Agnes-Marie Grisebach

 4 Sterne bei 22 Bewertungen
Autorin von Eine Frau Jahrgang 13, Eine Frau im Westen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Agnes-Marie Grisebach

Agnes-Marie GrisebachEine Frau Jahrgang 13
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Eine Frau Jahrgang 13
Eine Frau Jahrgang 13
 (12)
Erschienen am 01.01.2001
Agnes-Marie GrisebachEine Frau im Westen
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Eine Frau im Westen
Eine Frau im Westen
 (6)
Erschienen am 01.07.2000
Agnes-Marie GrisebachFrauen im Korsett
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Frauen im Korsett
Frauen im Korsett
 (3)
Erschienen am 24.02.2017
Agnes-Marie GrisebachVon Anfang zu Anfang
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Von Anfang zu Anfang
Von Anfang zu Anfang
 (1)
Erschienen am 01.09.2003
Agnes-Marie GrisebachDie Dame mit dem Schleierhütchen
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Die Dame mit dem Schleierhütchen
Die Dame mit dem Schleierhütchen
 (0)
Erschienen am 24.02.2017
Agnes-Marie GrisebachAbschied am hohen Ufer
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Abschied am hohen Ufer
Abschied am hohen Ufer
 (0)
Erschienen am 01.05.1998

Neue Rezensionen zu Agnes-Marie Grisebach

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Rezension zu "Eine Frau Jahrgang 13" von Agnes-Marie Grisebach

Rezension zu "Eine Frau Jahrgang 13" von Agnes-Marie Grisebach
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Agnes-Marie Grisebach, Jahrgang 13, ist eine von vielen Millionen Frauen und Müttern, die die dunkle Zeit Deutschlands hautnah miterlebten und irgendwie auch überlebten.
Doch nur wenigen ist es gelungen ihre Lebensgeschichte so lebendig, so tiefgreifend- menschlich und spannend zu erzählen wie der Frau Grisebach. Sie selbst konnte erst im hohen Alter wirklich Zeit für das Schreiben finden, was sie dann auch sehr gut genutzt hat.
Ihre Bücher sind eine wunderbare Zeitreise in die Zeit der Zwanziger Jahre bis zum Kriegsende (Eine Frau Jahrgang 13). Ihre Erlebnisse der Flucht in den Westen und die Nachkriegsjahre beschreibt sie im zweiten Band. ( Eine Frau im Westen) Schon über neunzigjährig schaut sie in ihrem dritten Buch ( Von Anfang zu Anfang) noch mal zurück und erzählt von der deutschen Wiedervereinigung und ihrem persönlichen Glück im Haus ihrer Kindheit. … doch bis dahin ist es ein langer beschwerlicher Weg.
Frau Grisebach ist es in ihren Büchern gelungen die Geschichte der einfachen Menschen fest zu halten und nachfühlbar darzustellen. Wer vor allem geschichtlich an der Zeit zwischen 1933 bis in die 1965 Jahre interessiert ist….kann in den ersten 2 Bänden diese Lebenszeit der Menschen, sehr gut nachvollziehen ohne dabei müde zu werden. Meine Empfehlung!

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JEDs avatar

Rezension zu "Eine Frau im Westen" von Agnes-Marie Grisebach

Rezension zu "Eine Frau im Westen" von Agnes-Marie Grisebach
JEDvor 7 Jahren

Kurzinhalt:
Bei diesem Buch handelt es sich um den Nachfolgeband von "Eine Frau Jahrgang 13: Roman einer unfreiwilligen Emanzipation. (Die Frau in der Gesellschaft) " - den man aber durchaus seperat lesen kann. Es setzt im Jahr 1952 ein und beschreibt die Flucht von Erika und ihren 4 Töchtern aus Mecklenburg nach West-Berlin. Noch sind die Grenzen offen, dennoch erregen soviele Koffer am Bahnhof Aufsehen. Vorsicht ist angebracht.

Die Flucht gelingt, doch das "Abenteuer" geht auf der anderen Seite weiter. Die ehemalige Schauspielerin muss irgendeine Arbeit finden, um sich und ihre 4 Töchter durchzubringen, geht schließlich nach Heidelberg, wird dort als "Lumpengesindel" schief angesehen und für dumm gehalten, da sie den schwäbischen Dialekt zunächst nur schwer versteht. Da sie niemanden auf der Tasche liegen will (und das letztlich auch niemand aus ihrer Verwandtschaft zulässt, denen der "Ostzuwachs" eher unangenehm ist) verdient sie ihr Geld fortan als Hilfsarbeiterin in einer Fabrik.

Bis ins Jahr 1965 kann der Leser ihre Gedanken, Veränderungen und Probleme verfolgen.

Meine Meinung:
Das Buch ist in Briefform verfasst. Es handelt sich dabei um Briefe, die Erika an ihre Freundin Ulla nach West-Berlin schickt, die ebenfalls kurz vor ihr aus der Ostzone geflohen ist. Antworten bekommt der Leser nicht zu sehen, allerdings lässt sich aus dem, was Erika schreibt erahnen, wie der Briefwechsel der beiden Frauen ausah.

Die Briefe beinhalten zunächst vor allem die großen Probleme, die sich vor Erika nach ihrer Flucht auftun und die damit regelrecht vor dem Nichts steht. Die unglaubliche Leistung, die dahinter steckt, sich allein mit 4 Töchtern eine neue Existenz aufzubauen, lässt sich oft nur erahnen und tiefe Bewunderung für die Autorin zurück, die trotz allem Heimweh immer sieht, das sie die richtige Entscheidung getroffen hat.

Dabei gehen die Briefe immer stärker weg von Erinnerungen an die DDR, von Vergleichen zwischen dem Hier und Dort - hin zu dem, was ihren Alltag zunehmend bestimmt, die Arbeit in der Fabrik, Menschen die sie kennenlernt. Speziell dieser Part ist oft so langatmig und für den Leser schwer nachzuvollziehen, dass ich mich gefragt habe, ob es sich hierbei um den Abdruck "echter" Briefe handelt (da ein fiktiver Roman auf solche Details möglicherweise eher verzichtet hätte).

Tatsächlich hat die Autorin im ersten Band ihre eigene Geschichte aufgeschrieben auch dieser zweite trägt autobiografische Züge - jedoch hat die Protagonsitin einen anderen Namen und das Buch ist als "Roman" deklariert. Eine wirkliche Erklärung dafür habe ich nicht gefunden.

Es bleibt jedoch festzustellen, dass dieses Buch einen sehr persönlichen Einblick in die Zeit der 50er/60er Jahre zulässt, einer Zeit, die für uns Nachgeborene gar nicht mehr so präsent ist, sein kann. Umso mehr ist es als Verdienst der Autorin anzusehen, die diese Zeit durch ihre Briefe wieder so lebendig werden lässt. Da schlagen sich die Frauen noch als Trümmerfrauen durch und leiden unter den im Krief gebliebenen Männern - oder denen, die völlig verstört zurückkamen.

Interessant auch ihr Blick auf das Weltgeschehen (Mauerbau, Ermordung Kennedys, Raumfahrt), das Bestaunen technischer Errungenschaften (wie etwas einen Fernseher), welche uns heute längst selbstverständlich scheinen.

Fazit:
Sehr persönlicher Einblick in die 50er/60er Jahre. Manchmal vielleicht etwas zu langatmig, aber deswegen nicht weniger lesenwert und beeindruckend.

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Moni 3007s avatar

Rezension zu "Eine Frau Jahrgang 13" von Agnes-Marie Grisebach

Rezension zu "Eine Frau Jahrgang 13" von Agnes-Marie Grisebach
Moni 3007vor 8 Jahren

Stationen eines bewegten Lebens: Der Weg der Erika Kernrebe führte von Berlin nach München, Pommern und Mecklenburg. Sie arbeitete als Schauspielerin und Bäuerin, als Hausfrau, Gastwirtin und Sekretärin. Sie lernte alles zu verlieren, dennoch nicht aufzugeben und schließlich gegen den Strom zu schwimmen, was zu der damaligen Zeit sehr gefährlich war. Scheinbar wurzellos treibt sie im Strudel der geschichtlichen Ereignisse.
Ihre spannende Lebensgeschichte, beispielhaft, für diese Frauengeneration, führt durch die
Weimarer Republik, durch Nazideutschland und die Deutsche Demokratische Republik bis zum Jahr 1951. Am Ende steht sie mit 4 Kindern, 2 Koffern, 5 Rucksäcken, ohne Geld in der Bundesrepublik Deutschland und fängt, 38 Jahre alt, noch einmal ganz von vorne an.

Dies ist keine Biografie, allerdings merkt man ganz deutlich, das Frau Grisebach aus eigenen Erfahrungen schöpft und das ist gut so. Sie hat die damalige Gesellschaft und Zeit überaus genau beschrieben. Sehr eindrucksvoll und erschütternd hat sie u.a. den zweiten Weltkrieg sowie die entbehrungsreiche Nachkriegszeit beschrieben.
Ich habe wirklich schon einige solcher Bücher gelesen und sagte nur Hut ab.
Ich lese solche Bücher sehr gerne und sind für mich ganz besonders empfehlenswert.
Ohne Frage, ein mehr als 5 Sternebuch!

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