Alain Felkel Operation Piratenjagd

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Inhaltsangabe zu „Operation Piratenjagd“ von Alain Felkel

Seit Beginn der Seefahrt ist Piraterie eine Gefahr für die Weltmeere. Brutal nutzen Piraten kriegerische Wirren und anarchische Zustände, um ihr Gewerbe zu professionalisieren und sich in Bünden zusammenzuschließen. Sie fallen über Handelsschiffe und reiche Küsten her, um sie auszurauben. Wikinger, Likedeeler, Barbaresken und Bukanier sind die Schrecken der Meere und des Seehandels. Bis zu dem Tag, an dem
sich die geschädigten Mächte zur Piratenjagd rüsten.
Piratenjägern aus aller Welt ist Felkels Buch gewidmet. Sie begeben sich auf die Spur der Seeräuber, um ihnen ihr Handwerk zu legen. In erbitterten Waffengängen und Strafexpeditionen, aber auch mit List und Diplomatie setzen die Piratenjäger alles daran, die Meere von ihren Widersachern zu befreien.
Doch Piraterie stirbt nicht aus. Seit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts werden erneut Menschen mitsamt ihren Schiffen geraubt und erst gegen Lösegelder in Millionenhöhe wieder freigelassen. Und wieder entsenden Handelsmächte ihre Kriegsflotten, um der Gefahr wirksam zu begegnen.
Von der Antike bis zur Gegenwart zeichnet Alain Felkel in `Operation Piratenjagd diesen epischen Konflikt nach. Spannend wie ein Kriminalroman!

Spannend, informativ, fachlich fundiert - ein großartiges Buch über eines der romantisiertesten Phänomene der Geschichte

— Buchgespenst

ein zu schneller Galopp durch die Jahrhunderte der Piraterie.

— Gwenliest

Ein interessantes Buch zum Thema Piratenjagd

— Curin

Dieses Buch räumt durch sein Fachwissen mit jeglicher Romantik bezüglich der Piraterie auf!

— Mrs_Nanny_Ogg

Unterhaltsamer und informativer Streifzug durch die Geschichte. Habe ich sehr gern gelesen.

— Igelmanu66

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  • Leserunde zu "Operation Piratenjagd" von Alain Felkel

    Operation Piratenjagd

    OsburgVerlag

    Der Kampf gegen die Schrecken der Meere. Das Buch über die Piratenjäger Seit Beginn der Seefahrt ist Piraterie eine Gefahr für die Weltmeere. Brutal nutzen Piraten kriegerische Wirren und anarchische Zustände, um ihr Gewerbe zu professionalisieren und sich in Bünden zusammenzuschließen. Sie fallen über Handelsschiffe und reiche Küsten her, um sie  auszurauben. Wikinger, Likedeeler, Barbaresken und Bukanier sind die Schrecken der Meere und des Seehandels. Bis zu dem Tag, an dem sich die geschädigten Mächte zur Piratenjagd rüsten. Piratenjägern aus aller Welt ist Felkels Buch gewidmet. Sie begeben sich auf die Spur der Seeräuber, um ihnen ihr Handwerk zu legen. In erbitterten Waffengängen und Strafexpeditionen, aber auch mit List und Diplomatie setzen die Piratenjäger alles daran, die Meere von ihren Widersachern zu befreien. Doch Piraterie stirbt nicht aus. Seit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts werden erneut Menschen mitsamt ihren Schiffen geraubt und erst gegen Lösegelder in Millionenhöhe wieder freigelassen. Und wieder entsenden Handelsmächte ihre Kriegsflotten, um der Gefahr wirksam zu begegnen. Von der Antike bis zur Gegenwart zeichnet Alain Felkel in Operation Piratenjagd diesen epischen Konflikt nach. Spannend wie ein Kriminalroman!

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    • 122
  • Verklärt und vergessen

    Operation Piratenjagd

    Buchgespenst

    22. August 2015 um 14:10

    Das Phänomen der Piraten ist alt – älter als wir meinen. Das Buch beginnt mit dem ältesten Zeugnis eines Piratenüberfalls: 1192 vor Christus! Es endet mit den aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2013, doch Piraten gibt es weiterhin. Dieses Buch schreibt keine Geschichte der Piraterie, sondern der Jagd. Wie Herrscher die Piraten benutzt, gefoltert, fallen gelassen und in die Illegalität getrieben hat, so dass sie, um Machtansprüche zu stärken, offiziell gejagt werden durften. Spannend, packend, sachlich fundiert und mit einem umfangreichen Literaturverzeichnis wird hier die Geschichte einer gnadenlosen Jagd erzählt, an der sich alle Länder und alle Herrscher in jedem Zeitalter beteiligt haben. Wie wurden Menschen zur Piraterie getrieben? Wie sah ihre Rolle in der Weltpolitik aus? Und wie veränderten sie die Machtverhältnisse der Welt? Diese und noch viele andere Fragen werden in diesem einzigartigen Buch beantwortet. Vergessene Namen großer Piratenjäger, überraschende Zusammenhänge zu Ereignissen, die im Geschichtsunterricht doch isoliert behandelt wurden – Kapitel für Kapitel ziehen Jahrhunderte an einem vorbei und doch erkennt man in allem einen bitteren roten Faden. Das Buch lädt ein Geschichte von einer neuen Seite zu entdecken. Ohne Romantisierung, mit sauberer Trennung von Kolportage und Fakten und einem großartigen Fachwissen des Autoren lebt ein Phänomen auf, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat – leider. Das Buch ist anspruchsvoll und doch spannend geschrieben. Die Gliederung in Ober- und Unterkapitel macht es sehr gut lesbar Schwarzweißbilder, Karten und ausführliche Zitate lassen die Ereignisse lebhaft wiederauferstehen und entführen den Leser in vergangene Zeiten. Eine klare Leseempfehlung!

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  • Piraterie durch die Jahrhunderte und der Kampf gegen sie

    Operation Piratenjagd

    Gwenliest

    17. August 2015 um 08:07

    Piraten faszinieren und ängstigen seit Jahrhunderten die Menschheit... Alain Felkel versucht mit seinem Buch Operation Piratenjagd die Brücke zwischen dem romantisierten Mythos und der Realität die bis in die Gegenwart reicht zu schlagen. Ich kann nur annehmen wie lange die Recherche gedauert haben muss, um so viel Wissen, Fakten, Daten zusammenzutragen und diese zu verarbeiten. Er beginnt seine Ausführungen in der grauen Vorzeit und endet mit den Piraten die aktuell Kapitänen von Fracht- und Tankschiffen ihre Arbeit zu einer sehr gefährlichen machen. Nur ein Beispiel Kaitän Philipps dessen Geschichte auch in den letzten jahren verfilmt wurde und für Aufsehen sorgte. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es herrscht immer ein leichter Unterton der den sachlichen faktenbasierten Stil lebendiger macht. Dennoch habe ich persönlich mir mit dem Buch sehr schwer getan. Es am Stück zu lesen erfordert viel Kraft aber wenn man es sich aufteilt verliert man schnell den Bezug... für mich war es - auch wenn es mir schwer fällt zuzugeben - zu viel trockener Input, ein paar mehr persönliche Schicksale Anekdoten hätten den Text greifbarer gemacht. Hinzu kommt, dass man sich eigentlich parallel (wenn man nicht alles noch parat hat) mit den Grundzügen der Geschichte der Länder zu dieser Zeit auseinandersetzen hätte müssen... mir hätte ein Abriss in wenigen Sätzen zu Anfang des Kapitels gereicht... auch die vielen Daten, Fakten hätte ich mir in einer anderen Aufbereitung gewünscht. Mehr Karten und Bildmaterial hätten dem Buch aus meiner Sicht auch gut getan. Vielleicht auch eine Schwierigkeit soviel Stoff auf "so wenigen" Seiten unterbringen zu wollen. Generell ist das Buch sehr informativ und jeder der sich für Piraterie damals und heute interessiert wird hier sicherlich auch viel Neues erfahren. Ein hochbrisantes Thema auch in der Gegenwart, dieses Kapitel hätte für meine Begriffe etwas ausführlicher sein können. Alles in allem aber leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung von mir.

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  • Spannend und faktenreich

    Operation Piratenjagd

    Curin

    11. August 2015 um 16:51

    Piraten sind seit je her eine große Gefahr für die Seefahrt, die selbst bis heute nicht gebannt ist. In diesem Buch setzt sich Alain Ferkel mit dem Thema der Bekämpfung von Piraterie auseinander und  betrachtet die Piratenabwehr von der Antike an bis in unsere Gegenwart. Zuvor habe ich zwar gewusst, dass die Geschichten um berühmte Seeräuber spannend sind und man viel dazu zu lesen findet, aber das mich auch die Jagd nach ihnen so interessieren könnte, war mir nicht bewusst. Mir ist bei Sachbüchern immer sehr wichtig, dass die Aussagen gut belegt sind und auch die Quellen angegeben werden. Hier findet man hinter dem letzten Kapitel neben den Endnoten noch die Literaturliste, die einlädt sich noch weiter mit dem Thema auseinander zu setzen. Dieses Buch ist informativ und interessant geschrieben, so dass es sich gut lesen lässt. Immer wieder auch Karten, durch die nachvollziehen kann, wo die Piraten ihr Unwesen trieben. Manche Kapitel waren für mich allerdings ein bisschen zäh, andere dagegen hochinteressant. Während des Lesens lernt man eine Menge, z.B den Unterschied zwischen Freibeutern und Piraten und erfährt auch viel aktuelles zu dem Thema. Insgesamt hat mir dieses Buch gut gefallen und ich empfehle es jedem, der sich für die Piratenjagd interessiert.  

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  • Schluss mit lustig - Piraten von der Antike bis zur Gegenwart

    Operation Piratenjagd

    Mrs_Nanny_Ogg

    16. July 2015 um 08:34

    Alain Felkel hat ein sehr fundiertes Buch über das Piratenwesen von der Antike bis zu aktuellen Gegenwart geschrieben. In sachlichem Ton räumt er auf mit den romantisierenden Vorstellungen, die wir dank der Hollywood-Filmchen à la Errol Flynn oder Fluch der Karibik haben. Piraterie ist Verbrechen! Mir waren selbst viele geschilderten Ereignisse neu, Kreta als ehemaliges Piratennest war mir unbekannt und auch der Überfall der Vandalen auf Rom als Akt der Piraterie war mir so nicht geläufig. Die sachlich sehr genauen Berichte stützen sich auf eine gute Recherchearbeit und reichen von Byzanz, Ägypten, Mittelmeer bis zu den Piratenüberfällen Störtebekers und Konsorten in Ost- und Nordsee, über natürlich DIE Piraten in der Karibik und, was mir besonders gut gefallen hat, bis in die aktuelle Gegenwart, der Piraterie am Horn von Afrika. In den meisten Fällen muss man feststellen, dass die rechtlichen Grauzonen oft daran schuld sind, dass Piraten auch in heutiger Zeit nur mit Schwierigkeiten verurteilt werden können. Eine Ausnahme macht sicher der Hamburger Piratenprozess von 2012, in dem somalische Piraten verurteilt wurden. Einen Stern muss ich allerdings wegen des schlechten, kaum lesbaren und überalteten Kartenmaterials machen. Da wäre sicher noch Verbesserungsbedarf. Ansonsten erhält dieses Sachbuch eine klare Leseempfehlung!

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  • Jäger und gejagte.

    Operation Piratenjagd

    Arun

    Operation Piratenjagd von Alain Felkel Ein Sachbuch über Seeräuberei und deren Bekämpfung durch die Ordnungsmächte. Aufgebaut in chronologischer Folge reichen die acht Kapitel von der Antike (1200 v. Chr.) bis in die Jetztzeit (2013) Im Prolog gibt es eine Erklärung auf die rechtliche Bewertung der Piraterie im Laufe der Zeit. Abgerundet wird das Buch im Anhang mit Anmerkungen, Glossar, Literaturverzeichnis, Bildnachweis und einem Personenverzeichnis. Der Autor versteht es mit viel Hintergrundwissen und Detailtreue den Stoff lesenswert zu präsentieren. Trotz meines Interesses an Geschichte konnte mir dieses Werk noch eine Vielzahl von neuen Erkenntnissen und Sichtweisen bieten. Mit der verblümten und verklärten Sichtweise der Seeräuberei in Literatur oder Filmen hat die Wirklichkeit wenig gemein. Hier in diesem Buch wird das harte Leben auf See und zu Land mit Höhen und Tiefen sowie dem politischen Hintergründen dargestellt. Dieses Werk bietet demjenigen welcher sich ernsthaft mit dem Thema Piraterie beschäftigen will eine gute Quelle und Ansatzpunkt. Als kleines Manko für mich stellte sich das verwendete Kartenmaterial dar, dieses empfand ich oft als zu klein.

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    • 7

    Igelmanu66

    10. July 2015 um 11:36
  • Spannende Zeitreise durch die Geschichte der Piraterie

    Operation Piratenjagd

    Mrs. Dalloway

    07. July 2015 um 16:54

    Der Autor: Alain Felkel hat Mittlere und Neuere Geschichte, Spanisch, Romanistik und Iberoamerikanische Geschichte studiert.Seit 1997 arbeitet er als Drehbuchautor und historischer Berater für Fernsehproduktionen.Heute lebt er als freier Autor und Regisseur in Köln. Das Buch: Alain Felkel nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Piraterie. Er beginnt ganz am Anfang, in grauer Vorzeit, jagt Piraten in der Nord- und Ostsee, in Indien und landet schließlich im Heute, wo vor allem somalische Piraten ihr Unwesen treiben. Alles ist fein säuberlich chronologisch geordnet und in Kapitel unterteilt. Zur Veranschaulichung dienen Karten und Bilder. Meine Meinung: Ich finde, der Autor hat hier ein tolles Werk geschaffen, das ich sehr gerne gelesen habe. Natürlich hat mich nicht immer alles gleichermaßen brennend interessiert und so empfand ich Einiges doch als zu trocken. Auch die Karten waren manchmal sehr klein. Bei der doch relativ hohen Menge an Bildern hätte man diese gerne etwas größer gestalten dürfen. Ein großes Lob gibt es von mir für den Anhang. Dort findet der Leser ein Glossar, Anmerkungen und ein Literaturverzeichnis - wie es sich für ein gutes Sachbuch gehört. Im Großen und Ganzen habe ich viel gelernt (besonders das letzte Kapitel über die heutige Piraterie hat mich sehr interessiert) und auch viel vorhandenes Halbwissen aufgefrischt. Fazit: Historiker und Hobby-Piraten werden ihre helle Freude an diesem Buch haben!

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  • Dies verfluchte Gewerbe…

    Operation Piratenjagd

    Igelmanu66

    »Sir: Sie haben hiermit Befehl, die Prisenketsch „Intrepid“ zu kommandieren, sich nach Tripolis zu begeben, bei Nacht in den Hafen einzudringen, die „Philadelphia“ zu entern, sie in Brand zu setzen und unverzüglich Ihren Rücktritt anzutreten. Die Zerstörung der „Philadelphia“ ist von größter Wichtigkeit, und ich vertraue bei der Ausführung dieser Aufgabe auf Ihren Mut und Ihren Unternehmungsgeist. Leutnant Stewart wird Sie mit den Booten der „Siren“ schützen und wird mit diesem Schiff Ihren Rückzug decken. Wenn Sie die Fregatte entern, werden Sie möglicherweise auf Widerstand stoßen. Es empfiehlt sich, nur Säbel zu benutzen, um den Feind nicht zu alarmieren. Möge Gottes Schutz bei Ihnen sein.« 16. Februar 1804. Seit über 4 Monaten befindet sich die US-Fregatte „Philadelphia“, eins der zu dieser Zeit modernsten Kampfschiffe der Welt, zusammen mit 307 Geiseln in den Händen eines Piratenstaates. Präsident Thomas Jefferson fürchtet um sein Ansehen und seine Chancen im laufenden Wahljahr und braucht daher ganz schnell eine gute Lösung für dieses Problem. Bücher über Piraten gibt es viele. Berühmte Piraten wie Henry Morgan oder Klaus Störtebeker kennt jeder, um sie ranken sich Mythen, Filme, Lieder und Romane. Aber was ist mit den Männern, die sie jagden? Die seit der Antike bis in die Gegenwart hinein den Kampf gegen sie aufnehmen? Dieses Buch befasst sich mit ihnen, mit den Piratenjägern. Was den Kampf gegen Piraten so besonders macht, brachte 1672 Sir Thomas Lynch, Gouverneur von Jamaika, auf den Punkt: »Dies verfluchte Gewerbe besteht schon so lange und ist so umfänglich, dass sie wie Unkraut oder Hydraköpfe ebenso rasch wieder emporschießen, wie wir sie niederhauen können.« Bemerkenswert ist: Die Aussage hat auch heute noch Gültigkeit. Das Buch umfasst chronologisch den Zeitraum von der Antike bis zur Gegenwart, beleuchtet sowohl den Kampf gegen Vandalen, Wikinger und Vitalienbrüder als auch den gegen somalische Piraten der Gegenwart. Natürlich müssen dabei zunächst Begriffe geklärt werden, zum Beispiel: Wann ist ein Pirat eigentlich ein Pirat – und nicht vielleicht ein Freibeuter oder Kaperer? Durch alle Zeiten hindurch wurde die Piraterie als völlig normales Mittel der Kriegsführung eingesetzt. Wenn ich lese, mit welcher Unverfrorenheit Kaperbriefe ausgegeben wurden und man sich Freibeutern bediente, dann wundert es mich nicht, dass diese auch keine Skrupel hatten, ohne Papiere "tätig" zu werden. Das Verhältnis zwischen Piraten und Regierungsoberhäuptern war nicht selten ein äußerst spezielles… »Obwohl der Anführer der Vitalienbrüder seine Königin schon einmal verraten hatte, nahm die Königin den Hauptmann und seine Piraten wieder in ihre Dienste. Margarethe war eine Pragmatikerin und wusste gute Soldaten und Piraten zu schätzen.« Welche Faktoren begünstigen das hartnäckige Bestehen, das Immerwiederaufleben der Piraterie? Neben der Behandlung dieser Frage gibt es grundlegende Erläuterungen beispielsweise zum Thema Seerecht, Besonderheiten einzelner Schiffstypen werden beschrieben und die daraus sich für Raubzüge ergebenden Vor- oder Nachteile. Besonders interessant fand ich auch moderne Instrumente und Maßnahmen der Abwehr/Verteidigung bzw. der Bekämpfung. Immer wieder wird deutlich, wie sehr Piraten auf die gesamte Wirtschaftslage eines Landes einwirken können – sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Und wie leicht die Grenzen zwischen vermeintlich böse und vermeintlich gut verschwimmen… Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen. Der Autor hat es meiner Meinung nach verstanden, sehr viel Informationen in unterhaltsamer Weise darzustellen. Was mir aber nicht gefiel, war die Darstellung der Karten. Ich muss dazu sagen, dass ich Karten im Buch sehr mag und während des Lesens immer wieder gerne darauf schaue. Das war mir hier nicht gut möglich, ich empfand die Karten als zu klein und nicht gut lesbar. Meine Lesebrille habe ich überall dabei, aber keine zusätzliche Lupe ;-) Fazit: Unterhaltsamer und informativer Streifzug durch die Geschichte. Habe ich sehr gern gelesen. »Sir, - Ich habe die Ehre, Eure Exzellenz darüber zu informieren, dass meine Ahnungen sich glücklicherweise bestätigt haben, und dass das Piratengeschwader von „Chui-apoo“ völlig von der Streitmacht zerstört wurde, die Sie mir freundlicherweise so schnell zur Verfügung gestellt haben. Bei dem Kampf verbrannten 23 Piratendschunken von ungefähr 500 Tonnen, die mit 12 bis 18 Kanonen bewaffnet waren. Weitere drei neue Dschunken und zwei Docks mit Schiffsausrüstungsmaterial wurden vollkommen zum Opfer der Flammen. Von 1.800 Mann, die diese Schiffe bemannten, wurden 400 getötet. Vom Rest fehlt jede Spur.«

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    • 11

    clary999

    27. June 2015 um 22:59
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