalls eine ihrer besten Figuren gelungen, deren kühles, beherrschtes Auftreten im krassen Gegensatz zu dem im Inneren köchelnden Feuer steht. Ein Mord wäre ihr in jedem Fall zuzutrauen? Und überhaupt – wer sollte es sonst getan haben? Und warum? Hercule Poirots 18. Auftritt ist kurz, aber äußerst überzeugend. Obwohl die Handlung im eher gemütlichen Tempo dahingleitet, kann von mangelndem Esprit nicht die Rede sein. Und auch die Spannung, für einen Kriminalroman nicht gerade von unwesentlicher Bedeutung, bleibt auf konstant hohem Niveau. Das liegt nicht an zuletzt an der auf den ersten Blick so hoffnungslosen Ausgangskonstellation, die Christie im weiteren Verlauf exzellent für ihre üblichen Twists und Turns zu nutzen weiß. Meine schon vor längerer Zeit konstatierte Meinung wird mit „Morphium“ erneut eindrücklich untermauert: „Einen Krimi von Agatha Christie kann man immer lesen.“

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  • Rezension zu "Morphium" von Agatha Christie

    Morphium

    Hikari

    19. March 2012 um 13:54

    Ein Hercule Poirot Roman. Elinor Carlisle ist des Modes an Mary Gerrard angeklagt. Doch ein Bekannter von ihr will das nicht glauben und so engagiert er Poirot. Das Buch beginnt mit einer Szene aus der Anklage, anschließend gibt es einen guten und interessanten Rückblick auf die Ereignisse direkt und die ganzen Situationen. Erst dann befinden wir uns wieder in der Gegenwart und Hercule beginnt mit seinen Ermittlungen. Der Fall hat mir sehr gut gefallen, die Struktur des Romanes ist spannend gestaltet und mal etwas anders gemacht als nur geradlinig. Die Charaktere sind vielseitig und der Mordfall wirklich spannend. Ich mag Hercules Art sowieso mit am meisten und das ist definitiv einer seiner wirklich tollen Fälle.

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  • Rezension zu "Morphium" von Agatha Christie

    Morphium

    rallus

    17. June 2010 um 09:33

    Toller Roman von Agatha Christie, in dem wieder Poirot sein Spürsinn erweist und auch die kompliziertesten Verwandtschaftsverhältnisse aufdeckt. Ein dreigeteilter oder in 3 Akte unterteilter Roman.

  • Rezension zu "Morphium" von Agatha Christie

    Morphium

    DieBuchkolumnistin

    28. February 2010 um 17:29

    Gegen die junge Elinor Carlisle spricht vor Gericht leider so einiges: sie hatte ein Motiv, sie hatte eine Gelegenheit, sie schweigt beharrlich und ausser ihr gibt es keine Verdächtige - deswegen ist es nahezu sicher, dass sie dem Mord an Mary Gerrard schuldig gesprochen wird. Auch Hercule Poirot hat anfangs wenig einzuwenden, als ihm der Fall übertragen wird und dennoch deckt er mit der Zeit immer mehr Verwicklungen rund um die reiche Hauptangeklagte auf... Erst relativ spät wird der Leser mit den Ermittlungen Poirots in diesem Roman vertraut gemacht, er ist allein (d.h. ohne Kompagnon Hasting) und sieht wenig Hoffnung für die Angeklagte - am Ende kann vielleicht auch er nur ihre Schuld beweisen. Dafür hat es mir umso mehr Spaß gemacht mitzurätseln und zu überlegen, ob oder ob nicht und wie immer wird erst am Schluß alles aufgelöst. Bei vielen anderen "Poirots" ist von Anfang an klar, auf welcher Seite der berühmte Detektiv steht und ermittelt, hier kann er evtl. nicht viel für die ihm Betraute tun und dies hält die Spannung bis zum Schluß! Die "Queen of Crime" hat hier einmal wieder bewiesen, wie sie zu ihrem Titel kam - klasse!

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  • Rezension zu "Morphium" von Agatha Christie

    Morphium

    Ines_Mueller

    24. January 2010 um 10:21

    Mrs Welman liegt im Sterben, nachdem sie einen Schlaganfall erlitt. Daraufhin reist ihre Nichte Elinor Carlisle zusammen mit ihrem Verlobten Roderick Welman nach Hunterbury um der alten Frau einen Besuch abzustatten. Sie sind besorgt um ihre Erbschaft, denn durch einen anonymen Brief wurde ihnen mitgeteilt, dass ihre Erbschaft gefährdet ist. Dort angekommen lernen sie die junge Mary Gerrard kennen, die sich rührend um Tante Laura kümmert. Doch dann erleidet Mrs Welman einen erneuten Schlaganfall. Mit großen Anstrengungen teilt sie Elinor mit, dass auch für Mary gesorgt werden muss. Doch inzwischen hat Einor einen Hass auf Mary entwickelt, da sich ihr geliebter Roderick in sie verliebt hat und das Verlöbnis aufgelöst hat. So schnell wie möglich möchte Elinor das Anwesen ihrer inzwischen verstorbenen Tante - Hunterbury Hall - verkaufen. Als sie schließlich das Haus ausmistet, begegnet sie Mary und einer Gemeindeschwester, die sie zum Essen einladet. Doch dann stirbt Mary an einer Morphiumvergiftung. Alle Spuren führen direkt zu Elinor, doch war sie es wirklich? Da kommt der Detektiv Hercule Poirot ins Spiel um den Fall zu überprüfen........ Agatha Cristie schreibt in einem sehr modernen Schreibstil und dass, obwohl sie ihre Bücher vor 70 Jahren schrieb.Sehr gut gefallen hat mir der Aufbau: Die Geschichte wird während der Gerichtsverhandlung gegen Elinor erzählt. Allerdings ist Morphium kein ,,moderner" Krimi, in dem der Detektiv sich selbst in große Gefahr begeben muss, um den Fall aufzulösen. Es ist ein Krimi, in dem es um ,,Kopfarbeit" geht. Fazit: Ein guter Krimi, in der man selbst mitdenken muss. 4 Sterne von mir.

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  • Rezension zu "Morphium" von Agatha Christie

    Morphium

    Jens65

    16. July 2008 um 21:22

    Mit "Morphium" (im Original: "Sad Cypress") hat die "Queen of Crime" einen weiteren routinierten Hercule-Poirot-Krimi abgeliefert. Mit Sicherheit zählt der Roman nicht zu den allerbesten der Autorin, und doch ist er noch wesentlich gelungener als der durchschnittliche Kriminalroman der meisten anderen Autoren. Die Lösung des Falles ist wieder einmal, wie man es von Agatha Christie gewohnt ist, sehr verblüffend und unvorhergesehen. Insbesondere ist interessant, wie winzige Details ein völlig neues Licht auf den ganzen Fall werfen können und dadurch zur Lösung des Verbrechens führen.

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  • Rezension zu "Morphium" von Agatha Christie

    Morphium

    Melli2505

    19. May 2008 um 11:37

    Ein guter Krimi der Queen of Crime. Hercule Poirot löst durch seine geschickten Fragen einen scheinbar klaren Fall!

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