Alan A. Milne Das Geheimnis des roten Hauses

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis des roten Hauses“ von Alan A. Milne

„Der einzige Krimi des Erfinders Winnie-the-Pooh - 'eine der drei besten Kriminalgeschichten aller Zeiten' (Alexander Woollcott)“. Krimi-couch<br> Mark Ablett, Gentleman und Snob, versammelt in seinem englischen Landhaus - genannt das Rote Haus – gerne seine Freunde und Bekannten um sich. Doch die Idylle wird jäh zerstört, als Marks Bruder, das schwarze Schaf der Familie, ermordet wird und Mark spurlos verschwindet. Zwei seiner Freunde, Antony Gillingham und Bill Beverley, wollen die Sache aufklären – auf ihre Weise.

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    Das Geheimnis des roten Hauses

    Stefan83

    30. October 2011 um 16:35

    Nach gerade mal zwei Staffeln wurde sie eingestellt: Die Fischer Crime Classic-Reihe, welche sich in erster Linie auf die Veröffentlichung von vergessenen Perlen der „Goldenen Ära“ des Kriminalromans konzentriert und dabei viele lesenswerte Whodunits dem heutigen Leser wieder zugänglich gemacht hat. Einer davon ist „Das Geheimnis des roten Hauses“ von Alan Alexander Milne. Es ist der einzige Krimi aus der Feder dieses Verfassers, dessen Name mir bisher völlig unbekannt war, wenngleich ich als Kind seine Schöpfung, den allseits beliebten Bär Winnie-the-Pooh, in Form gleich mehrerer Disney-Abenteuer im Fernsehen erleben durfte. Diese Unkenntnis meinerseits ist auch insofern erstaunlich, da sich der Roman seit dem Erscheinen im Jahre 1922 in England und den USA prächtig verkauft hat. Und damit nicht genug: Das Buch gehört zu den jüngsten und wegweisendsten des Goldenen Zeitalters der Detektivgeschichte und verkörpert in vielen Punkten derart genau den Prototypen des englischen Landhauskrimis, das es Raymond Chandler, dem Mitbegründer des Hardboiled-Genres, zu einer harschen Kritik in seinem Werk „The Simple Art of Murder“ (1944) verleitet hat. Bei soviel bemerkenswertem ist es dann umso erstaunlicher wie unspektakulär das Buch selbst ausfällt. Ein Landsitz, irgendwo im England der 20er Jahre. Im „roten Haus“ von Mark Ablett, einem Hobby-Schriftsteller und Förderer der schönen Künste, frönt man dem sorgenfreien Leben der Upper-Class und amüsiert sich prächtig bei Bowling und Golf. Marks stets wechselnde Gäste werden erstklassig bewirtet, weshalb die meisten über die Schrullen des snobistischen Hausbesitzers hinwegsehen. Die Vorteile überwiegen da eindeutig die Nachteile. Und wo sonst kann man kostenlos den Sommer derart entspannt genießen? Der Müßiggang wird allerdings jäh gestört, als Mark Nachricht von seinem Bruder Robert erhält, der nach fünfzehn Jahren im fernen Australien ein Wiedersehen feiern möchte. Feiern darf dabei in Anführungsstriche gesetzt werden, denn zwischen den Brüdern scheint keine große Liebe zu herrschen. Und auch die Tatsache, dass Mark seinen verschollenen Bruder nie erwähnt hat, spricht Bände. Zufälligerweise nutzt Antony Gillingham, Freund von Marks Gast, Bill Beverly, denselben Zeitraum, um dem roten Haus einen Besuch abzustatten und wird dadurch unfreiwillig Zeuge eines dramatischen Zwischenfalls. Beim brüderlichen Aufeinandertreffen im verschlossenen Studio ist es zu einem Streit und letztendlich zu einem Schuss gekommen. Antony dringt gemeinsam mit Marks Sekretär und Cousin, Matthew Cayley, in den Raum ein, um dort die Leiche von Robert Ablett vorzufinden. Mit einer Kugel durch den Kopf getötet. Vom Hausherrn Mark Ablett fehlt jede Spur. Auf Antonys Drängen hin wird die Polizei verständigt, welche sofort Mark zum Hauptverdächtigen erklärt. Doch Antony hat Zweifel. War es wirklich Mord? Oder war es nur ein Akt in Notwehr? Stets auf der Suche nach neuen beruflichen Aufgaben betätigt sich Antony kurzerhand als Detektiv und stellt gemeinsam mit Freund Bill Beverly Nachforschungen an. Und mit jeder Stunde zieht sich die Schlinge enger um den Hals des Täters … Ein klassisches englisches Landhaus, eine illustre Gesellschaft, ein Mord in einem verschlossenen Raum. Die üblichen Zutaten für einen Krimi-Vertreter der Goldenen Ära, derer sich schon die Genregrößen Christie, Sayers und Carr mit Perfektion bedienten, verwendet auch in Milne in seinem einzigen Krimi-Werk. Trotzdem möchte er sich von der Konkurrenz abgegrenzt wissen. In seinem Vorwort kritisiert er die oft nicht nachvollziehbare Handlung vieler Krimi-Autoren, welche mit aufgesetzten Wendungen und lieblichen Tändeleien die inhaltlichen Gräben ihrer Plots zu übertünchen versuchen. Seiner Ansicht nach sollte der Leser stets an den Überlegungen des ermittelnden Detektivs, der möglichst realitätsnah charakterisiert werden sollte, teilhaben können und zu jeder Zeit denselben Wissensstand wie dieser aufweisen. Was für ihn nur das Konzept für eine einmalige Sache war, wurde letztlich zum Vorläufer der „Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman“, welche Robert A. Knox sieben Jahre später niederschrieb und als Aufnahmegrundlage für den Londoner Detection Club formulierte. Aber ist ein fairer Krimi auch immer ein guter Krimi? Eine Frage, die man sich nach der Lektüre von „Das Geheimnis des roten Hauses“ sicherlich stellen muss, da gerade dieser zitierte „gleiche Wissensstand“ nicht immer mit dem Lesespaß und der Spannung in Einklang zu bringen ist. Milnes Plot ist stringent und perfekt konstruiert. Allerdings auch derart offensichtlich konstruiert, das ein jeder schon ziemlich früh den wahren Täter enträtselt hat und eigentlich nur noch auf die abschließenden Erklärungen des Detektivs wartet. In bester „Columbo“-Manier wird schon zu Beginn der Blick der „Kamera“ nur auf eine Person gerichtet, wohingegen der Rest von Marks Gästen bereits nach wenigen Seiten in der Handlung ein Schattendasein fristet. Das man die Lektüre trotzdem weiterhin genießen kann, liegt vor allem an Antony Gillingham und Bill Beverly, welche in ihrem intellektuellen Zusammenspiel die Holmes/Watson-Beziehung persiflieren („Bist du bereit, mein Watson zu sein? (…) Bist du bereit, dir ziemlich offensichtliche Dinge erklären zu lassen, nichtige Fragen zu stellen, dich übertrumpfen zu lassen und brillante Entdeckungen zu machen, und zwar zwei oder drei Tage später als ich? Das wäre nämlich eine große Hilfe.“) und die Mördersuche kurzerhand zu einem sportlichen Wettbewerb umdeuten. Die Polizei bleibt dabei, wie in so vielen Whodunits, nicht nur außen vor, sondern zeigt sich abermals als unfähiger Justizapparat. Chandlers Kritik wird besonders in solchen Passagen äußerst nachvollziehbar. Letztlich rettet diesen Krimi die oben bereits genannte Figurenzeichnung sowie die erfrischende Kürze. Die wenigen Seiten befassen sich einzig und allein mit der Ermittlung im Mordfall. Bremsende Nebenschauplätze oder gar die üblichen amourösen Liebesbeziehungen sucht man (gottseidank) vergebens. Am Ende interessiert dann weniger die Identität des Täters, sondern vielmehr die Auflösung seines Vorgehens. Diese kann in einigen Dingen überraschen, was jedoch auch daran liegt, das dem Leser bis zum Schluss ein äußerstes wichtiges Detail für das mögliche Motiv vorenthalten wird. Soviel also zum Thema Fairness. Insgesamt ist „Das Geheimnis des roten Hauses“ ein lohnenswerter, wenn auch unspektakulärer Kriminalroman des Goldenen Zeitalters, der aufgrund seiner Bedeutung für das Genre und dem informativen Nachwort von Lars Schafft besonders Sammlern der klassischen Whodunits ans Herz gelegt sei.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis des roten Hauses" von Alan A. Milne

    Das Geheimnis des roten Hauses

    Nil

    15. April 2010 um 18:11

    Wenn man Fan von Miss Marple und Sherlock Holmes ist, dann wird auch dieser klassische Landhauskrimi von 1922 aus England begeistern. Ohne jegliche Brutalität ist dies ein vorzüglicher Mit-rate-Krimi. Sehr unterhaltsam und spannend. Dies ist übrigens auch der einzige Krimi des 'Winnie the Pooh'-Erfinders, Alan Alexander Milne. Nun zum Inhalt: Ein exzentrischer Mann, Mark Ablett, der ein Landhaus besitz lädt gerne seine Freunde ein um Zeit mit ihm zu verbringen und vor allem um ihn zu bewundern. Eines Tages taucht sein Bruder aus Australien auf und ist auch kurz darauf Tod. Wer war es? Wie hat es sich zugetragen? Gibt es noch mehr Tote? War es Mord? Antony Gillingham taucht just an dem Tag auf an dem auch der Tote auftaucht und fängt an mit seinem Freund Bill den Fall als Laiendetektiv zu untersuchen. Ein sehr charmanter Krimi! Diese Ausgabe ist auch noch mit einem Nachwort von Lars Schafft gespickt über diesen berühmten Kriminalroman. Auch sehr lesenswert und informativ.

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