Ahima Beerlage

 4 Sterne bei 3 Bewertungen
Ahima Beerlage

Lebenslauf von Ahima Beerlage

Geboren in Gelsenkirchen als dritte Tochter. Nach dem Abitur nach Marburg/Lahn. Studium der Neuen deutschen Literatur/Linguistik, Politik, Soziologie und Kunstgeschichte. Magistra-Abschluss. Umzug nach Berlin. Politisches Engagement in der autonomen Frauen- und Lesbenszene. Arbeit beim linksalternativen Radio 100, Eldoradio, in der Multimedia-Galerie PELZE. Mit-Organisatorin der ersten QUEER-Parties im Berliner SO36. Arbeit in einer Multimedia-Agentur als Content-Managerin, später als Storylinerin bei TV-Serien. Krankheitsbedingt in Frührente.

Alle Bücher von Ahima Beerlage

Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte

Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte

 (2)
Erschienen am 17.05.2018
Sterne im Bauch

Sterne im Bauch

 (2)
Erschienen am 01.09.1998

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Neue Rezensionen zu Ahima Beerlage

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Rezension zu "Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte" von Ahima Beerlage

Sehr persönlicher und trockenhumoriger Einblick in Ahima Beerlages Leben
haensbaensvor 3 Monaten

Vollständige Rezension: queerbuch.wordpress.com

Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte hat in mir die verschiedensten Gefühle ausgelöst. Die Autorin ist aus demselben Jahrgang wie meine Mutter. Ich bin also in einer völlig anderen Zeit aufgewachsen als sie und habe trotzdem einen Bezug dazu. Vieles war damals anders – queere Menschen hatten weniger Rechte, bis 1994 stand Homosexualität bei Männern sogar noch unter Strafe. Sie waren weniger sichtbar als heute. Ich mag Biografien, weil ich so einen ungefilterten Einblick in die persönlichen Erlebnisse von Personen erhalte, die in einer Zeit lebten, die ich selbst nicht kenne.

Diese Biografie ist nicht nur ungeheuer informativ und regt zum Nachdenken an, die Autorin hat auch einen (für mich sehr lustigen) trockenen Humor. Sie erzählt ganz sachlich und ohne Selbstmitleid, wie ihr Leben als lesbisch-feministische Frau ausgesehen hat, und später, auf Grund mehrerer Bandscheibenvorfälle, aus der Sicht einer Behinderten. Durch diese trockenhumorige Art hat sie mich nicht selten sehr berührt. Die beste Stelle war für mich die, in der sie beschreibt, wie sie ihre Frau kennengelernt hat; sie strotzt vor Ironie und zeigt gleichzeitig, dass es wohl wirklich für jeden Topf einen passenden Deckel gibt.

Heute sprechen wir meist von queeren Menschen. Labels werden immer unwichtiger, es heißt weniger »Lesben oder Schwule«, wir sind alle eine große queere Community, in der sich niemand festlegen muss. So der Plan, bzw. so die Tendenz, die ich wahrnehme. Dass das heute so ist, kommt allerdings nicht von irgendwoher. Jemand musste sich für uns einsetzen und stark machen, damit wir heute so frei leben können, wie das die meisten von uns tun.

Wenn ich auch manchmal darüber gestolpert bin, dass die Autorin von ihrer lesbischen Identität schreibt, so kann ich das inzwischen besser nachvollziehen. Für mich bildet dieser Teil von mir nicht meine Identität, sondern eben nur ein kleines Puzzlestück meiner Identität. Wenn man hinsichtlich dieses Puzzlestücks aber nur auf taube Ohren stößt und zurückgestoßen wird, so kann dieses Teilchen einen deutlich größeren Raum einnehmen, als es anfangs war oder als es sein könnte. Was ich damit sagen möchte: Mit diesem Buch verstehe ich mehr und mehr, woher die frühere Abspaltung und visuelle Hervorhebung von lesbischen, feministischen Frauen und Aktivistinnen rührt. Sie setzten sich für Sicherheit und gleiche Rechte ein, damit wir heute so frei leben können, wie wir es tun und uns die »Arroganz« herausnehmen können zu sagen, wir seien doch alle gleich und müssten uns nicht mehr abheben (auch wenn der Weg dahin immer noch nicht ganz gegangen ist). Durch die vielen ehrenamtlichen Stunden bekommen viele dieser Frauen heute sehr wenig Rente. Mir stellte sich die Frage, warum so viele Frauen so viel auf sich genommen haben. Ahima Beerlage beantwortet das in einem Satz: Sie hatte keine Wahl. Sie konnte nicht anders, als für Frauen und andere Minderheiten einzustehen.

Fazit

Lasst uns nicht vergessen, wie wir an den Punkt kamen, wo wir heute stehen. Ahima Beerlage schreibt trockenhumorig über ihre Erlebnisse als lesbisch-feministische Aktivistin, als Veranstalterin der ersten gemeinsam-queeren Partys. Ich finde, diese Biografie gibt einen sehr persönlichen Einblick in das Leben der Autorin und die LGBT+-Bewegung der letzten vier Jahrzehnte, in denen sich wahnsinnig viel getan hat. Es ist ein Aufruf an uns alle, egal welcher Sexualität oder Generation, wieder mehr ins Gespräch zu kommen und weiter zu bleiben.

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M

Rezension zu "Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte" von Ahima Beerlage

Sehr berührende, sehr ehrliche biografische Spurensuche!
Marazulvor 6 Monaten

Ahima Beerlage ist in ihrem Buch der lesbischen Fährte ihres Lebens gefolgt, da diese, wie sie schreibt, ihre Sprache, ihr Wesen, Denken und Fühlen geprägt und ihr die Kraft für politischen Widerstand gegeben hat. Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte ist ein wunderbarer Titel für diese autobiografische Spurensuche, denn es ist letztlich eine Liebesgeschichte zu ihrer eigenen Identität, ihrem Lesbischsein, mit all den vielen Licht-, aber auch Schattenseiten, die sie auf 150 Seiten entfaltet. In radikaler Ehrlichkeit und frisch von der Leber weg nimmt sie die LeserIn mit in ihre Lebens- und Gedankenwelten, erinnert an Zeiten des feministisch-lesbischen Kampfes, in denen frau sich in vorrevolutionären Epochen wähnte, Zeiten von Hausbesetzungen, wilden Partys und Kunstperformances und schlägt den Bogen bis heute zu Auseinandersetzungen innerhalb der queeren Szene ... Entstanden ist das Zeugnis eines intensiv gelebten, prallen Lebens, in großer Offenheit erzählt, das uns die großen Freuden, Leidenschaften, Möglichkeiten und Visionen eines lesbischen Lebens hier und heute zeigt, aber auch die schmerzvollen Seiten nicht ausspart. Ältere Leserinnen werden sich vielleicht in der Lektüre wiederfinden, jüngere könnten Einblicke in bis dahin fremde Lebenswelten gewinnen :-)

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Gespräche aus der Community

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A
Das Buch wird als Ebook zur Verfügung gestellt.
K
Letzter Beitrag von  Kiki77vor einem Monat
HALLO? Gibt es hier Hoffnung?
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Zusätzliche Informationen

Ahima Beerlage wurde am 16. Dezember 1960 in Gelsenkirchen-Buer (Deutschland) geboren.

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