Aharon Appelfeld Badenheim

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Inhaltsangabe zu „Badenheim“ von Aharon Appelfeld

Und wieder wird es Frühling in Badenheim. Wieder steht das Kulturfestival des Impresarios Dr. Pappenheim bevor. Wieder finden sich die jüdischen Stammgäste in dem kleinen österreichischen Badeort ein – diesmal aber auch seltsame Inspektoren des Gesundheitsamtes.
Während die Beamten die Gäste nachdrücklich auffordern, sich für eine Reise in „das gelobte Land Polen“ zu registrieren, und der einst mondäne Ort immer mehr einem Sperrgebiet gleicht, versuchen die Menschen die Normalität aufrecht zu erhalten: sie besuchen die Konzerte des müden Orchesters und lauschen den Rilke-Rezitationen der schwindsüchtigen Zwillinge aus Wien. Dann, eines Morgens, wird der Befehl zur Abreise gegeben …

Kleines Meisterstück, intelligenter Horror und doch zu nah an der Realität, als dass man den wunderbaren Schreibstil richtig genießen kann!

— vanessabln

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  • Subtil und prägnant kommt ganz langsam das Grauen

    Badenheim

    vanessabln

    05. May 2017 um 09:27

    Die kurze Geschichte liest sich wie ein Gedicht, in wenigen Kapiteln wird mit wenigen Worten viel gesagt. Die mehr oder weniger jüdischen Gäste lassen sich 1939 im österreichischen Badenheim zu den traditionellen Festspielen nieder und lassen es sich gutgehen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und verändern sich im Laufe des Buches hin und wieder, je nach Situation und ganz eigenem Charakter. Ganz langsam und subtil schleicht sich Ungutes an die Gäste heran. Trotz der Inhaltsangabe meint man als Leser lange noch, es muss ja nicht unbedingt so schlimm enden wie man fast ahnt. So geht es auch den Gästen, die hören, dass plötzlich das Gesundheitsamt beschlossen hat, sie nach Polen umzusiedeln. Da sie keinen Grund dafür erkennen können, gehen sie von nichts Schlimmem aus. Die subtilen Anzeichen des Gegenteils und wie jeder damit umgeht, ist wunderbar skizziert. Man kann sich das Ganze auch gut als Theaterstück vorstellen. Selbst wenn man nichts über den Holocaust wüßte, wäre dieses Buch aufgrund des feinen, subtilen, aber doch prägnanten Schreibstils ein kleines Meisterstück (sogar als intelligente Horrorgeschichte). Im Hinblick auf die Geschichte ist die Schilderung natürlich umso erschreckender, denn erst ganz am Ende wird alles deutlich.

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