Alan B. Newcomer Sirenenklänge

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Inhaltsangabe zu „Sirenenklänge“ von Alan B. Newcomer

Hrsg. von Newcomer, Alan Bard U. a. von Bradley, Marion Zimmer 221 S.
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  • Rezension zu "Sirenenklänge" von Alan B. Newcomer

    Sirenenklänge
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    01. November 2010 um 14:57

    Eigentlich bin ich nicht sonderlich der Fan von Kurzgeschichten. Kaum habe ich mich an einen Charakter oder eine Situation gewöhnt, ist sie auch schon zu Ende. Bei einer Anthologie von verschiedenen Autoren bekomme ich zwar einen guten Überblick über das jeweilige Können, kann mich aber nicht direkt an einen Stil gewöhnen. Der Titel Sirenenklänge klang vielversprechend und Marion Zimmer Bradley ist eine interessante Autorin. Leider ist der Titel sehr irreführend, denn keine einzige Geschichte heißt Sirenenklänge oder geht auch nur um dieses Thema. Darauf hatte ich mich allerdings gefreut. Die Geschichten der vier Autoren befassen sich im Grunde mit Magiern. Theoretisch ist dies auch nicht schlecht, aber dem Titel nach hätte ich lieber etwas über Sirenen gelesen. Die Storys sind zwar von unterschiedlichen Autoren, aber zwei Autoren verfassten jeweils zwei fortlaufende Geschichten. Dadurch war es mir möglich gerade kennengelernte Charaktere erneut in Aktion erleben zu dürfen. Das ist aber nicht unbedingt ein klarer Vorteil. Ich würde sogar eher vom Gegenteil sprechen. Schon die erste Geschichte bedeutete einen mühsamen Einstieg. Einer der Charaktere benutzte in der wörtlichen Rede immer die dritte Person. Gerade beim Lesen verwirrt dies, trotz der Kenntnis. Es klang nicht merkwürdig, sondern auch geschwollen und total überzogen. Zwar sind die Charaktere voller Leben und Eigenschaften, aber sie konnten mich nicht überzeugen. Diese in einem weiteren Teil erneut zu treffen, war zwar angenehm, da ich mich nicht neu einstellen musste, aber eben doch enttäuschend. Genauso war es auch bei der nächsten Autorin. Die Geschichte mag vielleicht nett gewesen sein und ließ sich auch locker lesen. Aber ich wurde nicht mitgerissen. Lediglich die letzte Geschichte von Ru Emerson empfand ich als überraschend, interessant und sogar teilweise spannend. Das lag aber sicherlich auch daran, dass dies die längste Geschichte war und fast die Hälfte des Buches eingenommen hat. Bei den anderen war es gar nicht möglich, einen solchen Handlungsablauf aufzubauen. Die restlichen fünf Geschichten waren definitiv nett, aber mehr auch nicht. Spannung kam zwar vor, wurde aber innerhalb von zwei Seiten aufgebaut, behandelt und abgebaut. Selbst Kampfszenen oder die Auseinandersetzungen mit dem Hauptgegner, sind einfach nur kurz, unspektakulär und nur mit einem Hauch von Spannung. Oftmals verpufft die Spannung schon vor der Auseinandersetzung. Die Ideen und Ansätze waren in meinen Augen vielversprechend. Durch die wenigen Seiten wurde aber an Details gespart. Es wirkte lieblos und fesselte in keinster Weise. Das ganze Drumherum wurde einfach übersprungen. Ich wurde als Leser mitten in dieser Situation hinein katapultiert und diese wurde einfach nur linear abgearbeitet. Das ist in meinen Augen kein Lesegenuss. Ich entwickelte das Gefühl einfach abgefertigt zu werden wie an einem Bahnhof. Die Bahn angekündigt, sie kommt langsam mit quietschenden Rädern eingefahren, es wird hektisch beim Ein- und Aussteigen, und schon ist man wieder unterwegs. Womit wir bei der nächsten Geschichte wären. Dieses Buch klang in meinen Augen sehr lesenswert und ich wurde von den Geschichten, ausgenommen einer Kurzgeschichte, enttäuscht. Nicht jeder Autor schafft es einer Kurzgeschichte genauso viel Leben einzuhauchen, wie einem Roman. Dafür muss auf wenigen Seiten einfach zu viel passieren. Das ist in jedem Genre der Fall. Ich finde aber, wenn das Talent zu Kurzgeschichten nicht gegeben ist, sollte man die Finger lieber davon lassen. Von Marion Zimmer Bradley weiß ich zum Beispiel, dass ihre anderen Werke durch Länge und Details bestechen. Das kann sie in den kurzen Seiten aber nicht einsetzen. Aus diesem Grund hab ich mich drei Tagen durch diese Lektüre gekämpft. Der Kampf hat sich bei der letzten Geschichte gelohnt, aber das macht noch lange keine gute Anthologie aus. Empfehlen kann ich das Buch nicht wirklich. Ich bin enttäuscht und ein Buch wegen einer einzigen Geschichte zu empfehlen, empfinde ich als unzureichend.

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  • Rezension zu "Sirenenklänge" von Alan B. Newcomer

    Sirenenklänge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. October 2009 um 14:21

    Der Titel dieser Anthologie weckte in mir völlig falsche Erwartungen, leider geht es in keiner der Geschichten auch nur ansatzweise um Sirenen. Die Beiträge von Mercedes Lackey, Marion Zimmer Bradley, Jennifer Roberson und Ru Emerson verbindet eher Magie und Zauberei im Allgemeinen. Allerdings wirkten diese auf mich nicht besonders intensiv, es gab hier und da Andeutungen – manchmal sogar vielversprechende, aber an Details wurde leider gespart. In einige Storys bin ich nur schwer reingekommen, da mir der Umgang der Figuren untereinander oft hölzern vorkam und ich die Eigenart einer Person, von sich selbst in der dritten Person zu reden, äußerst merkwürdig fand. Es gab durchaus Momente, die mich fesseln konnten – aber dies hielt nie lang, denn mein Ärger über sparsame Details und Oberflächlichkeit brach schnell wieder durch. Am besten haben mir die Geschichten von Jennifer Roberson und Ru Emerson gefallen. Dort konnten mich auch die Figuren erreichen, sie weckten Neugier und Anteilnahme. Ich spürte die Verbindung zwischen ihnen, es gab keine plötzliche überraschend-unerklärbare Zuneigung. Und darum hat sich das Durchhalten doch irgendwie gelohnt, denn diese beiden Beiträge haben mich ein wenig für die zwei enttäuschenden Storys von Mercedes Lackey entschädigt.

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