Ailin Konrad

 3,6 Sterne bei 25 Bewertungen

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Cover des Buches H.G. Wells: Die Zeitmaschine (ISBN: 9783868203660)

H.G. Wells: Die Zeitmaschine

(25)
Erschienen am 04.01.2017

Neue Rezensionen zu Ailin Konrad

Cover des Buches H.G. Wells: Die Zeitmaschine (ISBN: 9783868203660)
Trishen77s avatar

Rezension zu "H.G. Wells: Die Zeitmaschine" von H. G. Wells

Trishen77
Meilenstein der phantastischen Erzählung

       "Wenn ein Mensch im Traum das Paradies durchwanderte und man gäbe ihm eine Blume als Beweis, dass er dort war und er fände beim Aufwachen diese Blume in seiner Hand - was dann?"
Coleridge

H.G. Wells gehörte zu den produktivsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Er schrieb politische Aufsätze, Sachbücher, ernste und realistische Romane und Erzählungen wie diese hier - damals hießen sie phantastisch, heute stehen sie zumeist unter dem Genrebegriff Sci-Fi. Allerdings würde ich dabei bleiben, sie phantastisch zu nennen, denn es geht entschieden mehr um ihre Folgen und ihre theoretischen Hintergründe, als um die Technik selbst.

Wells war beides, Autor und Publizist. Er engagierte sich stark gegen die politischen Strömungen seiner Zeit und war im Zeitalter der großen technischen Innovationen ein Kritiker des bedingungslosen, empirischen Technikoptimismus. Deswegen kann man viele seiner Bücher sowohl als phantastische Erzählungen, aber auch als kritische Visionen lesen, je nach belieben. Keine dieser Seiten drängt sich einem auf.
Das prägnanteste an diesem Buch ist Wells völlige stilistische Neutralität. Keine stumpfte Neutralität, sondern eine elegante Neutralität - ein knapper, angenehmer Stil, wie der von Oscar Wildes, nur eben völlig neutral.

Denn Wells erzählt eigentlich nicht, er berichtet. Um eine glaubwürdige Authentizi-(und irgendwie auch Intensi-)tät zu erreichen, wählt er eine Perspektive und einen Ton, der anschaulich, aber doch fern vom Geschehen ist.

Es steckt viel in diesem kurzweiligen Roman (144 Seiten, großzügig bedruckt, etwa wie bei Camus Der Fremde ). Denn dafür, dass er 1895 geschrieben wurde, ist er sprachlich und inhaltlich kein bisschen zurückgefallen. Zwar fehlt ihm Dramatik und eine gewisse moderne Actionlastigkeit, aber gerade das Fehlen dieser Faktoren, seine formvollendete Komprimiertheit, hat ihm vermutlich eine so lange Aktualität und Faszination beschert.

Cover des Buches H.G. Wells: Die Zeitmaschine (ISBN: 9783868203660)
M

Rezension zu "H.G. Wells: Die Zeitmaschine" von H. G. Wells

megalon22
Die Zeitmaschine

Ein sehr kurzweiliger,  kompakter Roman aus dem Jahr 1895 von H.G. Wells, einem der bedeutendsten Begründer der modernen Science Fiction - Literatur. 

Dabei zeigt Wells hier ein höchstinteressantes, ziemlich pessimistisches Bild, wie sich unsere Gesellschaft in ferner Zukunft entwickeln könnte, welches auch noch mit einer guten Portion Gesellschaftskritik garniert ist. Um Leuten, die die Geschichte noch nicht kennen, die Freude an dem Roman nicht zu verderben, möchte ich allerdings nicht näher darauf eingehen - lasst euch selbst auf dieses Buch ein, welches sich mit einem Umfang von nur guten 120 Seiten ja auch relativ flockig lesen lässt. 

Allerdings muss man halt auch damit klarkommen, dass die Figur des Zeitreisenden äußerst blass bleibt, Charakterzeichnungen findet man hier so gut wie keine. Der Herr bekommt nicht mal einen Namen. Genau aus diesem Grund habe ich auch das Buch Krieg der Welten vom selben Autoren abgebrochen, da hat mich allerdings auch die Story nicht so sehr gefesselt. 

Trotzdem war es für mich immer interessant, der Erzählung zu folgen, die ja auch wirklich sehr einfallsreich daherkommt. Besonders gegen Ende wird es dann so richtig abgedreht und phantastisch, was mir bestens gefallen hat. Für die damalige Zeit mehr als nur außergewöhnlich.

Cover des Buches H.G. Wells: Die Zeitmaschine (ISBN: 9783868203660)
SusanneEichholzs avatar

Rezension zu "H.G. Wells: Die Zeitmaschine" von H. G. Wells

SusanneEichholz
Was kommt auf uns zu?

Was kann man mitnehmen aus diesem Klassiker der Science-Fiction-Literatur? Zumindest schon einmal, dass der Blick in die Zukunft die Menschen schon sehr lange beschäftigt und fasziniert. Zudem scheint es geboten, technischen Neuerungen mit einer gesunden Mischung aus Offenheit und Skepsis gegenüberzutreten. Ich jedenfalls werde mir sorgfältig anschauen, was uns ChatGPT und Co. bringen, und kann diese spannende Lektüre empfehlen, um sich auf Zukunftsfragen einzustimmen.

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