Aidan Chambers Worte sind nicht meine Sprache

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Inhaltsangabe zu „Worte sind nicht meine Sprache“ von Aidan Chambers

Karl ist verliebt und verzweifelt zugleich: Der 18-Jährige soll eine Reihe von Briefen verfassen, durch die Fiorella, das Mädchen seiner Träume, mehr über ihn und seine Geheimnisse herausfinden will. Doch Karl leidet unter Legasthenie, und so fasst er einen ungewöhnlichen Plan: Er bittet Fiorellas Lieblingsautor um Hilfe, nicht ahnend, dass dies zu einer Kette ungeahnter Verwicklungen führt und fast in einer Katastrophe endet, die das Leben für sie alle von Grund auf verändert.

Eine ebenso sensible wie lebenskluge und berührende Geschichte über die Macht und Ohnmacht der Worte, aber auch über die Bedeutung von Liebe und Verlust. Über die Schwierigkeit, seine wahren Gefühle auszudrücken – und über eine ganz und gar außergewöhnliche Freundschaft.

Eine Geschichte, aus der Jugendliche und Erwachsene viel über sich und über die anderen lernen können.

' Chambers ist so begabt, so aufrichtig in seinem Schreiben. Was dadurch entsteht, ist eine berührende, unerwartete Geschichte darüber, was Erfahrung wirklich bedeutet.' G u a r d i a n

' Ein wahres Kunstwerk, das lohnt mehrmals gelesen zu werden.' B o o k l i s t

Gute Idee, schlechte Umsetzung. Unsympathischer Erzähler, keine tieferen Charakterisierungen der Personen. Nicht mein Fall.

— Grossstadtheldin

Gute Grundidee & teilweise schöne Dialoge, aber auch ein unsympatischer Erzähler & inhaltl. unschlüssige Abschnitte. Leider nichts für mich!

— TinaLiest

Berührend und humorvoll zugleich. Ein empfehlenswertes Jugendbuch!

— Cellissima

Ein leises & sensibles Buch über Karls Leben, das von Zweifel & Scheitern begleitet wird, aber auch von Freundschaft und "Wieder-Aufstehen"!

— elane_eodain

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    Worte sind nicht meine Sprache

    Dubhe

    05. September 2013 um 22:23

    Die Geschichte beginnt damit, dass Karl Williamson vor der Tür eines Schriftstellers steht. Karl ist ein 18 jähriger Junge, der wegen seiner Legasthenie Probleme mit dem Schreiben und Lesen hat und deswegen den Schriftsteller um Hilfe bittet, denn Karl hat sich in ein Mädchen verliebt, das von ihm verlangt, dass er auf 50 Fragen schriftlich antwortet, da er nicht gerade sehr gesprächig ist. So kommt es, dass die beiden sich anfreunden, der Schriftsteller und Karl, doch meistens gibt es eine negative Seite, denn schon bald erschreckt Karl seine Flamme Fiorella, sie trennt sich von ihm und er verfällt einer Depression.  Kann der Schriftsteller ihm aus der Depression helfen? Und ist es wirklich aus mit Fiorella und Karl? . Die Stärke des Buches sind die gut durchdachten Charaktere, die dem Buch Leben einhauchen. Es ist aus Sicht des Schriftstellers geschrieben, von dem der Leser nie den Namen oder sonstiges erfährt. Es beginnt mit der Szene, in der Karl um die Hilfe des Protagonisten bittet und es endet mit dem Beginn des Buches, denn nach einer persönlichen Schreibblockade kann der Schriftsteller nun seit längerer Zeit wieder schreiben- und zwar die Geschichte von Karl. Karl ist ein einfacher und doch gleichzeitig komplizierter Zeitgenosse, denn einerseits ist er sein sehr direkter Mensch, doch andererseits zieht er sich sehr schnell wieder in sein Schneckenhaus zurück. Der Schriftsteller hingegen gibt sehr wenig von sich preis und ist eher ein begleitender Charakter, der Karl immer wieder auf die richtige Spur bringt und die Geschichte aus seiner Sicht erzählt. In dem Buch wechseln sich zwei verschiedene Stile ab, einerseits gibt es viele lange Dialoge, andererseits beschreibt der Autor auch ziemlich viel die etwas nebensächlichen Dinge im Buch, die manchmal nicht immer mit der Handlung zu tun haben. Spannung wird in diesem Buch eher klein geschrieben und es gibt genau zwei spannendere Stellen: in der Mitte und am Ende.  Dieses Buch ist nicht gerade etwas für diejenigen, die sich nach Spannung wie in den Büchern wie "Die Tribute von Panem" verzehren. Das Buch regt eher zum Nachdenken über sich und die Welt an. Und auch wenn der Stil teilweise etwas gewöhnungsbedürftig ist, gewöhnt man sich nach ein paar Seiten daran. Es muss nach Ende erst einmal verdaut und hinterfragt werden, erst dann versteht man es erst richtig. 

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  • Leserunde zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    Knesebeck_Verlag

    Liebe Bücherfreunde, habt ihr Lust ein neues Buch zu entdecken? "Worte sind nicht meine Sprache" erzählt eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Finden des eigenen Weges. Mehr zun Inhalt: Karl ist verliebt und verzweifelt zugleich: Der 18-Jährige soll eine Reihe von Briefen verfassen, durch die Fiorella, das Mädchen seiner Träume, mehr über ihn und seine Geheimnisse herausfinden will. Doch Karl leidet unter Legasthenie, und so fasst er einen ungewöhnlichen Plan: Er bittet Fiorellas Lieblingsautor um Hilfe, nicht ahnend, dass dies zu einer Kette ungeahnter Verwicklungen führt und fast in einer Katastrophe endet, die das Leben für sie alle von Grund auf verändert ... Bis zum 5. Februar 2013 habt ihr nun Zeit, um die folgende Frage zu beantworten und eines der 15 Leseexemplare zu gewinnen: Welchen Autor würdet ihr bitten, einen Liebesbrief in eurem Namen zu verfassen?

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    elane_eodain

    04. April 2013 um 13:22

    >> Ich musste aufschreiben, was ich über Karl wusste und mit ihm erlebt hatte. Es würde seine Geschichte, nicht meine sein. << (aus "Worte sind nicht meine Sprache" von A. Chambers) INHALT: Karl, ein verliebter, junger Mann steht eines Tages vor der Tür des verwitweten Autors. Karl bittet ihn um Hilfe beim Schreiben eines Briefes an seine Freundin, denn er möchte seine Legasthenie und sein Unvermögen Gedanken gut in Worten auszudrücken vor dem Mädchen verbergen. Zunächst sträubt sich der Autor, will den sonderbaren Jungen nicht in sein Leben eindringen lassen. Doch er merkt bald, dass der junge Mann nicht nur etwas von ihm fordert, sondern dass ihre Begegnung für beide eine besondere ist, was allerdings nicht nur Gutes mit sich bringt. GEDANKEN: Die beiden Hauptcharaktere des Buches, Karl, ein junger, sensibler Mann, und der Ich-Erzähler, ein alleinlebender Autor über 70, leben beide in ihrer eigenen Welt, sind eher introvertiert und schweigsam. Umso überraschender ist es, dass vor allem zu Beginn des Buches die Handlung fast ausschließlich aus einem Dialog zwischen den Beiden besteht. Alles Nebensächliche ist weggelassen, die Beiden sprechen miteinander ohne dass Gestik, Mimik, ihre Umgebung beschrieben wird. Die ersten beiden Seiten kommen ganz ohne die Worte „er sagte“ und „ich sagte“ aus. Dialog in seiner reinsten Form. Das ist ungewöhnlich, gelingt in diesem Fall aber hervorragend, da dieses Gespräch auf mich sehr authentisch, echt wirkte und ich deshalb auch keine Probleme hatte dem Gespräch zu folgen. Die Geschichte über Karl strotzt nicht von Handlung über, viel mehr ist der Fokus auf das "Innenleben" der Charaktere gelegt. Und so entdeckt man als Leser ein ruhiges Buch, ein erzählendes Buch über eine bedeutende Phase im Leben eines jungen Mannes und seine Gefühlswelt, in die man über den Autor nur langsam, Stück für Stück Einblick bekommt. Immer mal wieder öffnet sich Karl, erzählt vom Verlust seines Vaters, von seinem Job und dem Kennenlernen seiner Freundin, dann aber zieht er sich wieder in sich zurück, lässt keine Nähe zu, äußere Ereignisse können ihn plötzlich verändern, seine Gefühlslage umdrehen. „Worte sind nicht meine Sprache“ ist eine Geschichte über Schmerz, Ängste, Zweifel und das Unvermögen sich in Worten hinreichend auszudrücken. Gleichzeitig ist es aber auch eine Geschichte über eine besondere Freundschaft, über die erste Liebe, das „Selbstkennenlernen“ und über die Möglichkeiten, die das Leben für einen bereithält. Ob diese Geschichte eine autobiographische des Autors Aidan Chambers ist, bleibt offen. Manche Details passen und die spürbare Authentizität spricht meiner Meinung nach dafür, aber ein guter Autor schafft das auch in ausgedachten Geschichten, deshalb weiß ich es nicht. FAZIT: Ein ruhiges, sensibles, eigenwilliges Buch, das mit Worten beschreibt, was kaum ausgesprochen wird. Ein Buch, das ich Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr empfehlen kann, weil es nachdenklich stimmt und Mut machen kann.

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  • "Worte sind nicht meine Sprache

    Worte sind nicht meine Sprache

    Nicky15


    • 5
  • Ein Buch der leisen Töne

    Worte sind nicht meine Sprache

    Manja82

    25. March 2013 um 14:46

    Kurzbeschreibung: Karl ist verliebt und verzweifelt zugleich: Der 18-Jährige soll eine Reihe von Briefen verfassen, durch die Fiorella, das Mädchen seiner Träume, mehr über ihn und seine Geheimnisse herausfinden will. Doch Karl leidet unter Legasthenie, und so fasst er einen ungewöhnlichen Plan: Er bittet Fiorellas Lieblingsautor um Hilfe, nicht ahnend, dass dies zu einer Kette ungeahnter Verwicklungen führt und fast in einer Katastrophe endet, die das Leben für sie alle von Grund auf verändert ... (Quelle: Knesebeck Verlag) Meine Meinung: Karl ist verliebt in Fiorella. Aber er ist auch verzweifelt, denn sie bittet ihn ihr schriftlich ein paar Fragen zu beantworten, da sie Karl ein wenig mehr kennenlernen möchte. Doch da liegt das Problem, Karl ist Legastheniker. Doch genau das traut er sich nicht Fiorella zu sagen, denn ihre Liebe ist doch noch so frisch. Also lässt sich Karl etwas einfallen. Er sucht seinen Lieblingsautor auf und bittet diesem ihm zu helfen. Zuerst lehnt der Autor ab, doch schließlich kann Karl ihn überzeugen. Der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die sowohl Karls Leben als auch das des Autors verändert … Der Roman „Worte sind nicht meine Sprache“ stammt aus der Feder des Autors Aidan Chambers. Dieses Buch ist recht außergewöhnlich da es doch eine ganz andere Richtung einschlägt als ich erwartet hatte. Der Protagonist Karl ist 18 Jahre alt, kommt aus einfachen Verhältnissen und er ist Legastheniker. Er ist ein schüchterner Typ und total verliebt in Fiorella. Als sie ihn bittet ihr ein paar Fragen schriftlich zu beantworten muss er sich etwas einfallen lassen. Er geht zu seinem Lieblingsautor und bittet diesen ihm beim Briefe schreiben zu helfen. Mit Literatur hat es Karl nicht so, er ist eher der handwerkliche Typ. Ich mochte Karl, gerade auch weil er eben nicht so der typische Protagonist ist, besonders gerne. Fiorella hingegen war mir nicht so sympathisch. Sie ist Karls Frau seines Herzens. Ich fand sie ziemlich oberflächlich, bestimmend, egoistisch und zickig. Neben diesen beiden Charakteren gibt es dann noch den Autor, dessen richtiger Name nicht genannt wird. Er ist 75 Jahre alt und zuerst lässt er sich widerwillig auf die Briefaktion ein. Dann aber entwickelt sich zwischen ihm und Karl eine tiefe Freundschaft und er wird immer tiefer in die Geschichte zwischen Karl und Fiorella hineingezogen. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und leicht lesbar. Der Hauptteil des Textes besteht aus Dialogen, was für mich recht neu war, denn so habe ich es in noch keinem Buch gelesen. Geschildert wird die Geschichte aus Sicht des Autors. Er schaut als Außenstehender auf die Handlung und so wird immer eine gewisse Distanz gewahrt. Die Handlung selber ist eher ruhig gehalten, erst zum Ende hin kommt ein wenig Spannung hinzu. Ich denke aber gerade diese doch leisen Töne sind es die das Buch ausmachen. Mit dem Ende konnte ich mich allerdings nicht so recht anfreunden. Ich fand es etwas zu leicht und nicht überzeugend genug. Aber das ist bestimmt Geschmackssache. Fazit: „Worte sind nicht meine Sprache“ von Aidan Chambers ist ein wirklich gutes Buch, das allerdings anders ist als erwartet. Wenn man keine actionreiche Handlung braucht, sondern es eher ruhig mag, dann ist man hier sehr gut beraten.

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    britta70

    Selbstfindungsprozesse Der Roman "Worte sind nicht meine Sprache" erzählt die Geschichte einer Jugendliebe. Fiorella und Karl sind ein Paar. Doch läuft zwischen ihnen nicht alles glücklich, denn Karl ist relativ verschlossen und Fiorella stört dieses; sie möchte mehr über Karls Interessen, Denkweisen wie auch Gefühlen erfahren. Nicht ahnend, dass Karl Legastheniker ist, händigt sie ihm eine Liste mit persönlichen Fragen aus, auf die Karl schriftlich eingehen soll. Karl wendet sich daraufhin hilfesuchend an Fiorellas Lieblingsschriftsteller und hofft, dass dieser (einen Namen erfährt der Leser nicht) für ihn die Antworten auf der Grundlage seiner Aussagen verfasst. Überraschenderweise sagt der Schriftsteller seine Unterstützung zu, irgendwie mag er Karl. Dies ist der Beginn einer Freundschaft, gleichzeitig aber auch eines Selbstfindungsprozesses. Es wird deutlich, dass Karl und der Schriftstelller sehr viel Gemeinsamkeiten haben. Indem dieser zwischen den beiden jungen Menschen vermittelt, beschäftigt er sich zunehmend auch mit sich selbst und findet einen Ausweg aus seiner Schaffenskrise. Ob auch Karl zu sich selbst findet? Und wenn ja, hat die Beziehung zwischen ihm und Fiorella einen Platz darin? Der Roman, für Jugendliche geschrieben, liest sich sehr gut, obwohl er recht dialoglastig ist. Es ist immer klar, wer gerade redet. Die Charaktere finde ich gut gezeichnet, auch wenn ich nicht manches nicht nachvollziehen konnte. Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, auch wenn es meiner Meinung nach ab dem zweiten Drittel nachlässt.

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    • 2

    aba

    24. March 2013 um 01:02
    britta70 schreibt Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, auch wenn es meiner Meinung nach ab dem zweiten Drittel nachlässt.

    Ich fand sogar, dass es viel früher nachgelassen hat... schade...

  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    aba

    24. March 2013 um 00:24

    Keine klare Botschaft Karl, ein sehr junger Mann, verliebt sich in Fiorella, ein Mädchen, das den Beweis seiner Liebe in schriftlicher Form von ihm verlangt. Leider kann dieser junge Mann nicht mit Worten umgehen. Aus Angst, seine Angebetete zu verlieren, bittet er einen Schriftsteller, für ihn die Briefe zu schreiben, in denen er seine Gefühle für dieses Mädchen ausdrückt. Das klingt wie "Cyrano de Bergerac"! Und gerade deswegen habe ich mich für "Worte sind nicht meine Sprache" von dem britischen Autor Aidan Chambers interessiert. Diese Thematik ist zeitlos und bietet Stoff für interessante Geschichten. Auf diesen Roman habe ich mich gefreut. Nach dem vielversprechenden Anfang, in dem der Autor Humor und Originalität beweist, nimmt die Handlung einen ganz anderen Kurs, als der von mir erhoffte. Nicht die Briefe an Fiorella bilden den Schwerpunkt der Geschichte sondern die ungewöhnliche Freundschaft, die zwischen Karl und dem Schriftsteller entsteht. Auch wenn ich mich mit dieser Tatsache anfreunden konnte, haben mich die Beweggründe für die Entstehung dieser Freundschaft nicht ganz überzeugen können. Karl entwickelt sich sehr schnell zur Hauptfigur dieses Romans. Er wird zum Objekt der Begierde, alle kämpfen um seine Aufmerksamkeit, und der Kult, der um ihn gemacht wird, war für mich nicht einleuchtend. Seine Gefühle, Kindheitstraumata und Lebensziele werden zerpflückt und analysiert, leider in so einer sachlichen Art, die mein Herz nicht erreicht hat. Karl führt lange und eintönige Monologe mit einer anspruchsvollen Sprache, die, meiner Meinung nach, nicht zum Tenor der Hauptthematik passt: Karl behauptet immer wieder, weder mit der gesprochenen noch mit der geschriebenen Sprache umgehen zu können. Dazu kommt es, dass er immer bestimmt, was er von sich preisgibt und nimmt sich das Recht, über andere zu urteilen, und deren Liebe zu ihm auf die Probe zu stellen. Dieses Verhalten war für mich zu einseitig, sogar scheinheilig und belehrend. Dass Aidan Chambers ein lieber Mensch ist, davon bin ich überzeugt. Und dass er in seinem Buch eine Botschaft an die Jugend vermitteln möchte, davon bin ich auch überzeugt. Respekt und Akzeptanz sind, so habe ich es verstanden, Grundlagen dieser Botschaft, die meines Erachtens schwer zu entschlüsseln ist, weil sie in umständlichen, monotonen und altklugen, gar weltfremden Texten verpackt ist. Der englische Titel dieses Romans lautet "Dying to know you", der für mich viel passender als der deutsche Titel ist. Denn es geht darum, Karls Persönlichkeit um jeden Preis zu ergründen, was nicht so einfach ist...

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    Buchkuss

    13. March 2013 um 16:43

    Das Cover ist schlicht und ruhig. Im Zentrum sieht man einen sich im Wasser Spiegelden Fisch. Die Bedeutung des Fisches wird im Laufe des Buches noch klar ;) Mir gefällt vor allem dieser Farbverlauf von Blau in Weiß. Ok, wie kann man diese Rezension beginnen... Es ist schwer, da ich so ein Buch, in dieser Form noch nicht gelesen habe. Was mich sehr erstaunt hat, ist dass das Buch nicht von Karl sonder vom Autor erzählt wird. Der Autor ist ein gutherziger und symphatischer Mann. Er macht das ganze Buch ruhig und entspannend. Für Karl wird er von Zeit zu Zeit zur männlichen Bezugsperson undhilft ihm seine Probleme zu bewältigen. So kann er auch seine eigenen Bewältigen. Karl ist ein junger Mann, der die Welt mit anderen Augen sieht. Er ist mir sofort sympathisch gewesen und mit seiner leicht schrägen und einfachen Art hat man einen leichten Bezug zu ihm. Fiorella, die Freundin Karls mag ich überhaupt nicht. Das einzig gute an ihr, war die Idee mit den Briefen. Doch sonst nichts. Sie ist mir viel zu selbstüberzeugt und grob. Sie achtet nicht auf ihre Mitmenschen und denkt, sie wäre die wichtigste Person auf Erden und jeder hätte zu springe, wenn sie hop sagt. Alles begann mit dieser Bitte, die Briefe für Karl zu schreiben. Den Karl ist Legastheniker (Lese-Rechtschreib-Schwäche) Diese Idee finde ich wirklich süß und die Antworten, die daraus entstanden sind finde ich wirklich süß. Doch dann hat das Briefe schreiben leider aufgehört. Erst ist es mir nicht aufgefallen, doch um so mehr neue Handlung dazu kam, umso mehr habe ich die Briefe vermisst. Obwohl viel passiert ist, blieb das Buch immer recht ruhig und unspektakulär. Nicht unspektakulär auf die Spannung bezogen. Doch ohne das Knistern. Das liegt vor allem an der Erzählweise vom Autor. Als würde man einwenig seinen Großvater zuhören, wie er seinen Enkelkindern eine Geschichte erzählt. Das übergeordnete Thema des Buches sind Vorurteile. Vorurteile gegen Menschen und wie man mit ihnen umgeht. Das komplette Buch liest sich sehr gut und schnell. Vieles sind kurze Unterhaltungen. Also kurze Sätze. Doch es ist mal interessant nicht ganz so verpackte Sätze zu lesen. Ein etwas anderes Buch , dass mit seiner ruhigen und gefühlvollen Art punktet. Wer ein spannendes Buch mit romantischer Ader sucht, liegt hier daneben. Doch für Menschen, die ein etwas anders Buch wollen, das mit Ruhe und Gefühl punktet ist hier richtig. 3 1/2 Punkte

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. March 2013 um 17:34

    Eine wundervolle, ruhige Geschichte über Freundschaft und das Leben * Karl ist verliebt - in Fiorella. Und Fiorella liebt Karl, doch erwartet Sie von ihm, dass er ihr Fragen beantworten soll - zu seinen Gefühlen, wie er zu ihr steht, seinen Hobbys und vielem mehr. Da gibt es nur ein kleines Problem: Karl ist Legastheniker und Worte sind nicht seine Sprache.... * Heute möchte ich euch gerne eine ganz leise und ruhige Geschichte vorstellen. "Worte sind nicht meine Sprache" ist eine sehr tiefgründige Geschichte über die Wirren des Lebens, eine starke Freundschaft und die erste Liebe. * Aidan Chambers hat einen sehr angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil. Die Worte fließen einfach so vor sich hin, so dass man eine Seite nach der anderen liest. Aber nicht nur der offene und ehrliche Schreibstil macht diese Geschichte so ungewöhnlich, anders und einfach nur schön - es ist natürlich genauso sehr der Inhalt. * Zwei Geschichten, zwei Leben, die durch eine sehr ungewöhnliche Freundschaft, mit der man am Anfang niemals so gerechnet hätte, zu einem werden. Zu einem großen ganzen, dass uns einen tiefen Einblick in Karls Leben und auch in das des Autoren gibt. Man erlebt hautnah, wie sie zueinander finden, sich öffnen und sich gegenseitig helfen ins Leben zurückzufinden. Und grade Karl ist eine wirklich interessante Persönlichkeit. Es scheint, als möchte er immer alles richtig machen und sein Umfeld zufrieden stellen. Und aus diesem Grund kommt er auch zu dem Autoren, um in seinen Augen Fiorella gerecht zu werden, und mit seiner Hilfe ihren Fragenkatalog zu beantworten. * Karl traut sich lange nicht Fiorella von seinem Problem, der Legasthenie zu erzählen. Auch andere Dinge erzählt er ihr nicht. Wieso weiß man nicht genau. Wahrscheinlich aber aus Angst, dass sie ihn nicht versteht und ihn für komisch hält und verlässt. Doch dass das ganze Lügengerüst um ihn herum und seine Antworten für Fiorella nicht immer halten kann und er sich immer mehr verstrickt, merken die beiden erst zu spät. * Ich habe jetzt schon einiges erzählt, aber wenn ihr Karl und seine Geschichte kennenlernen wollt und diese faszinierende Freundschaft miterleben, dann solltet ihr unbedingt "Worte sind nicht meine Sprache" lesen. Ihr dürft keine Spannung, Action oder ähnliches erwarten, werdet dafür aber mit einer wundervoll warmherzigen Geschichte belohnt!

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. March 2013 um 19:27

    Titel: Worte sind nicht meine Sprache Originaltitel: Dying to Know You Autor: Aidan Chambers Übersetzer: Thomas Gunkel Verlag: Knesebeck Preis: 16.95€ [D] ISBN: 9783868735079 Seiten: 304 Format: Gebundene Ausgabe Reihe: / . Klappentext: . Karl ist verliebt und verzweifelt zugleich: Der 18-Jährige soll eine Reihe von Briefen verfassen, durch die Fiorella, das Mädchen seiner Träume, mehr über ihn und seine Geheimnisse herausfinden will. Doch Karl leidet unter Legasthenie, und so fasst er einen ungewöhnlichen Plan: Er bittet Fiorellas Lieblingsautor um Hilfe, nicht ahnend, dass dies zu einer Kette ungeahnter Verwicklungen führt und fast in einer Katastrophe endet, die das Leben für sie alle von Grund auf verändert ... Eine ebenso sensible wie lebenskluge und berührende Geschichte über die Macht und Ohnmacht der Worte, aber auch über die Bedeutung von Liebe und Verlust. Über die Schwierigkeit, seine wahren Gefühle auszudrücken und über eine ganz und gar außergewöhnliche Freundschaft. Eine Geschichte, aus der Jugendliche und Erwachsene viel über sich und über die anderen lernen können. . Meine Meinung: . Bücher, die nicht direkt langweilig sind, nicht gerade spannend, aber trotzdem schnell gelesen, kennen wir vermutlich alle. Diese Bücher plätschern eher leise vor sich hin, wie "Worte sind nicht meine Sprache".  In der Geschichte geht es um den Legastheniker Karl. Er ist scheu, etwas verschlossen und kein Freund großer Worte, oder vom Reden allgemein. Seine Art macht ihn sehr sympathisch und ist durch diese Verschlossenheit kein offenes Buch, dessen Handlungen man immer vorhersehen und dessen Absichten man immer durchschauen kann. So ziemlich das Gegenteil von ihm, ist seine Freundin Fiorella. Zuerst wartet man gespannt darauf sie endlich kennen zu lernen, denn Karl soll Fragen ihrerseits schriftlich beantworten, weil Geschichten, Bücher und Sprache ihr alles bedeuten und sie glaubt nur im Geschriebenen die wirklichen Gefühle Karls herauszulesen. Abgesehen davon, dass sie mit ihrer Aufgabe den armen Karl völlig überfordert, weil Legasthenie, und sie deshalb ein bisschen zu romantisch-anspruchsvoll erscheint, erfährt man von Karl nur Gutes über sie. Dieser sucht nämlich verzweifelt ihren Lieblingsautor, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, auf und bittet ihn um Hilfe und er erzählt ihm einiges von Fiorella. Man stelle sich also ein freundliches, liebenswertes Mädchen vor. Leider ist dem nicht so. Von der ersten Seite, in der seine Freundin das erste mal nicht nur passiv auftritt, merkt man ziemlich schnell, wie sie wirklich ist. Man könnte Karl meiner Meinung nach sogar als "blind vor Liebe" beschreiben. Die Beschreibung egoistisches Gör, das sich für etwas besseres hält und eine schlechte Möchtegernschriftstellerin ist, die ein großes nach Beifall heischendes Ego vorzuweisen hat, trifft wohl am besten auf sie zu. Karl als Sympathieträger hin oder her und so sehr er auch in sie verliebt ist, hoffte ich das ganze Buch über, dass die beiden schlussendlich getrennte Wege gehen werden. Wie schon erwähnt, wird aus der Sicht von Fiorellas Lieblingsautor erzählt, was zunächst mal komisch erscheint. geht es auf den ersten Blick doch um Karl und Fiorella. Allerdings bahnt sich zwischen dem Jungen und dem Autor eine tolle Freundschaft im Verlauf des Buches auf und das ungeachtet des Alters der beiden. Die Beziehung, die der Autor, der eigentlich ein völlig Fremder für Karl ist, gleicht schon fast einem Vater-Sohn - Verhältnis, das Karl nach dem Tod seines Vaters so dringend braucht. Ich persönlich fand die Entwicklung sehr süß und zugleich auch etwas rührend, vor allem da die beiden, gerade weil sie im Grunde genommen gar nicht so verschieden sind, so ein tolles Gespann abgeben. Schön zu sehen war auch, wie sich sowohl Karl, als auch der Autor im Laufe des Buches entwickeln, wie sie wieder mehr zu sich selbst und ihren Platz im Leben (beim Autor wieder) fanden. Bemerkenswert ist außerdem noch, dass alles größtenteils in Dialogen verfasst wurde, wodurch man aber sehr aufmerksam lesen musste, um das vom Autor Gesagte nicht mit dem Gesprochenen von Karl zu verwechseln. . Fazit: . Auch wenn es nicht vor Spannung trotz, ist es doch ein sehr schönes Buch, das man schnell mal zwischendurch gelesen hat.

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    zoelanie

    05. March 2013 um 15:10

    INHALT: Welche Sprache hat die Liebe? Karl, ein Junge aus einfachen Verhältnissen, ist verzweifelt. Das Mädchen Fiorella, in das er sich verliebt hat, verlangt von ihm, ihr Briefe zu schreiben: über sich, sein Leben und seine Gefühle für sie. Und so steht er eines Tages vor der Tür von Fiorellas Lieblingsschriftsteller und bittet ihn, diese Briefe für ihn zu schreiben. Entgegen aller Vernunft - und weil er in dem Jungen etwas Besonderes spürt - erklärt sich der alte Mann daran zu bereit. Doch das führt zu einer Kette ungeahnter Verwicklungen und fast in eine Katastrophe, die das Leben für sie alle von Grund auf verändert... ZITAT: "Egal, wie sehr man jemanden liebt, man sollte immer etwas für sich behalten. Nie alles geben. Sonst kann man nicht man selbst sein. Und beim Tod seines Vaters hatte Karl das Gefühl, als wäre er mit ihm gestorben. Das hat die ganzen Probleme ausgelöst. Er versucht mühsam, sich selbst zu finden. Will wissen, wer er ist. Was er ist." (Seite 252) MEINUNG: Der ruhige und introvertierte Karl ist verzweifelt. Weil es ihm schwer fällt, sich gegenüber seiner Freundin Fiorella zu öffnen und von seinen Gefühlen zu erzählen, verlangt sie von ihm, dass er dies mit Hilfe von Briefen tut und ihr ihre Fragen beantwortet. Die einzige Lösung die Karl sieht, ist, dass er Fiorellas Lieblingsschriftsteller aufsucht und ihn bittet, in seinem Namen die Briefe zu verfassen. Zuerst möchte dieser ablehnen, aber da er etwas besonderes in Karl sieht, sagt dieser überraschenderweise zu. Dies ist der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Karl und dem Autor, die sich im Grunde sehr ähnlich sind. Und nicht nur der Autor hilft Karl, sondern Karl hilft auch dem Autor. Als ich mich bei der Leserunde beworben habe, ist mir zu allererst das Cover aufgefallen, dass in einem wunderschönen zarten türkis und weiß gehalten ist und auf dem ein Goldfisch (und sein Spiegelbild) zu sehen sind. Fische spielen auch eine Rolle im Buch, denn ein Hobby von Karl ist das Angeln und so still und leise wie man beim Angeln sein muss, ist Karl. Anfangs hatte ich kurzweilig - warum auch immer - das Problem, dass ich nicht recht auseinanderhalten konnte, wer im Gespräch von Karl und dem Schriftsteller nun derjenige ist, der jetzt eigentlich spricht, aber nach einigen Seite hatte ich mich gut in die Geschichte eingefunden. Überraschenderweise wird diese nicht, wie man es vielleicht erwartet, aus Sicht des achtzehnjährigen Karls berichtet, sondern aus Sicht des Schriftstellers, dessen Namen man im gesamten Buch nicht erfährt. Ebenfalls hatte ich erwartet, dass die Briefe, die Karl seiner Freundin Fiorella schreiben soll und bei diesen Karl die Hilfe des Schriftstellers in Anspruch nimmt, wesentlich mehr im Mittelpunkt stehen würden. Doch das Buch überrascht mit einer insgesamt sehr ruhigen und mitunter nachdenklichen Geschichte, in der es nicht vorrangig um die Liebe geht, sondern darum, sich selbst zu finden, sein eigenes Ich zu finden und Unsicherheiten zu überwinden. Wie wichtig dabei eine Bezugsperson ist, zeigt dieses Buch hervorragend mit der aufgrund des Altersunterschiedes doch eher außergewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Schriftsteller und Karl. Insgesamt ist die Idee zum Buch sehr schön, wenn auch vielleicht die Umsetzung nicht immer ganz gelungen ist. Ich finde, dass die an sich schon sehr ruhige Geschichte im letzten Drittel einiges an Handlung und Dynamik verliert. Die Charaktere finde ich insgesamt sehr gut dargestellt; der Schriftsteller, der nicht nur die Gespräche z. B. mit Karl wiedergibt, aber als Erzähler fungiert. Karl, der im Laufe des Buches dem Leser ein Stück immernoch entfernt und unscheinbar bleibt, was sicherlich so vom Autor auch gewollt ist, um zu untermauern, dass Karl ein wortkarger, in sich gekehrter Charakter und vielleicht auch ein Einzelgänger ist. Und natürlich auch Fiorella, die ein komplett anderer Typ als Karl zu sein scheint; wesentlich selbstsicherer und auch etwas verwöhnt. Zumindest ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass die beiden irgendwie nicht zusammengehören. FAZIT: Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gefallen, auch wenn ich mir von der Geschichte etwas mehr oder auch etwas anderes erhofft hatte. Im letzten Drittel habe ich etwas Leselust eingebüßt, einfach weil die Handlung meines Erachtens ins Stocken kam. Dennoch behandelt das Buch ein für Jugendliche sehr wichtiges Thema und ich denke, dass es dennoch seinen Zuspruch findet. Positiv hervorheben muss ich auf alle Fälle, dass der Schriftsteller mit derart präszisen Worten Dinge ausdrückt oder Themen anspricht, die man ruhigen Gewissen als hochphilosophisch nennen darf, denn aus Sicht des Schriftstellers sind Worte definitiv seine Sprache! Trotzdem hat mich das Buch nicht vollends mitgezogen, deshalb vergebe ich "nur" drei Leseeulen.

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    Gackelchen

    02. March 2013 um 13:26

    Fiorella möchte Karl, ihren Freund bis ins innerste kennen und gibt ihm einen Fragenkatalog die er beantworten soll. Schriftlich, immerhin ist das die Form des Ausdrucks die sie für sich gefunden hat. Doch schreiben war für legastheniker Karl noch nie eine Freude, aber er will seine Ella glücklich machen. Hilfesuchend wendet er sich an ihren Lieblingsautor und fragt ob dieser ihm nicht die Fragen beantworten kann. Nur langsam kommt der Autor und sein Schüler hinter den Zauber der Sprache und dass Karl vielleicht gar nicht schreiben muss um sich mitzuteilen. Denn Worte sind nun mal nicht seine Sprache. Ein Kinderbuch aus der Sicht eines 70jährigen Autors erzählt macht es natürlich zu etwas besonderem. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg um zu kommunizieren. Manche Tanzen, Rachel Berry würde singen, der Autor schreibt und Karl... ja, Karl findet seinen ganz eigenen Weg Ella in sein innerstes sehen zu lassen. mehr auf gackelchen.blog.de

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. March 2013 um 14:21

    In dieser Geschichte geht es um Karl, der von seiner Freundin Fiorella gebeten wird, ihr seine Gefühle in einem Liebesbrief zu offenbaren. Da Karl aber kein junger Mann der vielen Worte ist, besucht er Fiorellas Lieblingsschriftsteller und bittet diesen, diese Briefe für ihn zu schreiben. Daraus entwickelt sich eine ganz besondere , freundschaftliche Beziehung zwischen den Männern . Man erkennte viele Gemeinsamkeiten und beide lernen von dem jeweils anderen eine Menge. Durch Karl findet der Schriftsteller zum schreiben zurück. Das Buch wird aus der Sicht des Schriststellers erzählt, es besteht hauptsächlich aus Dialogen und kaum aus Erzählsträngen. Mein Fazit : Diese Geschichte wird in einem ruhigen Schreibstil erzählt, der mir persönlich gut gefallen hat. Der Leser kommt zum nachdenken und merkt, wie schwierig es ist, die richtigen Worte zu finden , um seine Gefühle auszudrücken. Mir hat es gefallen, es war eine Abwechslung zu den sonstigen Büchern, da es ein ganz anderer Schreibstil war.

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    buecherbiene72

    26. February 2013 um 16:03

    Karl ist verliebt in Fiorella und steht vor einem Problem, welches er alleine nicht lösen kann. Sie bittet ihn darum, dass er ihr schriftlich ein paar Fragen beantwortet. Da Karl aber Legastheniker ist, wendet er sich an ihren Lieblingsautor und erhofft sich dortige Hilfe. Der Autor soll die Antworten in seinem Namen verfassen, damit Karl einen guten Eindruck bei Fiorella hinterlassen kann. Soviel zum Inhalt der Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Karl ist ein sehr sympathischer Protagonist, der lieber handwerklich als in literarischer Form die Menschen berühren möchte. Der Schriftsteller bleibt bis zum Ende namenlos, aber nicht konturlos. So nimmt er schnell eine Art Vaterrolle für Karl ein, die ihn nicht nur vor die Aufgabe des Verfassens von Briefen stellt, sondern auch in anderer Hinsicht eine wichtige Bezugsperson für ihn wird. Gerade diese Beziehung wurde sehr gut herausgearbeitet. So sehr ich die beiden mochte, so wenig konnte ich mit Fiorella anfangen. Der Erzählstil ist ruhig, aber dennoch eindringlich. Manche Sätze sind so wunderbar, dass man damit ein eigenes kleines Buch füllen könnte. Ich habe mir ein paar abgeschrieben und werde sie mir ganz sicher ab und zu mal durchlesen. "Worte sind nicht meine Sprache" ist ein Jugendbuch über all die Probleme, die mit dem Erwachsenwerden zusammenhängen, der ersten Liebe mit all ihren Unsicherheiten und für mich eine Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche wert.

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  • Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

    Worte sind nicht meine Sprache

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. February 2013 um 20:11

    Ein nachdenkliches Buch, dass es nicht ganz schafft, den Leser zu berühren Ein Buch, wie man es selten gelesen hat. Vielleicht auch ein besonderes Buch. Auf jeden Fall ist „Worte sind nicht meine Sprache“ ein Buch, das viele Facetten aufzeigt, viele positive, aber leider auch einige negative. Um mit der Gestaltung zu beginnen: Sie passt definitiv zum Buch. Das Cover ist ziemlich haargenau aus dem englischen Original übernommen, was ich aber nicht schlecht finde, weil es ja wirklich passt. Wozu also noch etwas verändern? Ich finde, das Titelbild ist sogar recht symbolisch für die Geschichte mit den zwei Fischen, die sich anschauen. Wer das Buch kennt wird es wohl ähnlich erkennen. Im Inneren sind zwischen den Zeilen vergleichsweise große Abstände, das erleichterte meiner Meinung nach das Lesen. Es stehen nicht viele Wörter in einer Zeile. Insgesamt wirkt das Innenleben harmonisch (was dann ja auch wieder zum Buch passt). „Worte sind nicht meine Sprache“ ist durchgängig aus der Sicht des Autors geschrieben, den Karl bei seinem Anliegen um Hilfe bittet. Das ist erst ungewohnt, gibt der Geschichte aber diesen besonderen Flair des Unwissens. Man kennt die Gedanken des eigentlichen Hauptcharakters Karl nie wirklich, was, wie vieles in diesem Buch, positive und negative Seiten hat. Ich werde später noch einmal auf diesen Punkt eingehen. Der Leser erfährt nur bruchstückhaft etwas über die Charaktere und ihre Vergangenheiten, die in diesem Buch durchaus von Bedeutung sind. Damit begibt er sich, gemeinsam mit dem Autor und auch mit Karl, auf eine Suche nach dem Kern von Karl‘s Persönlichkeit, denn ganz sicher ist sich da niemand. Ich fand es gut, dass die einzelnen Bruchstücke wirklich erst nach und nach aufgedeckt wurden und man mit jedem bisschen die komplizierten Charaktere besser verstand. Mir persönlich gefiel der Schreibstil in diesem Buch sehr gut. Es ist oft sehr dialoglastig, sodass es ganze Passagen gibt, in der der Leser nur die gesprochenen Sätze sieht, ohne jegliches „sagte er“ etc. Das führt dazu, dass das gesprochene Wort in diesem Buch eine wichtige Rolle einnimmt, denn über das definieren sich die Charaktere. An den Stellen, an denen es keine Dialoge gibt, gibt es teilweise Briefe, teilweise E-Mails, oft aber auch einfach nur die Gedanken des Autors. Ich würde den Schreibstil als recht schlicht bezeichnen, mit recht kurzen und trotzdem aussagekräftigen Sätzen. Das Buch ist teilweise rechts philosophisch, und dass muss der Leser mögen, ansonsten kann er das Buch gar nicht mögen. Gerade diese Abschnitte sind dann, wenn man sie denn mag, etwas ganz besonderes, sie machen die Höhepunkte in diesem nachdenklichen Buch aus. Doch gerade dieses philosophische, was mir an manchen Stellen gefällt, wirkt mir stellenweise oberzogen, wenn es sich auf den Charakter der Hauptpersonen bezieht. Man erfährt im ganzen Verlauf des Buches nur sehr wenig über sie. Vor allem Karl scheint dabei so extrem undurchdringlich, dass er sich dem Leser nie ganz erschließt. Gut auf der einen Seite, genau das macht das Buch ja aus, auf der anderen Seite aber schlecht. Der Leser kann einfach keine Beziehung zu jemandem aufbauen, dessen grundlegendste Charakterzüge sich stets auf irgendeine Art zu ändern scheinen und den man auf menschlicher Basis nicht wirklich fassen kann. Genau so geht es einem noch bei weiteren Dingen. Schön, dass kaum Spannung da ist, das macht das Buch ruhig und passt wunderbar zu der Geschichte, schlecht, dass ich deswegen (besonders zum Ende hin) nur wenig Lust hatte, das Buch weiter zu lesen. Diese Gegensätze machen für mich das Buch aus, sodass mir ein Ergebnis schwer fällt. Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 möglichen Sternen, es wären allerdings 5 von 10 (mit Tendenz nach oben, deswegen 3 Sterne). Es hat eine wirklich gute Grundidee, bietet Wendungen und neue Erkenntnisse und ist an manchen Stellen wunderbar nachdenklich. Andererseits regt es kaum zum Weiterlesen an und die Charaktere scheinen nie wirklich greifbar und teilweise unsympathisch (Fiorella). Es ist kein schlechtes Buch, aber auch kein umwerfendes. Mit 3/5 Sternen würde ich rückblickend sagen: „Es hat mir gefallen.“ Menschen, die nach einem ruhigen Buch suchen, dass zum Nachdenken anregt, wird es da sicher ähnlich gehen, wer nach einer romantischen Liebesgeschichte sucht, wird hier sicher nicht bedient werden.

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