Aisha Saeed

 4,3 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Der Freunde-Baum, The Matchmaker: A Novel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Aisha Saeed

Cover des Buches Der Freunde-Baum (ISBN: 9783522460811)

Der Freunde-Baum

(1)
Erschienen am 27.03.2025
Cover des Buches Yes No Maybe So (ISBN: 9780062937049)

Yes No Maybe So

(9)
Erschienen am 04.02.2020
Cover des Buches Written in the Stars (ISBN: 9780399171703)

Written in the Stars

(1)
Erschienen am 24.03.2015
Cover des Buches Written in the Stars (English Edition) (ISBN: 9780698185920)

Written in the Stars (English Edition)

(1)
Erschienen am 24.03.2015
Cover des Buches The Matchmaker: A Novel (ISBN: 9780593871157)

The Matchmaker: A Novel

(1)
Erschienen am 04.02.2025

Neue Rezensionen zu Aisha Saeed

Cover des Buches Der Freunde-Baum (ISBN: 9783522460811)
Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Der Freunde-Baum" von Aisha Saeed

Kinderbuchkiste
ein tolles Bilderbuch zum Thema Mobbing, neu in einer Klasse sein

Eine gefühlvolle, wachrüttelnde Geschichte über Mobbing.

Über neu in einer Klasse sein, Ausgrenzung,

Anderssein, über die, die mobben und die, die zusehen.

Über aufeinander zugehen und Freundschaft.

Über Mitgefühl, Mut und ganz viel mehr.

- nach einer wahren Begebenheit-

für Kinder ab 4 Jahren

An einem der ersten Frühlingstage kommt Rumi in seine neue Klasse und damit beginnt ein langer, schwerer Weg für ihn, bis er in der Klasse angenommen wird und ankommen und sich auch wohlfühlen kann. Obwohl die Lehrerin die Klasse bittet, Rumi herzlich aufzunehmen und nett zu ihm zu sein, spürt Rumi sofort, dass es wohl nicht leicht wird, sich hier wohlzufühlen. Er selbst fühlt sich fremd und noch dazu starren die Kinder ihn an. In der Pause verkriecht er sich unter eine große Weide mit tief herunterhängenden Ästen, die ihm ein Gefühl von Schutz geben, während die anderen sich auf dem Spielplatz vergnügen. Doch Rumi bleibt nicht unentdeckt. Drei Kinder schauen von der Schaukel aus rüber. Paul macht sich über Rumis Schuhe lustig, was Ella zum Kichern veranlasst, während der Dritten im Bunde einfach nur dabeisteht. Schaut man auf sein Gesicht, dann erkennt man sehr gut, dass Han, das Verhalten seiner Freunde ärgert, doch er sagt nichts.

Einfühlsam beschreibt Aisha Saeed, was in Rumi vorgeht und wie sehr er sich nach seinen alten Freunden sehnt.

Einige Tage später hat sich an Rumis Situation immer noch nichts verändert. Und wieder gibt es einen Vorfall, bei dem Paul der Rädelsführer ist, Ella kichert und Han nur bedröppelt zuschaut.

Wir wissen nicht, was Paul bewegt Rumi immer wieder zu ärgern, zu mobben, über ihn zu lachen etc. Doch als er dann in einer Pause draußen zu einem Stein greift und ihn in Richtung Rumi wirft und der Stein Rumis Knie streift, lacht keiner. Ella, Han und auch Paul selbst sind erschrocken.

Und dieses Mal schaut Han nicht einfach zu, er geht auf Rumi zu fragt, ob er mit ihm spielen möchte. In dem Moment sieht Han auch, was Rumi unter der Weide auf dem Boden gemacht hat, doch was das genau ist, verrate ich noch nicht. Nur so viel, dieser Vorfall bringt die Wende, Rumi freundet sich mit Han an und auch die anderen Kinder der Klasse gesellen sich zu den beiden. Selbst Ella fragt, ob sie mitspielen darf und Paul, ja was ist mit Paul? Ihm tut die ganze Sache auch sehr leid. Selbst zu Rumi zu gehen und sich entschuldigen, traut er sich noch nicht, aber er steckt Rumi einen Entschuldigungszettel zu.

Am nächsten Tag sehen wir Rumi im Kreis seiner neuen Freunde, nur Paul hat sich abgekapselt, spielt allein. Nun ist es Rumi, der auf ihn zugeht und….

Besorgt euch das Buch und verfolgt selbst, wie genau was passiert.

Es ist eine Geschichte, die aus dem Leben gegriffen ist. Die sich überall, ob im Kindergarten, der Schule oder im Freizeitbereich abspielen könnte. Überall, wo Kinder neu in eine bestehende Gruppe kommen, könnten wir dies in ähnlicher Form erleben und so verwundert es uns auch nicht, dass die Autorin uns von ihrem Sohn erzählt, den es ähnlich ergangen ist wie Rumi, der neu hinzukam und gemobbt wurde, und Anlass für sie war, die Geschichte von Rumi zu erzählen. Kinder können sehr gemein sein. Damit es gar nicht so weit kommt, bedarf es Gesprächen und Geschichten wie dieser, die zum Anlass genommen werden kann, mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Wer weitergehen mag, kann mit seiner Gruppe sehr gut die Situationen nachspielen und dabei vielleicht die Kinder, die sich gern mal über andere lustig machen, in Rumis Position bringen.

Selbst zu fühlen, wie es ist, nicht zur Gruppe zu gehören, sich auszugrenzen oder ausgegrenzt zu werden, ist eine wertvolle Erfahrung, die Verhalten ändern oder zumindest einen Denkprozess auslösen kann.

Wir erleben in der Geschichte die drei Haupt-Persönlichkeits-Verhaltensweisen. Einmal den Aggressor in der Figur von Paul, dann die Mitläufer, die sowohl von Ella als auch Han verkörpert werden, wobei hier dann noch unterschieden wird zwischen bewundernden Mitmachern, wie Ella und schweigenden wie Han. Man sieht ganz genau, wie unwohl sich Han bei allem fühlt, sich aber (vermutlich aus Angst nicht mehr zu Pauls Gruppe gehören zu dürfen) entgegen seinem Gefühl handelt, bis es ihm zu viel wird. Mutig stellt er sich dann auf Rumis Seite und gegen Paul. Genau dies erleben wir häufig in Gruppen. Anstifter, Mitläufer, bewundernde Mitläufer und Skeptiker, die mit schlechtem Gefühl und Gewissen stillhalten.

Aisha Saeed erzählt zu jeder Zeit einfühlsam, realistisch und so, dass die Kinder mitfühlen, mitempfinden können und ein Denkprozess in Gang setzt, der zu vielen Kommentaren und Gedanken inspiriert. Das alles so intensiv bei den Kindern ankommt und man deutlich die Gefühle aller Beteiligten erkennt liegt an den extrem ausdrucksstarken Zeichnungen der Illustratorin Leuten Pham, die nicht nur die Mienenspiele der Kinder im Kontext der Handlung perfekt spiegelt, sondern auch viel über die Körperhaltung der Figuren zum Ausdruck bringt. Gleichzeitig fängt sie auch die Stimmungen drum herum detailreich ein, sodass es viel zu entdecken und erleben gibt. Liegt der Fokus beim ersten Betrachten mehr auf den direkt beteiligten Figuren, rückt der Hintergrund beim mehrmaligen Betrachten immer mehr mit ins Blickfeld und verschmilzt dann zu einem Bild, in dem alles gleichzeitig wahrgenommen werden kann. Und dann erkennt man auch die Interaktionen der anderen, die unausgesprochene Geschichten erzählen, die die Kinder selbst erzählen bzw. interpretieren und kommentieren können.

Zum Ende erleben wir ein wundervolles Miteinander, das einmal mehr erleben lässt, dass es doch am schönsten ist, wenn man in einer Gemeinschaft etwas zusammen erschafft, gemeinsam Spaß hat.

Das Bilderbuch ist ein wichtiger Beitrag zum Thema Miteinander und Mobbing.

Von hier gibt es eine gaaaanz große 💗Herzensempfehlung.

Das Buch sollte nirgendwo fehlen, wo Kinder zusammen sind.

P.S. Zum Ende des Buches erzählt Aisha Saeed von ihrem Erlebnis, von ihrem Sohn, wie es zu dieser Geschichte kam und was sie allen mit auf den Weg geben möchte bzw. wieso sie diese Geschichte erzählt hat. 

Cover des Buches Yes No Maybe So (ISBN: 9780062937049)
isas_bookworlds avatar

Rezension zu "Yes No Maybe So" von Becky Albertalli

isas_bookworld
Ein unglaublich süßes Buch mit ernste Thema, das Einblicke in die Politik gibt!

Der Schreibstil der Geschichte war wirklich sehr angenehm und flüssig zu lesen, war ab und an tiefgründig oder witzig oder beides, und zwar immer richtig dosiert.


Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt, aus Jamies und Mayas.

Jamie war mir von der ersten Seite so unglaublich sympathisch. Ich konnte mich so gut mit ihm identifizieren, er war einfach unglaublich relatable. Er war so socially awkward und doch so unglaublich mutig und einfach genial. Ich habe mich auch ein bisschen in ihn verliebt...

Maya war ebenfalls eine sehr sympathische Figur, die mich mit auf sehr authentische Weise mit in ihr Leben, ihre Probleme mitgenommen hat. Allerdings fand ich es sehr schade, dass sie sich teilweise selbst widersprochen hat, indem sie gegen selbst auferlegten Glaubensvorsätze verstoßen hat, weil es so aufeinmal praktischer für sie war. Das fand ich ziemlich schade, weil es sie irgendwie weniger authentisch wirken ließ.


Ich liebe übrigens die Freundschaft zwischen Maya und Jamie. Die beiden waren einfach so süß zusammen, haben sie perfekt ergänzt und unterstützt. Sie waren einfach toll zusammen!


Das eigentliche Thema des Buches fand ich unglaublich genial und wichtig. Ich finde es grandios, dass das Them Politik / Wahlen in dem Buch thematisiert wird, darüber informiert und aufklärt. Ich habe durch dieses Buch sehr viel gelernt und nebenbei eine absolut süße Geschichte erhalten. Was will man mehr?


Alles in allem bekommt das Buch von mir deshalb auch 4,5 Sterne.


Cover des Buches Yes No Maybe So (ISBN: 9780062937049)
Jesse_Js avatar

Rezension zu "Yes No Maybe So" von Becky Albertalli

Jesse_J
Yes No Maybe So

4,5 Sterne

In „Yes No Maybe So“ geht es um Jamie und Maya die zusammen Canvassing (Stimmenwerbung) betreiben. Dabei gehen sie von Tür zu Tür, um die Leute zum Wählen zu bewegen, da sie zu jung sind, um selbst wählen zu können ist es ihre Art den Wahlkampf zu unterstützen. Jamie wollte sich bei seiner freiwilligen Arbeit eher im Hintergrund halten, ist er nicht gerade jemand der gerne mit fremden Leuten redet. Maya ist da schon offener, jedoch setzt ihr die Trennung ihrer Eltern sehr zu und ihre Mutter überredet sie zur Stimmenwerbung. Und dabei kommen die beiden sich näher.


Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Jamie und Maya geschrieben. Die beiden sind auf ihre Art sehr unterschiedlich und doch merkt man, dass es bei den beiden eigentlich passt. Jamie, der eher zurückhaltend, tollpatschig und unglaublich lieb ist und Maya die für ihre Meinung einsteht und Jamie hilft aus sich heraus zu kommen, während sie sich aber selbst noch mit den Problemen mit ihrer besten Freundin befassen muss. Die Diversität im Buch hat mir auch wirklich gut gefallen. Jamie’s Familie ist jüdisch und seine Oma ist ein kleiner Social Media Star, während Maya’s Familie muslimisch ist und mitten im Ramadan steckt. Und auch wenn Jamie dabei in kleine Fettnäpfchen tritt, erklärt Maya ihn immer auf. Im Buch lernen wir beide Kulturen näher kennen. Man erfährt beim Lesen auch mit welchen Problemen sie sich deswegen auseinandersetzen müssen, sind es rassistische Menschen, die ihnen die Türen öffnen oder ein Täter der antisemitische Sticker verteilt. Die beiden setzen sich nicht nur durch Stimmenwerbung für die Wahlen ein, sondern haben auch noch weitere Aktionen, die im weiteren Verlauf herauskommen.

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn es kleine, minimale Schwächen hatte.


CN: Islamophobie, Rassismus, Antisemitismusm


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