Al Imfeld Afrika als Weltreligion

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Inhaltsangabe zu „Afrika als Weltreligion“ von Al Imfeld

Afrikanische Spiritualität gilt in der europäischen Wahrnehmung als Folklore, die teils fasziniert, teils aber auch befremdet. Al Imfeld, einer der grössten Afrikakenner Europas, gibt in diesem Buch zum ersten Mal einen breiten Einblick in das vielseitige religiöse Brauchtum Schwarzafrikas. Er stellt dieses auf eine Ebene mit den Weltreligionen Islam und Christentum. Nebst den Einflüssen anderer Religionen auf die traditionellen Religionen Afrikas widmet sich dieses Buch auch der Sklaverei und dem Exil, wo die Afrikaner in der Verschmelzung mit anderen Kulturen ihre Religion weiterentwickelten. Es ist ein stark biografisch gefärbtes Buch, das die vielen persönlichen Begegnungen des Autors mit Afrika und all seinen Widersprüchen spiegelt.

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  • Rezension zu "Afrika als Weltreligion" von Al Imfeld

    Afrika als Weltreligion

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. July 2011 um 22:10

    Der Schweizer Al Imfeld hat Religionswissenschaft, Anthropologie und Tropenlandwirtschaft studiert. Er hat sich jahrzehntelang mit Afrika beschäftigt und hat alle 54 afrikanischen Länder bereist. In seinem neusten Buch "Afrika als Weltreligion" schreibt er, wie der Titel schon verrät, über Religion in Afrika, aber auch über Afrika in der Religion. Imfeld selbst bezeichnet sein Buch in seinem Vorwort folgendermassen "Die fünfzig Texte sind wie Fenster eines grossen Hauses, in die ich Einblick, aber auch Ausblick gewähre". In dem Buch geht es hauptsächlich darum, dass man Afrika nicht mit der europäischen Brille betrachten kann, wer Afrika kennen lernen will, muss diese Brille ausziehen und sich auf diese vollkommen andere Welt einlassen, um sie zu erfahren. Denn Afrikaner (ausser Muslime und Christen) glauben an keinen allmächtigen Schöpfergott oder er spielt zumindest keine grosse Rolle. Sie kennen kein Jenseits, sondern nur eine Zwischenwelt in der sich ihre Ahnen aufhalten. Gebete richten sich ebenfalls nicht an Gott, sondern an die Ahnen. Die afrikanische Religion besteht nicht nur aus Ahnen und gruseligen Masken, sie besteht aus Rhythmus, Tanz, Musik und Gemeinschaft. Sie lebt, sie atmet, sie nimmt neues in sich auf uns transformiert sich, immer in Bewegung, immer im Wandel. "Afrika als Weltreligion" stellt Fragen und einen dazu bringt festgefahrene Vorstellungen zu hinterfragen und Vorurteile zu überdenken. In einfachen Worten ausgedrückt: ein wundervolles geniales Buch.

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