Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen

von Agustín Martínez 
3,9 Sterne bei96 Bewertungen
Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen
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Positiv (65):
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Die Geschichte wird getragen von der Atmosphäre im Dorf und seiner Kulisse.

Kritisch (6):
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Unerwartetes Ende, ansonsten einfallsloser, sich endlos ziehender Krimi für den ich eeeeewig gebraucht hab!

Alle 96 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen"

Ein verschworenes Dorf. Zwei verschwundene Mädchen. Und die düsteren Gipfel, die nur eines von ihnen wieder zurückbringen.

'Erstklassig.' WDR 2 Lesen

Hoch oben in den Pyrenäen liegt Monteperdido. Vor fünf Jahren sind die elfjährige Ana und ihre Freundin Lucía spurlos von hier verschwunden. Kaum jemand glaubt, dass sie noch am Leben sind. Da taucht völlig unerwartet die inzwischen sechzehnjährige Ana wieder auf, bewusstlos in einer Schlucht. Kommissarin Sara Campos von der Bundespolizei lässt sofort die Straßen absperren; eine verzweifelte Suche beginnt. Wo ist Lucía? Ist sie noch am Leben? Doch die Berge um Monteperdido schweigen, trügerisch rauschen die Pappelwälder, gefährlich schwillt der reißende Fluss Esera an. Unter den Bewohnern von Monteperdido greifen die Verdächtigungen um sich: War es ein Fremder oder einer von ihnen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596701704
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:27.06.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.02.2017 bei Argon erschienen.

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    Janna_KeJasBlogs avatar
    Janna_KeJasBlogvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Die Geschichte wird getragen von der Atmosphäre im Dorf und seiner Kulisse.
    Verschleierte Wahrheiten

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

    Eine Geschichte die mich gefangen nahm, ein Buch bei dem Lüge und Wahrheit schwer zu unterscheiden sind. Monteperdido bedeutet „Der verlorene Berg“ und ist keine Fiktion des Autors Agustín Martínez. Der Berg Monte Perdido ist in den Pyrenäen des Nationalpark ‚Ordesa y Monte Perdido‘ nahe der französischen Grenze zu finden.

    Zwei Frauen und ihre Töchter inmitten einer Schneelandschaft, der letzte Nachmittag in dem die Welt sich noch in den richtigen Bahnen bewegt. Kurz darauf verschwinden beide Mädchen spurlos. Bis fünf Jahre später eine von ihnen die Welt ein zweites Mal aus den Angeln hebt. Dort beginnt die Geschichte um das Dorf.

    Inspektor Santiago Baín und Kriminalkommissarin Sara Campos werden aus Madrid gerufen, zwei außenstehende Ermittler*innen. Dies stellt bereits das erste Problem dar, denn in dem Dorf sind Fremde keine willkommenen Gäste.
    Auch wenn ich es nicht als verstörende Atmosphäre wie ‚Bitácora de Lecturas‘ (Pressestimme) bezeichnen würde, so ist es doch eine um sich greifende Atmosphäre auf mehreren Ebenen.

    Das kleine Dorf, seine Menschen, seine Natur, seine Sagen. Der Autor lässt durch seine Beschreibungen nicht nur die Berge und Wälder entstehen, er weckt eine Sehnsucht in dem Moment der Beschreibung inmitten dessen stehen zu wollen!

    "Es kam ihr vor, als wären diese Berge das einzig Bedeutende an diesem Ort. Das Einzige, was bliebe, wenn alles andere verschwunden war."

    Das Dorf in einer Gebirgskulisse, Formulierungen welche die Pracht des Anblicks erahnen lassen.
    Zu genaue Beschreibungen sagen mir in Büchern meist nicht zu, aber dann gibt es Geschichten wie diese, die von der erschaffenden Atmosphäre getragen werden. Dies gelingt dem Autor ebenso gut mit der Skizzierung der dort lebenden Menschen. Eine Gemeinschaft die Fremde in ihrer Mitte nur saisonbedingt duldet. Ein Dorf, welches Wahrheiten mit Lügen bekleidet. Es ist nicht nur die Geschichte der Mädchen, der Suche nach Antworten, sondern ein Spiegel unserer Gesellschaft. Wenn auch im Kleinen. Wen kennen wir wirklich, wollen wir kennen?! Welche Geheimnisse verbergen sich hinter verschlossenen Türen, erahnen wir sie, handeln wir?

    "Keiner hatte die Wahrheit sehen wollen."

    Ein Zusammenleben bei dem jede*r jede*n kennt. Eine Gemeinschaft die um das Wissen von Tragödien schweigt. Wie soll ein vermisstes Mädchen gefunden werden, wenn niemand bereit ist zu sprechen? Diese Verschwiegenheit, der Missmut gegen die zwei Ermittler*innen, wird auf jeder Seite greifbarer. Eine Ahnung.
    Aber auch die Ermittler*innen von Auswärts spielen eine Rolle. Zwei Fremde in einem Dorf voller Geheimnisse, mit eigenen Geheimnissen. Ich weiß, für viele bereits ein Ausschlusskriterium es lesen zu wollen, aber dies nimmt nicht mehr als einen nebensächlichen Handlungsstrang ein. Es dient dem Verlauf zum Ende hin, in dem einige Ereignisse aufeinander trafen, die ich so nicht erwartet hatte.

    Doch wie schon geschrieben, handelt das Buch nicht nur von der Suche nach dem anderen Mädchen. Es sind die zwei Familien – was fünf Jahre ergebnislose Suche aus ihnen gemacht hat. Wie das plötzliche Auftauchen nur eines der Mädchen alles verändert. Und Ana selbst, wie sie nach der Dunkelheit ins Leben zurückkehrt.

    "Eine Stille die ohrenbetäubend war."

    Stille in den Familien. Stille Ana. Schweigen. Und eben diese Stille ist unerträglich laut. Der Autor skizziert Familien die am Verschwinden ihrer Töchter zerbrachen, jede auf ihre Weise. Zwei Ehen die gelitten haben und ein Bruder im Schatten seiner immer noch verschwundenen Schwester. Mittendrin Ana. Das Mädchen das sich nicht erinnern kann und neue Fragen entstehen lässt. Ana die sich ihren Weg zurück ins Leben erkämpft. Und ein Verlauf, welcher nur kleine Antworten gibt und noch mehr Fragen hinterlässt.
    Auch wenn die Ereignisse zum Ende hin ein wenig überzogen wirken (Stichwort ‚Hotel‘), so störte mich dies kaum, da es glaubwürdig eingearbeitet wurde.

    Die Geschichte wird getragen von der Atmosphäre im Dorf und seiner Kulisse. Was mir persönlich besonders gut gefiel, waren die verschiedenen Perspektiven. Es ist kein reiner oder „typischer“ Krimi(nalroman), sondern konzentriert sich auf die Details darin, um ein Gesamtbild zu schaffen – die Spuren solch eines einschneidendes Erlebnisses. Charaktere die kaum eine Rolle spielen und doch greifbar sind, ein Teil des Ganzen. Ein Entführungsopfer mit Gedanken und Gefühlen die nahe an der Realität sind. Hinweise die erst viel später wieder aufgegriffen werden, Antworten die weitere Fragen aufwerfen und eine Geschichte die mit einem erahnten und doch völlig anderem Ausgang endet. Einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.


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    Adoras avatar
    Adoravor 3 Monaten
    Kurzmeinung: super Spannend
    Stimmungsvoll

    Klappentext:
    Hoch oben in den Pyrenäen liegt Monteperdido. Vor fünf Jahren sind die elfjährige Ana und ihre Freundin Lucía spurlos von hier verschwunden. Kaum jemand glaubt, dass sie noch am Leben sind. Da taucht völlig unerwartet die inzwischen sechzehnjährige Ana wieder auf, bewusstlos in einer Schlucht. Kommissarin Sara Campos von der Bundespolizei lässt sofort die Straßen absperren; eine verzweifelte Suche beginnt. Wo ist Lucía? Ist sie noch am Leben? Doch die Berge um Monteperdido schweigen, trügerisch rauschen die Pappelwälder, gefährlich schwillt der reißende Fluss Esera an. Unter den Bewohnern von Monteperdido greifen die Verdächtigungen um sich: War es ein Fremder oder einer von ihnen?

    Meinung:
    Ich habe das Buch nur so verschlungen. Die ersten Paar Seiten fand ich etwas ermüdend, jedoch nahm das Buch sehr schnell an Fahrt auf. Die Charaktere sind nachvollziehbar und gerade die Entwicklung von Ana ist sehr realistisch dargestellt. Man kann sich super in das Dorf hineindenken und kann auch vollkommen nachvollziehen wie sie sich verhalten. Die Story war sehr spannend und ich finde das Cover auch unglaublich passend für die Geschichte. In einem Buchladen hätte ich das Buch wohl auch in die Hand genommen, da es mir sehr gut gefällt. Es ist interessant gestaltet  und mal etwas anderes.

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    AntoniaGuender-Freytags avatar
    AntoniaGuender-Freytagvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Stimmungsvoll
    Stimmungsvoll

    Ich habe das Buch schon vor einer ganzen Zeit gelesen und kann mich als Vielleserin kaum noch dran erinnern. Das einzige, was ich noch weiß,  war, dass die Stimmung im Dorf gut eingefangen war. Die bedrohliche Bergwelt, die Härte der Leute, die dort wohnen. Insgesamt war der Kriminalfall jetzt keiner, der sich mir ins Hirn gebrannt hat, aber ich erinnere mich, dass ich mich ganz gut unterhalten gefühlt habe. Ich kann es empfehlen.

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    bookvamps avatar
    bookvampvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: "Spannender" Kleinstadt Krimi mit vielen Facetten.
    Monteperdido scheinbar verschlafenes Bergdörfchen

    Cover: Das Cover stimmt direkt auf die Geschichte ein und passt sehr schön zur Geschichte. Der Interessent bekommt direkt eine Verbindung zum Klappentext.

    Inhalt: Im beschaulichen Dorf Monteperdido in den Bergen sind vor 5 Jahren die beiden 11 jährigen Mädchen Ana und Lucia verschwunden. Bis heute fehlt von den beiden jede Spur. Als nach einem Autounfall ein junges Mädchen verletzt in dem Unfallauto gefunden kommt alles wieder hoch. Das Mädchen ist Ana, eines der vermissten Kinder von damals. Für die Untersuchung wird Sara Campos und ihrer Kollege von der Bundespolizei geschickt. Es beginnt die Suche nach dem Täter, die in dem ruhigen Bergdorf viele Geheimnisse ans Licht bringt.

    Meine Meinung: Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Beschreibungen der Landschaft sind sehr plastisch und erzeugen eine klare Vorstellung beim Leser. Ganz klar eine Stärke des Autors.

    Die Charaktere können überzeugen und bleiben sich während der ganzen Geschichte treu. Besonders spanned finde ich die Entwicklung rund um Ana, die zum Teil wie eine gespaltene Persönlichkeit wirkt und bis zum Ende starke Veränderungen durch macht. Sara Campos hat ein überzeugendes Gespür für das Verhalten des Täters und die Gefühle der Opfer.

    Was mir persönlich ein wenig gefehlt hat war der Spannungsbogen. Es gab immer wieder Abschnitte die ich sehr spannend fand, die aber dann wieder durch langatmige Passagen abgelöst wurden. Für mich hatte die Geschichte mehr Potenzial für Spannung. Ein kleines Dorf, die Entführung der beiden Mädchen, das plötzliche auftauchen von Ana. Die Auswirkungen auf die Gemeinschaft, das Misstrauen untereinander und kleinere Intrigen, hätte die Spannung besser unterstützen können.

    Das Ende war allerdings sehr wendungsreich und gut in Szene gesetzt. Ein spannender Abschluss.

    Fazit: Insgesamt eine interessante Geschichte, mit tollen Wendungen und sehr bildhaften Beschreibungen. Zum Ende hin kann die Spannung gehalten werden, zwischen durch bricht der Spannungsbogen aber leider immer wieder ab.

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    B
    balouivor 9 Monaten
    Kurzmeinung: ganz okay
    kein muss

    Ich fande, dass Buch fing schon etwas zäh an. Ich bin schlecht reingekommen und dachte wann gehts denn jetzt mal richtig los. Die Idee von dem Buch ist gut, allerdings schlecht umgesetzt. Wirklich schade.  Ich war ehrlich gesagt froh als ich es durch hatte. Ab der Hälfte hab ich mich mehr oder weniger nur durchgequält.

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    teretiis avatar
    teretiivor 9 Monaten
    Kurzmeinung: viele Geheimnisse und große Spannung
    gut für zwischendurch

    Das Cover zum Buch finde ich wirklich gut gemacht. Es macht sofort neugierig und man möchte direkt den Klappentext lesen. Der Klappentext macht aufjedenfall sehr neugierig und man möchte sofort anfangen zu lesen. Der Schreibstil ist super und man konnte sich gut in die Charakteren reinversetzen.  Ich kann es aufjedenfall empfehlen.

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    DamlaBuluts avatar
    DamlaBulutvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein fantastischs literarisches Werk!
    Nervenkitzel bis zur letzten Seite

    INHALTSANGABE
    Ein verschworenes Dorf. Zwei verschwundene Mädchen. Und die düsteren Gipfel, die nur eines von ihnen wieder zurückbringen. 

    Hoch oben in den Pyrenäen liegt Monteperdido. Vor fünf Jahren sind die elfjährige Ana und ihre Freundin Lucía spurlos von hier verschwunden. Kaum jemand glaubt, dass sie noch am Leben sind. Da taucht völlig unerwartet die inzwischen sechzehnjährige Ana wieder auf, bewusstlos in einer Schlucht. Kommissarin Sara Campos von der Bundespolizei lässt sofort die Straßen absperren; eine verzweifelte Suche beginnt. Wo ist Lucía? Ist sie noch am Leben? Doch die Berge um Monteperdido schweigen, trügerisch rauschen die Pappelwälder, gefährlich schwillt der reißende Fluss Esera an. Unter den Bewohnern von Monteperdido greifen die Verdächtigungen um sich: War es ein Fremder oder einer von ihnen?

    COVER
    Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Farben und das Design harmonieren gut miteinander.Es ist schlicht und auffällig zu gleich.

    MEINUNG
    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Ganz im Gegenteil.
    Schon zu Beginn war die Geschichte recht spannend, weshalb meine Neugier im Laufe des Buches immer größer wurde.
    Dieses Buch beinhaltet rasante Abschnitte und unvorhersehbare Wendungen, die das lesen um einiges spannender gestalten.
    Ich als Leserin war permanent am miträtzeln und mitfiebern.
    Der Autor hat es geschafft, die einzelnen Szenen und Situationen, perfekt detailliert zu beschreiben. Meiner Meinung nach ist das das besondere an diesem Buch.
    Man hat das Gefühl, dass man mitten im Geschehen ist.
    Auch mit der Auswahl der Charaktere hat der Autor voll und ganz gepunktet.


    FAZIT
    Ein fantastischs literarisches Werk!

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    lesebiene27s avatar
    lesebiene27vor 10 Monaten
    Düster, finster, trostlos - ein Dorf in den Pyrenäen und zwei verschwundene Mädchen

    Inhalt:

    Vor fünf Jahren verschwanden in dem Dorf Monteperdido, welches unter den Pyrenäengipfeln liegt, die beiden elfjährigen Mädchen Ana und Lucia. Plötzlich wird in einer Schlucht in der Nähe des Dorfes die bewusstlos in einem Wagen liegende Ana gefunden. Doch von Lucia fehlt weiterhin jede Spur. Zusammen mit der örtlichen Polizei lassen die Madrider Kommissare Sara Campos und Santiago Bain die Straßen der Umgebung absperren und die Suche nach dem zweiten Mädchen beginnen. Schon bald merken sie jedoch, dass die eingeschworene Gemeinschaft des Dorfes ein Ermitteln schwierig gestaltet. Können sie es somit noch rechtzeitig schaffen Lucia zu finden?

     


    Meine Meinung:

    Der Schreibstil hat mir anfänglich gut gefallen, da er zum einen informativ ist, zum anderen die düstere Stimmung des Dorfes wunderbar einfängt. Aber gerade diese Stimmung war es, die dazu geführt hat, dass ich nach und nach ein wenig die Lust an dem Buch verloren habe. Ich wollte zwar noch wissen, ob Lucia gefunden wird und wer hinter der Entführung der beiden Mädchen steckt, doch richtig fesseln konnte mich nur das erste Viertel des Buches.


    Diese bedrückende Stimmung wird - wie gesagt - sehr gut eingefangen und spiegelt nicht nur das Verhalten der Dorfbewohner wider, sondern auch die Trostlosigkeit des Ortes. Dennoch entsteht nicht wirklich eine Spannung, wie ich sie von einem Krimi erwarten würde. Die Ermittlungen verlaufen während der fast 500 Seiten schleppend und sind vor allem von der aufgebrachten Bevölkerung geprägt, die sich dennoch quer stellt. Vielleicht wäre es angenehmer gewesen, die Seitenanzahl zu reduzieren und auf die ein oder andere Szene zu verzichten.


    Die Charaktere des Buches waren mir leider überwiegend sehr unsympathisch. Einzig der örtliche Polizeileiter Victor Gamero erschien mir freundlich und sympathisch. Selbst die Kommissare Sara und Santiago waren vor allem arrogant, mit der Situation überfordert und haben unter den Begebenheiten und ihrer eigenen persönlichen Geschichte zu sehr gelitten.


    Die Suche nach den Mädchen war sehr interessant, auch wenn sie sich ewig in die Länge gezogen hat. Fast war ich schon froh, als sich die Geschichte dem Ende zugeneigt hat und noch mal ein paar kleinere spannendere Momente gelesen werden konnten.


     

    Fazit:

    Alles in allem fand ich die Idee der Geschichte von „Monteperdido“ besser als die Umsetzung. Anders als ich erwartet habe, würde ich das Buch nicht als Krimi einordnen, sondern vielmehr als Thriller. Die Beschreibungen der düsteren und drückenden Atmosphäre sind gelungen und erzeugen ein Bild von einem finsteren Ort in absoluter Trostlosigkeit. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht packen und bekommt von mir somit lediglich 3 Sterne.

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    Becky_Bloomwoods avatar
    Becky_Bloomwoodvor 10 Monaten
    Ein Dorf voller Geheimnisse

    Das düstere Cover mit den Silhouetten der entführten Mädchen, in denen der dunkle Wald zu sehen ist, bereitet den Leser sehr gut darauf vor, was ihn mit Das Dorf der verschwundenen Mädchen erwartet.

    Der Autor Agustín Martínez erzählt von den beiden Mädchen Ana und Lucía, die im Alter von 11 Jahren entführt werden und 5 Jahre verschwunden bleiben, bis eines Tages Ana wieder auftaucht - doch damit ist der Fall keinesfalls gelöst, nicht mal ansatzweise und die Polizistin Sara hat nicht nur mit ihren eigenen Dämonen, sondern auch mit denen des Dorfes zu kämpfen.

    Agustín Martínez hat eine dichte, düstere Atmosphäre geschaffen. Besonders die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit einiger Protagonisten war beinahe greifbar spürbar. Viel Licht gibt es in diesem kleinen Dorf, in dem offenbar niemand so recht mit Leuten "von außerhalb" sprechen will, nicht. Ein Grund, warum Das Dorf der verschwundenen Mädchen ausdrücklich keine "Happiness-Lektüre" ist oder Krimi mit Witz ist. Witzig ist hier gar nichts (vielleicht bissig, wenn ich an das Auftauchen der schlaflosen Frau denke). Leider hat mich die Hauptfigur, die Kommissarin Sara Campos, nicht vollends überzeugt. Ich hatte wenig Interesse an ihrem früheren Leben und das hat das Buch für mich bisweilen etwas zäh gemacht. Zudem ist die Spannung eher unterschwellig, es gibt zwar immer wieder ein paar Adrenalinstöße, insgesamt lebt das Buch aber eher von seiner bedrückenden Atmosphäre.

    Dennoch ist Das Dorf der verschwundenen Mädchen ein guter Krimi, für den ich 3 1/2 Sterne vergeben würde.

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    sansols avatar
    sansolvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Zwei Mädchen verschwinden - nur eines taucht fünf Jahre später wieder auf. Ein Dorf voller Geheimnisse für zwei Ermittler
    Was geschah vor und währen der letzten fünf Jahre?

    Vor fünf Jahren verschwanden die beiden elfjährigen Freundinnen Ana und Lucia spurlos. Beide lebten in dem recht abgelegenen kleinen Pyrenäendorf Monteperdido. Trotz intensiver Suche konnten sie nicht gefunden werden. Auf einmal taucht im Rahmen eines Autounfalls eines der Mädchen wieder auf – Ana. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, um die evtl. ebenfalls noch lebende Lucia zu finden.

    Die düstere bedrückende Stimmung finde ich gut getroffen. Außerdem werden die Familien von Ana und Lucia die jeweils ganz anders mit der Situation vor fünf Jahren umgegangen sind sehr gut beschrieben. Anas und Lucias Väter könnten da nicht unterschiedlicher sein obwohl sie das Schicksal miteinander verbindet.

    Dass die beiden auswärtigen Ermittler wie Fremdkörper im Dorf agieren, jeder dort seine eigenen Geheimnisse zu haben scheint – all dies rundet den Gesamteindruck ab und soll sicherlich die Suche nach dem Täter nicht zu einfach machen. Allerdings hatte ich nach gut zwei Dritteln eine Ahnung die letztendlich auch zutreffend war. Trotzdem gelingt es Augustin Martinez mehrfach ein paar interessante Wendungen einzuflechten und zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal an Tempo und Spannung auf.

    Sara Campos und ihr Kollege hatten meiner Meinung nach als Ermittler durchaus Schwächen. Sara wurde wegen ihrer schweren Kindheit mehrfach nichts so richtig zugetraut und ich fand beide oft nicht wirklich konsequent.

    Der Schreibstil war wirklich leicht zu lesen doch waren mir die insgesamt nur sieben Kapitel einfach zu lang. Die vielen ausführlichen Landschaftsbeschreibungen waren zwar sehr anschaulich hätten aber durchaus für einen Krimi gekürzt zugunsten einer kompakteren Handlung gestrafft sein dürfen. Das Cover ist interessant und für mich optisch absolut zur Geschichte passend.

    Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen – es wurden dann doch positiv gerundete vier.

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Traust du dich ins Dorf der verschwundenen Mädchen? 

    Vor fünf Jahren wurde das kleine Pyrenäen-Dorf Monteperdido von einem fürchterlichen Verbrechen erschüttert. Zwei junge Mädchen verschwanden über Nacht spurlos. Niemand weiß, wo sie stecken. Niemand hat sie seitdem gesehen. Bis plötzlich eines der Mädchen wieder auftaucht. Doch bei aller Freude über die Rückkehr von Ana, zieht in das Dorf Misstrauen ein. Wo war Ana all die Jahre und wo ist Lucía? Was ist mit den beiden geschehen? Und wer steckt hinter der Entführung? Kommissarin Sara Campos muss sich durch eine Mauer aus Schweigen kämpfen, um hinter die Geheimnisse von Monteperdido zu gelangen ... 

    Agustín Martínez lässt in "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" ein besonders subtiles Grauen auferstehen und führt Kommissarin Campos auf einen nebeligen Ermittlungspfad. Wir laden euch und euren Ermittlungspartner ein, sie im Dorf der verschwundenen Mädchen auf ihrer Spurensuche zu begleiten!

    Über das Buch:

    Hoch oben unter bedrohlichen Pyrenäen-Gipfeln liegt das Dorf Monteperdido. Hier, wo die Menschen noch eine verschworene Gemeinschaft bilden. Hier, wo vor fünf Jahren die beiden elfjährigen Mädchen Ana und Lucía spurlos verschwunden sind. Da taucht völlig unerwartet die inzwischen sechzehnjährige Ana wieder auf, bewusstlos in einem Wagen, der in eine Schlucht vor Monteperdido gestürzt ist. Kommissarin Sara Campos von der Bundespolizei lässt sofort die Straßen absperren; eine verzweifelte Suche beginnt. Wo ist Lucía? Ist sie noch am Leben? Doch die Berge um Monteperdido schweigen, trügerisch rauschen die Pappelwälder, gefährlich schwillt der reißende Fluss Esera an. Unter den Bewohnern von Monteperdido greifen die Verdächtigungen um sich: War es ein Fremder oder einer von ihnen?

    >> Neugierig geworden? Hier geht es direkt zur Leseprobe!


    Über den Autor:

    Agustín Martínez ist einer der renommiertesten Drehbuchautoren Spaniens und schreibt unter anderem für viele erfolgreiche Krimiserien. Auf einer Fahrt mit seiner Familie in die Pyrenäen hörte er, wie die Einheimischen über den Fall eines vermissten Kindes sprachen. Es entstand die Idee zu ›Monteperdido‹, seinem ersten Roman – der begeistert aufgenommen wurde und in viele Sprachen übersetzt wird. Agustín Martínez wurde 1975 in Lorca geboren, studierte in Madrid audiovisuelle Kommunikation und arbeitet auch als Autor und Redakteur fürs Radio.

    Gemeinsam mit FISCHER Taschenbuch  vergeben wir in unserer Leserunde 20 Exemplare von  "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" an 20 mutige Leser. Zusätzlich erhält jeder Gewinner ein zweites Exemplar von  "Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen" für eine Person, mit der er gemeinsam auf Spurensuche gehen möchte . Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 01.03. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verrate uns folgendes: 

    Mit wem aus deinem Freundes-, Bekannten- oder Verwandtenkreis würdest du gemeinsam die Ermittlungen im Fall der verschwundenen Mädchen aufnehmen? Und was meinst du, besteht Hoffnung, dass auch Lucía lebend wieder auftaucht?

    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen!

    Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.
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    Pressestimmen

    'Verstörende Atmosphäre, überzeugende Figuren, packende Wendungen – eine Offenbarung!'

    Perfekter Krimi (…) Martínez beherrscht das Krimihandwerk, lenkt immer wieder den Verdacht um und hat tolle Überraschungen parat.

    erstklassiges Krimidebüt

    Mit viel Gespür für das epische Szenario im Schatten der Pyrenäengipfel

    ein vielversprechender Erstling

    Sehr fein konstruiert und überzeugend geschrieben – unbedingt empfehlenswert.

    spannend und mit psychologischem Einfühlungsvermögen

    Eine genial inszenierte Geschichte mit rauen, ungehobelten Menschen, geprägt von einer schroffen Bergwelt.

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