Alain Mabanckou

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Autor von Stachelschweins Memoiren, Zerbrochenes Glas und weiteren Büchern.

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Alain MabanckouStachelschweins Memoiren
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Stachelschweins Memoiren
Stachelschweins Memoiren
 (3)
Erschienen am 29.08.2011
Alain MabanckouZerbrochenes Glas
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Zerbrochenes Glas
Zerbrochenes Glas
 (2)
Erschienen am 18.02.2013
Alain MabanckouBlack Bazar
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Black Bazar
Black Bazar
 (2)
Erschienen am 12.09.2011
Alain MabanckouMorgen werde ich zwanzig
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Morgen werde ich zwanzig
Morgen werde ich zwanzig
 (1)
Erschienen am 16.02.2015
Alain MabanckouDie Lichter von Pointe-Noire
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Die Lichter von Pointe-Noire
Die Lichter von Pointe-Noire
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Erschienen am 21.08.2017
Alain MabanckouMemoirs of a Porcupine
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Memoirs of a Porcupine
Memoirs of a Porcupine
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Erschienen am 01.05.2012
Alain MabanckouBroken Glass
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Broken Glass
Broken Glass
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Erschienen am 01.06.2010
Alain MabanckouBlack Bazaar, English edition
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Black Bazaar, English edition
Black Bazaar, English edition
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Erschienen am 01.05.2012

Neue Rezensionen zu Alain Mabanckou

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Rezension zu "Stachelschweins Memoiren" von Alain Mabanckou

Verdammtes Stachelschwein!
NiWavor 5 Jahren


In Afrika haben manche Menschen Doppelgänger in Form eines Tieres. Dabei handelt es sich meistens um böse Doppelgänger, die im Auftrag ihres menschlichen Herrn sogar Leben nehmen. 
Das Stachelschwein dieser Geschichte ist ein solcher Doppelgänger. Es erzählt einem alten Baum seine Memoiren, wie es zum bösen Doppelgänger wurde, berichtet von seinen Schandtaten und kommt dabei ordentlich ins Fluchen: verdammtes Stachelschwein! 

Das war mal etwas ganz Anderes für mich. Es ist ein relativ dünnes Büchlein und wäre vom Umfang her rasch gelesen. Allerdings stellt es eine Herausforderung dar, sich dieser afrikanischen Perspektive zu nähern und das gewohnte Denkschema zu überwinden. 

Und gerade darin liegt für mich ein interessanter Aspekt. Die Geschichte des Stachelschweins ließ mich einen kurzen Blick auf eine fremde Kultur erhaschen, der mich zum Nachdenken anregte und manchmal sogar zum Lachen brachte. 

Wer sich also für fremde Kulturen, exotische Sichtweisen oder einfach für Stachelschweine interessiert - der sollte diesem Buch seine Aufmerksamkeit schenken - verdammtes Stachelschwein!

(c) NiWa

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Rezension zu "Zerbrochenes Glas" von Alain Mabanckou

Ohne Punkt, mit vielen Kommas
Juanavor 5 Jahren

Für den Wirt des „Angeschrieben wird nicht“ im kongolesischen Brazzaville sind Sprüche wie „Wenn in Afrika ein Greis stirbt, verbrennt eine Bibliothek“ ausgelatschte Klischees. In diesem Land sei „alles Mündliche nur Schall und Rauch, Wildkatzenpipi“, heute zähle allein das geschriebene Wort. Da ihm selbst das Talent fehlt, um die Geschichte seiner Bar für die Nachwelt festzuhalten, drückt der Wirt demjenigen seiner Stammgäste ein Heft in die Hand, der unter all den „Suffköpfen“ noch am meisten vom Schreiben zu verstehen scheint: „Zerbrochenes Glas“, einst literarisch interessierter Lehrer, seit langem leidenschaftlicher Vollzeit-Trinker, ein 64-jähriges Wrack, wie er sich selbst sieht, von einer unzerstörbaren Liebe zum Palmwein gezeichnet, von seinem „Teufelsweib“ verlassen, hat er die Bar wie viele andere Typen mit ähnlichem Schicksal zu seinem Zuhause gemacht.

Die Lebensgeschichten, die „Zerbrochenes Glas“ von nun ungefragt von anderen Gästen zu hören bekommt und die er meist in angetrunkenem Zustand im Plauderton ohne Punkt, mit vielen Kommas und wenigen Absätzen schonungslos wiedergibt, sind Geschichten aus einer Männerwelt, in der sich sehr viel um Lust, Eifersucht und Verrat dreht. Am glücklichsten scheint der „Sture Schnecke“ zu sein, der Ehe und Kinder für eine Bürde hält und den gelegentlichen Sex mit der schamlosesten Prostituierten des Viertels genießt. Die gescheiterten Existenzen um ihn herum erwarten nichts mehr vom Leben. Dank der Lust des Autors an der Grenzüberschreitung wird aus diesem deprimierenden Stoff ein burleskes Stück. Die Freude Mabanckous an absurden, schonungslos drastischen und schockierend offenherzigen Szenen und an politisch unkorrekter Wortwahl steckt einfach an: Manch derbe Szene und so mancher Macho-Spruch bleibt einem zunächst im Halse stecken bis sich die Anspannung in Lachen entlädt.

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