Alan Bennett Schweinkram

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Inhaltsangabe zu „Schweinkram“ von Alan Bennett

»No sex please, we ’re British!« Wem diese Reaktion auf kontinentale Frivolitäten nie glaubhaft erschien, der findet bei Alan Bennett seine Bestätigung: In zwei neuen Geschichten berichtet er, wie verlässliche Untertanen der Königin auf unerwarteten Gebieten zu Entdeckern werden und sich Gelüsten hingeben, die wohl schon längst unter der Oberfläche brodelten. Bereits in früheren Erzählungen deutete sich an, dass Bennett über das Leben seiner Landsleute bestens Bescheid weiß. Hier aber widmet er sich mit Hingabe ihren dunklen Seiten und belegt anschaulich, dass britische Skurrilität und lustvolle Ausschweifungen – überraschende Wendung inklusive – einander nicht ausschließen.

Frivole Geschichten, in denen es mit britischen Humor um gesellschaftliche Zwänge, Erwartungen und Entdecken des ICHs geht. Sehr lesenswert.

— sunlight
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Wie ein geheimer Blick durchs Schlüsselloch auf Menschen mit äußerst schrägen Beziehungen und Lebensweisen!

— Daniliesing
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    Schweinkram
    SharonBaker

    SharonBaker

    Prüde Briten? Von wegen! Bei diesen Klapptext war meine Neugier geweckt und ich musste mir das Buch kaufen. Aber was hatte ich erwartet? Irgendwie nicht das, obwohl ich sagen muss, was habe ich bei Bennett anderes erwartet. Meine Gedanken gingen in die Richtung ältere Dame die ihr sexuelles Verlangen neu auslebt, aber weit gefehlt bei diesem Autor. Er lässt uns in zwei Kurzgeschichten Einblicke erleben die so skurril sind, das ich schon dachte, ich bin in einer Soap oder Komödie gelandet. Zum einen erleben wir Mrs. Donaldson Leben nach dem Tode ihres Mannes. Dieser hat seine Frau nicht mit den Vermögen verlassen wie alle dachten und so muss sie sich um Nebeneinkünfte kümmern. Sie arbeitet zum einen als Schauspielerin für Medizinstudenten und sie ist einer der Besten. Denn sie überrascht die Studenten mit plötzlichen Einlagen und der Professor hat auch schon ein Auge auf sie geworfen. Zum anderen vermietet sie Zimmer an Studenten, was ihrer prüden Tochter gar nicht gefällt. Naja, ein bisschen hat sie recht, denn die Studenten können nicht wirklich regelmässig ihre Miete bezahlen und kommen auf die Idee Mrs. Donaldson als Zuschauer bei ihren Liebesspiel dabei zusehen zu lassen. Damit ändert sich für die älter Dame vieles, aber mehr verrate ich nicht. Die zweite Geschichte fängt mit dem Gespräch zwischen den Eltern des Bräutigams an und zwar lässt sich die Mutter über die zukünftige Schwiegertochter aus. Es ist ja auch ein Wunder warum ihr gut aussehender, erfolgreicher Sohn ausgerechnet eine Frau Namens Betty heiraten kann und mit dem Aussehen kann sie sich ja hinter ihn verstecken, also warum heiratet er sie. Ja genau warum heiratet er sie! Das könnte an ihren kleinen Vermögen liegen, oder daran das er ein Vorzeige-Leben braucht und sie muss ihn ja auch dankbar sein, bei seinem aussehen. Außerdem wird sein Liebesleben noch interessanter, denn er teilt eigentlich sein Bett recht gern mit seines gleichen. Nur leider gerät er an jemanden, der hinter sein „normales“ Leben kommt und erpresst ihn. Unser Ehemann ist geschockt und weiss nicht was er machen soll, denn er fühlt sich eigentlich mit seiner Frau ganz wohl. Er darf machen was er will und sie unterstützt ihn überall, also zahlt er. Wie die Geschichte aus geht müsst ihr einfach selber lesen, denn das war jetzt nur ein kleiner Blick, diese Familie hat es nämlich in sich und zwar alle Familienmitglieder. Alan Bennett versteht es zu unterhalten und das sprachlich auf ganz großer Ebene. Die Wortwahl ist immer so köstlich gewählt, das ich meistens aus dem schmunzeln nicht heraus komme. Sein schwarzer britischer Humor und der Weltblick auf das Alltagsleben macht seine Bücher so toll. Auch seine Figuren sind so herrlich unterhaltsam und gleichzeitig wie aus den Leben gegriffen. Die älter Dame, die modernen Studenten, die schreckliche Schwiegermutter, der schwule Sohn, oder die schlaue Ehefrau sind einfach klasse dargestellt. Ich glaube mehr brauche ich gar nicht sagen, außer ich mag seine Bücher. Aber Vorsicht es ist british und man muss so was einfach mögen.

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