Alain de Botton Airport

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Inhaltsangabe zu „Airport“ von Alain de Botton

Flughäfen sind die Kathedralen unserer Gegenwart. Nachts sind die erleuchteten Landebahnen selbst vom Weltall aus zu sehen. Ihre Terminals sind Orte von Abschied und Ankunft, ihre Besucher träumen von Ferne, und jeder Luxus scheint duty free. Alain de Botton lebte als erste ›writer in residence‹ eine Woche lang in London Heathrow. In unzähligen Geschichten und Begegnungen entwickelt er das rasende Standbild unseres Lebens, ein leuchtendes Kapitel seiner Philosophie des Alltags.

De Bottons Stärken liegen in der Philosophie, aber gerade hier will er seinen Lesern nicht zuviel zumuten... Grandios sind die Fotos!

— Nemo
Nemo
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  • Rezension zu "Airport" von Alain De Botton

    Airport
    bianca_magrathea

    bianca_magrathea

    03. December 2011 um 22:37

    leute, die gern reisen
    leute, die tom hanks filme mögen
    leute, die gern gute bücher lesen
    leute, die gerne dokus schauen
    leute, die gern reiseberichte lesen
    leute, die erfahrungsberichte mögen
    leute, die.......
    eigentlich muss dieses buch jeder lieben

  • Rezension zu "Airport" von Alain De Botton

    Airport
    variety

    variety

    24. December 2010 um 12:33

    Wer von uns wollte nicht schon einmal länger als nötig an einem Flughafen verweilen (aber nicht, weil die Flugzeuge wegen Schnees blockiert sind)? Alan de Botton wurde als "writer in residence" eingeladen, eine Woche auf dem Flughafen Heathrow bei London zu verbringen und seine Gedanken dabei zu notieren. Er verbrachte die Nächte im Hotel direkt neben der Startbahn und führte Gespräche mit Passagieren, Angestellten und sogar mit dem Chef von British Airways. Ein bisschen enttäuscht war ich darüber, dass er nicht mehr Geschichten wie diejenige der Verliebten oder des Chauffeurs (der auf Dave wartete) eingeflochten hat. So waren viele seiner Gedanken entweder zu banal oder dann elitär-abgehoben, was ja bei einem ausgebildeten Philosophen nicht weiter erstaunt...!

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  • Rezension zu "Airport" von Alain De Botton

    Airport
    leserin

    leserin

    05. October 2010 um 16:46

    Im Sommer 2009 beobachtete Alain de Botton als "Writer in Residence" für eine Woche in London Heathrow alle in seinem Buch beschriebenen Szenen. Mit seinem Fotografen Richard Baker hatte er die Möglichkeit ungehindert den gesamten Terminal 5, die Shops und Loungen zu betreten. Er sprach mit vielen Personen, wie Seelsorger, Putzfrau, Chefs aus oberen Etagen u.a. Ich fand das Buch überraschend aufschlußreich. Da man sich heutzutage so oft auf Flughäfen befindet und meistens in der Eile nicht über die Hintergründe und die ganze Logistik nachdenkt, wird vom Autor das ganze Geschehen bestens bewußt gemacht. Es gibt auch viele "Aha" Momente im Buch. Auch die Fotos, die meist zum Text passend abgebildet wurden, lockern den Inhalt optimal auf.

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  • Rezension zu "Airport" von Alain De Botton

    Airport
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    29. June 2010 um 23:14

    Ich fand Flughäfen schon immer faszinierend. Mein allererster Flug ging von Frankfurt, mit einer mehrstündigen Verspätung, die ich nutzte, um den Flughafen zu erkunden, der mir wie eine kleine Stadt vorkam. Sogar ein Kino gab es, das Filme im Original zeigte, damals noch recht selten in Deutschland. Ich habe mich daher noch nie geärgert, wenn ich mehr Zeit als geplant auf dem Flughafen verbringen musste. Und dank des Buches von Alain de Botton müsste es eigentlich auch allen anderen so gehen. Dieses Buch sollte am besten auf einem Flughafen gelesen werden (und man würde es auch zwischen zwei Flügen schaffen), aber zur Not tut es auch jeder andere Ort, denn der Text wird durch viele wunderbare Fotos ergänzt, die genau zum jeweiligen Thema passen. Alain de Botton lebte als „Writer in Residence“ eine Woche lang auf dem Flughafen Heathrow und hatte freien Zugang zu allen Bereichen des Flughafens. Aber er beschreibt nicht nur die verschiedenen Abteilungen des Flughafens. Durch die Wiedergabe der ihm von den Passagieren erzählten Geschichten entsteht ein Abbild unserer Gesellschaft im Kleinen. So spielt auch am Flughafen der Konsum eine wesentliche Rolle, und natürlich ist das Thema Liebe und Abschied ständig präsent. Aber auch politische Themen wie Einwanderung kommen vor. Airport ist ein wirklich schönes, liebevoll gemachtes Büchlein, das in jedes Handgepäck passt. Vielleicht kommt ja auch einmal einer der großen deutschen Flughäfen auf die Idee, einen „Stadtschreiber“ einzustellen? Ich melde mich freiwillig!

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  • Rezension zu "Airport" von Alain De Botton

    Airport
    Duffy

    Duffy

    10. June 2010 um 17:42

    Wer den Flughafen Heathrow kennt, weiß, dass er ein Moloch ist, ein eigener Mikrokosmos. Durch die Hinzunahme des neuen Terminal 5 ist quasi eine eigene Stadt entstanden. Also kam der Chef des Flughafens auf die Idee, für eine Woche einen "Stadtschreiber" zu engagieren, um ihn, ohne Vorgaben und Beschränkungen, ein Buch schreiben zu lassen. de Botton löst diese Aufgabe mit einer Mischung aus Dokumentation, respektvoller Beobachtung und warmherziger Symphatie. Eine Melange aus Gefühl und Ablaufschilderung ergibt bei ihm eine Poesie über die Faszination des Fliegens und der technischen Möglichkeiten. Zu sensibel, um als Feldstudie abgetan zu werden, liest sich diese kurze Buch wie ein kleiner Reisebericht über eine wichtige Station des Reisens.

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  • Rezension zu "Airport" von Alain De Botton

    Airport
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    “Als David einen Koffer auf das Band hievte, überfiel ihn eine unerwartete und beunruhigende Einsicht: Dass er nämlich sich selbst mit in den Urlaub nehmen würde. “ Wer in diesen Tagen vor dem Problem eines verspäteten oder gar gestrichenen Fluges steht, der möge sich getrost zurücklehnen , sich entspannen und es wenigstens einmal genießen, dass ein Plan nicht funktioniert. Denn nur dieses Scheitern ist Ursache dafür, einmal den Blick über eine Szenerie schweifen lassen zu können, die sich dem Betrachter sonst nicht erschließt, da sie nur als Kulisse im schnellen Vorbeirauschen wahrgenommen wird. Ein Flughafen ist viel mehr - er kann viel mehr sein, wenn wir es zulassen. Er ist ein faszinierendes Biotop, ein unfassbar komplexer Organismus, der sich dem Ziel verschrieben hat, selbst nur funktional zu sein und den Menschen, die ihn betreten sehr schnell die Weiterreise zu ermöglichen. Er soll und darf nicht zum Verweilen einladen. Dabei lohnt sich jeder Blick hinter die Kulissen und wie bei einer modernen Schatzsuche entdeckt man Geheimnisse und berührende Geschichten Alain de Botton lebte als erster „Writer in Residence“ eine Woche lang im Airport London Heathrow. Er wurde eingeladen, im neuen Terminal 5, dem größten Drehkreuz für Passagiere in England, impressionistische Eindrücke festzuhalten und an einem eigens eingerichteten Schalter in der Abflughalle unter den Augen der Passagiere und des Personals Material für ein Buch zu sammeln. Begleitet vom Fotografen Richard Baker hatte er ungehinderten Zugang zum gesamten Terminalbereich, zu den Shops und Lounges, wie zu der fast geheimen Welt hinter den Sicherheitsbarrieren. “Airport. Eine Woche in Heathrow” veranschaulicht den Mikrokosmos „international Airport“ am Beispiel bewegender Begegnungen und erzählt die Geschichten von Reisenden und Bleibenden, von Vätern in Krisen, vom politischem Strandgut auf der Suche nach Asyl, von Sicherheitskräften im psychischen Dauerstress und den bewegenden Abschieden Liebender. “Manch einer mochte geneigt sein, mit ihr zu fühlen, doch bestand eigentlich größerer Anlass, ihr zu gratulieren, da sie ein so mächtiges Motiv für ihren Kummer hatte.” De Botton öffnet dem Leser behutsam die Augen für die wahre Realität hinter der hektischen Betriebsamkeit zwischen den Flügen und es gelingt ihm, inmitten dieses Tempos ein wahres Standbild unserer Gesellschaft zu erzeugen. Dieses Standbild ist vom Fotografen Richard Baker so brillant in Szene gesetzt, dass die Fotos eine eigene, unverfälschte Sprache sprechen. Der „Writer in Residence“ lässt in uns den Wunsch entstehen, „Reader in Residence“ zu werden. Die Fotografien von Richard Baker entfalten ihre Wirkung in besonderer Weise unmittelbar nachdem man das Buch gelesen hat. Sie stellen sich nie in den Vordergrund und dominieren nicht die einzelnen Seiten, aber am Ende reicht es aus, zurück zu blättern und jedes Bild erzählt die gelesene Episode auf seine eigene Weise neu. Wenn De Botton vom Ruheraum für nicht benötigtes Gepäck auf gelben Isomatten schreibt, dann beschwört das Foto Richard Bakers die Worte des Autors wieder herauf. Wenn ich jemals Opfer des Flugverkehrs werden sollte, dann habe ich dieses Buch im Herzen, mutiere zum “Reisenden in Residence” und öffne meine Augen - einmal genau hinschauen und einmal der Faszination eines Ortes erliegen, der eigentlich nicht faszinieren darf. Ja- das werde ich tun. Einen Artikel zum Buch mit vielen Originalbildern des Fotografen findet ihr im Blog.LovelyBooks unter: http://blog.lovelybooks.de/2010/05/29/gestrandet-am-flughafen-na-und/

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