Agnes Hammer Herz, klopf!

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Inhaltsangabe zu „Herz, klopf!“ von Agnes Hammer

Ein bestechender Mädchen-Psycho-Thriller - mit beklemmender Genauigkeit, sprachlicher Finesse und psychologischer Schärfe erzählt.

Mitten im Getümmel des Düsseldorfer Straßenkarnevals verschwindet ein Mädchen: Franka, 13 Jahre, unscheinbar, aber sehr begabt - sie schreibt Gedichte. Die Polizei vermutet, dass Franka einem Serientäter zum Opfer gefallen ist. Ihre Freundin Lissy aber findet heraus, dass sich Franka in einem Lyrik-Forum mit einem gewissen 'Erlkönig' verabredet hatte. Schon bald weiß Lissy, wer der 'Erlkönig' ist und wo er Franka versteckt haben könnte. Was sie nicht weiß: der 'Erlkönig' beobachtet auch sie selbst schon lange.

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  • spannendes und interessantes Jugendbuch.....

    Herz, klopf!

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    21. November 2014 um 06:43

    Kurzbeschreibung Mitten im Getümmel des Düsseldorfer Straßenkarnevals wird ein Mädchen entführt: Franka, 13 Jahre, eher unscheinbar, aber sehr begabt. Franka schreibt Gedichte, sehr emotional und fast apokalyptisch, und tauscht sich per Internet mit anderen Jugendlichen darüber aus. Im krassen Gegensatz dazu steht ihr Alltag in einem sozial eher schwachen Stadtviertel Düsseldorfs, mit ihrer alleinerziehenden, arbeitslosen Mutter, vom Vater frisch verlassen. In der Schule wird die blasse Franka häufig gemobbt, wäre da nicht Lissy, die Starke, die auch schon mal zuhaut, wenn ihr einer dumm kommt. Aus irgendeinem Grund fühlt sich Lissy für Franka verantwortlich. Als Franka verschwindet, macht sich Lissy auf die Suche nach ihr. Während die Polizei noch glaubt, dass Franka einem Serientäter zum Opfer gefallen ist, der zur gleichen Zeit im gleichen Stadtviertel ein Mädchen ermordet hat, checkt Lissy Frankas E-Mails und findet heraus, dass sich Franka am Tag ihres Verschwindens mit einem gewissen „Erlkönig“ verabredet hatte. Und weil Lissy nicht locker lässt, weiß sie auch bald, wer der Erlkönig ist, und wo er Franka versteckt haben könnte. Was Lissy nicht weiß, ist, dass der Erlkönig auch sie selbst schon lange beobachtet. Meinung Also der Einstieg ins Buch war nicht so berauschend. Spannung kam bald auf und stieg auch stetig an, brach aber dann irgendwie wieder zusammen. Schade eigentlich, den die aktuelle Themenwahl der Autorin war äüßerst interessant, aber auch schockierend. Emotionen spielten eine große Rolle. Vorallem Gewalt, Wut und Angst standen im Vordergrund. Aber auch die Einsamkeit stach sehr heraus. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Entführung der 13jährigen Franka, aber auch alltägliche Probleme wie Alkohol, Leben am Existenzminimum und Obdachlosigkeit hat Frau Hammer gekonnt eingebaut und sehr realistisch dargestellt. Leider meines Geschmackes etwas zu oberflächlich und zu wenig. Ich hätte mir mehr Ausführlichkeit gewünscht. Da das Buch ja eh nur 280 Seiten hat, wäre dies bestimmt möglich gewesen. Die Charakteren erschienen mir als authentisch und gut durchdacht, ich konnte mich in alle hinein versetzen. Nur mit der Hauptprotagonistin Lissy hatte ich am Anfang zu meine Schwierigkeiten. Ich konnte sie überhaupt nicht leiden. Sie war einfach nur blöd, zickig und extrem gewalttätig. Zum Glück hat sie sich im Laufe der Geschichte positiv weiter entwickelt. Sie mußte Verantwortung übernehmen und machte sich ganz alleine auf die Suche nach Franka. Ich spürte ihre innere Zerissenheit. Der Vater Alkoholiker und obdachlos, die Mutter eine Kaufsüchtige. Ziemlich schwieriger Stand. Aber zum Schluß hat sie es prima gemeistert. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht. Rasch hatte ich das Taschenbuch durch. Die Schriftgröße war gemäß eines Jugendbuches und bei jedem Kapitelanfang wurde ein Gedicht von Franka abgedruckt. Dies spiegelte ihre Gefühle wider. Cover Das Cover gefällt mir ganz gut. Rot ist die dominante Farbe. Man sieht einen Schuppen, welcher im Buch eine besondere Stellung haben wird. Titel und Cover passen perfekt zum Inhalt. Fazit „Herz, klopf!“ ist ein spannendes und berührendes Jugendbuch, wobei ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht hätte. Es schockt und wirft einen in die Welt der sozial Schwachen. Ein paar Nerven braucht man schon dafür. Es bekommt von mir 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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  • Herz, klopf!

    Herz, klopf!

    Natalie77

    Inhalt: In Düsseldorf ist Karneval. Lissy nutzt diesen um zum Veedelzug zu gehen. Ihre kleine Freundin Franka hat etwas Anderes vor. Sie die sonst so still ist ist mit jemanden verabredet. Abends kommt Lissy nach Hause und Franka ist verschwunden. Lissy macht sich auf die Suche und begibt sich dabei selber in Gefahr. Meine Meinung: Herz, klopf! konnte mich nicht von Beginn an für sich einnehmen. Wir mussten uns erst aneinander gewöhnen. Das lag vor allem an der Protagonistin Lissy. Sie ist ein Straßenkind, nicht in dem Sinne das sie auf der Straße lebt, aber sie sucht immer Ärger und gibt in der Öffentlichkeit die Coole. Doch in den Szenen in denen sie zu Hause ist merkt man das sie im Kern eine ganz Liebe ist, die sich um die Belange ihrer Mutter kümmert. Auf ihr lastet einige Verantwortung und einige Sorgen. Um nicht zu zerbrechen hat sie einen Panzer um sich rum aufgebaut der aus Coolness besteht und leider auch nicht davor zurück schreckt anderen Weh zu tun. Doch ihre Sorgen möchte keine haben. Ihr Vater Obdachlos und Alkoholsüchtig. Ihm zu begegnen ist immer wie Russisches Roulette. mal ist er ganz lieb und manchmal sehr brutal. Ihre Mutter arbeitet aber trotzdem leben sie am Existenzminimum. Lissy hat in dieser Geschichte die größte Veränderung durch gemacht. So sehr das ich sie von Anfangs nervig zu am Ende echt sympathisch fand. Die Figuren haben alle ihre Probleme und ihre Geschichte. Sie werden alle recht gut beleuchtet. Die Obdachlosengruppe zu dem Lissys Vater gehört, die Mutter, die Freundin und auch der Entführer. Jeden kann man recht schnell einschätzen. Der Schreibstil von Agnes Hammer ist leicht und flüssig. Es ist ein Problembeladenes Buch ohne Fremdwörter und andere komplizierte Sachen. Zunächst lernt man alle Figuren kennen bevor es an die eigentliche Geschichte, die Entführung geht. Von da an steigert sich auch stetig die Spannung. Es gab Szenen da hätte ich manche Leute echt schütteln mögen, andere Szenen hätte ich den ein oder anderen einfach mal drücken wollen. Es ist eine Achterbahn der Gefühle. Wenn auch nie schnulzig. In einem Wort würde ich es als Cool beschreiben. Cool als Lissy sich als die Coole fühlt, cool aber auch wie es sich entwickelt. Am Ende gehe ich zufrieden aus dieser Geschichte raus. Es hat sich angedeutet worauf es hinaus läuft, das stört hier aber nicht. Auch das man den Täter kennt macht das Buch eher spannender als das es langweilig werden könnte. Es ist abgeschlossen, auch das ein großer Vorteil wo es doch immer mehr Serien gibt.

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    • 3

    Natalie77

    14. April 2014 um 14:26
    Arun schreibt Glaube nicht!

    was glaubst Du nicht?

  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    abuelita

    17. February 2013 um 12:02

    Ein sehr spannendes und auch berührendes Jugendbuch. Mitten im Getümmel des Düsseldorfer Straßenkarnevals wird Franka entführt: 13 Jahre, eher unscheinbar, aber sehr begabt – sie schreibt Gedichte und tauscht sich per Internet mit anderen Jugendlichen darüber aus. Im krassen Gegensatz dazu steht ihr Alltag in einem sozial eher schwachen Stadtviertel Düsseldorfs, mit ihrer alleinerziehenden, arbeitslosen Mutter, vom Vater frisch verlassen. In der Schule wird die blasse Franka häufig gemobbt, wäre da nicht Lissy, die Starke, die auch schon mal zuhaut, wenn ihr einer dumm kommt. Aus irgendeinem Grund fühlt sich Lissy für Franka verantwortlich. Als Franka verschwindet, macht sich Lissy auf die Suche nach ihr. .... Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven heraus geschrieben, aber die eigentliche Handlung wird größtenteils aus Lissys Sicht erzählt. Lissy, die mich sehr berührt hat, die mit ihrer großen Schnauze und ihrem sofortigen Zuschlagen ihre Gefühle versteckt…..

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  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    SonnenBlume

    21. October 2012 um 21:32

    Lissy ist das, was man als stereotypischen Teenager bezeichnet: störrisch, unhöflich, vorlaut, ignorant. Sie trinkt und stromert am liebsten durch die Stadt, von Schule hält sie sowieso nichts. Als ein Mädchen aus der Umgebung verschwindet, interessiert sich ihre Freundin Milena ganz brennend dafür, aber Lissy ist es eigentlich egal. Dann wird das Mädchen tot aufgefunden - und ein von Lissys Freundinnen verschwindet ebenfalls. Verzweifelt versucht sie zu verstehen, was mit Franka passier ist, bis sie eine heiße Spurt findet. Die Polizei versucht Lissy zwar immer wieder klar zu machen, dass sie sich nicht in den Fall einmischen soll, aber schließlich hat sie selbst eine heiße Spur, die sie vielleicht sogar zum Täter führen kann ... Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Buch nun ein Thriller oder ein Jugendbuch ist - vielleicht einfach ein Jugendthriller. Das Buch bezieht sich zwischendurch auf Goethe und andere deutsche Schriftsteller, der Erlkönig spielt auch eine Roller. Für Lyrikfreunde ein kleines Schmankerl. Lissy war mir nicht so wirklich sympathisch, sie ist der Typ Mädchen, mit dem ich mich nicht abgeben würde, weil sie wahnsinnig viel auf sich hält und zuschlägt, wenn es nicht nach ihrer Nase geht. Aber da war auch eine verletzliche Seite, die immer wieder zu Tage gefördert wurde. Trotzdem wurde ich mit ihr nicht so richtig warm, sie war mir einfach nicht sehr sympathisch. Ich weiß nicht so recht, wie ich das Buch bewerten soll. Die Geschichte war gefühlsmäßig oftmals recht oberflächlich, aber ich habe die Vermutung, dass das gewollt ist. Oft kam ich mir wie ein Außenstehender vor, der durch eine dicke Glasscheibe mitschauen durfte, aber mitten im Geschehen war ich nicht. Die Polizei übernahm einmal wieder den Part der Bösen, die nicht helfen, wenn sie helfen sollen. Glücklicherweise kam ich noch nie in die Verlegenheit, in so einer Situation zu sein, aber ich denke mir, dass die Ordnungshüter nicht so leichtfertig mit Hinweisen umgehen. Aber gut, irgendjemand muss den Protagonisten ja Steine in den Weg legen. Für mich war das Buch jetzt nichts besonderes, es war eine recht leichte Lektüre mit düsterem Thema, die ich aber nicht unbedingt und bedingungslos weiterempfehlen würde. Drei Sterne gibt es aber trotzdem, weil ich das Cover wunderschön finde, den Schreibstil in Ordnung fand und wegen des Buches endlich wieder Goethes Erlkönig auswendig kann (was nichts negatives ist!).

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  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2012 um 14:58

    Zum Inhalt: Die 16-jährige Lissy ist eine Streunerin. Anstatt in die Schule zu gehen, streift sie durch Düsseldorf und wenn es ihr passt knüpft sie Anderen Geld ab. Ihr Vater ist Alkoholiker und lebt auf der Straße, ihre Mutter kann sie kaum über Wasser halten und bestellt auch noch immer Päckchen mit Dingen, die sie sich eigentlich nicht leisten kann. Zu Besuch kommen nur Fredi, der Freund von Lissys Mutter und Franka, die 13-jährige Tochter einer Bekannten. Doch eines Tages kommt Franka nicht mehr nach Hause. Sie ist somit schon das zweite Mädchen, das innerhalb kürzester Zeit, spurlos verschwunden ist. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus und Lissy, die es nicht ertragen kann, gar nichts zu tun, während ihre Freundin irgendwo in Gefahr ist, fängt an selbst sich umzuhören. Sie stößt dabei auf den mysteriösen Erlkönig, der ja angeblich Kinder in sein mystisches Reich locken soll… . Meine Meinung: Erst nach einigen Seiten habe ich festgestellt, dass ich dieses Buch schon einmal gelesen hatte, ich mich aber kaum noch an die Handlung, geschweige denn an die Hauptpersonen erinnern konnte. Irgendwie ist das verwunderlich, weil ich die Geschichte eigentlich nicht schlecht finde. Manchmal fehlt zwar ein wenig Spannung und die Handlung zieht sich auch stellenweise, aber ansonsten lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen. Agnes Hammer Schreibstil ist sehr angenehm. Sie spielt mit den Worten, verändert Sätze und schafft es die Gedanken der Handlungspersonen auf Papier zu bringen, so dass diese sehr realistisch wirkten. Vor allem die Charaktere des Antagonisten und von der verschwundenen Franka profitieren von diesem Stil. Beide sind in der Geschichte Lyrik-Liebhaber und mögen vor allem den Erlkönig von Goethe. Sie lernen sich übers Internet kennen, schreiben sich und tauschen ihre Gedichte und Wörter aus. Der Antagonist ist in dieser Hinsicht Perfektionist. Er bekommt Kopfschmerzen, wenn er für einen bestimmten Sachverhalt nicht die richtigen Worte findet und in Franka sieht er jemanden, der seine Schmerzen durch Worte lindern kann. Er lebt eigentlich in einer vollkommen anderen Welt, Lissy und ihre Familie hält er für Dreck und Abschaum. Sein Motiv ist, Franka aus diesem Schmutz zu befreien und sie zu retten indem nur sie beide ihre Wörter miteinander austauschen. Franka jedoch liebt zwar das Gedichte schreiben, aber sie möchte auch ihr eigenes Leben haben. Sie ist ein schüchternes Mädchen, das in der Schule und im Bus gemobbt wird, das aber auch Träume hat. Beide, Franka und der Antagonist, leben von und für die Wörter, jedoch haben sie unterschiedliche Beweggründe. Er, der geschundene Junge, der auf seine Art Erlösung sucht und sie, die Träumerin, die versucht dem Dunkel der Welt in Form von Gedichten zu entfliehen. Lissy hingegen versteht nicht so viel von Frankas Leidenschaft. Zwar berühren sie manche Gedichte, aber ansonsten hat sie ihre eigenen Probleme. In ihr wohnt nämlich ein Tier, dass aggressiv ist und das sie aggressiv werden lässt. So ist Lissy im Gegensatz zu Franka eher ein Mädchen, dass austeilt, anstatt einsteckt. Doch sie lernt auch im Verlauf der Geschichte, dass Gewalt nicht immer unbedingt die beste Lösung ist und schafft es auch, das Tier in ihr besser zu kontrollieren. Sie ist eine, die niemals aufgibt. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven heraus geschrieben. An jedem Kapitelanfang gibt es eine kurze Sequenz von Frankas Gedanken, die sehr wirr wirken und Frankas Angst wiederspiegeln. Die eigentliche Handlung wird größtenteils aus Lissys Sicht erzählt, jedoch kommen auch kurze Abschnitte aus der Sicht des Antagonisten vor, sodass man fast von Anfang an weiß, wer der Entführer ist. Dieses Wechselspiel ist sehr interessant und gibt einem Einblicke, auch in die Psyche des Täters. . Mein Fazit: „Herz, Klopf!“ ist ein gut gelungener Thriller mit starken Charakteren und einer abwechslungsreichen Handlung. Die Geschichte lässt sich gut lesen, nur die Spannung bleibt leider manchmal auf der Strecke. Kann ich weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2011 um 12:10

    Kurzbeschreibung: Mitten im Getümmel des Düsseldorfer Straßenkarnevals verschwindet ein Mädchen. Mittags hat Franka noch mit Lissy gesprochen, aber abends kommt sie einfach nicht nach Hause. Mit beklemmender Genauigkeit und psychologischer Schärfe entwickelt Agnes Hammer die Beziehung zwischen Franka und ihrem Entführer: Die Ängste Frankas in dem engen dunklen Versteck, die Fantasien des Täters, der sich Erlkönig nennt und der Franka - seinen Engel - doch eigentlich nur beschützen will. Und seine ohnmächtige, vernichtende Wut, als er begreift, dass er stattdessen vor einer Katastrophe steht. Denn jemand bedroht seine kleine, zerbrechliche Idylle: Lissy, die Schulschwänzerin, die sich durch ihren Hartz IV-Alltag boxt, notfalls mit beiden Fäusten. Zur Autorin: Agnes Hammer wuchs mit fünf Geschwistern im Westerwald auf, bevor sie zum Studium nach Köln zog. Sie studierte Germanistik und Philosophie und lebt heute in Düsseldorf, wo sie benachteiligte Jugendliche unterrichtet. Seit 2005 ist Agnes Hammer Anti-Aggressionstrainerin. Er streckte die Hand aus und strich beruhigend über ihren Kopf. Ihre Augen waren fest zugekniffen. Das machte es für ihn einfacher. Jetzt konnte er sie in ihr Versteck heben. Sie hielt die Augen fest geschlossen, auch noch, als er den Deckel über ihr schloss. (Seite 74) Rezension: Die 16-jährige Elisabeth Winterhart, genannt Lissy, hat es in ihrem noch jungen Leben nicht leicht: Ihr Vater ist ein obdachloser Alkoholiker und ihre Mutter bestellt wahllos irgendwelche Artikel, die sie nicht bezahlen kann und die Lissy dann heimlich wieder zurück schickt. Auch mit ihrem Freund Can hat sie Probleme, er meldet sich seit Tagen nicht mehr bei ihr. Um ihrem ganzen familiären Ärger Luft zu machen, hat Lissy ein Ventil: Sie pöbelt ihr unbekannte Menschen an, klaut z.B. einem türkischen Mädchen 50 Euro und hat mehrere Anzeigen am Hals. Sie beschreibt diese Art der Problembewältigung als ein Tier, das in ihr lebt und aus seinem Käfig entkommen möchte. Als dann Franka, die 13-jährige Tochter der besten Freundin ihrer Mutter, entführt wird, ermittelt Lissy auf eigene Faust, denn Franka liegt ihr am Herzen. Die 13-jährige wird in der Schule häufig gemobbt. Sie schreibt gerne Gedichte, die sehr düster sind, sich viel um den Tod drehen und hat dabei jemanden im Internet kennengelernt, mit dem sie sich darüber austauscht. Ist dieser Jemand vielleicht Frankas Entführer? Lissy will das herausfinden, doch die Polizei schenkt ihr anfangs keinen Glauben, und somit geht sie allein der Sache auf den Grund... Hauptaugenmerk von "Herz, klopf!" liegt eindeutig auf Lissy, mit deren tristem Tagesablauf man am Anfang des Buches in die Geschichte eingeführt wird. Abwechselnd wird aus der Sicht Lissys und des Täters berichtet, zu Beginn eines jeden Kapitels, das jeweils einen Tag umfasst, ist ein Gedicht von Franka abgedruckt, das sie in ihrem Versteck verfasst. Die Charaktere sind von Agnes Hammer authentisch dargestellt, man kann sich mit ihnen identifizieren, allen voran natürlich Lissy, die zu Beginn aggressiv und in manchen Szenen auch gewalttätig ist, sich dann aber zu einer besorgten Freundin mausert. Ihre Ängste und Probleme werden durchaus plastisch geschildert, daran kann man gut erkennen, dass die Autorin Erfahrung im Umgang mit sozial schwachen Jugendlichen hat. Zwar wird schon recht früh klar, wer der Täter ist, doch tut dies der Spannung keinen Abbruch. Was mich störte, war die Tatsache, dass leider keinerlei Abschnitte des Buches aus Frankas Sicht in ihrem Versteck existieren. Mich hätte interessiert, wie sie sich fühlt, welche Gedanken in ihr vorgehen und welche Ängste sie aussteht. Dies kann man zwar anhand der schon genannten Gedichte etwas nachempfinden, aber für meinen Geschmack ist das etwas zu oberflächlich geraten. Zur Gestaltung des Buchs: Auf dem Cover ist ein Ausschnitt einer Gartenhütte zu sehen, am Fenster liegt eine Rolle Klebeband und eine Schaufel lehnt an der Hütte. Der Titel des Buches ist in großen weißen Buchstaben gedruckt, die aussehen, als würde die Farbe abblättern. Fazit: Ein spannendes Jugendbuch mit Thrillerelementen und detailgetreuer, authentischer Charakterdarstellung - empfehlenswert! Wertung: 4 von 5 Punkten

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  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    leslie123

    12. November 2010 um 15:00

    WIR WERDEN IM DUNKELN SEIN. So beginnt der text, in dem die Suche von Lissy, einer 16-jährigen Schulschwänzerin, nach einem dreizehnjährigen Nachbarskind erzählt wird. Dass Franka, die Entführte, selbst die Verfasserin der sehr poetischen Kapitelanfänge ist, wird erst beim Weiterlesen klar, und diese Kapitelanfänge haben mir besonders gut gefallen. (DER SCHMERZ UND WIR, WIR WERDEN DEN GLEICHEN NAMEN HABEN...) Aber auch die Geschichte um Lissy, ihren obdachlosen Vater und dessen durchgeknallte Freunde entwickelt sich nach einem etwas rumpeligen Beginn zu einem Page-Turner.

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  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    suessepezi

    28. October 2010 um 19:21

    Die 13-jährige Franka lebt in einer Welt voller Literatur und Poesie. Da sie in der Schule eine Außenseiterin ist, bleibt ihr nur das Internet, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. Die Zeit am PC verbringt sie immer bei Lissy. Die 16-jährige ist das komplette Gegenteil von Franka. Anstatt zur Schule zu gehen, schwänzt Lissy lieber den Unterricht und trifft sich mit Freunden in der Gerresheimer City. Belastet mit familiären Problemen, wird sie schnell aggressiv und handgreiflich. Ihr Vater ist ein obdachloser Alkoholiker und ihre Mutter hat ihr Leben nicht im Griff. Als Franka plötzlich an Weiberfastnacht spurlos verschwindet, versucht Lissy alles, um Franka wieder zu finden. Dabei stößt sie bei der Polizei immer wieder auf Unverständnis. Die Kommissare sehen nur ihre kriminelle Vergangenheit und blockieren alle Hinweise, die sie ihnen liefert. Doch Lissy verfolgt die richtige Spur und begibt sich in große Gefahr. Als ich mit der Lektüre des Romans begonnen habe, hatte ich folgende Vorstellung von der Handlung: zentrales Thema ist die Entführung und Gefangenschaft von Franka. Doch meiner Meinung nach gerät dieser Handlungsstrang in den Hintergrund und wird überlagert von Lissys Spurensuche. Ich hatte nie das Gefühl mit Franka mitleiden zu können. Zu wenig wurde von ihrem „Leiden“ ins Buch transportiert. Dafür gewinnt Lissys Charakter im Laufe der Handlung immer mehr an Stärke. Dennoch finde ich es für einen Thriller ungewöhnlich, dass sich Agnes Hammer nur auf die Perspektive von Lissy und dem Entführer konzentriert und Frankas Gefühlswelt außen vor lässt. Ich hatte immer das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Jedoch entschädigt der spannende Schluss für den etwas schleppenden Beginn. Mein Fazit: Ein gutes Buch, das mich aber nicht in seinen Bann gezogen hat!

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  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    schreiberlingens

    20. September 2010 um 19:52

    Ich habs mal wieder mit einem (Jugend-)Thriller probiert und der war eigentlich ganz gut. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie man so unmenschlich sein kann, jemanden in einer Kiste festzuhalten.....

  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    _Belladonna_

    05. July 2010 um 17:26

    Ein kurzer Einblick in den Klappentext: Franka ist weg. Spurlos verschwunden seit Weiberfastnacht. Sie sitzt in einer kleinen dunklen Kiste und hört ihr Herz klopfen. Noch. Draußen macht sich Lissy auf die Suche nach ihrer Freundin. Aber wer auch immer Franka in seiner Gewalt hat, er ist jetzt auch hinter Lissy her. Ein eher seichter Thriller, das tut der Handlung (die wirklich erstklassig ist) nichts ab, eher m Gegenteil. Die Huaptperson, Lissy, ist eine Draufgängerin, schwänzt Schule und ist gewalttätig. Franka ist klein, schüchtern und schreibt Gedichte. Ein Psychopath entführt nun Franka, um sie vor ihrem schädlichen Umfeld zu schützen und um ihr seine Liebe zu gestehen. Hintergrund dieser Story ist der Erlkönig (Goethe, ellerkonge = Elfenkönig. In der Sagenwelt sind Elfen verschrien, Kinder zu entführen). Ein dickes Plus gint es von mir für die inneren Monologe, die man immer wieder lesen kann. Das sind Ausschnitte aus Gedichten, Frankas Gedanken, oder die Gedanken des 'Erlkönigs'. Die haben mir perönlich sehr zugesagt... Ich fand das Buch sehr gut. Ich weiß nicht, was mir daran nicht gefallen hat, wahrscheinlich fand ich die Entwicklung von Lissy ein wenig schlecht nachzuvollziehen, da sie im Laufe der Geschichte immer mehr von ihrer ursprünglich rebellischen Haltung ablegt. Trotzdem ein sehr gutes Buch ;)

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  • Rezension zu "Herz, klopf!" von Agnes Hammer

    Herz, klopf!

    GJay89

    14. April 2010 um 09:00

    Gerade habe ich das Buch "Herz, klopf!" von Agnes Hammer beendet. Es ist bei script5 erschienen. Nach einem recht mühseligen Einstieg, hat mir das Buch gerade am Ende sehr gut gefallen. Das Buch veranschaulicht nämlich eine Entwicklung. Zu Beginn treffe ich auf eine ruppige, agressive junge Frau, die das Fühlen nie gelernt zu haben scheint. Falls das die Idee der Autorin war, ist ihr die Umsetzung verdammt realistisch gelungen. Die dargestellte Handlung -Lizzy, die Schlägerin- macht das Buch zu Beginn nicht unbedingt einfacher. Der Leser wird in einer Situation ausgesetzt und Lizzy schlägt zu. Hoppla, das war mir gerade zu Anfang ein zu großes Tempo. Schnell ist mir als Leser auch klar, dass Lizzy einen inneren Kampf ausfechtet. Zum Zeitpunkt der Entführung Frankas beginnt Lizzys Wandlung. Irgendwo in der Mitte schreibt die Autorin aus Sicht des Täters über den Begriff notwendig. Dieser Begriff passt aber aus meiner Sicht weniger auf die Tat des Täters, sondern viel mehr auf Lizzy, denn die Wende ihres Charakters ist nötig. Vor einigen Tagen machte ich mehr weniger Gedanken über Lizzy als viel mehr über den Täter: Das Motiv des Täters, von dessen Psyche und Lebenssituation der Leser bis zur Tat schon einiges erfahren hat, wirkt emotional begründet. Möglicherweise macht auch diese Konstellation den Einstieg so kompliziert. In meinen Gedanken habe ich darüber nachgedacht, was einen Menschen zu seiner Tat befähigt. Diese Frage stellte ich mir, aber nicht nur bezüglich des Täters, sondern auch wegen Lizzy und ihren Freunden. Bei den Obdachlosen fragte ich mich oft einfach nur warum? Warum? Warum ist es so wie es ist? Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel Inhalt vorwegnehmen, schließlich soll euch der Spaß am Buch bleiben. Nur so viel, fragt euch nicht zu viel. Die Antworten gibt es im Verlauf des Buches.

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