Ahmet Ümit Die Gärten von Istanbul

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Inhaltsangabe zu „Die Gärten von Istanbul“ von Ahmet Ümit

Istanbul, die unbezähmbare Stadt zwischen zwei Kontinenten. Ein magischer Ort, wo Geschichte geschrieben wurde und sich noch heute unzählige Geschichten ineinander verweben. Kaum einer kennt ihn so gut wie Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats. Und kaum einer leidet an ihm wie er, dessen Frau und Tochter dort Opfer eines Verbrechens wurden. Und doch wird er hinzugezogen, als an der Atatürk-Statue eine Leiche gefunden wird. Das Opfer, Professor für Kunstgeschichte, war anerkannt in Istanbuls intellektuellen Kreisen. Ebenso wie seine Exfrau Leyla, Museumsdirektorin im legendären Topkapı Palast. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden. Wieder an einem von Istanbuls Wahrzeichen. Und die Serie reißt nicht ab. Sieben Leichen an sieben historischen Stätten – und nur ein einziger Faden scheint die Fälle miteinander zu verbinden: die jahrtausendealte Geschichte einer der geheimnisvollsten und faszinierendsten Städte der Welt ...

Viele schöne Infos zu Istanbul und seine Geschichte, der Kriminalfall war mir etwas zu sperrig.

— leserattebremen
leserattebremen

Sehr langwierig

— karin66
karin66

Türkischer Krimi

— gudrunf
gudrunf

Bisweilen sehr weitschweifig, aber farbenprächtig erzählt. Sympathische Figuren und ein sehr überraschendes Ende.

— rumble-bee
rumble-bee

Krimi, Geschichtsstunde und jede Menge gute Unterhaltung

— Lesewunder
Lesewunder

Ein guter Krimi, ein großes Drama. Lesenswert!

— Baerbel82
Baerbel82

Konnte mich als Kriminalroman leider nicht überzeugen

— mesu
mesu

Klasse Krimi in einer spannenden Stadt

— QPetz
QPetz

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  • Leider etwas zähe Handlung

    Die Gärten von Istanbul
    leserattebremen

    leserattebremen

    21. September 2017 um 11:40

    Hauptkommissar Nevzat ermittelt in einem außergewöhnlichen Fall, der ihn und seine Kollegen Ali und Zeynep auf die Spuren der Geschichte Istanbuls bringt. Eine Leiche wird zu Füßen einer Statur Kemal Atatürks gefunden, die Kehle ist aufgeschlitzt und in den Händen finden die Ermittler eine Münze, die auf Byzanzion, das ursprüngliche Istanbul verweist. Das Opfer ist Professor für Kunstgeschichte, auch seine Ex-Frau und weitere Bekannte beschäftigen sich aktiv mit der Geschichte Istanbuls. Nevzat muss herausfinden, was die Täter ihm mit diesen Informationen sagen wollen, und das am besten schnell, denn der Täter mordet weiter. Ahmet Ümit beschreibt in seinem Krimi „Die Gärten von Istanbul“ auf wunderbare Weise die Geschichte der Stadt, die historischen Zusammenhänge der Bauwerke und die Veränderungen, denen sie im Laufe der Jahrhunderte unterlag. Dieser Teil des Romans war sehr spannend und hat mir ausgesprochen gut gefallen. Im Gegensatz zur eigentlichen Kriminalhandlung, denn diese zog sich unglaublich lange hin, ohne dass wirklich etwas passiert. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass die Ermittler die ersten 600 Seiten gar nicht weiterkommen und auf den letzten 100 Seiten muss dann alles passieren, Ermittlungsergebnisse und völlig überraschende Wendung inklusive. Hinzu kommt, dass ich die Arbeitsmethoden der Ermittler eher unglaubwürdig fand. Da wird über Tatorte getrampelt, Fundstücke einfach in die Hand genommen und Kommissar Ali brüllt einfach alle Verdächtigen in Grund und Boden, ein Wunder, dass er sie nicht gleich verprügelt. Für mich fügte sich die Kriminalhandlung einfach nicht in den Rahmen der historischen Elemente ein, der Plot war zäh und ohne Entwicklungen, die einen als Leser wirklich mitgerissen hätten. Auch die Beschreibungen von Nevzats Privatleben waren mir zu kühl und abgehackt und fügten sich lange nicht in das Gesamtbild des Krimis ein. Ich war von Ahmet Ümits Krimi „Die Gärten von Istanbul“ leider enttäuscht. Drei Sterne gibt es dennoch, da ich die historischen Beschreibungen und Erklärungen sehr gut recherchiert und für den Leser toll aufbereitet fand. 

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  • Ein gut recherchierter, lesenswerter Kriminalroman nach meinem Geschmack!

    Die Gärten von Istanbul
    Ruf_der_Buecher

    Ruf_der_Buecher

    21. September 2017 um 00:43

    Klappentext:Istanbul, die unbezähmbare Stadt zwischen zwei Kontinenten. Ein magischer Ort, wo Geschichte geschrieben wurde und sich noch heute unzählige Geschichten ineinander verweben. Kaum einer kennt ihn so gut wie Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats. Und kaum einer leidet an ihm wie er, dessen Frau und Tochter dort Opfer eines Verbrechens wurden. Und doch wird er hinzugezogen, als an der Atatürk-Statue eine Leiche gefunden wird. Das Opfer, Professor für Kunstgeschichte, war anerkannt in Istanbuls intellektuellen Kreisen. Ebenso wie seine Exfrau Leyla, Museumsdirektorin im legendären Topkap1 Palast. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden. Wieder an einem von Istanbuls Wahrzeichen. Und die Serie reißt nicht ab. Sieben Leichen an sieben historischen Stätten und nur ein einziger Faden scheint die Fälle miteinander zu verbinden: die jahrtausendealte Geschichte einer der geheimnisvollsten und faszinierendsten Städte der Welt …Nach diesem Klappentext war ich - als totaler Dan Brown-Fan - sehr neugierig auf das Buch und war gespannt darauf, ob Ahmet Ümit mich genauso mitreißen würde. Im Großen und Ganzen kann ich sagen: Ja, konnte er!Wir begleiten den Protagonisten Hauptkommissar Nevzat auf der Suche nach den Mördern der sieben Leichen. Nevzat war mir direkt sympathisch. Als Leser bekommt man einen genauen Einblick in seine Vorlieben, Hobbys und vor allem in seine , nicht ganz einfache, Vergangenheit. Auch die anderen Charaktere wurden sehr gut dargestellt und herausgearbeitet: Die beiden Kommissare, die für Nevzat arbeiten, sind sehr individuell und nicht immer ganz einfach und doch habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Der Schreibstil gefällt mir ebenfalls sehr gut, da sich das Buch flüssig und angenehm lesen ließ. So hatte ich das seitenstarke Buch relativ schnell durch. Anfangs haben mich die langen Überschriften noch genervt, aber irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt, wobei mir kurze, prägnante Schlüsselwörter als Kapitelüberschriften generell besser gefallen und oft meine Neugierde mehr wecken können. Besonders gut hingegen haben mir die Einleitungen über den jeweiligen Kaiser vor jedem Mord gefallen und konnten mein geschichtliches Interesse wecken, sodass ich oft etwas genauer recherchiert habe. Generell ist dieses Buch wahnsinnig gut recherchiert und ich habe unglaublich viel Neues über die Geschichte Istanbuls, die Bevölkerung, Speisen, Kaiser und vor allem Gebäude gelernt. Falls ich mal nach Istanbul reisen sollte, würde ich die sieben genannten Orte also auf jeden Fall besuchen.Kritik: Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen und fand es sehr schön, dass wir so viel über die Charaktere erfahren haben, aber zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass die Morde, also das eigentliche Hauptthema, untergehen. Der erste Mord war noch etwas Besonderes und dann kam es mir so vor, als ob man sich damit abgefunden hätte, dass der nächste Mord eh kommt und nur drauf wartet und dann, joa, dann war halt eine weitere Leiche da. Das hat leider auch teilweise die Spannung abgemildert. Die Ausführung der Morde ist ja sehr speziell und das hätte meiner Meinung nach spektakulärer dargestellt werden können. Interessiert hätte mich auch, wie die Bevölkerung die Morde aufgenommen hat und wie die Medien damit umgegangen sind. Schwer zu sagen, was gefehlt hat, aber das gewisse Etwas, was die Spannung kontinuierlich aufrecht erhält, hat mir einfach manchmal gefehlt.Absolut grandios fand ich wiederum das Ende! Die letzten 50 Seiten habe ich verschlungen und hätte am liebsten Passagen übersprungen, um zu wissen wie es ausgeht. Damit hätte ich niemals gerechnet, nie im Leben wäre ich auf diese Auflösung gekommen, das Ende hat mich einfach total überrascht und das ist es, was ein gutes Buch für mich ausmacht: Es muss mich umhauen und es schaffen mich auf einen Holzweg zu führen, ohne, dass ich es merke.Insgesamt gebe ich dem Buch gute 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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  • Istanbul, die geheimnisvolle Stadt

    Die Gärten von Istanbul
    Trikerin

    Trikerin

    20. September 2017 um 00:10

    Von trikerinCover: Wunderschön gestaltet mit den historischen Booten im Vordergrund. Zum Inhalt: Istanbul-Ein Ort voll Magie und Mystik.Eine geschichtsträchtige Stadt. Hauptkommissar Nevzat hat hier seine Heimat und seine Vergangenheit. Seine Frau und seine Tochter wurden Opfer eines Verbrechens. Er hat schwer daran zu knabbern. Dann geschehen 7 Morde an sieben bedeutungsvollen und bekannten Orten. Wieso werden die Leichen an diesen besonderen Orten abgelegt? Jede Leiche zeigt in eine bestimmte Richtung und hat eine alte Münze in der Hand. Hauptkommissar Nevzat und seine 2 Kommissare Ali und Zeynep beginnen mit den Ermittlungen. Mein Eindruck: Das Buch wurde in der Ich Form aus der Sicht des Hauptkommissars Nevzat geschrieben.Es ist sehr detailreich beschrieben.Der Leser erfährt sehr viel über die Geschichte Istanbuls. Auch die Privatseite der Kommissare wird beschrieben.Das habe ich sehr gut empfunden. Meiner Meinung nach ist der Krimi in dieser Geschichte zu kurz gekommen.Es ist manchmal ein wenig langatmig. Und es fehlt an Spannung. Daher 4 Punkte. Vielen Dank für das Leseexemplar 

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  • Die Gärten von Istanbul

    Die Gärten von Istanbul
    karin66

    karin66

    19. September 2017 um 17:57

    Ich bin durch das wunderschöne Cover und den Titel auf das Buch aufmerksam geworden, lässt es doch auf einen spannenden Krimi hoffen. Dies war mein erstes Buch von dem Autor. Der Schreibstil ist sehr malerisch zu Beginn auch sehr spannend. Leider fällt die Spannung im weiteren Verlauf des Buches ab. Die eigentliche Handlung, die Morde gelangen in den Hintergrund. Das Werk erhält sehr viele Informationen zur Geschichte und den baulichen Werken Istanbuls. Mir war das etwas zu viel und ich musste mich schon durch das Buch durch quälen. Zur Handlung, in Istanbul werden mehrere Menschen ermordet und dann an bedeutenden Stätten abgelegt, in der Hand halten sie eine antiquarische Münze und ihre Hände zeigen in eine bestimmte Richtung, die auf den nächsten Mord hinweisen. Die Idee der Handlung fand ich sehr interessant, doch leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, es ist deutlich zu wenig Spannung vorhanden, und auf der anderen Seite sehr viel geschichtliches Wissen und architektonische Werke mit eingebunden. Bestimmt packt das Buch Menschen, die in dieser Hinsicht zu begeistern sind. Meines war es definitiv nicht. andlung, in Istanbul, werdeH  

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  • Krimi mit Schauplatz in Istanbul

    Die Gärten von Istanbul
    gudrunf

    gudrunf

    19. September 2017 um 17:41

              Das schöne Cover des Krimis ist mir gleich ins Auge gefallen. An der Atatürk-Statue in Istanbul wird ein ermordeter Professor der Kunstgeschichte gefunden. Kommissar Nevzat ermittelt mit seinen Kollegen Ali und Zeynep an diesem historischen Ort. In der Hand des Toten wird eine alte Münze gefunden, auf der der erste Name Istanbuls, also Byzantion steht. Das Ermittlerteam beginnt mit seinen Befragungen und trifft auf die Exfrau des Ermordeten, die gar nicht gut auf ihn zu sprechen war. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden, die auch an einem historischen Ort und mit einer Münze in der Hand abgelegt wurde. Kommissar Nevzat vermutet, dass es sich nicht um die letzte Leiche handelt und behält damit recht.Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man fühlt sich ihnen gleich nahe. Die Geschichte Istanbuls kommt in dem Krimi auch nicht zu kurz und bereichert das Buch damit sehr. Dem Autor ist es gelungen Krimi und die Geschichte Istanbuls sehr gut miteinander zu verbinden.         

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  • Orientalisches Märchen mit Todesfolge

    Die Gärten von Istanbul
    rumble-bee

    rumble-bee

    19. September 2017 um 11:56

    Zuallererst möchte ich mich bei einer anderen Nutzerin, arabella, bedanken, die den Titel für diese Rezension geprägt und mir freundlicherweise überlassen hat. Diese Worte treffen es für mich perfekt: das Buch hat auf mich eher wie ein Märchen gewirkt, orientalisch -weitschweifig und geruhsam erzählt; weniger wie ein Krimi. Was ich durchaus nicht abwertend meine. Das Buch hatte für mich viel Atmosphäre, und hat mich auf eine geschichtsträchtige Reise mitgenommen. Es hatte sympathische Figuren, die mir die Identifikation mit dem Geschehen erleichtert haben. Mein Punktabzug hängt nur mit dem letzten Drittel des Buches und dem Ende zusammen – doch dazu gleich mehr. Erst einmal zu Kommissar Nevzat. Er ist ein sehr gemütlicher und auf Harmonie bedachter Mensch. Wenn seine Teammitglieder Ali und Zeynep sich streiten, ist er auf Ausgleich und Vermittlung bedacht. Er betrachtet sie wie seine Kinder – da fallen Begriffe wie „unser Hitzkopf“ oder „unsere Fleißige“. Außerdem beobachtet er augenzwinkernd, wie sich offenbar eine zarte Romanze zwischen den beiden entspinnt. Diese Stellen habe ich sehr genossen! Nur wenn es wirklich nötig ist, kann Kommissar Nevzat durchgreifen. Ansonsten ist er allen Verdächtigen und Vorgesetzten gegenüber meist ausgesprochen höflich, trifft sich zum Tee und zum Essen. Auch seine beiden alten Freunde Demir und Yekta behandelt er gut. Erstaunlich finde ich,  dass er ausgerechnet eine griechische Freundin hat -da ja die Feindschaft zwischen Türken und Griechen legendär ist. Hier hätte ich sogar gerne ein wenig mehr gelesen. Sehr gefallen hat mir die Rolle des Assistenten, Kommissar Ali. Er ist tatsächlich ein Hitzkopf und Heißsporn ,  und vertritt meiner Ansicht nach den Leser im Buch. Sobald sich ein neues Verdachtsmoment ergibt, stürzt sich Ali mitten hinein. Alle -gefühlten – 10 Seiten ist er überzeugt, den Täter zu kennen,  und wendet die Argumente  (stellvertretend für den Leser ) hin und her,  wird aber leider meist von seinem Chef Nevzat zurückgepfiffen. Das fand ich sehr unterhaltsam! Kommissarin Zeynep wirkt dagegen meist hinter den Kulissen. Ermittlungstechnisch leistet sie die meiste Arbeit, wühlt in Archiven,  durchforstet Datenbanken. Sie ist generell eher besonnen, ein gutes Gegengewicht zu Ali. Das Ermittlerteam wurde vom Autor wirklich mit Feingefühl zusammengestellt. Der Fall an sich ist für hiesige Maßstäbe eher ungewöhnlich erzählt. Der „kriminelle“  Aspekt tritt nämlich im Laufe des Buches immer mehr in den Hintergrund. Alle 7 Opfer werden an historischen Stätten abgelegt -das Buch ist auch genau in 7 Abschnittes unterteilt. In jedem Abschnitt wird -recht geschickt in die Handlung eingeflochten – reichlich über den jeweiligen Herrscher doziert, der das Bauwerk errichten ließ. Museumsangestellte, Anwälte, Bauunternehmer  - alle erzählen sie aus ihrer Sicht von Istanbul /Konstantinopel / Byzanz.  Das ist insofern gerechtfertigt, als eben auch das Mordmotiv lange in diesem Umfeld  (Geschichte und Stadtplanung ) vermutet wird. Kommen wir nun zu meiner Kritik. Nur ganz am Ende, etwa im letzten Drittel des Buches, verselbständigt sich diese Erzähltechnik etwas, wird zu breit. Das Ende kommt auf 50 Seiten einfach zu plötzlich. Es hatte so gar nicht mit dem bisherigen Geschehen zu tun, und war weder für den Leser noch für den Kommissar absehbar. Es ist ein wenig schwer nachvollziehbar, warum ein erfahrener Ermittler 700 Seiten brauchen soll, um herauszufinden, dass das Motiv wesentlich persönlicher war als gedacht. Andererseits trägt das Ende  zum „märchenhaften“ Aspekt bei,  da es eine persönliche Tragödie enthält. Im letzten Abschnitt, dem Nachwort, musste ich tatsächlich schlucken  …Insgesamt kann ich das Buch als gelungenen Roman bezeichnen, der eher zufällig auch Krimi ist. Auf der emotionalen Ebene fand ich die Lektüre sehr befriedigend  - auf der kriminalistischen etwas weniger. 

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  • Reise durch Istanbul

    Die Gärten von Istanbul
    SiWel

    SiWel

    19. September 2017 um 11:06

    Ich liebe die orientalischen Länder und anhand des Klappentextes hat mir das Buch von Ahmet Ümit sehr zugesagt. Besonders weil er auch als einer der Wegbereiter des Kriminalromans in der Türkei geschildert wird.Leider hat das Buch nicht das gehalten was ich davon erwartet habe.Das Ermittlerteam, von den Charakteren her etwas unspektakulär, aber durchaus liebenswert. Nevzat, der Hauptkommissar erzählt in der Ichform und das ganze  ziemlich ruhig und dahinplätschernd.Man lernt den Protagonisten auf jeden Fall genauestens kennen.Etwas weniger von der Person davon was mehr Spannung wäre mir doch lieber gewesen.Die sieben Morde geschehen eigentlich fast nebenbei, denn der geschichtliche Hintergrund wird deutlich mehr beachtet.Teilweise habe ich das Gefühl gehabt ein Geschichtsbuch in der Hand zu halten.Istanbul selbst wird mit schönen fast bebilderten Worten geschildert und macht Lust darauf sich sofort aufzumachen und die Stätten der sieben Morde zu besuchen.Die Idee an sich ist nicht schlecht, hätte für mich nur anders umgesetzt werden müssen. Wer eine Reise durch Istanbul machen möchte ist hier gut beraten - als Krimi finde ich es langweilig.

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  • Morde an historischen Schauplätzen

    Die Gärten von Istanbul
    Lesewunder

    Lesewunder

    17. September 2017 um 17:58

    Der Istanbuler Kriminalbeamte Nevzat wird zusammen mit seinen Kollegen Zeynep und Ali zu einem Mordschauplatz gerufen. Das Opfer, Professor für Kunstgeschichte, liegt vor dem Atatürk-Denkmal, in seiner Hand eine antike byzantinische Münze. Nevzat steht vor einem Rätsel. War das Opfer im illegalen Kunsthandel tätig ? Doch es tauchen kurz hintereinander weitere Leichen an historischen Stätten auf, jeweils mit einer Münze aus historisch bedeutsamer Zeit in der Hand. Zwei Theorien scheinen ein Motiv für die Morde zu erklären. Alle Opfer hatten mit der Bebauung Istanbuls zu tun. Dabei wurden und werden historische Denkmäler zerstört. Ein Verein versucht, dies zu verhindern und prangert die Verantwortlichen an. Kommt der Mörder aus diesen Reihen ? Oder hat der Bauunternehmer unliebsame Mitwisser seiner Machenschaften beseitigt und versucht es, seinen Gegnern in die Schuhe zu schieben ? Denkbar wäre auch, dass die Täter aus religiösen Kreisen kommen. Als Nevzat die Zusammenhänge erkennt, gerät seine Welt aus den Fugen. Ich gebe zu, ich habe mich in dieses Buch verliebt. Es ist ein spannender Krimi. Man fiebert mit den Ermittlern mit, auch wenn manche Ermittlungsmethoden in unseren Augen ungewöhnlich sind. Man hat Teil an den Überlegungen, entwickelt Theorien und verwirft sie wieder. Aber dieses Buch ist mehr als ein Krimi. Es nimmt einem mit auf eine Reise durch die Geschichte Istanbuls. Ich habe ganz nebenbei viel Hintergrundwissen zu wichtigen historischen Istanbuler Bauwerken bekommen, ohne dass es langweilig war oder aufgesetzt wirkte. Und nicht zuletzt erfährt man etwas über die türkische Seele, wenn sich Nevzat mit seinen beiden Freunden trifft. Man isst, singt, rezitiert Gedichte und hängt seinen Erinnerungen nach. Das Zusammenspiel der verschiedenen Aspekte ergibt ein harmonisches Ganzes, das spannend ist und in der Seele berührt.

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  • Sieben Leichen. Sieben historische Stätten. Siebenhundert Seiten.

    Die Gärten von Istanbul
    Baerbel82

    Baerbel82

    17. September 2017 um 16:41

    Byzantion war der erste Name Istanbuls. Eine Stadt, in der Geschichte geschrieben wurde, die dem Römischen, dem Byzantinischen und dem Osmanischen Reich als Hauptstadt diente. Kaum einer kennt sie so gut wie Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats. Das erste Opfer ist ein Professor für Kunstgeschichte. Weitere Leichen werden aufgefunden. Alle an historischen Stätten mit einer antiken Münze in den Händen. Wo liegt das Motiv? „Die Gärten von Istanbul“ ist nicht einfach nur Krimi, sondern vor allem psychologisches Drama. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Nevzat. Ab und zu werden aber auch Abschnitte in Kursivschrift eingestreut, die über die Geschichte der Stadt berichten. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Nevzat kommt sympathisch rüber. Frau und Tochter wurden ebenfalls Opfer eines Verbrechens. Und so leidet der Leser mit ihm mit. Ahmet Ümit besitzt eine ruhige, unaufgeregte Sprache. Die Spannung ist nicht immer hoch. 200 Seiten weniger hätten dem Buch gut getan. Die Geschichte nimmt viele überraschende, dramatische und auch brutale Wendungen, bis zum tragischen Ende. Fazit: Ein guter Krimi, ein großes Drama. Lesenswert!

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  • Kein spannender Kriminalroman- eher ein Reiseführer in die Vergangenheit

    Die Gärten von Istanbul
    mesu

    mesu

    16. September 2017 um 15:49

    Schade, dieses Buch hat ein so wundervolles Cover, doch der Inhalt kann meiner Meinung nach, da nicht mithalten. Der Autor beschreibt in blumigen, teils sehr poetischen Worten sein geliebtes Istanbul und man erfährt sehr viel über die Geschichte dieser orientalischen Stadt. Aber ein spannender Kriminalroman ist es eher nicht. Zwar gibt es einige Morde die der türkische Kommisar mit seinem Team aufzuklären hat, aber irgendwie fehlt mir hier die Spannung. Die Toten werden immer an historischen Städten gefunden, deren Besonderheiten sehr ausführlich und manchmal auch etwas langatmig beschrieben werden, die Morde geraten dabei fast in den Hintergrund. Es ist eher ein Roman über die Geschichte von Istanbul - die Vergangenheit und Gegenwart dieser orientalischen Stadt am Bosporus. Schade, ich hatte mir mehr davon versprochen

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  • Klasse Krimi in einer spannenden Stadt

    Die Gärten von Istanbul
    QPetz

    QPetz

    15. September 2017 um 22:21

              Klasse Krimi in einer spannenden Stadt.Ich bin nur auf Grund von Cover und Titel auf das Buch aufmerksam geworden - das Cover ist einfach nur wunderschön gestaltet. Als großer Liebhaber dieser Stadt und Krimi Fan war dieses Buch ein MUSS für mich. Die Handlungsorte sind toll gewählt und für Leser, die sich mit dieser Stadt mehr beschäftigt haben, auch ein Begriff. Man erfährt als Leser auch sehr viel über die Geschichte der Stadt - für mich ein besonders interessanter Zusatz zu diesem Krimi.Irgendwie hat mich dieses Buch etwas an Illuminati erinnert.Zu dem Buch: Das Buch hat über 700 Seiten und ist aus der ICH-Perspektive erzählt - manchmal kommt es etwas langatmig rüber.Besonders gewöhnungsbedürftig waren für mich die türkischen Namen - Anfangs sorgten diese für große Verwirrung und Verwechslung bei mir.Würde ich das Buch nur anhand der Krimi Merkmale bewerten, würde ich nur 3-4 Sterne vergeben (wohl eher 3). Ich bewerte dieses Buch aber aus Sicht eines Liebhaber dieser Stadt und Krimifan - und für diese Kombination kann ich 5 Sterne vergeben - ich habe mich wie auf einem Besuch in dieser Stadt gefühlt und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.        

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  • Die Gärten von Istanbul

    Die Gärten von Istanbul
    Pixibuch

    Pixibuch

    14. September 2017 um 12:53

    Ein Krimi, der in Istanbul spielt. Hier werden nacheinander innerhalb von 7 Tagen 7 Menschen ermordet und an hinstorischen Orten niedergelegt mit jeweils einer alten Münze in den Händen. Inspektor Nevzat ist mit seinem Team bei der Aufklärung der Morde befaßt. Die Ermittler tappen im Dunklen, denn die Mörder verhalten sich sehr raffiniert.  In dem Buch wird sehr viel auf die geschichtliche Vergangenheit von Istanbul Bezug genommen, auf die Herrscher, die vielen Sehenswürdigkeiten und die historischen Hintergründe. Man meint zeitweise, einen Reiseführer in Händen zu halten. Anfangs kommt man auch mit den vielen türkischen Namen, die in unseren Ohren fremd klingen, etwas durcheinander. Meiner Meinung nach kommt die Spannung etwas zu kurz. Zwar ist die Gegend sehr eindruckSvoll beschrieben, doch an manchen Stellen wird es etwas langatmig. Für einen Krimi hätte ich mir Pep erwartet. Wer natürlich den Orient liebt, hat in diesem Buch eine wunderbare Beschreibung gefunden.

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  • Es fehlt an Spannung

    Die Gärten von Istanbul
    Aglaya

    Aglaya

    05. September 2017 um 21:05

    In Istanbul werden mehrere Tote aufgefunden. Der Täter hinterlässt bei jedem der Opfer Hinweise auf historische Kaiser oder Regenten der Stadt. Wer steckt hinter den Taten, und was bezweckt er damit? Kommissar Nevzat ermittelt.Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Kommissars Nevzat in der Vergangenheit erzählt. Beim Lesen musste ich mich zunächst daran gewöhnen, dass in der Türkei offenbar alle mit Vornamen anstelle des Familiennamens angesprochen werden. Da ich zudem nur wenig Erfahrung mit türkischen Namen habe, hatte ich öfters Schwierigkeiten, die Personen auseinanderzuhalten, sie mir zu merken und teilweise auch, Frauen von Männern zu unterscheiden.Die Handlung dreht sich nur teilweise um die Kriminalfälle, das Privatleben Nevzats nimmt auch einen grossen Teil ein. So kann der Leser den Protagonisten näher kennenlernen, allerdings hatte ich nach der Lektüre nicht das Gefühl, Nevzat nun besonders gut zu kennen, auch wenn ich immer wusste, was genau in ihm vorging.Die Erzählung ist in mehrere Teile aufgeteilt, wobei zwischen zwei Abschnitten immer ein historischer Einschub kommt, bei dem aus der Sicht einer historischen Person ein für die Stadt Istanbul wichtiges Ereignis geschildert wird. Die Kriminalfälle selber traten vor lauter Privatleben und Geschichtslektionen ziemlich in den Hintergrund, was das Buch für mich zu einem eher zähen Lesestoff werden liess.Zum Miträtseln eignet sich der Krimi leider nicht. Vielleicht könnte jemand mit sehr guten Kenntnissen von Istanbuls Geschichte immerhin die nächsten Tatorte vorausberechnen, aber die Opfer werden grösstenteils mit ihrem Auffinden zum ersten Mal erwähnt, und der Täter ohne wirkliche vorherige Hinweise überraschend aus dem Hut gezaubert.Da die Morde beinahe zur Nebensache wurden und ich nicht wirklich miträtseln konnte, konnte mich "Die Gärten von Istanbul" leider nicht begeistern. Ich fand die Informationen über die Stadt durchaus interessant, aber es fehlte mir an Spannung. Hier hätte ich mir von dem Buch mehr erhofft.Mein FazitEs fehlt an Spannung

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