Aharon Appelfeld Ein Mädchen nicht von dieser Welt

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Inhaltsangabe zu „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“ von Aharon Appelfeld

'Ein Mädchen nicht von dieser Welt' ist ein außergewöhnlicher Roman über Vertrauen, Mut und Freundschaft des vielfach ausgezeichneten Autors Aharon Appelfeld. Adam und Thomas sind überrascht, als sie sich zufällig im Wald begegnen. Ihre Mütter haben die Jungen dort versteckt, weil es im Ghetto zu gefährlich wurde. Nun müssen die beiden Neunjährigen in der Natur zurechtkommen: Sie lernen die Tiere des Waldes kennen, bauen sich ein Schutznest hoch im Baum, sammeln wilde Früchte. Doch die Schrecken von Krieg und Verfolgung sind nie weit entfernt: Nachts hören sie Schüsse, einmal stoßen sie auf einen Verwundeten. Der belesene Thomas und der tatkräftige, traditionell erzogene Adam müssen lernen, dass sie nur gemeinsam überleben können – im Glauben an ihre Freundschaft, an den Zauber der Natur und die Imagination. Die einzige Hilfe von außen ist die kleine Magd Mina, die die Jungen heimlich versorgt – eine Heilige der Tat. Doch während die rettende Rote Armee näher rückt, werden die Nächte im Wald kälter, und auch Mina gerät in Gefahr. Aharon Appelfeld überlebte den Zweiten Weltkrieg selbst als Kind in den ukrainischen Wäldern. In diesem außergewöhnlichen Buch kehrt der große Autor noch einmal dorthin zurück – und erzählt mit elementarer, kindlicher Schlichtheit von Glaube und Hoffnung, von Natur, Grausamkeit und Liebe. Ein wunderbares, tröstendes Märchen aus dem finstersten aller Täler.

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  • Rezension | Aharon Appelfeld | Ein Mädchen nicht von dieser Welt

    Ein Mädchen nicht von dieser Welt

    neahsbuecherstube

    26. March 2017 um 16:26

    Adam und Thomas sind zwei neunjährige, jüdische Jungen. Sie kennen sich aus der Schule und leben beide im gleichen Ghetto. Zu Beginn der Geschichte erleben wir, wie Adams Mutter Adam in den Wald bringt. Sie sagt ihm, er solle vorsichtig sein und sich verstecken; am Abend käme sie ihn wieder holen. Doch die Stunden vergehen und Adams Mutter kehrt nicht mehr zurück.Im Wald begegnet er auf einmal Thomas, einem Schulkameraden. Die beiden freunden sich sehr schnell an. Thomas kann lesen, schreiben und rechnen, weiß vieles und stellt viele Fragen. Adam ist das genaue Gegenteil. Er kann nicht mehr zur Schule gehen und kann demnach auch nicht so gut lesen und schreiben. Dafür erklärt er Thomas viele Dinge, damit sie im Wald überleben können. Adam sieht das Gute in den Dingen und jedes Geschehnis hat für ihn eine Bedeutung. Er ist sehr offenherzig und mutig. Thomas ist dagegen eher ängstlich. Doch mit der Zeit verändert sich Thomas.Während der Geschichte werden beide Jungen selbstbewusster, denn sie haben im Wald einiges erlebt. Obwohl sie erst neun Jahre alt sind, verhalten sie sich sehr reif und helfen einander. Im Wald bekommen sie auch Hilfe von anderen Personen. Eine ganz besondere Person ist das ebenfalls neunjährige Mädchen Mina. Sie ging auch in die Schulklasse der beiden und lebt nun auf einem Bauernhof im Wald. Heimlich hilft sie den beiden Jungen und bringt ihnen essen. Doch dies ist sehr gefährlich für sie und bald braucht sie die Hilfe der beiden Jungen.Die Idee hinter der Geschichte hat mir gefallen. Mich interessiert Literatur, die zurzeit des Weltkrieges spielt, da ich die Ausmaße dieses Krieges nicht begreifen kann und dies durch die Bücher versuche. Dieses Buch schildert eine Geschichte, in der es zwar auch um den Krieg geht, aber vor allem handelt es von der Bereitschaft zu Leben und sich nicht unterkriegen zu lassen. Der Schreibstil des Autors hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Geschichte liest sich flüssig und wird am Ende auch spannend.Ich kann euch dieses Buch wirklich sehr empfehlen, da es die Gefühle und Erlebnisse von zwei neunjährigen Kindern während des Krieges erzählt.

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  • Bewegend.

    Ein Mädchen nicht von dieser Welt

    Seelensplitter

    10. August 2016 um 10:02

    Meine Meinung zum Buch:Ein Mädchen nicht von dieser WeltAufmerksamkeit und Erwartung:Diesen Punkt gibt es wie immer auf meinem Blog zu entdecken ;)Inhalt in meinen Worten:Zwei Jungs werden von ihren Müttern im Wald ausgesetzt um irgendwie die Jungs zu retten. Leicht fällt es den Müttern nicht, doch was sollen sie tun? In einer Zeit, wo Juden keine Rechte haben.Im Wald finden sich diese beiden Kinder, die ehemals in der selben Klasse in der Schule waren, und sind sich gute Unterstützer, der eine durch seinen Mut und seine Sportlichkeit, der andere trumpft durch Wissen.Diese Mischung wird den Beiden ein wertvoller Begleiter.Werden sie ihre Mütter wieder sehen, und was hat es mit Mina auf sich? Dies soll euch das Buch selbst beantworten.Wie fand ich das Buch:Es ist sanft, obwohl es eine schwere Thematik verbirgt, und wenn diese Geschichte wirklich so ereignete, finde ich das richtig gut. Selbst wenn der Autor nur Fantasy mit Lebensgeschichte vermengt hat, so wirkt das Buch auf mich positiv.Schreibstil:Ist sehr einfach gehalten, dabei aber in einer so schönen Sanftheit, und die wirkliche Gewalt muss man hinter den Zeilen finden, das geschriebene auf sich wirken zu lassen bedeutet, auch tiefer zu blicken, als die Zeilen es einem erlauben.Charaktere:Die zwei Jungs ähneln sich irgendwie, obwohl es laut Klappentext doch etwas anders wirkt, natürlich gibt es Unterschiede, wie die Stärken und Schwächen der Kinder.Mina ist für mich fremd geblieben, dennoch berührte sie mein Herz.Der Hund der im Buch aufkreuzt wirkte irgendwie am Ende etwas blass, und das tat mir leid, trotz allem konnte ich gerade durch die Dialoge die die Jungs führten, so einiges heraus finden.Empfehlung:Ja, denn obwohl es wirklich eine schwere Thematik beherbergt vermittelt das Buch Leichtigkeit ohne den Sinn komplett zu verlieren und bewusst zu machen, welche Entbehrungen man im Krieg hatte.Fazit:Ein wirklich berührendes und zugleich sanftes Buch, dass zum nachdenken anregt und dabei nicht gewaltsam in den Leser dringt, sondern den Leser einlädt tiefer zu blicken.Sterne:Ich gebe dem Buch 4 Sterne.

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  • Ein etwas anderer Roman über die Judenverfolgung

    Ein Mädchen nicht von dieser Welt

    HarIequin

    15. November 2015 um 12:52

    „ 'Adam' sagte die Mutter, 'wir sind angekommen, hab keine Angst. Du kennst unseren Wald und alles, was darin ist, Ich tue, was ich kann, um am Abend wieder bei dir zu sein.' “ (S. 7) Mit diesen Worten lässt Adams Mutter ihren Sohn alleine im Wald zurück, um noch die Großeltern zu verstecken. Kurz darauf trifft er dort auf seinen Klassenkameraden Thomas, der ebenfalls im Wald alleine gelassen wurde, um der Deportation zu entkommen. Die Mütter kehren nicht wie vereinbart am Abend zurück und die beiden Jungen sind auf sich alleine gestellt. Lediglich sie selbst, die Natur und die Güte fremder Menschen können ihnen noch helfen. Nachdem Aharon Appelfeld mich letztes Jahr mit „Auf der Lichtung“ begeistern konnte, kam ich dieses Jahr nicht umhin, seinen neuen Roman zu lesen. „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“ bedient sich wieder der selben Theatik, der Judenverfolgung während des zweiten Weltkriegs. Die Idee, sich einfach im Wald zu verstecken klingt zuerst vielleicht etwas simpel und weit hergeholt, aber andererseits hat Appelfeld ähnliches erlebt – wer könnte also besser darüber schreiben? Überraschenderweise fokussiert er sich aber nicht auf die Gräueltaten während dieser schweren Zeit oder auf schlechten Lebensbedingungen,sondern rückt hauptsächlich die Humanität ins Licht, die bei einigen Menschen in dieser dunklen Zeit entsprungen ist. Adam und Thomas kommen relativ gut zurecht im Wald, bekommen Hilfe von anderen Menschen und helfen ihrerseits auch Fremden. Manchmal mutet es - trotz trauriger Momente - schon fast zu idyllisch an, aber ich möchte nicht kritisieren, wie der Autor diese Situation selbst wahrgenommen hat, bzw. sie beschreiben möchte. Außerdem ist es sehr erfrischend, mal eine andere Sichtweise zu diesem Thema zu lesen, als die stets bedrückende – wenn sie auch gerechtfertigt sein mag, ist literarische Abwechslung doch immer wieder angenehm. Zumindest für mich. Es geht in diesem Roman um den Glauben an Gott, die Hoffnung auf das Kriegsende und den Wert der Natur. All das ist sprachlich sehr an seine beiden Protagonisten angepasst. Kindlich, ungekünstelt und trotzdem irgendwie märchenhaft, lässt es sich wirklich schnell durchlesen. Das ist auch das einzige Manko für mich, denn in der kurzen Zeit entwickelte sich für mich keine echte Verbundenheit zu den Charakteren, wie es der Fall in „Auf der Lichtung“ war. Es endet zudem für mein Gefühl viel zu schnell und abrupt. Trotzdem ein sehr lesenswerter Roman, wenn man sich auf die Leichtigkeit einlassen kann. Für Leser, die nach der üblichen Bedrücktheit zum Thema Krieg suchen, ist es wohl eher nichts.

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