Alan Bennett Handauflegen

(24)

Lovelybooks Bewertung

  • 18 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(9)
(8)
(7)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Handauflegen“ von Alan Bennett

Überwacht von einem unbestechlichen Gesandten der übergeordneten Kirchenbehörde, zelebriert Pater Jolliffe einen Gedenkgottesdienst für den Bettgefährten der beautiful people von London, einen auch ihm selbst wohlbekannten Mann. Unerwartete Enthüllungen der versammelten Hinterbliebenen sorgen dafür, dass die traurige Zeremonie einen rasanten Wandel durchläuft.

....und ein Geologe spielt eine Rolle !!!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Das Ministerium des äußersten Glücks

Meins war's nicht.

BiancaBerlin

Das Glück meines Bruders

Die Erinnerung an eine vermeintlich glücklichen Kindheit stellt die Verhältnisse in der Beziehung der Brüder auf den Kopf.

4Mephistopheles

Der Sandmaler

Aufrüttelnd und wunderschön!

Edelstella

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Ein spannend erzähltes Familiendrama, das mit einigen Überraschungen aufwarten kann und das mich von Anfang bis zum Ende gut unterhalten hat

tinstamp

Töte mich

Nothomb hat meine Erwartungen einmal mehr erfüllt mit ihrem gekonnten Nachspüren menschlichen Verhaltens in kuriosen Ausnahmesituationen!

elane_eodain

Manchmal musst du einfach leben

sehr emotionales Buch, regt zum Nachdenken an

Kiwi33

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was für ein Buch!

    Handauflegen
    juergen_schmidt

    juergen_schmidt

    25. March 2016 um 08:07

    Selten amüsiert ein Buch so, wie das bei Alan Bennetts "Handauflegen" der Fall ist. Das ist feinster britischer Humor und klasse Literatur! Eigentlich müsste das Werk "Handanlegen" heißen, denn Clive Dunlop (34), attraktiver Masseur der britischen Prominenz, hatte zu Lebzeiten bei fast jedem Besucher des Gedenkgottesdienstes seine Hände und einiges mehr angelegt. So verbindet Mann und Frau in der Kirche die Furcht vor Aids. Jeder glaubt freilich, in Clives Augen etwas Besonderes, etwas Einzigartiges gewesen zu sein. Einzig Pater Jolliffe weiß seine Erlebnisse mit Clive richtig einzuordnen. Den so ganz und gar ungewöhnlichen Gottesdienst hat er dafür nicht unter Kontrolle. Ein humorvolles, entlarvendes, gewiss auch gewagtes Buch, das allerdings alles Ordinäre ausklammert.

    Mehr
  • Abschied eines Freundes

    Handauflegen
    TheSaint

    TheSaint

    17. January 2016 um 17:23

    Ein herrlich lustiger Kurzroman über einen Gedenkgottesdienst für einen verstorbenen Masseur.

    Wunderbar britisch schräg und pointiert wird der von Pater Jolliffe zelebrierte Gedenkgottesdienst geschildert und unterhält bis zum lustigen Schluss mit unerwarteten Enthüllungen.

    Eine Wonne!

  • Gesellschaftssatire

    Handauflegen
    mistellor

    mistellor

    25. October 2014 um 01:41

    Vorweg: Ich mag Alan Bennett, manchmal liebe ich ihn sogar. Wie immer bei Bennett- eine herrliche Satire über Englands Gesellschaft und Eigenheiten. Und wie immer ist vieles übertragbar auf die deutsche Gesellschaft. Dabei wird das Ganze garniert mit hintergründiger Persiflage auf menschliches Verhalten. Wer gute Satire, eleganten Wortwitz und scharfsinnige Beobachtung menschlichen Verhaltens liebt, liegt bei Alan Bennett völlig richtig.  

    Mehr
  • Reich, berühmt und schön

    Handauflegen
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    28. February 2014 um 14:22

    Reich, berühmt und schön – diese Attribute treffen auf die meisten Besucher eines Gedenkgottesdienstes in London zu. Es ist alles vertreten, was Rang und Namen hat: Minister, Fernsehmoderatoren, Schauspieler, Popsänger, Stararchitekten und Bestsellerautoren. Dazu gesellen sich noch Sicherheitsbeauftragte und die dem Großaufkommen von Berühmtheiten entsprechenden Journalisten. Der rote Teppich ist eigentlich alles, was fehlt… Der Tote (Clive), zu dessen Ehren sie sich alle versammelt haben, war zwar nicht prominent, wohl aber scheinbar sehr gutaussehend. Ferner war er Masseur, der seinen Kundinnen und Kunden mit seinen heilenden Händen bei Verspannungen aller Art zur Seite stand. Und bei den meisten ging die Massage dann noch einen ganzen Schritt weiter… Bei nicht wenigen der Trauernden zeigt sich nun Verwirrung ob der großen Anzahl der Menschen, die offenbar aus dem gleichen Grund der Feierlichkeit beiwohnen. Schließlich hatte man angenommen, die eigene Beziehung zu Clive wäre etwas Besonderes gewesen. Zudem treibt noch eine weitere Sorge die Trauergemeinde um: Niemand weiß so genau, woran Clive eigentlich gestorben ist. Was kann also die Ursache für den Tod des 34jährigen gewesen sein und was mag diese Ursache für einen selbst bedeuten? Ängstlich sind die Gottesdienstbesucher bemüht, sich diese Sorge nicht anmerken zu lassen. Und erst recht nicht, dass man überhaupt Grund zu dieser Sorge hat. Schließlich ist man um sein Ansehen bemüht und tritt entsprechend auf: Kusshändchen hier, Bussi da. Dazu kommt noch die Unsicherheit, wie man sich an einem solch ungewohnten Ort – nämlich einer Kirche – zu verhalten hat. („Sie können ruhig rauchen. Ich bin mir ganz sicher, dass am Eingang ein Aschenbecher stand. – Das war Weihwasser.“) Vor diesem „Publikum“ versucht der Pfarrer, eine angemessene Trauerfeier abzuhalten. Wobei er auch nicht emotional unbeteiligt ist, denn auch er kannte Clive… Die Art, wie Alan Bennett hier das Schaulaufen und die Doppelmoral der Beteiligten darstellt, fand ich insgesamt sehr amüsant. Trotzdem haben sich einige Stellen für mich beim Lesen etwas gezogen. Und das bei einer Seitenzahl von gerade mal 91 Seiten. Daher ein Punktabzug.

    Mehr
  • Rezension zu "Handauflegen" von Alan Bennett

    Handauflegen
    rumble-bee

    rumble-bee

    10. November 2009 um 12:41

    Dies ist ein Buch, bei dem man allen Lesern VERBIETEN sollte, Klappentexte oder Rezensionen vorher zu lesen. Denn sobald man versucht, die Geschichte nachzuerzählen oder zusammenzufassen, hat man den Witz und Überraschungseffekt des Ganzen schon vorweg genommen, und verdirbt ein wenig den Lesegenuss. So jedenfalls erging es mir - ich habe mich zwar durchaus köstlich amüsiert beim Lesen, doch ich denke, das Vergnügen wäre noch größer gewesen, hätte ich NICHT gewusst, was mich erwartet. Denn ein Großteil des Witzes liegt hier in der Handlung selber, in den Dingen, die geschehen (oder ausbleiben). Insgesamt ist dies aber wieder ein "typischer Bennett" - durch und durch britisch, knochentrockener Humor, und ein Ende mit Knalleffekt - ich habe mich fast nicht mehr beruhigen können vor Lachen, gerade beim letzten Absatz! Insofern verbietet es sich nun, hier mehr über das Buch zu erzählen. Nur so viel: eine Geschichte, die an Skurrilität schon fast nicht mehr zu überbieten ist! Schade fand ich nur, dass es keine einheitliche Perspektive und keinen Erzähler gibt. Das wechselt munter, zwischen dem Pfarrer, der den Gottesdienst leitet, und seinem Vorgesetzten, der den "Gedenkgottesdienst" besucht, um so eine Art Qualitätsprüfung durchzuführen. Na, und wie die ausfällt, kann man sich denken... :-)))) In diesem Buch wurde mir auch wieder so richtig deutlich, dass der Autor schon ein Sonderling sein muss. Nicht nur, dass er sich, wie man weiß, ein Schwein hält und mit ihm Gassi geht, nein, er baut immer wieder misanthropische oder bissige Elemente in seine Bücher ein. Jedenfalls hier - all die erwähnten Promis, und auch die Kirche, kommen überhaupt nicht gut weg! Als Fazit würde ich sagen, dass man dieses Buch als Bennett-Fan auf keinen Fall verpassen sollte. Als Einsteiger würde ich allerdings zuerst "Die Lady im Lieferwagen" oder "Die souveräne Leserin" empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Handauflegen" von Alan Bennett

    Handauflegen
    Vane

    Vane

    29. May 2009 um 16:05

    Nur des Themas wegen hätte ich das Buch nicht in die Hand genommen: Ein Gedenkgottesdienst für einen jungen Mann, der auf ungeklärte Weise gestorben ist und vorher Männer wie Frauen glücklich machen konnte. Aber Bennett gelingt mit seiner Schreibweise Lachen, Fragen, Kopfschütteln gleichzeitig in meinem Kopf auslösen zu können. Leider ist das Buch zu schnell zu Ende.