Alan A. Milne

 4.5 Sterne bei 49 Bewertungen
Autor von Pu der Bär, Das Geheimnis des roten Hauses und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alan A. Milne

† 31. Januar 1956 in Sussex.

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Das Geheimnis des roten Hauses

Das Geheimnis des roten Hauses

 (9)
Erschienen am 02.12.2008
S Puh-Bärle Winnie

S Puh-Bärle Winnie

 (2)
Erschienen am 01.01.2001
Ich und Du, der Bär heißt Pu

Ich und Du, der Bär heißt Pu

 (0)
Erschienen am 15.03.1999
Winnie the Pooh

Winnie the Pooh

 (1)
Erschienen am 03.09.2013
Fit mit Pu, T-Shirt (Größe XL)

Fit mit Pu, T-Shirt (Größe XL)

 (0)
Erschienen am 01.01.1999

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Rezension zu "Das Geheimnis des roten Hauses" von Alan A. Milne

Britischer Krimiklassiker mit Charme...
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Dieser Kriminalroman aus dem Jahre 1922 wird allgemein als Meisterwerk der 'goldenen Ära' der britischen Kriminalliteratur angesehen, da er in vielen Punkten wegweisend für viele folgende Romane dieses Genres war. Ironischerweise wurde er von A.A. Milne verfasst, dem Erfinder der berühmten Kinderbuchfigur "Winnie Pu". "Das Geheimnis des roten Hauses" blieb Milnes einziger Ausflug in den Krimibereich.
Obwohl die Zahl der Verdächtigen (gemessen an anderen Krimiklassikern) sehr überschaubar und der Täter eigentlich recht früh erkennbar ist, verblüfft die letztendliche Auflösung doch durch ihre gelungene, durchdachte Grundidee. Auch der ironische, mitunter humorvolle Unterton des Romans macht das Lesen unterhaltsam.
Insgesamt gesehen durchaus ein Klassiker, auch wenn er natürlich im Vergleich zu den komplexen Werken Agatha Christies eher simpel daherkommt. Aber an Mrs. Christie heranzukommen, ist (in meinen Augen) sowieso unmöglich.

Fazit: Als Fan von englischen Krimiklassikern kommt man um dieses Buch nicht herum, auch wenn es durchaus spannendere Exemplare dieser Literaturgattung gibt. Trotzdem recht kurzweilig geschrieben und gut durchdacht.

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Stefan83s avatar

Rezension zu "Das Geheimnis des roten Hauses" von Alan A. Milne

Ist ein fairer Krimi auch immer ein guter Krimi?
Stefan83vor 7 Jahren

Nach gerade mal zwei Staffeln wurde sie eingestellt: Die Fischer Crime Classic-Reihe, welche sich in erster Linie auf die Veröffentlichung von vergessenen Perlen der „Goldenen Ära“ des Kriminalromans konzentriert und dabei viele lesenswerte Whodunits dem heutigen Leser wieder zugänglich gemacht hat. Einer davon ist „Das Geheimnis des roten Hauses“ von Alan Alexander Milne. Es ist der einzige Krimi aus der Feder dieses Verfassers, dessen Name mir bisher völlig unbekannt war, wenngleich ich als Kind seine Schöpfung, den allseits beliebten Bär Winnie-the-Pooh, in Form gleich mehrerer Disney-Abenteuer im Fernsehen erleben durfte. Diese Unkenntnis meinerseits ist auch insofern erstaunlich, da sich der Roman seit dem Erscheinen im Jahre 1922 in England und den USA prächtig verkauft hat. Und damit nicht genug: Das Buch gehört zu den jüngsten und wegweisendsten des Goldenen Zeitalters der Detektivgeschichte und verkörpert in vielen Punkten derart genau den Prototypen des englischen Landhauskrimis, das es Raymond Chandler, dem Mitbegründer des Hardboiled-Genres, zu einer harschen Kritik in seinem Werk „The Simple Art of Murder“ (1944) verleitet hat. Bei soviel bemerkenswertem ist es dann umso erstaunlicher wie unspektakulär das Buch selbst ausfällt.

Ein Landsitz, irgendwo im England der 20er Jahre. Im „roten Haus“ von Mark Ablett, einem Hobby-Schriftsteller und Förderer der schönen Künste, frönt man dem sorgenfreien Leben der Upper-Class und amüsiert sich prächtig bei Bowling und Golf. Marks stets wechselnde Gäste werden erstklassig bewirtet, weshalb die meisten über die Schrullen des snobistischen Hausbesitzers hinwegsehen. Die Vorteile überwiegen da eindeutig die Nachteile. Und wo sonst kann man kostenlos den Sommer derart entspannt genießen? Der Müßiggang wird allerdings jäh gestört, als Mark Nachricht von seinem Bruder Robert erhält, der nach fünfzehn Jahren im fernen Australien ein Wiedersehen feiern möchte. Feiern darf dabei in Anführungsstriche gesetzt werden, denn zwischen den Brüdern scheint keine große Liebe zu herrschen. Und auch die Tatsache, dass Mark seinen verschollenen Bruder nie erwähnt hat, spricht Bände.

Zufälligerweise nutzt Antony Gillingham, Freund von Marks Gast, Bill Beverly, denselben Zeitraum, um dem roten Haus einen Besuch abzustatten und wird dadurch unfreiwillig Zeuge eines dramatischen Zwischenfalls. Beim brüderlichen Aufeinandertreffen im verschlossenen Studio ist es zu einem Streit und letztendlich zu einem Schuss gekommen. Antony dringt gemeinsam mit Marks Sekretär und Cousin, Matthew Cayley, in den Raum ein, um dort die Leiche von Robert Ablett vorzufinden. Mit einer Kugel durch den Kopf getötet. Vom Hausherrn Mark Ablett fehlt jede Spur. Auf Antonys Drängen hin wird die Polizei verständigt, welche sofort Mark zum Hauptverdächtigen erklärt. Doch Antony hat Zweifel. War es wirklich Mord? Oder war es nur ein Akt in Notwehr? Stets auf der Suche nach neuen beruflichen Aufgaben betätigt sich Antony kurzerhand als Detektiv und stellt gemeinsam mit Freund Bill Beverly Nachforschungen an. Und mit jeder Stunde zieht sich die Schlinge enger um den Hals des Täters …

Ein klassisches englisches Landhaus, eine illustre Gesellschaft, ein Mord in einem verschlossenen Raum. Die üblichen Zutaten für einen Krimi-Vertreter der Goldenen Ära, derer sich schon die Genregrößen Christie, Sayers und Carr mit Perfektion bedienten, verwendet auch in Milne in seinem einzigen Krimi-Werk. Trotzdem möchte er sich von der Konkurrenz abgegrenzt wissen. In seinem Vorwort kritisiert er die oft nicht nachvollziehbare Handlung vieler Krimi-Autoren, welche mit aufgesetzten Wendungen und lieblichen Tändeleien die inhaltlichen Gräben ihrer Plots zu übertünchen versuchen. Seiner Ansicht nach sollte der Leser stets an den Überlegungen des ermittelnden Detektivs, der möglichst realitätsnah charakterisiert werden sollte, teilhaben können und zu jeder Zeit denselben Wissensstand wie dieser aufweisen. Was für ihn nur das Konzept für eine einmalige Sache war, wurde letztlich zum Vorläufer der „Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman“, welche Robert A. Knox sieben Jahre später niederschrieb und als Aufnahmegrundlage für den Londoner Detection Club formulierte.

Aber ist ein fairer Krimi auch immer ein guter Krimi? Eine Frage, die man sich nach der Lektüre von „Das Geheimnis des roten Hauses“ sicherlich stellen muss, da gerade dieser zitierte „gleiche Wissensstand“ nicht immer mit dem Lesespaß und der Spannung in Einklang zu bringen ist. Milnes Plot ist stringent und perfekt konstruiert. Allerdings auch derart offensichtlich konstruiert, das ein jeder schon ziemlich früh den wahren Täter enträtselt hat und eigentlich nur noch auf die abschließenden Erklärungen des Detektivs wartet. In bester „Columbo“-Manier wird schon zu Beginn der Blick der „Kamera“ nur auf eine Person gerichtet, wohingegen der Rest von Marks Gästen bereits nach wenigen Seiten in der Handlung ein Schattendasein fristet. Das man die Lektüre trotzdem weiterhin genießen kann, liegt vor allem an Antony Gillingham und Bill Beverly, welche in ihrem intellektuellen Zusammenspiel die Holmes/Watson-Beziehung persiflieren („Bist du bereit, mein Watson zu sein? (…) Bist du bereit, dir ziemlich offensichtliche Dinge erklären zu lassen, nichtige Fragen zu stellen, dich übertrumpfen zu lassen und brillante Entdeckungen zu machen, und zwar zwei oder drei Tage später als ich? Das wäre nämlich eine große Hilfe.“) und die Mördersuche kurzerhand zu einem sportlichen Wettbewerb umdeuten. Die Polizei bleibt dabei, wie in so vielen Whodunits, nicht nur außen vor, sondern zeigt sich abermals als unfähiger Justizapparat. Chandlers Kritik wird besonders in solchen Passagen äußerst nachvollziehbar.

Letztlich rettet diesen Krimi die oben bereits genannte Figurenzeichnung sowie die erfrischende Kürze. Die wenigen Seiten befassen sich einzig und allein mit der Ermittlung im Mordfall. Bremsende Nebenschauplätze oder gar die üblichen amourösen Liebesbeziehungen sucht man (gottseidank) vergebens. Am Ende interessiert dann weniger die Identität des Täters, sondern vielmehr die Auflösung seines Vorgehens. Diese kann in einigen Dingen überraschen, was jedoch auch daran liegt, das dem Leser bis zum Schluss ein äußerstes wichtiges Detail für das mögliche Motiv vorenthalten wird. Soviel also zum Thema Fairness.

Insgesamt ist „Das Geheimnis des roten Hauses“ ein lohnenswerter, wenn auch unspektakulärer Kriminalroman des Goldenen Zeitalters, der aufgrund seiner Bedeutung für das Genre und dem informativen Nachwort von Lars Schafft besonders Sammlern der klassischen Whodunits ans Herz gelegt sei.

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Puzzelines avatar

Rezension zu "Pu baut ein Haus, farb. illustriert" von Alan A. Milne

Rezension zu "Pu baut ein Haus, farb. illustriert" von Alan A. Milne
Puzzelinevor 7 Jahren

Rezension:
Pu der Bär erlebt mit seinen Freunden I-Ah, Christopher Robin, Ferkel, Kaninchen, Eule, Känga und Klein-Ruh wieder viele Abenteuer. Ob ein neues Haus für I-Ah gebaut oder Eules altes Haus wieder aufgebaut werden muss, die Freunde halten zusammen.
Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Ich kannte Pu den Bären bisher nur von der bekannten Kinderserie, die ich wirklich schrecklich finde. Nun habe ich das Buch also gelesen und kann sagen, dass die Geschichten um einiges intelligenter geschildert werden als in der Serie. Anstatt wie in der Serie treu doof vor seinem Haus zu sitzen und „Denk, denk“ zu sagen, schreibt Pu Gedichte.
Dass die Gedichte wie auch die restliche Erzählung so toll übersetzt worden sind, kann der Leser Harry Rowohlt danken. Die Gedichte reimen sich, als wäre die Originalsprache Deutsch und nicht Englisch gewesen. Ein Hingucker, gerade für Kinder, sind außerdem die vielen kleinen Illustrationen. Eine tolle Idee ist auch die Karte im Einband. Dort ist übersichtlich dargestellt, wer wo wohnt und wo die wichtigsten Orte der Geschichte sind.
Der Autor Milne stellt wunderbar die verschiedenen Charakterzüge der einzelnen Figuren dar. Tieger ist quirlig, während I-Ah sehr ruhig und eigenbrötlerisch ist. Dass sich die beiden deswegen öfter mal in die Haare kriegen, ist natürlich klar. Meine Lieblingsfigur ist allerdings Eule, die die anderen Tiere für sehr weise halten. Meine Kuscheltiere werde ich jetzt jedenfalls mit anderen Augen sehen.
Anders als es die Serie vermittelt, ist das Buch wohl eher weniger für ganz kleine Kinder geeignet. Das liegt zum einen am Schreibstil des Autors. Oft umschreibt er Dinge ziemlich kompliziert, sodass Kindergartenkinder dem Geschehen nur schwer folgen können. Statt einfach zu schreiben: „Pu fiel in ein Loch“, schreibt Milne beispielsweise: „Pu war so damit beschäftigt, nicht darauf zu achten, wohin er ging, dass er auf ein Stück Wald trat, das aus Versehen ausgelassen worden war.“ Außerdem spielt der Autor häufig mit Rechtschreibfehlern, die die Tiere machen und verwendet viele Wortspiele. Deshalb kann ich dieses Buch frühestens für Erstklässler empfehlen.
Fazit:
Die Tiere des Hundertsechzig-Morgen-Waldes habe ich schnell lieb gewonnen. Die liebevolle Gestaltung des Buches macht „Pu baut ein Haus“ zu einem Liebling in meinem Bücherregal. Milnes Schreibstil kann man mögen oder nicht, aber für mich macht er den Reiz an den Erzählungen von Pu aus.

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Alan A. Milne wurde am 18. Januar 1882 in London, England (Vereinigtes Königreich) geboren.

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