Agnès Desarthe Mein hungriges Herz

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Inhaltsangabe zu „Mein hungriges Herz“ von Agnès Desarthe

Seit Myriam von ihrer Familie verstoßen wurde, sucht sie nach einem neuen Sinn in ihrem Leben. Nach Jahren zielloser Wanderschaft eröffnet sie in Paris ein kleines Lokal namens Chez moi. Das ungewöhnliche Restaurant wird schnell zum Lieblingstreffpunkt des Viertels, und Myriam findet in ihren Nachbarn und Gästen eine neue Familie. Doch kann man die Vergangenheit einfach so hinter sich lassen?

Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, Liebe und einem kleinen Funken Hoffnung auf ein wunderschönes Leben.

— kassandra1010
kassandra1010

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    Mein hungriges Herz
    kassandra1010

    kassandra1010

    10. August 2017 um 23:17

    Das Chez moi hat ab sofort eröffnet. Mitten in Paris findet Myriam nach einen plötzlich ungeplanten Ausstieg aus ihrem eigenen Leben eine neue Aufgabe und auch ein neues Leben. Irgendwie erscheint mir die Geschichte anfangs als zu bekannt um mich faszinieren zu können und erinnert an bereits erschienene Romane. Doch Agnes Descarthe hat ein feines Gefühl für Myriam und man hofft und bangt mit der Protagonistin um jeden neuen Freund und um jeden neuen freundlichen Nachbarn. Das Viertel dankt es Myriam mit Freundschaft, Liebe und einem vollen Lokal. Ihre Leben hat plötzlich wieder einen Sinn, doch Myriams Vergangenheit holt sie schneller als gedacht ein und wiederum steht Myriam vor einer großen Entscheidung. Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, Liebe und einem kleinen Funken Hoffnung auf ein wunderschönes Leben.

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  • Mein hungriges Herz von Agnès Desarthe

    Mein hungriges Herz
    Legibilis

    Legibilis

    19. January 2014 um 13:17

    Ein kleines Restaurant. Eine außergewöhnliche und verträumte Inhaberin. Ein Viertel, in dem jeder willkommen geheißen wird. Das sind die Zutaten für Agnès Desarthes Roman „Mein hungriges Herz“. Im Mittelpunkt steht die etwas verwirrte, verträumte aber grandios kochende Myriam. Sie erfüllt sich einen Lebenstraum und eröffnet das Chez Moi, ein kleines französisches Restaurant. Ein Konzept hat sie nicht, sie will einfach nur ihre Gerichte kochen und die Menschen damit erfreuen. Dass das nicht reicht, um ein Restaurant erfolgreich zu machen, ist klar. Hilfe kommt da von ungewöhnlicher Seite. Myriams Nachbarn und Gäste greifen ihr unter die Arme, geben Tipps oder ein paar Hinweise und suchen ihr sogar einen Kellner. Schnell wird jedoch klar, Myriam hat nicht einfach nur so ein Restaurant eröffnet. Sie wurde von ihrer Familie, ihrem Mann und ihrem Sohn, verstoßen und brauchte eine neue Richtung in ihrem Leben. Doch so ganz kann sich Myriam nicht von ihrer Vergangenheit lossagen, so gerne sie es auch möchte und so oft sie sich in ihre Träume flüchtet. Denn irgendwann steht ein junges Mädchen in der Tür – und sie weiß von Myriams Vergangenheit. Süße Verführungen, herzhafte Köstlichkeiten, exotische Gaumenfreuden – Myriam liebt Essen, das merkt der Leser sofort. Doch, dass es in „Mein hungriges Herz“ nicht ums Essen geht, das wird einem ziemlich schnell klar. Denn der Roman, in dem ausschließlich Myriam erzählt, beschäftigt sich mehr mit deren Innenleben. Myriam ist von ihrer Tat, die ihre Familie sie verstoßen ließ, regelrecht gefangen. Immer wieder kommt sie darauf zu sprechen, verliert sich in Andeutungen darüber und schweift somit von der eigentlichen Handlung ab. Was dem Leser schon früh klar wird: Die Protagonistin kann sich selbst nicht verzeihen und glaubt deswegen auch nicht daran, dass es zum Beispiel ihr Sohn könnte. Aber: Machen die vielen Andeutungen auf Myriams früheres Vergehen am Anfang noch einen Teil der Spannung aus, so wird es mit dem Verlauf des Romans doch zu einer wahren Geduldsprobe. Da ausschließlich Myriam erzählt, erfährt der Leser nicht mehr, als das, was sie bereit ist preiszugeben. Und gerade ihr „Vergehen“ verdrängt sie immer wieder, so, dass auch der Leser erst kurz vor Schluss, als Myriam sich erlaubt daran zu denken, erfährt, was sie denn getan hat. Doch dann entpuppt sich ihr „Vergehen“ als geringer, als es der Leser annehmen könnte. Denn nachdem fast das ganze Buch über die Spannung immer mehr gesteigert wurde, würde man auch mit einem wirklich unverzeihlichen, unglaublich schrecklichen oder verstörenden Vorfall rechnen – doch nichts da. Daneben gerät die eigentliche Handlung, also der Aufbau des Chez Moi, immer mehr aus dem Fokus. Nur eingeworfen wirken die Passagen, in denen der Fortschritt in dem Restaurant beschrieben wird. So bleibt das Restaurant und das Geschehen in diesem doch äußert blass. Der Wert liegt in „Mein hungriges Herz“ eindeutig auf Myriams inneren Konflikten und ihren Träumen, die eng mit diesen verbunden sind. Auch der Schreibstil hat etwas Traumhaftes. Zu Beginn ist er noch recht nüchtern, Myriam ist gerade erst in ihrem Restaurant angekommen und richtet sich dort ein. Doch umso mehr sie auch im Restaurant vorankommt, umso stärker wird ihr innerer Konflikt offen gelegt und umso mehr wendet sich Myriam und damit auch der Schreibstil den Träumen hin. Das geht so weit, dass am Schluss nicht mehr wirklich zu unterscheiden ist, was davon der Wirklichkeit im Restaurant entspricht und Myriams Träumen. „Mein hungriges Herz“ ist ein feinfühliger und sehr verträumter Roman, der etwas Geduld vom Leser verlangt, dafür aber mit einer wunderbaren sympathischen Protagonistin aufwartet, die mit ihrer Verschrobenheit, ihrer Fehler und ihrem ganzen Wesen den Roman lebendig werden lässt.

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  • Mein hungriges Herz

    Mein hungriges Herz
    -sabine-

    -sabine-

    26. May 2013 um 10:41

    Myriam eröffnet nach 6 Jahren ziellosen Herumirrens ein kleines Restaurant in Paris. Doch der Anfang gestaltet sich schwierig, hat Myriam doch sehr eigene Vorstellungen von ihrem Lokal. Nach und nach beeindruckt die Inhaberin jedoch ihre Gäste mit ihrer Eigenartigkeit und Phantasie und das Restaurant wird zu einem beliebten Treffpunkt des Viertels. Dennoch scheint Myriam nicht glücklich, immer noch hadert sie mit ihrer Vergangenheit… Ich habe mich schwer getan mit dem Buch, obwohl mich die Geschichte und der Klappentext sehr angesprochen haben. Zum einen spielt der Roman im Hier und Jetzt, und das Restaurant bildet den Mittelpunkt des Geschehens. In Rückblenden erfährt man dann nach und nach von der Vergangenheit Myriams, ihrer Familie und den Umständen, warum sie dieses Lokal eröffnet. Dabei verliert sich die Geschichte oft in Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten, und der rote Faden droht manchmal zu verschwinden. Der Schreibstil, den ich als abgehackt und gehetzt empfunden habe, unterstützt noch dieses Abschweifen vom Thema, dadurch wird der Roman für mich wirklich anstrengend zu lesen. Eigentlich passiert in der ganzen Geschichte nicht viel, sie lebt von der Gedankenwelt Myriams und den Rückblenden in ihre Vergangenheit. Dabei kann ich sie ganz oft nicht verstehen und ihre Handlungen nicht nachvollziehen. Myriam wird mir daher auch im Laufe des Romans nicht wirklich sympathisch. Auch die anderen Figuren sind sehr skurril und eigen, einzig Tanja, die erst auf den letzten Seiten auftaucht, ist mir sympathisch in ihrer standhaften und selbstsicheren Art. Letztlich war ich froh, als ich das Buch endlich beendet habe, nochmal würde ich es sicher nicht lesen. Schade – denn der Inhalt hatte für mich sehr vielversprochen geklungen.

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  • Rezension zu "Mein hungriges Herz" von Agnès Desarthe

    Mein hungriges Herz
    Readyforbooks

    Readyforbooks

    27. March 2011 um 00:07

    Dies Autorin hat für mich hohe Auszeichungen verdient, denn dieser Roman fesselt von Anfang an. Man kann den Schmerz der Antiheldin dieses Buches sosehr nachvollziehen (obwohl ich niemals in solch einer Situation war) dass ich teilweise glaubte ich könne vor lauter Anspannung, Sarkasmus und Weltschmerz keine anderen Gefühle mehr erleben!Auch ist es ein sogenannter kulinarischer Roman, man kann die Gerichte förmlich schmecken!Achtung, Hunger kommt bestimmt auch auf!

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  • Rezension zu "Mein hungriges Herz" von Agnès Desarthe

    Mein hungriges Herz
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    04. August 2010 um 11:03

    Lange ist es nun schon her, dass Myriam in einer Familie lebte. Um in dieser Familie akzeptiert zu werden und den vielfältigen Erwartungen ihrer Umwelt bzw. das, was sie dafür hielt, gerecht zu werden, unterdrückte sie über Jahre jeweils den Teil ihrer Persönlichkeit, der nicht ordentlich, anständig etc. war. Was sie sich davon erhoffte, wie so viele Menschen, war Liebe, einfach geliebt zu werden. Eines Tages jedoch ist es zuviel. Sie hält die permanente Verstellung und Schau nicht mehr aus. Ihre heile Welt ist zerstört und Myriam findet sich allein vor, verstoßen von ihrer Familie. "Die Frau, die ich heute bin, ist entwurzelt, entfremdet, unbegreiflich einsam. Ich war sehr beliebt. Ich war sehr umgänglich. Ich war schüchtern. Ich war zurückhaltend. Ich war vernünftig. Ich war verrückt." Eine jahrelange Zeit der ziellosen Wanderschaft beginnt in Myriams namenlosem Leben am Rande der Gesellschaft. Bis sie sich eines Tages entschließt, in Paris ein Lokal zu eröffnen. Die vielen Talente, die Myriam besitzt, helfen ihr dabei. Sie kann kochen, sie kann überzeugen, sie kann sich selbst Zeugnisse ausstellen, und damit die Bank überzeugen, ihr einen Kredit für ihr Restaurant zu geben. Das Restaurant ist klein. Sie gibt ihm den Namen "Chez moi" und es ist ganz von der Eigenwilligkeit und der Phantasie der Besitzerin geprägt. Sehr viel wichtiger als alle die verschiedenen Vorschriften zu beachten ist es für Myriam, dass die Menschen, die bei ihr essen, sich dort wohl fühlen.. Bald ist das "Chez moi" zum Lieblingstreffpunkt des ganzen Viertels anvanciert und das nicht nur wegen des hervorragenden Essens, das Myriam kocht, und dessen Beschreibungen dem begeisterten Leser immer wieder das Wasser im Munden zusammenlaufen lässt. Myriam findet ihn ihren Gästen so etwas wie eine neue Familie, wichtig für sie, wo ihre eigene sie doch so schändlich verstoßen hat. Doch geht das überhaupt, seine Vergangenheit einfach so zurückzulassen..? "Mein hungriges Herz" ist ein wunderbarer Roman über eine Frau, die sich hineingeworfen sieht in einen Zustand zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Schuld und Vergebung. Ein Roman voller Leidenschaft, der die Brüche und die Unvollkommenheiten eines Lebens beschreibt. Es sind, entgegen den Vorstellungen vieler Menschen, genau diese Brüche und Krisen, die unser Leben interessant und lebenswert machen.. Aber das weiß man meistens erst am Ende der Krise..

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  • Rezension zu "Mein hungriges Herz" von Agnès Desarthe

    Mein hungriges Herz
    isobel

    isobel

    11. July 2008 um 23:36

    Hab mir von dem Buch deutlich mehr erhofft. Fand die Beschreibung bei Amazon ganz interessant und kaufte es deshalb. Der Anfang war noch recht ok aber ich wurde mit der Protagonistin überhaupt nicht warm, konnte über einige ihrer Meinungen oder Gedanken auch nur den Kopf schütteln. Die Geschichte kommt auch alles in allem recht seicht rüber, teilweise auch ein wenig unglaubwürdig. -> 1Stern für den Inhalt, ein Gnadenstern für den Schreibstil. Ich hab mich durchgekämpft (es waren ja nur ~300Seiten), werde das aber bestimmt kein zweites Mal lesen!

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  • Rezension zu "Mein hungriges Herz" von Agnès Desarthe

    Mein hungriges Herz
    Rhoen

    Rhoen

    26. June 2008 um 20:36

    Myriam, die Hauptfigur des Romans, versucht mit Arbeit ihrer eigenen Realität oder Vergangenheit zu entkommen und auch der Realität des momentanen Lebens eines Restaurantbetreiberin. Alle offiziellen Dokumente von Behörden, Banken ua. landen ungelesen in einer Schublade. Das Restaurant läuft nicht, bis sie einen Helfer bekommt, der das Realitätsprinzip darstellt und der sie zum Erfolg "zwingt". Da taucht ihr verlorener Sohn auf, Hugo, das ungeliebte Kind, jetzt ein junger Mann. Sehr einfühlsam und überzeugend geschrieben. Myriam ist einem präsent, ihre Überlegungen und Handlungen sind glaubhaft dargestellt, ihre Reflexionen gut beschrieben, alles in richtigem Maße, keine Ausschweifungen.

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