Alöscha Stein 5 Leben

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Inhaltsangabe zu „5 Leben“ von Alöscha Stein

"5 Leben" beschreibt das Schicksal einer jungen Frau, die in ihrer Rolle als Tochter, Russlanddeutsche, Frau und Patientin extreme Erfahrungen der Machtlosigkeit durchlebt. Im Laufe ihres Lebens zerbricht wieder und wieder, worüber sie sich als Mensch zu definieren sucht: Sie ist gezwungen, sich stets aufs Neue zu erfinden, durchlebt einen ständigen inneren Wertewandel. Lebenseinschnitte, wie schwere Erkrankungen oder ihre Immigration nach Deutschland, bringen die junge Frau an die Grenzen ihrer Existenz. Sie lernt mit der Zeit, durch Reibung und Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, ihre Erfahrungen sowie Einblicke in unterschiedliche Abgründe, in Ästhetik und Wahrhaftigkeit zu transformieren. Schritt für Schritt erobert sie ihre Teilhabe am sozialen Leben zurück und entdeckt brachliegende Potentiale. Dieser Roman ist eine Hommage an das Leben mit all seinen glücklichen und erschütternden Fügungen. Aber auch an die schöpferische Fähigkeit des Menschen, aus widrigen Umständen etwas Schönes machen, sowie an diesen Erfahrungen wachsen zu können.

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  • Rezension zu "5 Leben" von Alöscha Stein

    5 Leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. July 2012 um 07:28

    An sich bin ich strikter Gegner sogenannter Print-on-Demand-Literatur, wenn es aber um das Thema Lupus geht, mache ich eine Ausnahme. „Fünf Leben“ lässt mich jedoch sehr zwiespältig zurück und da ich selbst auch LE habe, bin ich sicherlich nicht so objektiv, wie es zu einer ordentlichen Rezension gehört und sicherlich gehe ich mit einem ganz anderen Anspruch an das Buch als andere, Nicht-Lupies... Alöscha Stein wächst unter strengem Regiment in Kasachstan auf, wird vom Vater ständig geschlagen und ist fast froh, als dieser die Familie für eine andere Frau verlässt. Dann folgt der Umzug nach Deutschland, in ein besseres Leben, so hofft zumindest die Familie. Doch bevor Mutter und Kind eine eigene Wohnung bekommen und endlich Ruhe finden, steht ihnen ein steiniger Weg bevor. Mit 13 Jahren wird bei Alöscha eine Diagnose gestellt – sehr schnell im Übrigen, davon träumt mancher Patient sicherlich – die ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen soll. Systemischer Lupus erythematodes. Und da sich eine Autoimmunerkrankung meist sehr einsam im Körper fühlt, gesellt sich später noch eine Myasthenia gravis hinzu. Alöscha Stein nimmt diese Diagnosen auf, strengt sich weiterhin in der Schule und ist eine sehr gute Schülerin. Nach außen wirkt alles perfekt, doch in ihrem Inneren kämpft sie einen täglichen Kampf mit dem Wolf, unterkriegen lassen will sie sich jedoch nicht, so steht sie immer wieder auf und blickt nach vorn... Die Psychologin Alöscha Stein blickt mit ihrem Erstlingswerk „5 Leben“ auf ihr(e) Leben zurück. Sie lässt uns teilhaben an ihrem Leben als Mädchen-Tochter-Frau, Russlanddeutsche und Patientin, wobei der Focus auf das Leben als Russlanddeutsche liegt. Und hier verzettelt sie sich auch immer wieder, schildert lustige Szenen aus ihrem Leben, die eine gewisse Situationskomik haben, die Unbeteiligten meist aber völlig verborgen bleibt und den Leser mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt. Vor allem in diesen Rückblicken kommt sie auch leider immer wieder von Hölzchen auf Stöckchen und verliert den roten Faden aus der Feder. Ihre Erkrankungen werden kurz angerissen, hier wären sicherlich nähere Erläuterungen sinnvoll gewesen, denn viele wissen nicht, was bedeutet es wirklich, Lupus zu haben. Selbst mir ist „ihr“ Lupus nicht wirklich klar geworden. Immer wieder betont sie Urlaube und Sonne, doch was Sonne für Lupuserkrankte bedeutet, kein Wort darüber. Was die Myasthenia gravis für sie bedeutet, blieb mir noch unklarer. Für mich ist jedes Buch, das die Krankheit Lupus erythematodes in den Focus rückt, ein weiterer Weg, die Bekanntheit zu steigern. Doch leider sehe ich hier die Chance vertan, da man nicht wirklich viel erfährt. Ihr Leben als Russlanddeutsche wird jedoch detailliert geschildert und es wird einem klar, was diese Frau für einen Weg gegangen sein muss. Respekt! Steins Erzählstil ist tagebuchartig, dementsprechend wenig roter Faden. Sie hat versucht, möglichst viele Themen – die Themen ihres Lebens – in ein Buch zu packen, doch vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen?! Wie schon geschrieben, das Buch hat mich äußerst zwiespältig zurückgelassen, ich hoffe aber, dass Alöscha Stein weiterhin ihren Weg gehen wird und sich vom Wolf und seinem Schmetterling sowie der Myasthenia nicht unterkriegen lässt! Alles Gute, Frau Stein!

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