Agustín Martínez

 3.9 Sterne bei 106 Bewertungen

Lebenslauf von Agustín Martínez

Agustín Martínez wurde 1975 in Lorca, Spanien, geboren. Er studierte Audiovisuelle Kommunikation in Madrid und arbeitet als erfolgreicher Drehbuchautor, Autor und Redakteur fürs Radio. Als Drehbuchautor verfasst er Skripts für zahlreiche, bekannte Krimiserien. Seine Idee zu seinem ersten Roman "Monteperdido" entstand, als er bei einem Familienurlaub in den Pyrenäen ein Gespräch von Einheimischen mitbekam, in dem es um ein vermisstes Kind ging. Dein Debütroman wurde begeistert aufgenommen und in viele Sprachen übersetzt.

Alle Bücher von Agustín Martínez

Das Dorf der toten Herzen

Das Dorf der toten Herzen

 (0)
Erschienen am 26.06.2019

Neue Rezensionen zu Agustín Martínez

Neu

Rezension zu "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" von Agustín Martínez

Atmosphärisch sehr dicht erzählt
eulenmatzvor 2 Monaten

INHALT:
Hoch oben in den Pyrenäen liegt Monteperdido. Vor fünf Jahren sind die elfjährige Ana und ihre Freundin Lucía spurlos von hier verschwunden. Kaum jemand glaubt, dass sie noch am Leben sind. Da taucht völlig unerwartet die inzwischen sechzehnjährige Ana wieder auf, bewusstlos in einer Schlucht. Kommissarin Sara Campos von der Bundespolizei lässt sofort die Straßen absperren; eine verzweifelte Suche beginnt. Wo ist Lucía? Ist sie noch am Leben? Doch die Berge um Monteperdido schweigen, trügerisch rauschen die Pappelwälder, gefährlich schwillt der reißende Fluss Esera an. Unter den Bewohnern von Monteperdido greifen die Verdächtigungen um sich: War es ein Fremder oder einer von ihnen?

MEINUNG:
Der Thriller lag schon lange auf meinem SuB und nun endlich war es soweit.

Man wird direkt in den Norden Spaniens entführt. Monteperdido ist wohl ein fiktives Dorf, aber es gibt einen gleichnamigen Berg in den Pyrenäen, an dem sich die Namensgebung orientiert hat.

Die Geschichte startet damit, dass Ana, eines der beiden entführten Mädchen nach 5 Jahren wieder auftaucht. Sara Campos und ihr Kollege Santiago machen sie sofort auf den Weg, um auch Lucia noch finden zu können, denn sie ist nicht bei Ana und es stellt sich die große Frage, ob sie überhaupt noch lebt.

Sara und Santiago rollen die alten Ermittlungen wieder auf und gehen sowohl alten als auch neuen Spuren nach. Doch irgendwie ist dieses Dorf verdammt eingeschworen und die Leute lassen sich ungern hinter die Fassade gucken.

Der Autor zeigt sehr gut auf, wie das Verschwinden der beiden Mädchen das ganze Dorf und besonders deren Familien komplett verändert hat. Sowohl Lucias als auch Anas Familie ist daran zerbrochen und das Leben ist nicht mehr wie vorher. Nach Anas Rückkehr gestaltet sich das auch sehr schwierig, denn warum ist nur Ana zurück gekommen und nicht Lucia?

Die beiden Polizisten tappen sehr lange im Dunkeln und es passieren auch immer wieder Dinge, die darauf hindeuten, dass der Täter immer noch frei herumläuft und möglicherweise einer von ihnen ist. Allerdings mauern die meisten und verdächtigen sich bis auf wenige Ausnahmen jetzt nicht plötzlich gegenseitig.

FAZIT:
Monteperdido ist ein sehr atmosphärisch dicht erzählter Krimi, der sehr viel Augenmerk auf die Umgebung und die zwischenmenschlichen Beziehung legt. An vielen Stellen ist er auch sehr tiefgründig. Freue mich darauf mehr von dem Auttor zu lesen. :)

Kommentieren0
10
Teilen

Rezension zu "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" von Agustín Martínez

Rezension: Monteperdido - Das Dorf der verschwundenen Mädhen von Agustín Martínez
Chianti Classicovor 2 Monaten

Vor fünf Jahren verschwanden die damals elf Jahre alten Ana Mur und Lucía Castán aus dem beschaulichen Monteperdido.
Jahrelang gab es keinerlei Spuren, bis plötzlich Ana wieder auftaucht. Doch kann sie die Polizei auch zu Lucía führen?

"Monteperdido - Das Dorf der verschwundenen Mädchen" ist ein Einzelband von Agustín Martínez.
Die Geschichte wird aus vielen wechselnden personalen Erzählperspektiven erzählt, wobei die der Kriminalkommissarin Sara Campos im Fokus stand. Wir durften aber unter anderem auch aus den Sichten von ihrem Partner und Inspektor Santiago Baín, von Víctor Gamera, dem Leiter der örtlichen Polizeiwache von Monteperdido, Raquel Mur, der Mutter von Ana und Joaquín Castán, dem Vater von Lucía lesen. Auch in die Perspektiven der Mädchen durften wir eintauchen.

Besonders am Anfang habe ich mich mit den vielen Sichtwechseln schwergetan, auch weil die Perspektive oft schon nach nur einer Seite wieder gewechselt hat. Ich bin am Anfang deshalb auch nicht mit den Charakteren warm geworden, weil man einfach immer wieder herausgerissen wurde. Mit der Zeit wurde das aber besser und letzten Endes hat man dadurch auch einen guten Überblick der Geschehnisse bekommen.
Was ich ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig fand, waren die doch sehr langen Kapitel. Das Buch umfasst gut fünfhundert Seiten und hat insgesamt nur sieben Kapitel.

Die Geschichte spielt in Monteperdido, einem abgelegenen Dorf hoch in den Pyrenäen, in dem gut tausend Menschen leben. Jeder kennt jeden und doch verschwanden Ana und Lucía vor fünf Jahren spurlos. Nun taucht Ana bewusstlos in einer Schlucht wieder auf, aber kann sie die Polizei wirklich zu Lucía führen?
Am Anfang konnte mich die Handlung noch nicht komplett mitreißen und ich fand, dass es doch ein wenig gedauert hat, bis sich die Spannung aufgebaut hatte. Man lernte die Charaktere und deren Leben in Monteperdido kennen und erfuhr immer mehr Details über die Entführung von Ana und Lucía. Mit Sara und Santiago kommen zwei Polizisten von außerhalb nach Monteperdido, um Lucía zu finden und nach fünf Jahren auch herauszufinden, wer hinter der Tat steckt. War es jemand von außerhalb, oder doch einer von ihnen, ein Bewohner von Monteperdido?
Nach und nach habe ich besser in die Geschichte hineingefunden, mochte die Atmosphäre total gerne, und so konnte mich das Buch dann auch mitreißen!

Fazit:
"Monteperdido - Das Dorf der verschwundenen Mädchen" von Agustín Martínez ist ein guter Einzelband!
Ich habe zwar wirklich lange gebraucht, bis ich mich in der Geschichte zurechtgefunden habe, auch weil ich die vielen Sichtwechsel anfangs als sehr störend empfand und die Handlung mich erst spät richtig fesseln konnte.
Aber es wurde immer spannender und insgesamt hat mir das Buch auch gut gefallen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe.

Kommentieren0
7
Teilen

Rezension zu "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" von Agustín Martínez

Verschleierte Wahrheiten
Janna_KeJasBlogvor 5 Monaten

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Eine Geschichte die mich gefangen nahm, ein Buch bei dem Lüge und Wahrheit schwer zu unterscheiden sind. Monteperdido bedeutet „Der verlorene Berg“ und ist keine Fiktion des Autors Agustín Martínez. Der Berg Monte Perdido ist in den Pyrenäen des Nationalpark ‚Ordesa y Monte Perdido‘ nahe der französischen Grenze zu finden.

Zwei Frauen und ihre Töchter inmitten einer Schneelandschaft, der letzte Nachmittag in dem die Welt sich noch in den richtigen Bahnen bewegt. Kurz darauf verschwinden beide Mädchen spurlos. Bis fünf Jahre später eine von ihnen die Welt ein zweites Mal aus den Angeln hebt. Dort beginnt die Geschichte um das Dorf.

Inspektor Santiago Baín und Kriminalkommissarin Sara Campos werden aus Madrid gerufen, zwei außenstehende Ermittler*innen. Dies stellt bereits das erste Problem dar, denn in dem Dorf sind Fremde keine willkommenen Gäste.
Auch wenn ich es nicht als verstörende Atmosphäre wie ‚Bitácora de Lecturas‘ (Pressestimme) bezeichnen würde, so ist es doch eine um sich greifende Atmosphäre auf mehreren Ebenen.

Das kleine Dorf, seine Menschen, seine Natur, seine Sagen. Der Autor lässt durch seine Beschreibungen nicht nur die Berge und Wälder entstehen, er weckt eine Sehnsucht in dem Moment der Beschreibung inmitten dessen stehen zu wollen!

"Es kam ihr vor, als wären diese Berge das einzig Bedeutende an diesem Ort. Das Einzige, was bliebe, wenn alles andere verschwunden war."

Das Dorf in einer Gebirgskulisse, Formulierungen welche die Pracht des Anblicks erahnen lassen.
Zu genaue Beschreibungen sagen mir in Büchern meist nicht zu, aber dann gibt es Geschichten wie diese, die von der erschaffenden Atmosphäre getragen werden. Dies gelingt dem Autor ebenso gut mit der Skizzierung der dort lebenden Menschen. Eine Gemeinschaft die Fremde in ihrer Mitte nur saisonbedingt duldet. Ein Dorf, welches Wahrheiten mit Lügen bekleidet. Es ist nicht nur die Geschichte der Mädchen, der Suche nach Antworten, sondern ein Spiegel unserer Gesellschaft. Wenn auch im Kleinen. Wen kennen wir wirklich, wollen wir kennen?! Welche Geheimnisse verbergen sich hinter verschlossenen Türen, erahnen wir sie, handeln wir?

"Keiner hatte die Wahrheit sehen wollen."

Ein Zusammenleben bei dem jede*r jede*n kennt. Eine Gemeinschaft die um das Wissen von Tragödien schweigt. Wie soll ein vermisstes Mädchen gefunden werden, wenn niemand bereit ist zu sprechen? Diese Verschwiegenheit, der Missmut gegen die zwei Ermittler*innen, wird auf jeder Seite greifbarer. Eine Ahnung.
Aber auch die Ermittler*innen von Auswärts spielen eine Rolle. Zwei Fremde in einem Dorf voller Geheimnisse, mit eigenen Geheimnissen. Ich weiß, für viele bereits ein Ausschlusskriterium es lesen zu wollen, aber dies nimmt nicht mehr als einen nebensächlichen Handlungsstrang ein. Es dient dem Verlauf zum Ende hin, in dem einige Ereignisse aufeinander trafen, die ich so nicht erwartet hatte.

Doch wie schon geschrieben, handelt das Buch nicht nur von der Suche nach dem anderen Mädchen. Es sind die zwei Familien – was fünf Jahre ergebnislose Suche aus ihnen gemacht hat. Wie das plötzliche Auftauchen nur eines der Mädchen alles verändert. Und Ana selbst, wie sie nach der Dunkelheit ins Leben zurückkehrt.

"Eine Stille die ohrenbetäubend war."

Stille in den Familien. Stille Ana. Schweigen. Und eben diese Stille ist unerträglich laut. Der Autor skizziert Familien die am Verschwinden ihrer Töchter zerbrachen, jede auf ihre Weise. Zwei Ehen die gelitten haben und ein Bruder im Schatten seiner immer noch verschwundenen Schwester. Mittendrin Ana. Das Mädchen das sich nicht erinnern kann und neue Fragen entstehen lässt. Ana die sich ihren Weg zurück ins Leben erkämpft. Und ein Verlauf, welcher nur kleine Antworten gibt und noch mehr Fragen hinterlässt.
Auch wenn die Ereignisse zum Ende hin ein wenig überzogen wirken (Stichwort ‚Hotel‘), so störte mich dies kaum, da es glaubwürdig eingearbeitet wurde.

Die Geschichte wird getragen von der Atmosphäre im Dorf und seiner Kulisse. Was mir persönlich besonders gut gefiel, waren die verschiedenen Perspektiven. Es ist kein reiner oder „typischer“ Krimi(nalroman), sondern konzentriert sich auf die Details darin, um ein Gesamtbild zu schaffen – die Spuren solch eines einschneidendes Erlebnisses. Charaktere die kaum eine Rolle spielen und doch greifbar sind, ein Teil des Ganzen. Ein Entführungsopfer mit Gedanken und Gefühlen die nahe an der Realität sind. Hinweise die erst viel später wieder aufgegriffen werden, Antworten die weitere Fragen aufwerfen und eine Geschichte die mit einem erahnten und doch völlig anderem Ausgang endet. Einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.


Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Traust du dich ins Dorf der verschwundenen Mädchen? 

Vor fünf Jahren wurde das kleine Pyrenäen-Dorf Monteperdido von einem fürchterlichen Verbrechen erschüttert. Zwei junge Mädchen verschwanden über Nacht spurlos. Niemand weiß, wo sie stecken. Niemand hat sie seitdem gesehen. Bis plötzlich eines der Mädchen wieder auftaucht. Doch bei aller Freude über die Rückkehr von Ana, zieht in das Dorf Misstrauen ein. Wo war Ana all die Jahre und wo ist Lucía? Was ist mit den beiden geschehen? Und wer steckt hinter der Entführung? Kommissarin Sara Campos muss sich durch eine Mauer aus Schweigen kämpfen, um hinter die Geheimnisse von Monteperdido zu gelangen ... 

Agustín Martínez lässt in "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" ein besonders subtiles Grauen auferstehen und führt Kommissarin Campos auf einen nebeligen Ermittlungspfad. Wir laden euch und euren Ermittlungspartner ein, sie im Dorf der verschwundenen Mädchen auf ihrer Spurensuche zu begleiten!

Über das Buch:

Hoch oben unter bedrohlichen Pyrenäen-Gipfeln liegt das Dorf Monteperdido. Hier, wo die Menschen noch eine verschworene Gemeinschaft bilden. Hier, wo vor fünf Jahren die beiden elfjährigen Mädchen Ana und Lucía spurlos verschwunden sind. Da taucht völlig unerwartet die inzwischen sechzehnjährige Ana wieder auf, bewusstlos in einem Wagen, der in eine Schlucht vor Monteperdido gestürzt ist. Kommissarin Sara Campos von der Bundespolizei lässt sofort die Straßen absperren; eine verzweifelte Suche beginnt. Wo ist Lucía? Ist sie noch am Leben? Doch die Berge um Monteperdido schweigen, trügerisch rauschen die Pappelwälder, gefährlich schwillt der reißende Fluss Esera an. Unter den Bewohnern von Monteperdido greifen die Verdächtigungen um sich: War es ein Fremder oder einer von ihnen?

>> Neugierig geworden? Hier geht es direkt zur Leseprobe!


Über den Autor:

Agustín Martínez ist einer der renommiertesten Drehbuchautoren Spaniens und schreibt unter anderem für viele erfolgreiche Krimiserien. Auf einer Fahrt mit seiner Familie in die Pyrenäen hörte er, wie die Einheimischen über den Fall eines vermissten Kindes sprachen. Es entstand die Idee zu ›Monteperdido‹, seinem ersten Roman – der begeistert aufgenommen wurde und in viele Sprachen übersetzt wird. Agustín Martínez wurde 1975 in Lorca geboren, studierte in Madrid audiovisuelle Kommunikation und arbeitet auch als Autor und Redakteur fürs Radio.

Gemeinsam mit FISCHER Taschenbuch  vergeben wir in unserer Leserunde 20 Exemplare von  "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" an 20 mutige Leser. Zusätzlich erhält jeder Gewinner ein zweites Exemplar von  "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" für eine Person, mit der er gemeinsam auf Spurensuche gehen möchte . Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 01.03. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verrate uns folgendes: 

Mit wem aus deinem Freundes-, Bekannten- oder Verwandtenkreis würdest du gemeinsam die Ermittlungen im Fall der verschwundenen Mädchen aufnehmen? Und was meinst du, besteht Hoffnung, dass auch Lucía lebend wieder auftaucht?

Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen!

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Agustín Martínez wurde am 01. Januar 1975 in Lorca (Spanien) geboren.

Community-Statistik

in 182 Bibliotheken

auf 47 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks