Akif Pirinçci Felidae

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Inhaltsangabe zu „Felidae“ von Akif Pirinçci

Francis, der samtpfotige Klugscheißer, ist neu im Revier. Als er bei seinem ersten Erkundungsspaziergang auf einen grausam zugerichteten toten Artgenossen stößt, ist ihm klar, daß hier sein Intelligenzquotient gefordert ist. So rollt sich vor dem Leser mit katzenartiger Geschwindigkeit eine Geschichte von serienmäßigen Morden und religiösen Sekten, von Computern und rolligen Katzen, von Wahnideen und Ommipotenzphantasien... Eine Tierfabel, die in einem spannenden und furiosen Finale menschlich-moralische Abgründe enthüllt.

Ich liebe es! Ist zwar an einigen Stellen ein bisschen brutal! ABER ICH LIEBE ES!!! :-D

— Sunni14

Ein toller Katzenkrimi, der wirklich spannend und fesselnd ist

— Anna_Vo_Mirle

Gut geschriebener Katzenroman; die Tagebucheinträge über die Experimente sind beklemmend. Bester Teil der Reihe!

— Buchperlenblog

Spannend geschrieben bis zur letzten Seite.

— Maro67

Erster Teil der Katzenkrimireihe und nach wie vor mein Lieblingsbuch seit vielen Jahren.

— mutzu

Guter außergewöhnlicher Krimi, der sehr düster daher kommt.

— shavachan

Der Schreibstil nicht ganz mein Fall, aber dennoch ein sehr unterhaltsamer Krimi.

— buecherwurm87

Von dem Recht anders zu sein, grandios

— Kerstin_KeJasBlog

Der erste Katzenkrimi seiner Art. Ich möchte ihn sehr, würde ihn aber eindeutig zur Unterhaltungsliteratur erzählen - ohne Anspruch

— Elydrasil

Wer zwischen den Zeilen liest, wird erkennen wie wundervoll diese Geschichte ist.

— Prinzesschn

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  • Fantasie + Krimi = Felidae!

    Felidae

    Sunni14

    08. February 2017 um 06:35

    Ich habe noch nicht alle Felidae´s durch (erst 3stk.), aber jedes Buch mit dem kleinen Besserwisser Francis war bisher immer ein wahres Abenteuer mit ordentlichen Gänsehaut-Faktor. Es ist einfach erstaunlich, wie der Autor moralische Abgründe Stück für Stück an Licht befördert, aufgeklärt durch einen überdurchschnittlich intelligenten Kater. Diejenigen, die sich für einen etwas anderen Krimi interessieren, sollten wirklich mit diesem hier anfangen.

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  • Krimi auf vier Pfoten

    Felidae

    Anna_Vo_Mirle

    05. February 2017 um 16:10


    Ein toller Katzenkrimi, der wirklich spannend und fesselnd ist.



    Francis, zieht mit seinem Dosenöffner in ein renovierungsbedürftiges Haus. Bei seiner ersten Erkundungstour entdeckt er eine tote Katze, die grausam zugerichtet ist. Eine Serie von Katzenmorden die mit Francis scharfen Verstand aufgeklärt werden soll...


    Ein Krimi aus der Sicht einer Katze ist mal etwas ganz Anderes. 

  • Felidae - Akif Princci

    Felidae

    An-chan

    13. October 2015 um 21:38

    Ich hatte bisher nicht mit vielen Tier-Krimis das Vergnügen. Vor ein paar Jahren hatte ich das Hörbuch zu "Glenkill" gehört, aber das war es auch schon mit Tieren und Mordfällen. "Felidae" war also eine richtige Abwechslung, von dem, was ich sonst so lese. Auch weil es mal keine Fantasy war (wobei das ja Auslegungssache ist - immerhin agieren die Katzen hier sehr menschlich). Ich hielt es, nach dem was ich so gehört hatte (was nicht allzu viel war, außer dass die Verfilmung gruselig und das Buch toll sein sollten), für einen netten kleinen Krimi, wo halt Katzen den Fall lösen und nicht Menschen. Ich dachte auch, Menschen würden insgesamt eine größere Rolle spielen. Tja, ich lag ziemlich mit meinen Erwartungen daneben. "Felidae" ist nichts für schwache Nerven. Man sollte sich nicht von der Bezeichnung "Katzen-Krimi" täuschen lassen, denn es geht alles andere als süß und flauschig zu. Die Beschreibungen der toten Katzen sind blutig, die Taten, die dargestellt werden, grausam. Francis wird immer wieder von abartigen Albträumen geplagt, die ihm sein Unterbewusstsein sendet. Würde er sie richtig lesen, würden darin wichtige Hinweise enthalten sein, doch ebenso wie der Leser lässt er sich von der Grausamkeit und dem Schrecken, die sie enthalten, von der Botschaft ablenken. Ich hatte "Standard-Mordfälle" erwartet, doch was zwischen den Buchcovern wartete, waren Themen wie Tierversuche, Tierquälerei, Religion und Sekten und der Versuch, eine "Überrasse" zu schaffen, ganz nach nationalsozialistischem Vorbild. Ich war des Öfteren beim Lesen schockiert über die harten, abstoßenden Taten, die sich mir und Francis offenbahrten. Und bei allem wird niemals übermäßig deutlich der "Moral-Finger" erhoben. Die Handlung wird beschrieben, die Grausamkeiten an den Katzen dargestellt, Francis und seine Kameraden machen sich Gedanken, doch der Leser wird an keiner Stelle allzu deutlich darauf gestoßen, dass die Taten unmoralisch sind. Es wird nicht versucht, zu belehren, es wird aufgezeigt. Das macht die Geschichte unheimlich realistisch und jeder, der sich mal etwas mit Tierversuchen beschäftigt hat, weiß, dass leider tatsächlich die Realität beschrieben wird. Doch auch die andere Seite - die "böse" - wird beschrieben und ist zu einem gewissen Grad nachvollziehbar und verständlich (jedoch nicht vertretbar!). Es gibt kein schwarz und weiß. Die Charaktere sind alle sehr eigen und individuell. Francis, der Klugscheißer, Blaubart, das Rauhbein, Pascal, der Intelligente, und viele mehr. Ich konnte jeden sofort ins Herz schließen, auch diejenigen, die Francis weniger wohl gesonnen waren. Ein jeder hatte seine besonderen kleinen Macken, die sie liebenswert machten. Die Katzen wirkten damit menschenähnlich und verhielten sich oftmals auch ähnlich. Der Schreibstil war ebenfalls großartig. Der Autor mischt gekonnt humorvolle Passagen (z.B. wenn Francis über seinen "Dosenöffner" Gustav nachdenkt) mit ernsten Tönen und erhält durchgehend die Spannung aufrecht. Ich hatte nie das Gefühl, die Handlung würde langatmig werden. Es hat richtig Spaß gemacht, Francis auf seinem Weg durch all das Übel zu begleiten und gemeinsam mit ihm so einige Irrungen und Wirrungen zu enträtseln. Einzig gestört hat mich der Punkt, wo der Kater Pascal auftauchte und mit einem PC umgehen konnte, in dem er "zufällig" eine Liste aller Katzen im Revier erstellt hatte. Das war ein Punkt wo ich dachte "Ach bitte nicht" und mit den Augen rollen musste. Das war ein echter Dämpfer im Lesevergnügen. Ich wäre daher auch fast versucht, nur 4 Sterne zu vergeben, aber im Nachhinein kann ich darüber hinweg sehen und das Buch insgesamt als großartig bewerten. Und es war eindeutig besser als manche meiner anderen 4-Sterne-Bücher. Fazit: Großartig geschriebener Krimi mit (leider) sehr realistischen Gräueltaten. Absolut empfehlenswert für alle, die keine allzu schwachen Nerven haben.

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  • Für mich DER Katzenkrimi. Unvergleichlich...

    Felidae

    mutzu

    12. September 2015 um 18:03

    Wer Katzen liebt, einen feinsinnigen Humor hat und fesselnde Lektüre sucht, muss dieses Buch einfach lesen. Ich habe es schon zig mal durch und auch die Comicverfilmung gesehen. Eine tolle und spannende Kriminalgeschichte mit wundervollen Charakteren...

  • Francis der Sturkopf

    Felidae

    Kaisu

    08. September 2014 um 12:32

    "Wenn Sie meine Geschichte tatsächlich hören wollen [...], so müssen Sie sich zunächst mit dem Gedanken vertraut machen, daß Sie keine angenehme Geschichte hören werden."(S.11) Leitet eine Katze - pardon - ein Kater ein Buch mit diesen Worten ein, fallen einem direkt mehrere Dinge auf, die ungewöhnlich sind. Zunächst einmal der gravierendste Fakt, dass ein Kater für gewöhnlich kein Buch verfasst oder gar mit den Menschen so redet. Zum anderen, was soll einem Hauskater schon unangenehmes passieren, was er uns - dem Leser - so zwingend berichten muss und uns daher vorwarnt? Wenn ihm einer etwas angetan hätte, wäre er sicher nicht dem Umweg des Buches gegangen, sondern hätte seinen Dosenöffner direkt kontaktiert. Aber die Worte von diesem Kater sind durchaus richtig gewählt, denn was einen auf den kommenden Seiten erwartet, ist wahrlich nichts für sanfte Gemüter. Man ist direkt mittendrin im Geschehen. Der Kater Francis zieht mit seinem Dosenöffner Gustav in ein neues Haus. Das heißt natürlich auch, es gibt eine neue Nachbarschaft. Fremdlinge müssen vom Grundstück verscheucht und das eigene Revier deutlich mit Geruchsnoten markiert werden. Auf einem seiner ersten Rundgänge entdeckt Francis direkt eine Leiche. Es sieht nach einem unfairen leidvollen Kampf aus. Der Nacken des Artgenossen ist verfetzt und dies ist eindeutig die Todesursache, was also auf einen Hinterhalt hindeutet, denn welche Katze, merkt nicht, dass sich ihr jemand nähert? Doch der kleine Katzendetektiv kommt ins Grübeln. Es gibt Hinweise, dass es kein listiger Anschlag war und man seinen Mörder gekannt hat. Somit beginnt das Katzenhirn zu arbeiten und der Spürsinn von Samtpfote Francis ist zu 100% geweckt. Während der Kater seinen Ermittlungen nachgeht und alles aus der Ich-Perspektive berichtet, fällt dem Leser die derbe Sprache auf, die benutzt wird. Sie ist sehr direkt und grob. Aber sie passt perfekt zu dem kleinen Klugscheißer. Dieser ist nämlich nicht nur rotzfrech, sondern findest auch selten blumige Wort um sein Umfeld zu beschreiben. Anfangs ist das etwas irritierend, schließlich rechnet man nicht mit so einer Wortwahl. Doch je mehr man sich in die Story einliest, umso mehr fällt einem die charakterliche Stimmigkeit auf. Francis strotzt nur so vor Selbstbewusstsein und Arroganz, dass man sogar dazu geneigt ist, ihn zu verachten. Aber wer kann einer Samtpfote schon böse sein, die ihrem menschlichen Gefährten treu bleibt, ihm menschliche Gesellschaft wünscht und sich jeden Abend in sein Bett kuschelt? Die zweite Figur, die man in sein Herz schließen darf, ist der treue Nachbar Blaubart. Ein vom Schicksal gebeutelter Kater, der deutliche Blessuren und Narben davon getragen hat. Zunächst macht er einen trägen Eindruck, je mehr man jedoch von ihm erfährt umso facettenreicher wird er. Er hat dabei sogar die Chance, dem Detektiv Francis den Rang abzulaufen. Seine Kommentare in dem Geschehen wirken immer etwas plump und zeigen auch deutlich die simplen Gedankengänge auf, die in ihm dominieren. Dennoch sind diese Worte nie abstrus, sondern schlicht simpel formuliert. Kann ja nicht jeder so ein Katzen-Genie wie Francis sein und somit hat Mr Klugscheißer in Blaubart den perfekten Gegenpart gefunden. Der Handlungsverlauf entwickelt zunächst langsamer als erwartet. So entdeckt der Kater immer mehr tote Kameraden ohne der Spur des Mörders näher zukommen. Stattdessen beobachtet er seltsame Sektenversammlungen und findet alte Tagebücher eines Forschers, der grausame Experimente an diversen Felidae vorgenommen hat. Natürlich erfährt der Leser, was in ihnen steht und bekommt so Einblicke in Tierversuche, die einem innerlich aufstöhnen lassen. Es wäre jedoch an dieser Stelle geschickter vom Autor gewesen, eben jene Tagebucheinträge nicht mit einem Schlag zu präsentieren, sondern Stück für Stück. Man erfährt zu viel und die Spannung wird etwas gedämpft, durch das gewonnene Wissen. Sofort beginnen nämlich bei einem selbst die Rädchen die arbeiten und man erkennt erste Zusammenhänge. Witzigerweise verdrängt man diese und lauscht lieber den Folgerungen von Francis. Der andere Gedankengänge verfolgt und letztlich schlägt man sich innerlich an den Kopf, weil man es eigentlich schon die ganze Zeit gewusst hat. Es ist also hier ein geschickter Schachzug vom Verfasser, einen immer wieder neue Dinge zu präsentieren und das aus Katzenaugensicht. Neben den beiden Katern Francis und Blaubart, lernt man natürlich noch viel mehr Katzen kennen. Auch die menschlichen Dosenöffner kommen nicht zu kurz. Dadurch wird aus einem einfach wirkenden Mord, rasch eine komplexe Mordserie, die zügig gelöst werden sollte, wenn nicht noch mehr Mietzekatzen ihr Leben lassen sollen. Es ist also immer ein guter Spannungsbogen vorhanden, der einen dazu drängt, das Buch endlich zu beenden und den Mörder aufzudecken. Gespickt wird das Ganze durch eben jene Tagebucheinträge des Wissenschaftlers und seltsame Albträume von Francis, die stetig neue Hinweise liefern. Alles in allem lohnt es sich also auch mal ein Buch aus dem Jahre 1989 wieder in die Hände zu nehmen und sich darin zu vertiefen. "Felidae" ist der Auftakt zu einer Krimireihe, die bisher acht Bände umfasst. Ob noch weiter Bände erscheinen ist fraglich, schließlich fiel der Autor Akif Pirincci in letzter Zeit eher durch negative politische Äußerungen auf. Wer sich nun sagt: Ich möchte so einen Autor nicht unterstützen, in dem ich seine Katzenkrimi kaufe, dem sei gesagt, dass es schließlich noch einen großen Gebrauchtwaren-Markt gibt, wo man gute Exemplare erstehen kann. Wem also eine bissige Mundart nichts ausmacht und wer gerne mal in einen deutschen Katzenkrimi der besonderen Art hineinschnuppern möchte, darf hier beherzt zugreifen. Wer lieber die bildliche Version mag, der kann auch zu dem animierten Film greifen, welcher 1994 auf den Markt kam. Allen anderen kann man noch die Autorin Rita Mae Brown empfehlen. Sie schreibt ebenfalls Krimi über und mit Katzen. Ihre Hauptfigur ist weiblich und heißt Mrs.Murphy.

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  • Felidae 3,5 Sterne

    Felidae

    theatermensch

    07. August 2014 um 09:45

    Ich habe vor paar Jahren den Film gesehen und fand den relativ gut. Deswegen ließ ich mir Felidae damals schenken.  Ich bin von Felidae etwas enttäuscht. Francis wirkt sehr oft unsympathisch, besonders stark habe ich es empfunden wenn er über Gustav geredet hat. Er sagt zwar selber dass er ihn liebt, aber davon war nie viel zu "spüren". Man liest sogar an einer Stelle das der Auto Homophob ist, was ich auch sehr bescheiden fand. Der Epiolg war mir zu Gott bezogen und ich hatte das Gefühl dass der Autor seinen Krimi am Ende vergaß und lieber seinen Leser das Wort Gottes in den Kopf Prügeln wollte. Aber ich fand dass man das Buch leicht und schnell lesen konnte. Es gab selten Momente in dem er etwas abschweifte( meist dann wenn er über Gustav oder Archie schrieb). Zudem waren die Zusatzinfos über Katzen ganz nett.

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  • Akif Pirinçci│Felidae

    Felidae

    tragosso

    08. July 2014 um 18:39

    Mit seinem Besitzer Gustav (der für zweitklassige Frauenmagazine schmuddelige, einseitige Geschichten schreibt) ist Francis in ein fuchtbar baufälliges Haus gezogen, dessen merkwürdige Geschichte und atmosphärische Absonderlichkeiten ihn sogleich ahnen lassen, dass hier etwas nicht stimmt. Als er dann Blaubart kennenlernt, einen muffeligen (schwanzlosen) Maine-Coon-Kater und später im Keller des Hauses ein altes Tagebuch findet, werden beide unfreiwillig in die Folgen dessen, was vor Jahren dort geschah, verwickelt. Dieses Buch ist nur etwas für Menschen, die mit langen, verschachtelten Sätzen gut auskommen.  Und mit Pirinçcis deprimierender Art zu schreiben. Trotzdem fehlt es dem Buch nicht an Witz oder Kurzweiligkeit. Francis ist ein angenehmer Charakter, und sogar Gustav wächst einem irgendwie ans Herz. Ganze Rezension lesen

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  • Rezension zu "Felidae" von Akif Pirinçci

    Felidae

    Moena

    03. February 2013 um 16:19

    Kater Francis ist ein Klugscheißer. Er ist überheblich, von sich selbst mehr überzeugt als von irgendwas sonst auf der Welt und zuweilen auch ein bisschen depressiv. Trotzdem war mir der Hauptcharakter der Katzenkrimis ziemlich schnell alles andere als unsympathisch. Mit seinen cleveren Gedankengängen und seinen Sprüchen unterhält er nicht nur den Leser, sondern auch das gesamte Katzenvolk in seinem neuen Domizil. Und davon gibt es reichlich. So lernt Francis während seiner Ermittlungen zahlreiche neue Weggefährten kennen, von denen jeder seine Eigenarten hat und von denen der eine länger, der andere eher weniger lang erhalten bleibt. Auch Francis' Mitbewohner und Besitzer Gustav ist ein recht sympathischer Zeitgenosse. Der 130 Kilo schwere Autor von Kurzromanen und archäologischen Ladenhütern ist zwar nicht der Hellste und auch nicht gerade der Begabteste im Umgang mit Hammer und Säge, doch damit sorgt er auch für die eine oder andere humorvolle Seite im Buch. Was bei einem Krimi aber viel wichtiger ist als der Humor, ist natürlich die Spannung. Und nach einem recht ruhigen Anfang bietet "Felidae" davon genug. Themen wie Rassenwahn und Religion schaffen ein düsteres Szenario. Die Morde an den anderen Katzen werden immer mysteriöser und als Francis sogar selbst in Gefahr gerät, konnte ich das Buch schließlich nicht mehr aus der Hand legen. Dabei macht es Spaß, gemeinsam mit Francis dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und mitzurätseln, wer der Katzenmörder ist. Pirinccis Schreibstil ist allerdings nicht ganz einfach. Die Sätze sind oft lang und verschachtelt und es kam mehr als einmal vor, dass ich einen Abschnitt zweimal lesen musste, um alles zu erfassen. Dazu kommt, dass auch die Kapitel oft recht lang sind und kaum Absätze haben, an denen man eine Pause einlegen könnte. Durch Francis' Augen lernt der Leser die Welt kennen, wie Katzen sie sehen - und das scheint in manchen Bereichen gar kein allzu großer Unterschied zu sein, denn Francis wirkt in vielen Dingen sehr menschlich. Wer sich daran stört, dass Katzen Computer bedienen und sich ihr Wissen aus Büchern aneignen, der sollte von den Felidae-Romanen doch lieber die Finger lassen. Fazit: Ein Buch für Tierkrimi-Fans, dem man sein Alter zwar anmerkt, das aber trotzdem einige spannende Lesestunden beschert.

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  • Rezension zu "Felidae" von Akif Pirinçci

    Felidae

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein Detektiv auf 4 Pfoten – so was Ähnliches hatte ich bei Glenkill gelesen und war damals enttäuscht worden. Mit entsprechend niedriger Erwartung bin ich „Felidae“ angegangen und wurde positiv überrascht. Ein Kater zieht mit seinem Dosenöffner in ein neues Haus. Bei einem Erkundungsgang stolpert er förmlich über die Leiche eines Artgenossen und trifft dabei einen verkrüppelten Streuner. Der erzählt dem Neuling, dass es nicht die erste Leiche in diesem Vierteil sei, und weckt somit dessen Neugierde. Mit einem für Kater typischen Charme und der zugehörigen Selbstsicherheit macht sich der zugezogene Vierbeiner ans Werk und versucht, das Rätsel zu lösen. Dabei stößt er nicht nur auf ein Labor, in dem früher Tierversuche durchgeführt wurden, sondern auch auf eine für ihn unheimliche Katzensekte. Steckt sie hinter den Morden? Der Stil des Autoren passt perfekt zu dem überheblichen „Klugscheißer“, der die Hauptrolle in dem Krimi übernimmt. Vor Augen hatte ich oftmals den Kater meiner Freundin, der diesen Charakter perfekt mimen könnte lach Was mir besonders gut gefiel, ist, dass man als Leser während des gesamten Buchs miträtseln kann und doch nicht auf den Täter kommt – zumindest ging es mir so; ich war in eine völlig falsche Richtung abgedriftet. Dennoch kommt die Lösung des Falls schlüssig sowie logisch korrekt herüber und bildet einen passenden Abschluss für den Katzenkrimi. Ein Lesegenuss!!

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    • 2

    Synapse11

    09. January 2013 um 10:43
  • Rezension zu "Felidae" von Akif Pirinçci

    Felidae

    NovemberNoevelet

    02. January 2013 um 23:59

    Da mein Freund dieses Buch vor ein paar Jahren gelesen hat, kam er auf die Idee, es mir vorzulesen. Zuerst was ich ein wenig skeptisch. Ich bin zwar ein großer Katzenliebhaber, aber ein Krimi, der aus der Sicht einer Katze geschrieben ist? ... Nach den ersten Seiten hatte mich das Buch schon überzeugt. Wir haben es gradezu verschlungen! Francis Humor trifft genau den meinen und Akif Pirinccis Zynismus ist für meinen Geschmack genau richtig. Das Buch blieb durchgehen spannend und bereichert auf jeden Fall mein Bücherregal. Ich kann es nur jedem empfehlen!

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  • Rezension zu "Felidae" von Akif Pirincci

    Felidae

    paku

    03. May 2012 um 12:52

    Zugegeben, als ich dieses Buch – wieder einmal – in den Abgründen meines Bücherregals fand, war ich mir nicht sicher, wie ich damit umgehen sollte. Immerhin handelt er sich bei der mir vorliegenden Ausgabe um ein Original aus dem Jahre 1989 – und auf dem Buchrücken steht “Der Katzenkrimi“. Doch aller Vorbehalte zum Trotz fand ich mich relativ einfach mit dem Roman aus der Sicht des Katers Francis zurecht. Sehr schnell lernt man bei der Lektüre zu akzeptieren, dass das Verspeisen von Dosenfutter, das sogenannte Flehmen, das Fauchen, Kämpfen und ständige Lecken an allen möglichen Körperöffnungen zu der tierischen Rolle gehören, in die man schlüpft. Hauptdarsteller des Romans ist wie gesagt der Kater Francis, der zu Beginn mit seinem menschlichen “Lebensgefährten”, dem trotteligen Schriftsteller Gustav Löbel, in eines der hässlichsten Häuser der Vorstadt zieht. Bei der Inspektion des neuerworbenen Reviers lernt Francis nicht nur den geschundenen einäugigen Kater Blaubart kennen, sondern entdeckt auch die Leiche eines jungen Artgenossen – die Jagd nach dem Mörder beginnt. Auf der Suche nach der Wahrheit trifft Francis nicht nur auf weitere Katzenleichen, sondern gar auf eine unheimliche Katzensekte, die im Obergeschoss seines Hauses seltsame Rituale stattfinden lässt, bei denen sich die Katzen der Umgebung einer Folter mit Stromstößen unterziehen und dabei ihrem Propheten Claudandus huldigen. Aus einem geheimen Tagebuch erfährt Francis schließlich, dass sich in seinem Haus einst ein Versuchslabor befand, in dem ein gewisser Professor Julius Preterius Experimente an Katzen durchführte, um einen vermeintlich Superkleber zum Verschließen von Wunden herzustellen. Doch alle Versuche schlugen fehl und endeten meist in einem blutigen Desaster. Nur bei einem einzigen Fall funktionierte der Kleber – bei einem jungen Streuner, der dem Labor zugelaufen war… Spannend? Auf alle Fälle! Äußerst atmosphärisch und dabei sehr mysteriös beschreibt Akif Pirinçci den Handlungsstrang, an dem sich der tierische Detektiv Francis entlanghangelt, um den Fall der ermordeten Katzen zu lösen. Dabei legt der Kater extrem menschlische Züge an den Tag, angefangen bei der komplexen Gedankenwelt über die gezeigten Gefühle (Liebe, Hass, Angst, Verunsicherung, Eitelkeit, …) bis hin zu einem tiefen Gottesglauben. Dann aber wieder – und insbesondere im Zusammenspiel mit dem anderen Geschlecht – wird Francis von seinen Instinkten übermannt und sehr schnell daran erinnert, dass er eine Katze ist. Francis sieht es allerdings nicht als Manko an, regelmäßig das Fell zu putzen und mit mehr als den fünf menschlichen Sinnen ausgestattet zu sein. Überhaupt weiß man als Katzenbesitzer die detailgetreue Beschreibung des Verhaltens der tierischen Protagonisten sehr zu schätzen. Ich frage mich, wie lange Pirinçci seine Katzen beobachtet haben muss, um diesen Roman in dieser umfassenden Beschreibungsfülle schreiben zu können. Die moderne Tierfabel regt an, es dem Autor gleichzutun und das Verhalten der eigenen Haustiere näher unter die Lupe zu nehmen. Hilfestellung gibt Pirinçci im Anhang zum Roman mit 13 interessanten und so nicht erwarteten Fakten zur Katze. Fakten, die natürlich auch heute so noch gelten. Ein oder zwei Dellen hat der Roman für mich allerdings. Da ich selbst Kinder der endenden 80er- und beginnenden 90er-Jahre bin, kann ich mir jedoch vorstellen, dass dieses Detail dem aufkommenden Medienboom der damaligen Zeit geschuldet ist. Denn im Roman können Katzen nicht nur lesen, sie können auch einen Computer bedienen. Während ich bis zum Zeitpunkt des ersten Computerauftritts vollkommen von der Rolle des Francis vereinnahmt war, klinkte sich hier mein Hirn wieder aus. Das war mir selbst für einen fiktionalen Roman zu unwirklich. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich kurz daran dachte, wie schnell sich die Computertechnologie in den vergangenen 23 Jahren entwickelt hat. 1989 kamen die ersten PCs in die Haushalte, heute bekommt man Rechner mit 16 Prozessorkernen. Die Katzen in “Felidae” dürften somit an einem Atari oder Commodore 64 arbeiten Wer “Felidae” von Akif Pirinçci noch nicht kennt und geschmeidige Kriminalroman mag, sollte die neun Euro investieren und sich einen Klassiker in der deutschen Krimi-Literatur anschaffen. Der Roman ist kurzweilig, gut geschrieben, beinhaltet viel Blut, auch ein wenig Sex und hat ein spannendes Ende. Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch. www.geile-zeile.de

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  • Rezension zu "Felidae" von Akif Pirincci

    Felidae

    Holden

    18. February 2012 um 13:38

    Kater Francis zieht mit seinem Lebensgefährten und Dosenöffner Gustav in eine neue Wohnung und platzt dort mitten in eine Mordserie an Katzen hinein, über die ihn sein neuer Kumpel, der schwer entstellte Blaubart, unterrichtet. Alle Katzen waren brünstig und wurden duch einen Nackenbiß getötet, d.h. sie kannten den Täter und ließen ihn nah an sich heran. Bald wird Francis in immer rätselhaftere Ereignisse verstrickt. Spannende Unterhaltung, die zum Glück völlig darauf verzichtet, Katzen als niedlich darzustellen.

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  • Rezension zu "Felidae" von Akif Pirinçci

    Felidae

    Jari

    05. October 2011 um 21:10

    Inhalt: Bereits als Francis mit seinem Dosenöffner in das neue Haus zieht, realisiert der Kater, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Doch das, was in den nächsten Monaten auf ihn zuskommt, übertrifft selbst seine kühnsten Erwartungen. Ein Mörder hat es auf die Katzen des Reviers abgesehen und bringt sie auf bestialische Art und Weise um. Francis, ganz der Klugscheisser, macht sich daran, Licht ins Dunkel zu bringen. In welche dunklen Abgründe der menschlichen und der tierischen Seele er dabei blicken muss, realisiert er erst, als er schon mittendrin steckt... Meine Meinung: "Felidae" von Akif Pirinçci ist einer, wenn nicht der, Klassiker der Katzenliteratur. Besserwisser Francis schleicht auf Samtpfoten an die blutigen Mordfälle heran und lässt den Leser dabei einen Blick in die Welt der Katzen erhaschen. Pirinçci erzählt seinen Krimi rasant, ruckzuck sind wir in der Geschichte drin und Ereignis folgt auf Ereignis. Der Autor schafft es mit seinem ausgefeilten Spannungsaufbau, dass der Leser von der Geschichte ergriffen wird und einen angenehmen Schauer seinen Rücken runterlaufen spürt. Leider verliert sich die Spannung gegen Ende hin ein wenig, aber dennoch bleibt man liebend gern bei der Geschite dabei. In "Felidae" werden viele heikle und oftmals verdrängte Themen angesprochen: Tierversuche, religiöser Wahn, Grössenwahn, Rassenwahn und Irrsinn. Es wird ein vielschichtiges Diagramm einer Seele gezeigt und was Qualen aus einem Lebewesen machen können. Somit ist dieses Buch sehr vielschichtig und regt zum Nachdenken und Diskutieren an. Wie weit darf man im Namen der Gesundheit gehen? Wie viel braucht es, um einen Gepeinigten zum Peiniger werden zu lassen? Es ist vor allem dieser Teil des Buches, der mich fasziniert hat und vom dem die Geschichte lebt. Es ist ein Werk, das man mehrmals lesen kann, um immer wieder neue Aspekte zu finden. An manchen Stellen ist "Felidae" ziemlich blutig, wobei sich dies meiner Ansicht nach auf Francis' Träume begrenzt. Jedoch muss man auch bei diesen Schilderungen ab und an leer schlucken. Überhaupt ist die Stimmung in diesem Werk düster und geheimnisvoll gehalten. Dass die Protagonisten Katzen sind, passt zu dieser leicht bedrückten und unsicheren Stimmung. Fazit: Ein spannender, packender und grausiger Krimi, der nicht nur für Katzenfans geeignet ist. Wer vielschichtige Titel mag, sollte sich "Felidae" nicht entgehen lassen, es bietet sehr viel Stoff. Feinfühlige Zeitgenossen müssen sich jedoch darauf gefasst machen, dass es hier auch blutig zugeht. Ansonsten hat "Felidae" alles, was ein guter Krimi braucht. Einen sympathischen Ermittler, skurrile Figuren, dunkle Ereignisse und einen Twist. Das Lesen von Piriniçcis Buch hat mir grosse Freude bereitet. Ich habe schon viel davon gehört und fand es toll, es auch endlich zu lesen. Francis mochte ich von Beginn an und ich war sehr schnell mitten im Geschehen. Schlussendlich konnte ich sogar selbst herausfinden, wer der Mörder war.

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  • Rezension zu "Felidae" von Akif Pirinçci

    Felidae

    Steffi_Muehlsteph

    12. September 2011 um 17:40

    Felidae 288 Seiten Goldmann Verlag (1. Juli 1989) ISBN-13: 978-3442092987 Klappentext: Francis ist neu im Revier. Mit seinem Besitzer Gustav ist er in ein Haus gezogen, dessen merkwürdige Geschichte und atmosphärische Absonderlichkeiten ihn sogleich ahnen lassen, daß hier etwas nicht stimmt. Als er kurze Zeit später bei seinem ersten Erkundungsspaziergang auf einen toten Artgenossen stößt, ist ihm klar, daß hier sein Intelligenzquotient gefordert ist. Meine Meinung: Francis ist neu und ein echter Klugscheißer. Er weiß alles besser, er kann alles besser, doch körperlich ist er nicht der Stärkste und dafür hat er seinen älteren und groben Genossen Blaubart an der Seite - der auch immer wieder nette Tipps gibt, die er selbst als solche aber nicht auffasst. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst, da es nur einen Handlungsstrang gibt und dies alles aus der Sicht von Francis passiert - also ein Kater. Neues Revier, Serienmorde und eine Sekte, die mich stark an die neuzeitliche Geschichte erinnert hatte. Hier hat der Autor kurzen Prozess gemacht und einen großen Bösewicht erschaffen, der natürlich nur das Beste für seine Artgenossen will. Und da kränkelt auch die Geschichte. Ich traue Katzen zwar zu, dass sie uU einen PC bedienen könnten, wenn wir Dosenöfner nicht hinschauen, jedoch sind andere Katzen-Eigenarten untergegangen. Außerdem hat es mich gestört, dass die Katzen grinsen oder gar menschliche Gesten nachahmen. Katzen würden so etwas nie tun. Sie gebaren sich anders, wenn sie etwas wollen oder sich über eine Sache aufregen. Die Beschreibung von Francis` Träumen zerrt teilweise an den Nerven. Dadurch, dass man an den jeweiligen Stellen den Zusammenhang der Träume nicht erkennen kann (ich zumindest konnte es nicht), empfindet man sie zum Teil als störend, gleichzeitig aber auch langweilig. Ich empfand den Krimi unterhaltsam, wenn auch nicht das absolute Muss für alle Krimi-Fans. Es ist doch eher etwas für Katzenliebhaber, die ihren Vierbeiner gerne mehr andichten würden als was sie tatsächlich den ganzen Tag treiben. Dennoch ist Felidae ein Klassiker und für die Leser von Warrior Cats auch nicht ganz uninteressant. Die Altersempfehlung wäre allerdings eher bei 12+, da der Autor seine sehr lebhafte Sprache benutzt und es ab und an blutig zur Sache geht. Außerdem, da Francis vor Sarksmus trieft, wäre es um den Wortwitz und den Lesegenuss besser, wenn man solch einen Humor besitzt.

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  • Rezension zu "Felidae" von Akif Pirinçci

    Felidae

    LadyMacbeth

    22. July 2011 um 09:47

    Als Kind bekamen meine Schwester und ich das Hörspiel zum gleichnamigen Film von Freunden meiner Eltern geschenkt. Ein Verkäufer hatte das Ganze wohl versehentlich in der Kinderabteilung einsortiert – doch schon im zarten Alter von sieben oder acht Jahren zog mich die Geschichte um Francis und die Katzenmorde in ihren Bann; und dass, obwohl ich damals nicht einmal ansatzweise verstand, worum es eigentlich ging. Ehrensache, dass ich auch bald den Film schaute – natürlich ohne dass meine Eltern davon erfuhren – und ich denke, Felidae hat meinen Hang zu Horrorfilmen und Gruselgeschichten, sowie Kriminalromanen und Thrillern wohl entscheidend mitgeprägt. Seit Jahren war ich Felidae-infiziert und doch habe ich Felidae erst jetzt, mit 22, zum ersten Mal gelesen. Ich bereue es keineswegs. Die Handlung ist nicht nur sehr komplex und kunstvoll verstrickt, die Sprache überwiegend auf einem gehobenen Niveau und atmosphärisch dicht, sondern vor allen Dingen extrem vielschichtig. Es gibt viele interessante Wendungen, die zu einer unheimlichen Spannung beitragen. Tiere sind gute Menschen und Menschen sind böse Tiere. Von der ersten Seite an habe ich mich nicht losreißen können und habe – zumindest für meine Verhältnisse – sehr langsam gelesen, weil ich jedes, aber auch wirklich jedes Wort in mich aufnehmen wollte. Ich habe selten ein Buch so sehr genossen wie Felidae und das, obwohl ich die Handlung in- und auswendig kenne, sogar weiß, welche Figur sich gleich in welchem Wortlaut äußern wird und natürlich auch, wie sich die ganzen Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Trotzdem bin ich wieder begeistert – und obwohl ich Felidae so gut und so lange kenne, finde ich die Geschichte immer wieder spannend. Die Figuren sind sehr vielschichtig gestaltet – angefangen bei Francis, der so interessant ist und einen wundervollen Erzähler abgibt. Blaubart, der etwas rüpelhaft daherkommt, aber so ein herzensguter Kerl ist und im Grunde genommen so klug. Pascal, der den Schein so gut zu wahren weiß. Felicitas, die nur einen so kurzen Auftritt hat, aber trotzdem so bewegend ist – und sogar Gustav und Archie. Diese Dimension hat sich mir überhaupt erst durch das Buch eröffnet und ich frage mich, was meine Katzen wohl über mich denken… Ich habe ehrliches Mitleid mit Gustav empfunden, der sein Weihnachtsfest alleine verbringen musste und sich so rührend um Francis kümmert. Die Geschichte aus Francis’ Perspektive zu erzählen verleiht der Geschichte einen besonderen Charakter, da auch Francis so fabelhaft konzipiert ist. Es ist eine echte Freude, seinen Gedankengängen zu folgen (z.B. den Ausführungen über “Hobbies”). Einen kleinen Warnhinweis muss ich jedoch noch anbringen: Den Leser erwartet hier kein Streichelzoo à la Disney, sondern ein durchaus blutiges Vergnügen, garniert mit schaurigen Albträumen und einer nervenaufreibenden Sektengeschichte. Kurzum: Ich liebe Felidae.

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