Kaum ist Colette aus dem Olymp zurückgekehrt, wartet im Dorf jede Menge Arbeit auf sie und als wäre das nicht genug, steht eine Geburt bevor, bei der ausgerechnet alle Hebammen krank sind. Nun muss sie neue Helfer ausbilden und eine Vertrauensbasis zu der werdenden Mutter machen, was sich schwieriger als gedacht entpuppt. Aber Colette wäre nicht Colette, wenn sie sich nicht auch dieser Herausforderung stellen würde, genauso wie den verwirrenden Gefühlen zu Hades, aber das ist eine andere Sache...
Meine Meinung:
Ich liebe diese Manga-Reihe und auch, wenn der vierte Band ein wenig schwächer als die Vorgänger war, fand ich es sehr interessant und spannend, mehr über Colettes Arbeit und das Dorfleben zu erfahren, das hier mehr in den Fokus rückte. Aber auch Hades und die Gerippe, die mich irgendwann noch fertig machen werden, bekamen genügend Raum zum Atmen und so unterhielt mich die Geschichte wieder sehr gut.
Die Handlung setzte direkt an die Vorkommnisse aus dem vorherigen Band an und so begleitete man die junge Ärztin nach ihrer Rückkehr vom Olymp bei ihrer Arbeit im Dorf, die sich durch ihre Abwesenheit recht staute. Das ganze Chaos fand ich interessant und die Eigenarten der Dorfbewohner waren zu herrlich, so mancher erinnerte mich im Verhalten durchaus an den einen oder anderen Gott im Olymp. Aber die Kontrolluntersuchungen bei einem bestimmten Gott wurden natürlich nicht ausgelassen und den Chemie zwischen Hades und Colette war sehr schön, zumal es echt niedlich war, wie sie langsam Gefühle für ihn entwickelte, die sie recht verwirrten. Aber zum Analysieren blieb ihr keine Zeit, da eine Geburt mit einer etwas schwierigen Patientin bevorstand und Colette sich in einen Bereich einarbeiten musste, mit dem sie kaum Berührungspunkte hatte.
Es verlief ruhiger als gewohnt, aber genau das gefiel mir auch ganz gut. Colette wurde vor neue Herausforderungen gestellt und man erfuhr mehr über ihre Kindheit und Vergangenheit, die definitiv nicht einfach war, sie mir aber näher brachte. Danach fand ich ihren Optimismus noch beeindruckender, auch wenn sie sich endlich mal ein wenig Trauer und Erschöpfung zugestand und sich Hilfe suchte. Zwar gefiel es mir auch weiterhin, aber ich muss sagen, dass nach der Hauptgeschichte es ein wenig abflachte und mich trotz der dramatischen Vorkomnisse einfach nicht mehr so packen konnte wie zuvor. Dennoch bin ich auf die weiteren Bände gespannt und freue mich, weil die Welt, die Yukimura da erschuf, einfach toll ist. Die griechische Mythologie haben ich selten so schön in eine Geschichte eingearbeitet erlebt.
Der Zeichenstil gefällt mir mittlerweile richtig gut und ich er war echt niedlich. Zwar wirkte er bei den Figuren an manchen Stellen etwas zu einfach, aber irgendwie hatte es auch seinen gewisse Charme und gerade die Umgebungen des Olymps wurde schön detailreich gezeichnet. Bei manchen Stellen allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie zu hastig gezeichnet wurden und mehr Details wären schön gewesen.
Fazit:
Dieser Band war sehr zunächst sehr ruhig und bedacht, daher passte der Bruch am Ende nicht so ganz rein, aber dennoch hatte ich wieder meine Freude daran und es war toll, mehr über die Charaktere und ihre Vergangenheit zu erfahren. Die Liebesgeschichte zwischen Colette und Hades kommt wirklich sehr langsam voran, aber zumindest scheint der Gott sie mittlerweile etwas durcheinander zu bringen, was echt niedlich war.