Agatha Christie Murder at the Vicarage

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Inhaltsangabe zu „Murder at the Vicarage“ von Agatha Christie

Colonel Protheroe war zu Lebzeiten nicht sehr beliebt. Und so melden sich gleich zwei Täter, als er erstochen im Pfarrhaus liegt. June Whitfield spürt auch in diesem BBC-Hörspiel als schrullige Miss Marple dem Verbrechen im beschaulichen St. Mary Mead nach.

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  • Rezension zu "Murder at the Vicarage" von Agatha Christie

    Murder at the Vicarage

    sabisteb

    18. January 2013 um 14:06

    Miss Maples erster Fall. 1/5 When a detested church-goer is found dead, the spinster sleuth investigates. 2/5 The amateur sleuth probes Colonel Protheroe's killing in the vicar's study. 3/5 With more than one confession to murder, who can the amateur sleuth believe? 4/5 The investigations into Colonel Protheroe's death don't go at all to plan. 5/5 The spinster sleuth reveals the murderer's identity, plus more surprises. Miss Maple lebt ein beschauliches Leben in einem kleinen (fiktiven) Dorf namens St. Mary Mead im Südwesten Englands. Sie ist dafür bekannt, neugierig zu sein, sich überall reinzustecken und kleinere Probleme zu lösen. Nun hat sie ihren ersten richtigen Fall und gleich ein Mord. Im Arbeitszimmer von Rev. Leonard Clement wurde Colonel Protheroe, ein unsympathischer, herrischer Mann, der nicht sonderlich beliebt war, erschossen. Rev. Clement war zu diesem Zeitpunkt unterwegs zu einem Schäfchen seiner Gemeinde, was sich jedoch bald als Finte herausstellt, um ihn aus dem Haus zu locken. Der Fall scheint gelöst, als sich ein ein Maler freiwillig stellt. Kurz darauf gesteht aber die Witwe des Colonel ebenfalls den Mord. Wie sich herausstellt hatten sie und der Maler ein Verhältnis. So einfach scheint der Fall nun doch nicht zu sein, denn es gibt noch viele ungelöste Probleme, wie eine angefangene Nachricht des Colonel, falsche Uhrzeiten, Schüsse aus dem Wald und Diebstahl von Gemeindegeldern. Miss Maple ist eigentlich eher eine Nebenfigur, die immer mal wieder auftaucht. Letztendlich hat eigentlich nur der Zuhörer den vollen Überblick über alle Unterhaltungen und Ermittlungen. Mal stellt der Pfarrer Fragen, mal der Inspektor und ab und an tratschen sie alles mit Miss Maple durch. Warum sie das tun, obwohl sie zu diesem Zeit einfach nur eine extrem neugierige Nachbarin ist, ist mir schleierhaft, ebenso wie die Tatsache, dass sie dermaßen auf sie hören und eine Zeugin in die Ermittlungen einbeziehen. Das ist eher unglaubwürdig. In späteren Fällen, in denen sie sich bereits einen Namen gemacht hat, ist das durchaus nachvollziehbar, zu diesem Zeitpunkt hat sie aber gerade mal Fälle über verschwundene Regenschirme und dergleichen gelöst. Dennoch ist der Fall sauber ermittelt. Geschickt führt die Autorin die Leser und Zuhörer auf falsche Fährten, um dann doch wieder Occhams Razor zu bemühen. Heutzutage würde der Fall so nicht mehr funktionieren. Keiner könnte sich entschuldigen, weil er oder sie seinen Hut vergessen hat und man hätte wohl routinemäßig alle Verdächtigen einfach auf Schmauchspuren untersucht. Ich glaube nicht, dass es diese Analyse 1930 bereits gab. Es werden erstaunlich wenig Fingerabdrücke genommen, z. Bsp. wird dies bei den gefundenen Ohrringen einfach versäumt, das ist schlampige Arbeit aus heutiger Sicht, wo nach einem Mord alles abgepinselt wird. So gesehen, lässt der Fall durchaus einiges zu wünschen übrig, was saubere Ermittlung angeht. Die Umsetzung als Hörspiel ist jedoch gelungen. Die Sprecher sind topp besetzt, vor allem June Whitfield als Miss Maple. Die Klangkulisse ist sparsam aber stimmig. Soundtrack wird auch nur in Form der Erkennungsmelodie verwendet und nicht so verschwenderisch wie in vielen deutschen Produktionen über die Szenerie gelegt. Hier spielt sich alle durch Dialoge ab, Kopfkino im besten Sinne, BBC eben.

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