Agnès Martin-Lugand

 3.6 Sterne bei 105 Bewertungen

Lebenslauf von Agnès Martin-Lugand

Agnès Martin-Lugand ist Psychologin und war sechs Jahre im Rahmen eines Kinderschutzprogramms tätig. Seit dem Überraschungserfolg von »Glückliche Menschen küssen auch im Regen« und »Abschiedsküsse zählt man nicht« widmet sie sich nur noch dem Schreiben. Agnès Martin-Lugand lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in der Normandie. »Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris« ist ihr dritter Roman bei Blanvalet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Agnès Martin-Lugand

Cover des Buches Glückliche Menschen küssen auch im Regen (ISBN:9783734103964)

Glückliche Menschen küssen auch im Regen

 (81)
Erschienen am 19.12.2016
Cover des Buches Abschiedsküsse zählt man nicht (ISBN:9783734105265)

Abschiedsküsse zählt man nicht

 (12)
Erschienen am 15.01.2018
Cover des Buches Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris (ISBN:9783734106880)

Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris

 (11)
Erschienen am 19.11.2018
Cover des Buches Glückliche Menschen küssen auch im Regen (ISBN:9783641150259)

Glückliche Menschen küssen auch im Regen

 (0)
Erschienen am 12.01.2015
Cover des Buches Entre mes mains le bonheur se faufile (ISBN:9782266255127)

Entre mes mains le bonheur se faufile

 (1)
Erschienen am 05.05.2015
Cover des Buches La gente felice legge e beve caffè (ISBN:9788868362324)

La gente felice legge e beve caffè

 (0)
Erschienen am 01.02.2015

Neue Rezensionen zu Agnès Martin-Lugand

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Rezension zu "Glückliche Menschen küssen auch im Regen" von Agnès Martin-Lugand

Sabatical in Irland
schokoloko29vor 9 Monaten

Diane hat bei einem Autounfall ihre fünfjährige Tochter und ihren Mann verloren. Sie verkriecht sich in ihre Wohnung in Paris und gibt sich den Depressionen und dem Zigarettenkonsum hin.
Sie besitzt eine Literaturcafé, welches sie mit ihrem besten Freund Felix zusammen führt. Sie hat das Glück, dass Felix dies in ihrer Abwesenheit weiter führt.
Nach einem Jahr Trauerphase beschließt sie in ein irisches Dorf im Winter Urlaub zu machen.
Dort trifft sie den Nachbarn Edward, der sie massiv ablehnt und sie starke Abneigung spürt. Peu à peu lernen sie sich kennen und spüren, dass da mehr als nur Abneigung ist.

Der erste Teil des Romans ist ansprechend geschrieben. Obwohl man als Leser schon weiß wie es weiter geht liest sich der Roman leicht und flockig. Leider kommt es, wie so oft bei dieser Sparte, zu unwahrscheinlichen Verwicklungen wenn beide Liebespartner zusammen kommen. In diesem Fall ist es die Ex von diesem Mann. Die eine berechnende manipulierende überaus perfekte Frau ist. Da geht es um emotionales rumgezicke und sich gegenseitig Ausstecken. Was bei mir nur Augenrollen provoziert.
Darüber hinaus empfand ich, dass die Protagonistin sich immer mehr lächerlich macht mit ihren emotionalen Ausrastern, was auch der Schicksalsschlag für mich keine Entschuldigung ist.

Alles in allem leider noch am Ende ein Liebesroman nach Schema F mit rumgezicke und übermäßigem Drama.

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Rezension zu "Glückliche Menschen küssen auch im Regen" von Agnès Martin-Lugand

Lächerliche Seifenoper mit einem völlig unsinnigen Handlungsverlauf
schnaeppchenjaegerinvor 10 Monaten

Diane hat vor ungefähr einem Jahr ihren geliebten Ehemann Colin und ihre kleine Tochter Clara durch einen Verkehrsunfall verloren. Seit diesem Zeitpunkt hat sie sich zurückgezogen, lässt sich und ihre Wohnung verwahrlosen und einzig ihren besten Freund Félix, mit dem sie zusammen das Literaturcafé "Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee" betriebt, an sich heran. Als er ihr Elend nicht mehr mitansehen kann und nicht locker lässt, sie aus ihrer Lethargie zu holen, ergreift Diane die Flucht und mietet ein Cottage in Mulranny in Irland, da Colin schon immer in Irland Urlaub machen wollte. Sie möchte Abstand zu den Erinnerungen an Colin und Clara und in der Einsamkeit aus ihrer Trauer finden. 
Die Vermieter in Irland nehmen sie herzlich auf und auch die Einwohner des Ortes sind neugierig freundlich auf die Pariserin. Einzig ihr Nachbar Edward scheint etwas gegen ihre Anwesenheit zu haben und begegnet ihr mit offener Feindseligkeit. Diane fühlt sich von ihm provoziert , beginnt ihn regelrecht zu hassen. Doch als er ihr in der Not zu Hilfe kommt, beginnt sie umzudenken und entdeckt zögerlich hinter der harten Schale einen weichen Kern. 

"Glückliche Menschen küssen im Regen" ist ein Roman über Trauer, Trauerbewältigung und die Kraft, neu zu beginnen. Diane hat geliebte Menschen verloren und sich seitdem hinter ihrer Trauer verschanzt, ohne jemanden an siech heranzulassen. In einer anderen Umgebung versucht sie endlich, sich aufzuraffen und den Verlust zu verarbeiten. 

Das Buch liest sich sehr zügig, was nicht nur an dem geringen Seitenumfang liegt. Es handelt sich trotz des schweren Themas um eher leichte Kost, wobei Diane eine wenig sympathische Protagonistin ist. Selbst wenn man für ihre Trauer, ihre Zurückgezogenheit und Wut durchaus Verständnis aufbringen kann, reagiert sie in vielen Situationen unpassend und überzogen. Von einer depressiven Frau wird sie in Bezug auf Edward zur Furie und herrscht ihn hysterisch an, obwohl er wie sie einfach nur in Ruhe gelassen werden möchte. Dies schaukelt sich auf beiden Seiten zu einem grundlos aggressiven Verhalten auf, was völlig unverständlich ist. Die beiden verhalten sich derart kindisch und giften sich an, dass die Handlung jegliche Ernsthaftigkeit verliert. Mit einer unglücklichen Dreierkonstellation entwickelt sich der Roman zu einer lächerlichen Seifenoper mit einem völlig unsinnigen Handlungsverlauf. Eine Figur verhält sich dümmer als die andere, dass mich der Roman im letzten Drittel nur noch nervte. 
Dass Diane plötzlich zur Vernunft kam, war genauso wenig nachvollziehbar wie die Veränderung ihres Verhältnisses zu Edward. 

Über weite Teile konnte ich beim Lesen nur den Kopf schütteln. 
Leider spielt das Literaturcafé in Paris keine Rolle und auch das Land Irland hat in dem Roman nicht mehr zu bieten als anhaltenden Regen. Regelrecht störend sind die wiederholten Beschreibungen zum Griff zur Zigarette durch Diane und/ oder Edward, die in diesem schmalen Büchlein einen unverhältnismäßig großen Anteil haben, als ob der Autorin die Ideen ausgegangen wären. Dabei gibt es mit "Abschiedsküsse zählt man nicht" tatsächlich eine Fortsetzung des Romans...

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Rezension zu "Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris" von Agnès Martin-Lugand

Lächerliche Nähversuche
talishavor 2 Jahren

Die französische Autorin erzählt die Geschichte von Iris, die Zeit ihres Lebens immer nur beleidigt oder belächelt wurde, sobald es um ihr grosses Hobby, dem Nähen, ging.  Lächerliche Nähversuche - hiess es seitens der Eltern, die etwas Besseres aus ihrer Tochter machen wollten.  Ihn ihrem Job ist sie unglücklich und ihr Mann Pierre belächelt sie ebenso. Als  Iris heraus findet, dass ihre Eltern ihr willkürlich etwas enorm Wichtiges verschwiegen haben, fühlt sich um ihr Leben betrogen. Jetzt reicht es ihr endgültig und endlich getraut sie sich ihr Talent zu entfalten und meldet sich für eine Nähschule in Paris an. Bald wird sie zur Wochenaufenthalterin in Paris, was für Spannungen mit Pierre führt.  

In der Hauptstadt trifft sie auf Nähstudioleiter Philippe, Mäzenin Marthe und Jules, den Butler. Und Gabriel, Marthes Ziehsohn. Gabriel hat ein "Gschleick" mit den Frauen, alle liegen ihm zu Füssen und freuen sich, wenn er Einladungen ausspricht. Nicht so Iris. Doch durch soviel Beachtung von einem Mann wirkt Gabriels Charme schnell bei ihr - vielleicht auch nur um sich und Pierre zu zeigen, dass sie nach wie vor attraktiv ist und durchaus Chancen bei Männern hat. 

Bis zur Mitte des Buches regte mich Iris auf: erst bricht sie aus, dann ist sie genau gleich wie zuvor, nämlich naiv und gefügig.  Zuerst lässt sie sich von ihren Eltern gängeln, dann von ihrem Mann unterdrücken und als hätte sie nichts gelernt, auch von Marthe.  Das nervte mich total - ich überlegte bereits, ob ich das Buch abbrechen soll. Zum Glück habe ich es nicht getan, denn n ach und nach rivalisieren sich einige der Charaktere und der eigentlich banale Roman entwickelt auf einmal eine grosse psychologische Tiefe. 
Insbesondere die bipolare Marthe und die Macht, die sie ausstrahlt und anwendet, fand ich sehr faszinierend dargestellt. Wie da alles zusammenhing mit  Marthe, ihrem verstorbenen Ehemann Jaques und Gabriel, ja besonders dessen Charakter und Geschichte - und was am Ende dabei herauskam, wird einfach ergreifend erzählt. 

Der Plot ist fast schon abgedroschen, also nichts, was man nicht schon irgendwo gelesen hätte. Doch die Ausarbeitung der Figuren macht diesen Roman zu etwas Besonderem. Die Autorin ist Psychologin, kein Wunder. 

Fazit:   "Entre mes mains le bonheur se faufille" - In meine Hände schleicht sich das Glück - ob Iris das auf der letzten Seite wohl sagen kann? Lasst euch von der faszinierenden Geschichte über ambivalente Persönlichkeiten überraschen.
5 Punkte.  

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