Agota Kristof

 4,3 Sterne bei 239 Bewertungen
Autor von Das große Heft, Die Analphabetin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Agota Kristof

Agota Kristof (Csikvánd 1935 – Neuchâtel 2011) è stata una delle più grandi scrittrici del Novecento europeo. Nata in Ungheria, è costretta a lasciare clandestinamente il proprio paese nel 1956 e a rifugiarsi in Svizzera, dove vive fino alla morte. Tra i suoi libri più famosi ricordiamo "Il grande quaderno", "La prova" e "La terza menzogna", confluiti nella "Trilogia della città di K". edita da Einaudi nel 1988. Le Edizioni Casagrande hanno pubblicato il racconto autobiografico "L’analfabeta" (2005) e i racconti di "Dove sei Mathias?" (2006). Alla scrittrice e alla sua opera Eric Bergkraut ha dedicato il film documentario "Continente K." (2010), disponibile in un DVD+libro edito sempre da Casagrande.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Agota Kristof

Cover des Buches Das große Heft (ISBN: 9783492300421)

Das große Heft

 (86)
Erschienen am 14.05.2012
Cover des Buches Die Analphabetin (ISBN: 9783492972413)

Die Analphabetin

 (46)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches Der Beweis (ISBN: 9783492972406)

Der Beweis

 (26)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches Die dritte Lüge (ISBN: 9783492972420)

Die dritte Lüge

 (21)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches Irgendwo (ISBN: 9783492309387)

Irgendwo

 (19)
Erschienen am 14.09.2015
Cover des Buches Gestern (ISBN: 9783492972390)

Gestern

 (10)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches Monstrum (ISBN: 9783492972451)

Monstrum

 (0)
Erschienen am 10.08.2015

Neue Rezensionen zu Agota Kristof

Cover des Buches Das große Heft (ISBN: 9783492300421)Irisblatts avatar

Rezension zu "Das große Heft" von Agota Kristof

Harte Kost
Irisblattvor 9 Monaten

„Das große Heft“ von Agota Kristof hat mich erschüttert und so in seinen Bann gezogen, dass ich es an einem Abend durchlesen musste - und das, obwohl ich zwischenzeitlich aus Angst vor der nächsten Grausamkeit nicht umblättern wollte.

Der Roman spielt gegen Ende des 2. Weltkriegs. Von den Bombardierungen sind vor allem die großen Städte betroffen und es herrscht Hunger. Eine Mutter gibt ihre Zwillingssöhne in die Obhut der Großmutter, damit diese in einer ländlichen Gegend den Krieg sicher überstehen. Die Großmutter verhält sich abweisend, nimmt aber ihre Enkelkinder, von deren Existenz sie bis dahin nichts wusste, widerwillig bei sich auf. Fortan leben die Zwillinge in einem lieblosen Umfeld voller Gewalt, Demütigung und sexuellem Missbrauch. Die hochintelligenten Jungen im Grundschulalter verordnen sich selbst ein Übungsprogramm zur Abhärtung, damit ihnen Schmerz, Hunger und Töten nichts mehr anhaben können. All ihre Begegnungen und Erlebnisse verarbeiten sie im Spiel und erschaffen für sich ein ganz eigenes Überlebenstraining. Sie nehmen ihre „schulische“ Ausbildung selbst in die Hand, lesen die Bibel und benutzen das schwere Wörterbuch ihres Vaters, um neue Wörter zu lernen und ihre Rechtschreibung zu verbessern. Sie beginnen Aufsätze über ihre Beobachtungen und Erlebnisse zu schreiben. Die oberste Regel dabei lautet: „Der Aufsatz muss wahr sein (….) zum Beispiel ist es verboten zu schreiben: „Großmutter sieht wie eine Hexe aus“, aber es ist erlaubt zu schreiben: „Die Leute nennen Großmutter eine Hexe.“  (…) Wir werden schreiben: „Wir essen viele Nüsse“, und nicht: „Wir lieben Nüsse“, denn das Wort „lieben“ ist kein sicheres Wort, es fehlt ihm an Genauigkeit und Sachlichkeit. „Nüsse lieben“ und „unsere Mutter lieben“ kann nicht dasselbe bedeuten.“ (Piper Taschenbuch 2009, S. 29). 

Die Kapitel in „Das große Heft“ sind sehr kurz, die Sprache schnörkellos und präzise. Das Buch ist konsequent in der Wir-Form geschrieben; wir lesen dort die Aufzeichnungen der Zwillinge. Trotz der Verrohung, die überall zu spüren ist, gibt es Momente, in denen die Zwillinge andere Menschen schützen und versorgen. Sie folgen in ihren Handlungen nur ihren eigenen Regeln. Das Ende ist abrupt, überraschend und lässt mich irritiert zurück.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Die Analphabetin (ISBN: 9783492972413)Rose75s avatar

Rezension zu "Die Analphabetin" von Agota Kristof

Interessant, wie viel man mit wenigen Worten sagen kann
Rose75vor 10 Monaten

Ich hab dieses kleine Büchlein in einer Fundgrube entdeckt.  Der Klappentext hat mich neugierig gemacht.  Die Autorin war mir bis jetzt völlig unbekannt. 

Agota Kristof ( 1935-2011)  wurde in Ungarn geboren und floh 1956  mit ihrem Mann in die Schweiz.  Dort landete sie im französisch sprechenden Teil und musste sich der neuen Sprache stellen.

In diesem Büchlein erzählt sie kurze Episoden aus ihrem Leben, die  ein sehr deutliches Bild dieser interessanten Frau zeichnen. 

Ich werde mir in nächster Zeit ihre Werke besorgen, weil mir Stil und Sprache sehr gut gefallen. Diese Frau hat was zu sagen. 

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Cover des Buches Das große Heft (ISBN: 9783492300421)Tausendléxis avatar

Rezension zu "Das große Heft" von Agota Kristof

Weltliteratur!
Tausendléxivor einem Jahr

In den Wirren des Zweiten Weltkrieges bringt die Mutter ihre Zwillingsjungen, aufs Land, zu ihrer eigenen Mutter. Der Plan: Die Jungen sollen hier diese furchtbare Zeit lebend überstehen können. Die Großmutter der Jungen zeigt sich als eine gefühllose und unbarmherzige Frau.                  Im Dorf nennt man sie nur > Die Hexe <.

Die Zwillinge sind zwei kleine Jungen, die mit ihrer überaus intelligenten Hellsichtigkeit sich für ihr weiteres Leben wappnen wollen. Sie werden zu gefühlskalten Überlebensprofis. Mit Übungen zur Abhärtung des Geistes, des Körpers und auch der Übung in Grausamkeit verbringen sie ihre Tage in der Symbiose des daseins als Zwilling. Alle Übungen und Erfahrungen werden schriftlich in einem Heft festgehalten. 

> Wir schreiben:> Wir essen viele Nüsse<, und nicht : > Wir lieben Nüsse<, denn das Wort > lieben< ist kein sicheres Wort, es fehlt ihm an Genauigkeit und Sachlichkeit. > Nüsse lieben < und > unsere Mutter lieben < kann nicht dasselbe bedeuten. Der erste Ausdruck bezeichnet einen angenehmen Geschmack im Mund und der andere ein Gefühl.<

Was Agota Kristof in ihrem Roman – Parabel beschreibt, ist nicht immer leicht zu ertragen. Denn sie schreibt vom Krieg, vom unsäglichen Leiden, von sexuellen Perversionen, von schlimmen Verbrechen und vom unausweichlichen Tod. Und doch ist dieser Roman durchzogen mit sanfter Liebe in ihrer reinsten Form. Die Autorin hat ihre Worte klar und verständlich gewählt, keines ist zu viel, so treffen sie wohl am besten. Die Geschichte um die Zwillinge verlangt dem LeserIn so einiges ab, denn er zeigt die Facetten der Gewalt und der Abnormität. Doch in der Tat fühlt man sich zu den Jungen hingezogen und möchte sie beschützen. Diese zwei? > Das große Heft < gehört für mich klar und deutlich zur Weltliteratur und verdient eine absolute Leseempfehlung. 

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