Alan Bennett Die soveräne Leserin

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Inhaltsangabe zu „Die soveräne Leserin“ von Alan Bennett

Die Hunde sind schuld. Beim Spaziergang mit der Queen rennen sie los, um den allwöchentlich in einem der Palasthöfe parkenden Bücherbus der Bezirksbibliothek anzukläffen. 'Ma’am' ist zu gut erzogen, um sich nicht bei dem Bibliothekar zu entschuldigen, leiht sich ebenfalls aus Höflichkeit ein Buch aus – und kommt auf den Geschmack. Von da an deckt sie sich jede Woche mit Lesestoff ein und lernt den Küchengehilfen Norman kennen, mit dem sie sich fortan über ihre Lektüren unterhält. 'Not amused' ist hingegen der Privatsekretär der Queen, Sir Kevin, der nichts unversucht lässt, 'Her Majesty' dem schädlichen Einfluss Normans zu entziehen. Denn die Queen beginnt, ihre Pflichten zu vernachlässigen, liest nun lieber in ihrer Kutsche, statt der Menge zuzuwinken. Ein Bennett 'at his best – very British', wie immer, und von so umwerfender Komik, dass Ihnen der 'Bowlerhat' hochgeht!

Ein wahrhaft königliches Lesevergnügen - Very British!!!

— LibriHolly
LibriHolly

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— aba
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  • Ein königliches Vergnügen

    Die soveräne Leserin
    mistellor

    mistellor

    Die Corgies der englischen Queen büxen aus und landen in einer mobilen Bibliothek. Aus reiner, sehr englischen Höflichkeit leiht die Queen sich ein Buch aus, und später noch eins. dann nochmals eins und dann immer wieder. Die englische Queen hat die Welt der Bücher entdeckt und kann sich ihr nicht mehr entziehen. Darüber vergisst sie ihre Pflichten, wird unpünktlich und verunsichert so ihre Umgebung. Was lernen wir daraus? Bücher verändern schnell und gründlich unseren Charakter - meist zum Besseren. Zu diesem Buch habe ich schon eine Rezension geschrieben, aber da diese Ausgabe eine besondere ist, musste ich nochmals eine schreiben, wobei es diesmal nicht um den Inhalt, sondern um die Ausstattung des Buches geht. Ich liebe dieses Buch nicht nur wegen seines Inhalts oder der sehr bildhaften, leichten und tiefgründigen Sprache, sondern auch wegen der wunderbaren liebevollen Ausführung. Gebunden ist diese Sonderausgabe in blauer Seide mit einem schelmischen kleinen Bild der Queen auf dem Cover. Der blaue Seideneinband und fühlt sich sehr edel an. Der Wagenbach-Verlag ist auch heute noch bemüht Bücher als kleine Wunder zu betrachten und sie werden daher oft noch nach alter Buchmacher-Manier gebunden, geschnitten, verlegt und verkauft. Man spürt in jedem Buch des Verlages den Respekt vor dem geschriebenen Wort.

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  • Rezension zu "Die soveräne Leserin" von Alan Bennett

    Die soveräne Leserin
    aba

    aba

    Ein königliches Vergnügen Lesen bildet. Das hat man oft gehört. Aber offensichtlich gilt das nicht für die englische Königin, denn seitdem sie liest, scheint das Lesen in England keine erstrebenswerte Beschäftigung mehr zu sein. Die Königin liest, und das Lesen wird zur Lebensaufgabe, schließlich muss sie ein paar Jahrzehnte buchloses Dasein nachholen. Sie vernachlässigt ihre königlichen Pflichten, wird zur unpünktlichen Person und nutzt jede Gelegenheit, um allein zu sein... um zu lesen. In "Die souveräne Leserin" von Alan Bennett erlebt man Königin Elizabeth aus einer anderen Sicht: als büchersüchtig! Alan Bennetts Queen ist liebenswert und voller Überraschungen. Insgesamt ist die ganze Geschichte um die lesende Queen einfach eine Wonne. "Die souveräne Leserin" ist Pflichtlektüre für alle, die nicht ohne Bücher leben können. Für mich eine entzückende Vorstellung, etwas Gemeinsames mit der englischen Königin zu haben. Wie gern würde ich mich mit ihr zum Tee treffen und dabei eine angenehme Unterhaltung über unsere Lieblingsbücher und -autoren zu führen. Dieses 120-seitige Büchlein ist das perfekte Geschenk für Bibliophile und Anglophile. "Die souveräne Leserin" ist ein ganz besonderes Vergnügen und ein Buch, das man von der ersten bis zur letzten Seite mit einem Lächeln im Gesicht liest: ein königliches Vergnügen!

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    • 5
  • Rezension zu "Die soveräne Leserin" von Alan Bennett

    Die soveräne Leserin
    Moena

    Moena

    15. November 2012 um 15:14

    Eigentlich sind die Hunde an allem schuld. Beim Spaziergang mit der Queen büchsen sie aus, um den allwöchentlich im Palasthof parkenden Bücherbus der Bezirksbibliothek anzukläffen. Ma'am entschuldigt sich bei dem verdutzten Bibliothekar und leiht sich - aus reiner Höflichkeit - ein Buch. Was niemand ahnt (sie selbst am allerwenigsten): Sie kommt auf den Geschmack. Ab sofort deckt sie sich regelmäßig mit neuem Lesestoff ein und plaudert mit dem Küchenjungen Norman, den sie kurzerhand zu ihrem privaten Angestellten befördert, über Bücher, Autoren und Erlebnisse. Doch dem einen oder anderen Mitglied ihres Hofstaats stößt das neue Hobby der Queen sauer auf - denn Ma'am vernachlässigt darüber nicht nur ihre königlichen Pflichten. Die Aufmachung des Buches allein ist schon etwas besonderes. Die blaue Sonderausgabe zum sechzigsten Thronjubiläum der Queen mit Seideneinband, Titel in Silberprägung und Fadenheftung macht im Regal ganz schön was her. Aber auch der Inhalt kann sich sehen lassen. Die Queen als Hauptfigur ist an sich schon reichlich skurril. Man erlebt die Monarchin hier aber aus einer ganz anderen Perspektive als man es vielleicht aus dem Fernsehen gewohnt wäre - nämlich ganz privat, weit hinter den dicken Mauern von Windsor. Dabei sind nicht nur ihre geheimsten Gedanken über die verschiedenen Minister amüsant. Auch die Hunde und natürlich die Literatur kommen nicht zu kurz. Anfangs ist die Queen von Literatur in etwa so begeistert wie von den stundenlangen Gesprächen mit ihren Ministern. Doch da es die Höflichkeit nun einmal gebietet, leiht sie sich im Bücherbus ein Buch. Da das Buch nun auch irgendwann in die Bibliothek zurück muss, wird daraus bald ein zweites und ein drittes und bald trifft man die Queen nie mehr an, ohne dass sie ihre Nase in ein Buch gesteckt hat. Für die Queen, die sämtliche Autoren vorher maximal von Ordensverleihungen oder anderen derartigen Veranstaltungen kannte, ist es eine völlig neue Erfahrung, in die fremden Welten einzutauchen, die ihr die Romane eröffnen. Und diese Erfahrung fasziniert sie so sehr, dass sie darüber ihre Pflichten zu vernachlässigen beginnt. Immer öfter kommt sie zu spät, achtet weniger streng auf ihr Aussehen und auch im Gespräch mit ihren Höflingen geht es immer öfter um Literatur. Klar, dass das nicht allen recht ist und bald versucht wird, der Queen ihr neues Hobby wieder auszutreiben. Obwohl das Buch nicht gerade von einer spannenden Handlung lebt, wird es beim Lesen auf keiner Seite langweilig. Der Erzähler schildert den Alltag der Queen auf amüsante Weise, sodass sie mir als Hauptfigur sehr schnell ans Herz gewachsen war. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, aber trotzdem leicht zu lesen, was dafür sorgt, dass man das schmale, nur 115 Seiten starke Büchlein sehr schnell ausgelesen hat. Fazit: Ein etwas anderes Buch über die Liebe zur Literatur und was sie mit einem anstellen kann.

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