Agneta Melzer

 4 Sterne bei 10 Bewertungen

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Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola

Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola

 (10)
Erschienen am 01.10.2016

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Rezension zu "Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola" von Agneta Melzer

Fesselnd und berührend - eine wundervolle Freundschaft!
Shadowgirlvor 4 Jahren

Nach außen wirkt Lola wie ein lebensfroher Mensch. Sie geht gerne auf Partys, doch was nur wenige wissen: In anderen Momenten ist Lola schon damit überfordert, ans Telefon zu gehen oder SMS zu beantworten. Sie hat Stimmungsschwankungen und taucht immer wieder für einige Zeit ab.
Lolas beste Freundin Agneta befindet sich irgendwann an einem Punkt, an dem sie sich fragen muss, ob man mit jemandem befreundet sein kann, der in den wichtigen Momenten des Lebens einfach nicht da ist.

In "Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola" schildert Agneta Melzer die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft. Einer Freundschaft, die deutlich mehr Höhen und Tiefen mit sich bringt als "normale" Freundschaften.

Durch die zwei verschiedenen Erzählperspektiven erfährt der Leser nicht nur, wie Agneta mit der psychischen Krankheit ihrer besten Freundin umgeht und zeitweise mit der Freundschaft hadert, sondern auch von Lolas Kampf mit sich selbst, ihrer inneren Zerrissenheit und der lähmenden Angst, ihre Freundin zu verlieren.

Der Untertitel "Die Geschichte einer besonderen Freundschaft" trifft es einfach perfekt! Eine Freundin wie Agneta Melzer sollte (nicht nur) jeder Borderliner haben. Ich habe mich während des Lesens oft bei dem Gedanken "So eine Freundin will ich auch!" ertappt - bis mir dann wieder einfiel, dass ich das Glück habe, gleich zwei davon zu haben ;-)

"Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola" ist ein Buch, das ich sowohl Betroffenen als auch Angehörigen und Freunden nur ans Herz legen kann. Während durch Lolas Perspektive die Gedanken und Gefühle eines Borderliners bestens rübergebracht werden (Und ich habe mich sehr oft wiedererkannt und gedacht "Genau so ist es!"), war es für mich als Borderlinerin auch besonders interessant, Agnetas Sichtweise zu lesen, ihre Gedanken und Gefühle. Das Buch legt deutlich dar, dass es nicht nur für die psychisch kranke Person selbst anstrengend ist, mit der Persönlichkeitsstörung zu leben, sondern auch für das Umfeld - besonders das nähere - sehr schwierig ist, immer Verständnis aufzubringen und die Handlungen nachzuvollziehen

Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich immer wieder, dass, wenn ein Kapitel aus Agnetas Sicht beendet war, Lolas Kapitel wieder an einem Zeitpunkt etwas früher begann. Das ist natürlich normal, wenn es zwei verschiedene Sichtweisen gibt und ermöglicht dann auch Geschehnisse aus beiden Perspektiven zu lesen - doch daran gewöhnen musste ich mich trotzdem erst ;-)

Ansonsten kann ich als Fazit nur sagen:
Sehr fesselndes und berührendes Buch!

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Rezension zu "Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola" von Agneta Melzer

Borderline..
cariiiinavor 5 Jahren

Das Buch setzt sich intensiv mit der psychischen Krankheit Boarderline auseinander.

Es ist handelt von einer Freundschaft die sehr unter der Krankheit von Lola leidet. Für Agneta ist es sehr schwer zu akzepieren das sich Lola von ihr abwendet, unbewusst, jedoch steht die Freundschaft ein paar mal auf der Kippe.

Es zeigt wie sich eine Betroffene mit der Krankeit im Alltag auseinander setzt, und was sind die speziellen Eigenschaften die man sich durch die Krankeit aneignet.

Es beschreibt den Weg in die Klinik, der Aufenthalt in der Klinik und die Entlassung in ein hoffentlich besseres Leben.



Mir hat es ganz gut gefallen. Muss sich jedoch auch dafür interessieren

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Rezension zu "Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola" von Agneta Melzer

Rezension zu "Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola" von Agneta Melzer
Leseglueckvor 6 Jahren

Erster Satz:
Die ist doch nicht wirklich krank, sondern will sich nur in den Mittelpunkt stellen.

Cover:
Das Cover ist düster und passt super zu Geschichte. Auf der Bank sieht man rechts ganz klar und deutlich Agneta und links verschwommen ihre Freundin Lola. Die Idee finde ich sehr gut und schon an der Haltung der beiden Freundinnen ist auszumachen wer davon Lola ist.

Meinung:
In dem Buch geht es, wie der Titel schon verrät, um Lola, die eine Borderlinestörung hat. Die Idee von Agneta Melzer, diese Geschichte aus der Sicht von Lola und ihrer besten Freundin zu erzählen, finde ich richtig gut, denn schließlich wirkt sich so eine Borderlinestörung nicht nur auf das eigene Leben aus, sondern auch auf das soziale Umfeld. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Toll fand ich das vor jedem Kapitel das Bild von der Bank zusammen mit den beiden Freundinnen abgebildet ist, denn aus diesem Bild entnimmt man dann aus welcher Sichtweise das nächste Kapitel erzählt wird. So werden Missverständnisse gleich vermieden.

Lola, die Hauptprotagonistin, stolpert von einem Gefühlschaos in das Nächste. Gleich am Anfang erfährt der Leser von Lolas Leben, in dem es bis jetzt schon viele Stolperfallen gab. Als sie anfing zu studieren wurden bei ihr Depressionen diagnostiziert, woraufhin sie sich auf einer kleineren Uni angemeldet hat, in der sie dann auch besser zurechtkam. Das Studium hat Lola nun erfolgreich beendet. Aber was kommt danach? Für Lola anscheinend ein Leben, das ihr viel zu viel abverlangt. Sie kann sich zu nichts aufraffen, ihr fällt es schwer soziale Kontakte zu pflegen und nicht mal bei ihrer besten Freundin meldet sie sich mehr. Ihr wird alles zu viel und als sie sich dann noch Hals über Kopf verliebt, verliert sie völlig den Boden unter den Füßen.

Lolas beste Freundin, Agneta, erlebt das ganze natürlich hautnah mit. Sie kennt Lola als lebenslustige Freundin, deren Gefühle aber auch schnell umschwenken können. Agneta hatte immer viel Verständnis für Lola, doch nun häufen sich die Vorfälle die Agneta an ihrer Freundschaft zu Lola zweifeln lassen. Natürlich weiß sie das Lola krank ist, aber trotzdem ist sie oft ziemlich sauer und enttäuscht von ihr. Agneta macht sich die ganze Zeit Sorgen um Lola und diese meldet sich nicht mal mehr bei Agneta.

Beide Seiten dieser Freundschaft sind sehr gut nachzuvollziehen. Es gibt in der Geschichte Stellen zum lachen, aber auch zum weinen. Besonders interessant fand ich dieses Geschichte weil es in meinem Bekanntenkreis auch jemanden mit Depressionen gibt, bei dem manchmal ziemlich schwer fällt wieder einmal Verständnis dafür zu haben. Denn auch wenn man weiß das die Person krank ist, ist man oft sehr enttäuscht von ihr. Deswegen fand ich es wirklich toll dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird.

In dem Buch erfährt man wie jemand, der an einer Borderlinestörung leidet, mit seinem Alltag umgeht und wie Freunde und Familie wiederum mit ihm umgehen. Natürlich ist das Buch kein Ratgeber und sicherlich muss Lola auch über das Ende dieser Geschichte hinaus ihre Krankheit weiterbekämpfen, aber trotzdem ist es vielleicht für Borderliner und seine Angehörigen ein kleiner Hoffnungschimmer.

Fazit:
In dem Buch lernt man viel über die Krankheit Borderline und erfährt wie Betroffene ihren Alltag bewerkstelligen. Die Freundschaft zwischen Lola und Agneta steht dabei im Vordergrund und wird sehr herzlich beschrieben. Ich habe nichts an dem Buch auszusetzen und vergebe 5 von 5 Sterne.

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