Alan Bradley Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche

(258)

Lovelybooks Bewertung

  • 282 Bibliotheken
  • 8 Follower
  • 3 Leser
  • 41 Rezensionen
(119)
(100)
(37)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche“ von Alan Bradley

Klappe die vierte – ein filmreifer Mordfall für Flavia de Luce Für die notorisch klamme Familie de Luce tut sich eine unverhoffte Geldquelle auf: Eine Filmcrew will ihr Herrenhaus für Dreharbeiten nutzen. Die Schaulustigen strömen nach Buckshaw, um den Star des Ensembles zu sehen, die berühmte Diva Phillys Wyvern. Doch dann geschieht das Unfassbare: Eine Leiche wird gefunden – erdrosselt mit einem Filmstreifen. Zu allem Überfluss ist Buckshaw durch einen tosenden Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Der findigen Hobbydetektivin Flavia ist klar: Der Täter muss sich unter den Gästen befinden. Unverzüglich beginnt sie mit ihren Ermittlungen und gerät dabei selbst ins Visier des Mörders …

Hatte mir mehr versprochen.

— Mika_Schulze
Mika_Schulze

Einer der besten Teile der Reihe. Flavia begeistert mich immer mehr. Ein wirklich tolles und spannendes Buch

— ShineOn
ShineOn

Wie immer ein traumhafter Kurzurlaub im England der 50er...

— Pinoca
Pinoca

Recht unterhaltsame Geschichte, leider etwas nervige Protagonistin und der Showdown kam zu schnell und unerwartet.

— Victoria_Townsend
Victoria_Townsend

Wie jeder Band ein spannendes Leseerlebnis mit einer wunderbaren Protagonistin!

— jettesophia
jettesophia

Fällt im Vergleich zu den Vorgängern etwas ab. Es passiert zu lange einfach nichts wirklich Spannendes.

— kornmuhme
kornmuhme

Ein spannender Fall für Flavia aber hier und da etwas langweilig

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Unterhaltsamer Krimi mit Flavia, eine der coolsten Ermittlerinnen, die ich kenne! Inklusive britischem Flair und spannenden Figuren.

— Moonie
Moonie

Voll cool. Die Bücher werden immer besser.

— Katinka17
Katinka17

Ich mag die Art wie Alan Bradley schreibt. Seine Hauptfigur Flavia de Luce ist wunderbar dargestellt und lässt mich beim Lesen schmunzeln.

— Inside1
Inside1

Stöbern in Krimi & Thriller

Harte Landung

Schöner Krimi mit ausgesprochen wenig Leichen und Blut!

vronika22

AchtNacht

Ein sehr schön geschriebenes Buch, aber für meinen Geschmack zu stark an "The Purge" angelehnt.

Nadine_Teuber

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

Ein wirklich aussergewöhnlicher Thriller!

dreamlady66

Death Call - Er bringt den Tod

Schade, schon zu Ende und jetzt heißt es wieder warten auf das nächste Buch von Chris Carter ...

anie29

Projekt Orphan

Ein genialer Thriller mit einem genialen und hartnäckigen Killer mit einer helfenden Hand...

Leseratte2007

Finster ist die Nacht

Sehr schön

karin66

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Aus Schauspiel kann schnell Ernst werden

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    MartinaSchein

    MartinaSchein

    12. November 2016 um 11:55

    Vorhang auf für eine Leiche heißt es auf Buckshaw. Haviland de Luce hat den Familiensitz kurz vor Weihnachten an eine Filmgesellschaft vermietet, damit er wenigstens die größten Brocken in Sachen Schulden tilgen kann.In diesem Buch werden gewisse menschliche Schwächen sehr gut dargestellt. Auf der einen Seite versteht die Schauspielerin Phyllis Wyvern Flavias Sorgen und Nöte mit ihren großen Schwestern und kann sie aufgrund eigener Erlebnisse nachvollziehen, auf der anderen triezt sie jedoch ihre Mitarbeiter ganz schön und verzeiht auch keine Fehler (Stichwort: fehlende Beleuchtung).Dass sich Flavia sich nicht so ganz sicher ist, ob der Weihnachtsmann ins Reich der Legende gehört oder es ihn nicht vielleicht doch gibt verdeutlicht, dass sie trotz aller Aufgewecktheit und Pfiffigkeit noch nicht erwachsen ist. Ihren Schwestern glaubt sie natürlich kein Wort und versucht mithilfe eines Tricks den Weihnachtsmann quasi am Kamin festzukleben, so er denn erscheint.Nach einigen Begegnungen mit der Filmcrew widmet sich Flavia wieder ihrem Hobby, der Chemie. Dieses Mal beschäftigt sie sich hauptsächlich mit der Herstellung von Feuerwerkskörpern.Wie sollte es anders sein, findet die elfjährige erneut eine Leiche und macht sich umgehend an die Aufklärung des Mordes. Die Vorbereitungen zum Zünden des Feuerwerkes auf den Dächern von Buckshaw wird ihr beinahe zum Verhängnis - begegnet sie dort doch den Mördern. Doch gewitzt wie eh und je zieht sie auch dieses Mal wieder ihren Kopf aus der Schlinge.Auch dieses Buch glänzt wieder durch seinen sehr speziellen Humor.Beispiele:Wären Kochen und Backen ein Dartspiel, würden die meisten  Machwerke von Mrs Mullet neben der Scheibe an der Wand landen.Immer dann, wenn hier eine Spülung betätigt oder dort ein Wasserhahn aufgedreht wurde, übertrugen sich gewaltige Erschütterungen und ein stöhnendes Ächzen bis in die entlegensten Winkel des Hauses, als handelte es sich um ein groteskes hydraulisches Nachrichtenübermittlungssystem aus einer anderen Ära.Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, als würde ich sämtliche Bewohner von Bishop's Lacey persönlich kennen, so gut bringt der Autor das Lokalkolorit jedes Mal herüber. In diesem Band hat die Tatsache, dass das halbe Dorf wegen des vielen Schnees einige Zeit auf Buckshaw verweilen musste, dazu noch beigetragen.

    Mehr
  • Enttäuschende Fortsetzung

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    YokoKudo

    YokoKudo

    27. April 2016 um 13:29

    Meine Meinung: Da ich ein Fan von Flavia bin habe ich mich sehr auf ihr neustes Abenteuer gefreut. Diesmal spielt die Geschichte in der Adventszeit. Auf Buckshaw wird ein Film gedreht. Die berühmte Phillys Wyvern spielt die Hauptrolle und ist gleich zu Anfang des Buches gut auf Flavia zu sprechen da sie diese von den anderen Kriminalfällen kennt und diese toll findet. Im Verlauf des Buches wird eine Szene aus Romeo und Julia gespielt um Spenden für die Kirche zu sammeln. Das ganze Dorf kommt zu dieser Aufführung. Nachdem ein Zwischenfall die Aufführung beendet wollen die Dorfbewohner wieder heim, doch dies geht nicht da der Schneesturm sie von der Außenwelt abgeschlossen hat, notgedrungen schlafen alle in Buckshaw. Am Anfang läuft noch alles gut doch dann, in der Nacht, als Flavia zur Toilette geht, geht sie an einem Zimmer vorbei und sieht die Leiche die mit einem Filmstreifen erdrosselt wurde. Die Ermittlungen beginnen. Wir erfahren in diesem Buch viel über die Menschen da erst nach der Hälfte des Buches der Mord passiert. Normalerweise ist es bei Bradley üblich das recht am Anfang der Mord passiert und darauf das gesamte Augenmerk gelegt wird. In diesem Buch ist es leider anders. Wie soll man innerhalb von 150 Seiten einen Mord aufdecken. Meiner Meinung sind das zu wenige Seiten um das zu bewerkstelligen.  Was noch ganz lustig ist, dass Flavia noch an den Weihnachtsmann glaubt und ihm eine chemische Falle stellt. Das Buch ist wie auch die anderen Teile in „Ich“ Perspektive geschrieben. Mein Fazit:Das Buch war eher enttäuschend. Der Klappentext hat das ganze geschehen im Buch verraten. Den Mord an sich fand ich gelungen. Schade war dass der Mord erst nach 150 Seiten war, man hätte den Anfang wirklich kürzen können und dafür ein fulminantes Finale zauber sollen. Die Chemie Szenen finde ich immer sehr interessant wie auch in diesem Buch. Leider konnte mich dieses Mal ein Flavia Fall nicht mitreißen wie es die anderen getan haben. Was ich aber positives sagen kann ist, dass die Sätze sehr einfach geschrieben sind und man nicht groß nachdenken muss. Und man sollte um den Teil zu lesen die vorigen auch gelesen haben da es einige Anspielungen auf ihre letzten Fälle gibt. Der Nächste Flavia Fall steht schon in den Startlöchern und der Klappentext hört sich auch gut an. Ich hoffe dass ihr nächster Fall wieder spannender wird.

    Mehr
  • Schwächer als die Vorgänger

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    kornmuhme

    kornmuhme

    Inhalt: Um die hohen Kosten für das Anwesen Buckshaw zu stemmen, muss Colonel de Luce etwas tun, das ihm gegen den Strich geht: Er hat das Anwesen für mehrere Wochen an eine Filmcrew vermietet, die hier einen neuen Film mit ihrem Star Phyllis Wyvern drehen will. Die vielen Menschen auf Buchshaw bringen den behäbigen Tagesablauf gehörig durcheinander, zudem fegt der schwerste Schneesturm seit Jahrzehnten über England hinweg, so dass Buckshaw von der Außenwelt abgeschnitten ist. Dann passiert ein Mord, und es gibt viele Verdächtige, so dass Flavia, unsere 11jährige Hobbydediktivin, wieder all ihre (chemischen) Künste einsetzen muss, um den oder die Täter zu überführen. Meinung: Wenn man die verherigen Bände um Flavia de Luce und ihren Hang zur Chemie (bes. Giften) und Mordaufklärung kennt, fällt der Einstieg in dieses 4. Buch sehr leicht. Man kennt alles und jeden auf Buckshaw, die herrlich schrulligen Charaktere, die Hass-Liebe zwischen Flavia und ihren zwei Schwestern sowie Flavias unstillbare Neugier und ihren vorlauten Wortwitz. Alles hätte wieder so toll sein können ... Leider lässt Alan Bradley sich diesmal sehr, sehr viel Zeit, bis er den Mord geschehen lässt. Fast die Hälfte des Buches muss man gelesen haben, um an diese markante Stelle zu kommen. Aber auch die Seiten vorher plätschern mehr vor sich hin, als dass sie beispielsweise Spannungen oder sogar offene Konflikte unter den Figuren enthüllen. Da hätte ich mir schon den ein oder anderen Hinweis auf das kommende Verbrechen, auf mögliche Motive etc. gewünscht. Stattdessen geht es um ... ja, um was geht es eigentlich? So ganz genau kann ich das im Rückblick schon gar nicht mehr sagen, so unscheinbar war es! Natürlich werden die Arbeiten der Filmcrew beschrieben, die exzentrische Schauspielerin und ihr Gehabe und vor allem Flavias Streifzüge durch ihr Zuhause Buckshaw. Das plätscherte mir alles zu seicht dahin. Sehr vermisst habe ich die Spurensuche, die Detailarbeit von Flavia, die die vorherigen Bücher immer so vorangetrieben haben. Die Aufklärung des Mordes vollzieht sich hier relativ sparsam, das Motiv wird nur kurz und recht lieblos abgehandelt. Auch das Szenario des Schneesturms bleibt ungenutzt für etwaige Spannungen unter den Eingeschlossenen. Sehr schade! Fazit: Insgesamt leider eine schwächere Krimigeschichte um Englands jüngste und schrägste Hobbydedektivin. Das Krimihafte steht diesmal nicht im Zentrum des Buches, sondern eher das ganze Drumherum. Ich hatte oft ein diffuses Gefühl der Konturlosigkeit, was den Roman angeht. Hoffentlich wird der 5. Band mir wieder mehr zusagen. 3 von 5 Sternen

    Mehr
    • 6
  • Ein toller vierter Band!

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    BieneMa

    BieneMa

    25. October 2015 um 16:26

    Flavias neuestes Abenteuer ist auf alle Fälle ganz anders, als die bisherigen. Warum? Es gab wirklich relativ wenig Fall, zumindest spürte ich sehr wenig davon, zum großen Teil ging es um Flavia, ihre Familie und die Hintergründe. Für mich ist das auf alle Fälle als großes Plus zu sehen. Ich hatte das Gefühl, dass die Charaktere mehr Tiefe bekamen und ich habe diesen Teil der Reihe noch mehr genossen als die bisherigen, und die waren ja schon großartig. Alan Bradley schafft es meisterhaft, was vielen alltäglich scheint - wie die Zwiste einer Familie und ihre Geldnöte, die Zankereien unter Schauspielern und vieles mehr - neu zu erfinden und zu einer wahrhaft unterhaltsamen Geschichte zu machen. Schön war auch, alte Charaktere wieder zu treffen. Zum Beispiel Nialla aus Band 2, oder die kratzbürstige Tante Felicity aus demselben Buch. Schön, dass sie dauerhaft in der Geschichte sind und nicht nur mal eben so vorkommen, bevor sie wieder Platz für andere, ähnliche machen. Der Fall war, so wenig Platz er für mich spürbar einnahm, wieder interessant. Hinten auf der Rückseite des Buchs steht unter anderem „Ein filmreifer Mord“, das kann ich nur bestätigen! Man bekommt, wie allgemein bei dieser Reihe, kein James-Bond-Debakel mit Adrenalinkick und so weiter. Nein, man bekommt etwas meiner Ansicht nach viel Besseres - eine gut durchdachte Geschichte mit einer wundervollen Botschaft, die man aber nicht erkennt, wenn man nur den Text sieht, nicht was er meinen soll. Alles in allem kann ich dem Autor zu seinem Werk wieder nur gratulieren. Diese Reihe sollte definitiv mehr Fans bekommen, sie wird immer und immer besser, und auch am Anfang war sie schon absolut genial und interessant. Ich würde dieses Buch immer wieder lesen, und immer wieder dabei lachen und weinen und mit Flavia mitdenken, miträtseln und mitfühlen.

    Mehr
  • Flavia in Bestform

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. October 2015 um 13:31

    Das Cover hat mir gut gefallen, es passt einfach perfekt zum Rest der Reihe und hat mich deswegen magisch angezogen. Ich bin ein großer Fan von Flavia de Luce und zwischendurch mal einenen ihrer spannenden Fälle zu lesen ist einfach nur lustig und unterhaltsam. Der Schreibstil war, wie ich Bradley kenne einfach genial, die Spannung wird wunderbar aufgebaut und es ist alles sehr detailreich beschrieben. Gewisse Dinge sind meiner Meinung nach etwas zu kurz gekommen. Flavias Beziehung zu einigen anderen Charakteren wie z.B. Feely und Daffy ist ziemlich kurz geraten, das fand ich wirklich schade, denn man kennt sie aus den anderen Büchern schon und möchte auch dort eine Entwicklung erleben. Eine Sache die mir ganz stark aufgefallen ist, war das die alten Fälle eine sehr große Rolle gespielt haben, ich fand es gut sie nochmal zu erwähnen aber es war für meinen Geschmack etwas zu ausgedehnt, diese Zeit hätte man für andere Charaktere besser nutzen können. Nach dem vierten Buch gehröt Flavia natürlich schon zu meinen Lieblingen, man kennt sich einfach und weiß daher auch, das man immer etwas zu lachen hat, wenn sie ermittelt. Flavia hat sich mal ganz nach alter Manier wieder in Dinge eingemischt, die sich nichts angehen und ermittelt gegen jemanden, bei dem es sich niemand anderer traut. Genau so habe ich Flavia kennen und lieben gelernt auch wenn mich dieses Buch nicht so begeistert hat wie die älteren. Fazit: Flavia in Bestform auch wenn ich ein paar Minuspunkte geben muss, so kann man sich auf sie immer verlassen, es ist immer spannend und man hat genug zu lachen. Es wird nicht der Letzte Fall für Flavia sein, den ich lesen werde :)

    Mehr
  • Ein neuer Krimi mit der coolsten Ermittlerin der Welt

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    Moonie

    Moonie

    30. September 2015 um 11:36

    Vorhang auf für eine Leiche ist bereits mein zweiter Krimi mit der jungen Ermittlerin Flavia de Luce und hat mir wieder richtig gut gefallen. Flavia ist einfach ein Original, mit ihren trockenen Art und ihrer Vorliebe für Chemie, die der Autor immer wieder gekonnt einbringt. Allein Flavias Gedankengänge sind richtig toll überlegt und machen die Figur rund und einfach nur liebenswert. Buckshaw und somit die Familie de Luce steckt in finanziellen Schwierigkeiten und so kommt es gerade sehr passend, dass ein Filmstudio noch ein passendes Haus für einen großen Film sucht. Colonel de Luce stimmt zu und so zieht kurz vor Weihnachten die Filmcrew inklusive richtig bekannter Stars auf Buckshaw ein und Flavia ist natürlich überall mit dabei. Sie schmiedet zwar auch ihre eigenen Pläne (z.B. beweisen, dass es den Weihnachtsmann gibt, indem sie ihm eine Falle stellen will), aber als sie dann die Leiche entdeckt, haben die Ermittlungen natürlich erst mal Vorrang. Flavia findet alles mögliche heraus und findet schlussendlich natürlich auch den Mörder, wobei sie dabei natürlich auch selbst wieder in große Gefahr gerät. Mir gefällt allein schon die Atmosphäre dieses alten Hauses, die kleinen Geschichten drumherum zwischen Flavia und ihren Schwestern, ihrer Bekanntschaft mit der berühmten Schauspielerin Phyllis Wyvern und ihre Gespräche mit dem Butler Dogger. Richtig gut gelungen, ein Muss für alle Fans von Flavia und herrlich schrulligen Krimis mit britischem Humor.

    Mehr
  • Der genialste Band der Reihe

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    stebec

    stebec

    „Nasskalte Nebelranken erhoben sich vom Eis wie gepeinigte Seelen, die ihre leibliche Hülle verließen.“ – Erster Satz Die Aufmachung: Das Cover ist typisch Flavia. Wir haben hier wieder einige Einzelheiten, die auf den Inhalt des Buches hinweisen, ohne irgendwas zu verraten. Wie immer steht Flavia im Mittelpunkt. Besonders nett sind hier so kleine Details, wie die gemusterte Tapete im Hintergrund oder der feine Schneefilm auf auf der Schrift. Das Setting: Anders als in den anderen Bänden ist Flavia diesmal nicht ermittlungstechnisch im Dorf Bishops Lacey unterwegs, sondern hat ein Heimspiel. Die Geschichte spielt ausschließlich auf Buckshaw, dem Anwesen der de Luces. Natürlich hat man schon vorher einige Einblicke in Flavias zu Hause gewinnen können, aber diesmal konnte man sich einen noch besseren Eindruck des Anwesens verschaffen. Der Plot: >> Im einst prächtigen, inzwischen jedoch ziemlich heruntergekommenen Herrenhaus der Familie de Luce mietet sich eine Filmcrew aus London ein. Doch kaum haben die glamourösen Dreharbeiten begonnen, geschieht das Unfassbare: Ein Mitglied des Ensembles wird tot nd damit entwickeln sich die Ereignisse ganz nach Flavia des Luces Geschmack. Die junge Hobbydetektivin ist davon überzeugt, dass sie den skrupellosen Mörder entlarven kann, und macht sich an die gefährlichen Ermittlungen...<< - Klappentext Erstmal möchte ich ein großes Lob aussprechen an die Verfasser dieses Klappentextes. Danke, das hier nicht gespoilert wurde, wer nun als Leiche herhalten musste, dass hätte nämlich ein ganzes Stück an Spannung gekostet. An diesem Band der Reihe hat mir besonders gut gefallen, dass nicht sofort mit der Tür bzw. Leiche ins Haus gefallen wurde. Alan Bradley baut erst ganz in Ruhe seine Geschichte auf und präsentiert dann unvermittelt das schreckliche Ereignis, sodass man als Leser schon fast wieder vergessen hat, worauf das Buch eigentlich abzielt. Ich war tatsächlich ein wenig entsetzt und habe umso mehr mitgefiebert, als die Ermittlungen losgingen. Flavia war als Hauptprotagonistin natürlich mitten drin und ist von einem Hinweis zum nächsten gestolpert. Auch schon bei den vorherigen Büchern hatte ich das Gefühl, dass die Gute manchmal mehr Glück als Verstand hat, wenn es darum geht Beweise zu finden. Und das will was heißen, bei so einem kleinen Genie. Die Auflösung kam für mich wieder etwas überraschend und ich hatte mal wieder bis zum Schluss keine Ahnung, wer der Täter ist. Die Protagonisten: Flavia ist eindeutig ein Unikat. Neben ihrer liebe zur Chemie und ihrer Freundschaft zum Haus... ja was eigentlich? Nennen wir ihn den guten Geist des Hauses "Dogger", ist sie wirklich außergewöhnlich schlau. Hat aber auch einen sehr ausgeprägten Drang zum makaberen. Noch beim ersten Band empfand ich Flavia etwas zu altklug, aber mittlerweile sind ihre Geschichten für mich zur Obsession geworden. Auch die Nebenfiguren sind durchaus alle Sympathiträger mit einzigartigen Schrullen. Egal ob Flavias Vater, der mit seiner Leidenschaft für Briefmarken auftrumpft oder ihrer ältesten Schwester Ophelia - kurz Feely -, die sich vor Verehren kaum retten kann. Ich mag Flavias Umfeld und fand es ganz spannend, wie sich auch die Nebenfiguren im Laufe der Bücher weiterentwickeln. Der Schreibstil und Umsetzung: Alan Bradley bedient sich eines trockenen Humors, denn man einfach nur als britisch Bezeichnen kann und lässt damit den englischen Landadel aus den 50er Jahren zum Leben erwachen. Ich bin sehr froh, dass er sich für diese Zeitepoche entschieden hat. In einem anderen Rahmen würden die Geschichten um Flavia nicht funktionieren. Zudem finde ich es faszinierend, wie er mich als Leser eingelullt hat und mir gleichzeitig eine überaus spannende Geschichte präsentiert hat. Fazit: Obwohl ich vom ersten Band eher minder begeistert war, muss ich zugeben, dass mich dieser Band regelrecht umgehauen hat. Diese Serie lohnt sich meiner Meinung nach nicht nur für Krimifans und solche die es werden wollen. Ich jedenfalls werde mich in aller Eile an den nächsten Band setzten und ihn verschlingen. 

    Mehr
    • 2
    Moorteufel

    Moorteufel

    03. September 2015 um 09:47
  • Schöne Fortsetzung :)

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    Aleshanee

    Aleshanee

    11. May 2015 um 07:03

    Ich bin ja mittlerweile ein kleiner Fan der Reihe :) Die Bücher sind jetzt nicht das beste, das ich je gelesen habe, aber sie haben alle einen gewissen Flair, dem ich mich nicht entziehen kann! Der Einstieg in Band 4 war wieder großartig - vor allem der Schreibstil aus Sicht der 11jährigen Flavia ist klasse. Eigentlich nicht passend für so ein junges Mädchen, aber da die Kleine schon früh für sich selbst kämpfen musste und in dem Haushalt mit ihrem Vater und ihren zwei älteren Schwestern immer alleine dasteht, zeichnet der Autor damit ein herzerwärmendes, wenn auch morbides Bild der Protagonistin. Flavia kennt ihre Mutter nicht, da diese beim Bergsteigen verunglückt ist, als sie erst 1 Jahr alt war. Ihre Schwestern Daphne und Ophelia reiben ihr bei jeder Gelegenheit unter die Nase, dass sie daran schuld ist, dass sie gar nicht gewollt war und dass sie überhaupt völlig überflüssig ist. Der Vater, Colonel de Luce, ist ein sehr wortkarger, in sich gekehrter Mann, der mit dem Tod seiner Frau nie zurecht gekommen ist und ist daher für Flavia keine Hilfe. Auch Gefühle werden im Haushalt der de Luces nicht gezeigt und so muss sich die Kleine anderweitig behelfen, um mit ihrem einsamen Leben fertig zu werden. "Ein gewisser Aristoteles hat mal gesagt, dass wir Vergnügen daran finden, uns mit Toten und dergleichen zu beschäftigen, die uns sonst nur Kummer und Trauer bescheren würden, weil wir aus dieser Beschäftigung die Freude an neuem Wissen ziehen, die den Schmerz verdrängt." S. 200 Ihr einziger Freund ist Dogger, das "Mädchen für alles" und sie flüchtet auch gerne in ihr größtes Hobby, die Chemie. Hier erfährt man auch wieder im Buch viele kleine witzige und interessante Beispiele aus chemischen Prozessen, die vielleicht unnütz aber immer wieder amüsant sind. Im Gegensatz zu ihrer intelektuellen Seite sieht man hier wieder sehr deutlich, wie sehr sie doch auch noch ein Kind ist, indem sie versucht, dem Weihnachtsmann eine Falle zu stellen. Gerade durch diese Mischung, die einen sehr wehmütigen Beigeschmack hat, ist sie mir ans Herz gewachsen. Flavia kann auch in diesem Band ihrem Faible für Morde fröhnen, denn natürlich stolpert sie wieder über eine Leiche. Das ganze passiert an Weihnachten im Jahr 1950 in Bishops Lacey. Eine ganze Filmcrew zieht ja in Buckshaw ein, dem Anwesen der de Luces, das hoch verschuldet ist und Flavias Vater zu Filmzwecken vermietet. Wie im zweiten Band dauert es zwar bis zur Hälfte des Buches, bis "etwas passiert", aber ich fand trotzdem nicht, dass es sich gezogen hat. Man lernt so alle Beteiligten gut kennen und kann auf unterhaltsame Weise den Spuren des Mörders folgen. Komplett eingeschneit sitzen alle dort mit der Leiche und dem Mörder fest, was eine tolle Atmosphäre geboten hat Flavia kombiniert wieder sehr feinfühlig mit ihrem wachen Verstand und auch für mich als Leser war es spannend, den Hinweisen nachzugehen. Die Zusammenhänge waren zwar etwas zu konstruiert und die Ermittlung bzw. Aufklärung ging dann etwas zu schnell und unspektakulär; trotzdem hat mir das Buch wieder großen Spaß gemacht! Fazit Der vierte Band hat mir wieder etwas besser gefallen und ich hab die kleine Flavia mittlerweile sehr ins Herz geschlossen. Es gibt zwar immer Kleinigkeiten, die verbessert werden könnten, aber insgesamt ist es sehr unterhaltsam und macht großen Spaß! © Aleshanee Weltenwanderer Flavia de Luce Reihe 1 - Mord im Gurkenbeet 2 - Mord ist kein Kinderspiel 3 - Halunken, Tod und Teufel 4 - Vorhang auf für eine Leiche 5 - Schlussakkord für einen Mord 6 - Tote Vögel singen nicht 7 - Eine Leiche wirbelt Staub auf (ET 22. Feb 2016)

    Mehr
  • Der vierte Fall für Flavia de Luce!

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    -nicole-

    -nicole-

    08. March 2015 um 11:58

    Die Familie de Luce steht kurz vor dem finanziellen Ruin. Um den Familiensitz Buckshaw behalten zu können, bietet Flavias Vater einer Filmcrew an, das Anwesen für ihre Dreharbeiten zu nutzen. Ein großes Ereignis in dem sonst so verschlafenen Dörfchen Bishop's Lacey! Neugierig verfolgt Flavia das bunte Treiben in dem sonst so stillen Haus. Auch eine Abendveranstalung für die Dorfgemeinde ist geplant, an dem natürlich viele teilnehmen, um den Star des Filmes zu sehen: Die berühmte Phyllis Wyvern. Doch der Abend endet anders als erwartet. Plötzlich taucht eine Leiche auf, erdrosselt mit einem Filmstreifen. Der perfekte Fall für Hobbydetektivin Flavia de Luce, die sofort mit ihren Ermittlungen beginnt. Zu allem Überfluss ist Buckshaw durch einen schweren Schneesturm plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Das kann nur eines bedeuten: Der Mörder befindet sich noch auf dem Anwesen.... Ein sehr gelungener vierter Teil der Krimi-Reihe um Flavia de Luce, die auch hier wieder ihre Ermittlungen in einem neuen Mordfall beginnt. Mit ihrem ganz eigenen Humor und besonderem Charme ist sie der Polizei immer einen Schritt voraus. Spannend, hat mir noch etwas besser gefallen als Teil zwei und drei. Sehr Lesenswert!

    Mehr
  • Vorhang auf für eine Leiche

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    Norskehex

    Norskehex

    02. February 2015 um 07:37

    Inhalt: Die Familie de Luce hat Geldsorgen, weshalb der Vater den Landsitz Buckshaw an eine Filmcrew vermietet, die hier den neuesten Film mit Phyllis Wyvern in der Hauptrolle drehen will. Für die 11-jährige Flavia de Luce ein großes Abenteuer. Da sie dem Superstar völlig unbefangen gegenübertritt, unterhalten sie sich immer Mal wieder miteinander. Nach einem Weihnachtsspecial, bei dem Phyllis und Desmond (die männliche Hauptfigur im neuen Film) die Balkonszene aus Romeo und Julia in der Halle von Buckshaw für die Dorfbewohner spielen, um Geld für das kaputte Kirchendach des Ortes zu sammeln, muss Flavia de Luce eine grausige Entdeckung machen: Ein Mitglied des Ensembles ist tot! Erdrosselt mit einer Filmrolle! Und die 11-jährige mit der großen Leidenschaft für Chemie beginnt zu ermittelnt. Doch dann kommt sie dem Täter gefährlich nahe und sie muss alle Kräfte aufbieten, um lebend davon zu kommen… Persönliche Meinung:  Ich hab das Buch verschlungen. Die Hauptfigur Flavia de Luce ist ein sympathisches, naseweises, kluges und aufgewecktes Kind, das immer alles mitkriegt, weil sie von den Erwachsenen nicht so wirklich beachtet wird. Von ihren beiden großen Schwestern wird sie öfters geärgert, eine normale Familie also. Nur dass sie in einem Landhaus wohnen, das sie sich eigentlich schon gar nicht mehr leisten können. In ihren Untersuchungen wird Flavia von Dogger unterstützt, er ist ein alter Kriegskamerad von Flavias Vater und im Haus das Mädchen für alles. Vor Jahren entdeckte Flavia im Haus ein altes Chemielabor von einem Onkel, das sie wieder auf Vordermann brachte und seitdem dort ihre Versuche unternimmt. So möchte sie gern den Weihnachtsmann fangen, von dem ihre Schwestern sagen, dass es ihn nicht gibt. Das fand ich eine sehr süße Idee. Einerseits ist Flavia schon ziemlich “erwachsen”, aber den Glauben an den Weihnachtsmann will sie sich dann doch nicht nehmen lassen. Das Mädchen hat mich immer an Justus Jonas von den ??? erinnert. Manchmal ein bisschen zu neugierig und zu altklug, aber man hat sie doch ins Herz geschlossen. Auch die anderen Figuren sind überzeugend erfunden und jeder in der Familie spielt eine bestimmte Rolle. Die Filmleute bleiben ein bisschen blass, da man sie nur aus der Sicht von Flavia kennenlernt. Das Haus wird als altes englisches Landhaus geschildet mit lauter Dächern und Zimmern und einer riesigen Eingangshalle. Durch den starken Schneefall sind plötzlich die Dorfbewohner, die zur Weihnachtsaufführung von Romeo und Julia kommen, eingeschneit und müssen übernachten. Das hat anfangs was von großem Ferienlager, aber mit der Zeit kommt der Lagerkoller durch, den der Vikar mit Schneeschippen bekämpft. Wie bei den klassischen englischen Landhauskrimis von Agatha Christi ist auch hier ein abgeschlossener Ort der Schauplatz, sodass der Täter unter den Anwesenden zu finden sein muss. Da dieses Buch das erste von Flavia de Luce war, das ich gelesen habe, ist mir die Zeitstellung nicht ganz klar, ich denke dass es kurz nach dem ersten Weltkrieg spielt. Es wird immer wieder ein Krieg erwähnt, aber keine genauen Angaben gemacht. Die Geschichte war echt spannend und ich werde die anderen Bücher von Flavia auf den Lesen!-Stapel legen, sie ist wirklich eine außergewöhnliche kleine Detektivin.   Cover und Titel: Auf einem hellroten Hintergrund mit Tapetenmuster tanzt ein Mädchen mit langen Zöpfen und einem schwarzen Kleid auf einem Filmstreifen, auf dem Katzen zu sehen sind. Im Vordergrund sind eine Filmkamera und Scheinwerfer zu sehen. Über dem Mädchen steht in einer Schriftrolle der Titel des Buches und darüber der Name des Mädchens, Flavia de Luce. Vereinzelt sind Eisblumen am oberen Rand zu sehen. Das Cover spielt mit den Elementen auf die Filmcrew an, die in Buckshaw einziehen. Und die Eisblumen deuten auf die extreme Wintersituation hin. Der Titel Vorhang auf für eine Leiche passt ebenso wie das Cover zum Inhalt des Buches (mehr kann ich zum Titel nicht sagen, sonst verrate ich zu viel).

    Mehr
  • Die Rettung der de Luces vor dem Ruin?

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    kassandra1010

    kassandra1010

    27. December 2014 um 12:38

    Der Vater von Flavia sah sich aufgrund seines voranschreitenden Ruins gezwungen, sein Anwesen kurz vor Weihnachten an ein Filmteam zu vermieten. Die vielseits geschätze Phyllis Wyvern rückt mit ihrem Team an und das Haus steht Kopf. Doch nichts scheint wie es ist und das Chaos breitet sich nach einem Schneesturm aus, so dass es nach einem Stück von Romeo und Julia, welches zu Gunsten der Dachreparatur der Dorfkirche aufgeführt wird, keine Heimkehrmöglichkeit mehr gibt. Der Sitz der de Luces wird zum Notlager für die Dorfbewohner. Flavia findet dann noch eine Leiche und die Suche nach dem Weihnachtsmann muss dringend verschoben werden. Aber Flavia wäre keine de Luce, wenn sie nicht schon einen Plan in der Tasche hätte.... Ein Spaß für alle Krimifans der Nachkriegszeit und Freunde von Giftpflanzen.

    Mehr
  • Flavia de Luce spielt wieder Detektivin aus Leidenschaft

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    Aufmachung des Buches Wie bei allen Flavia de Luce-Romane sieht man Flavia selbst auf diesem Cover. Sie trägt ihre typischen geflochtenen Zöpfe und ein schwarzes Kleid. In einer Hand hält sie eine Filmklappe. Außerdem rollt ein Filmstreifen über das Bild und eine Kamera sowie Scheinwerfer sind auf Flavia gerichtet. Der Hintergrund ist dieses Mal in einem leichten Rotton gehalten und Schneeflocken sind angedeutet. Schließlich spielt dieses Buch auch an Weihnachten mit starkem Schneefall. Mir gefällt das Cover sehr gut und es spiegelt den Inhalt mit den genannten Elementen wider. Inhalt Das vierte Buch „Flavia de Luce – Vorhang auf für eine Leiche“ von Alan Bradley spielt dieses Mal zur Weihnachtszeit. Flavias Vater erlaubt es einem Filmteam über die Feiertage in ihrem großen Haus auf Buckshaw einen Film zu drehen. Dabei ist auch die berühmte Schauspielerin Phyllis Wyvern, die nach einer Überredung vom Vikar bereit ist eine kleine Sondervorstellung mit einem ihrer Schauspielerkollegen zu „Romeo und Julia“ darzubieten. Diese Aufführung findet auch auf Buckshaw statt und das halbe Dorf ist anwesend. Doch während der Vorstellung gibt es solch ein Schneefall, dass die Dorfbewohner bei Flavias Familie festsitzen und nächtigen müssen. Und dann geschieht auch noch ein Mord! Flavia beginnt wieder einmal zu ermitteln. Meine Meinung Nach wie vor kann ich einfach nur sagen, Flavia de Luce ist zu klug für ihr Alter ;-). So ein Wissen im Bereich der Chemie ist Wahnsinn und ihre Kombinationsgabe bei der Ermittlung eines Mordfalls ist beeindruckend. Ich bewundere sie für ihre Gabe. Chemie war nämlich ziemlich schnell nicht mehr mein Fall in der Schule. Ich verstehe manchmal nur römische Dörfer, wenn Flavia wieder mal über chemische Formeln und Zusammensetzungen spricht. Von daher sind diese Stellen im Buch für mich eigentlich nur zum Überfliegen da. Dies macht aber nichts im Gesamtverständnis des Inhalts aus. Und die Handlung ist auch dieses Mal interessant. Zwar spielt die Geschichte in diesem Roman nur auf Buckshaw und nicht sonst wo im Dorf, aber deshalb wird die Geschichte nicht langweilig. Ein Film soll in Flavias Zuhause gedreht werden. Dabei reist ein riesiges Filmteam mit Schauspielern an und so manch Charakter erweist sich als unangenehm. Dazu kommt auch noch, dass die Familie de Luce sich ab sofort nicht mehr überall im Haus aufhalten darf. Doch Flavia findet Mittel und Wege diese Regel zu umgehen. Schließlich ist ja auch nicht jeden Tag so ein Auflauf auf Buckshaw! Lustig finde ich, dass Feely, Flavias Schwester, sich mehrmals vor Phyllis Wyvern zum Affen macht. Geschieht ihr schon ein wenig recht, denn sie und auch Flavias andere Schwester Daffy machen weiterhin Flavias Leben zur Hölle. Nett können die beiden nur selten zu ihrer kleinen Schwester sein. Flavia ist wieder in ihrem Element als ein Mord geschieht. Natürlich ist sie an erster Stelle und entdeckt Hinweise, die die Polizei übersieht. Flavia ist einfach Kult! Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie im erwachsenen Alter eine gute Detektivin sein könnte^^. Dieses Buch ist etwas kürzer als die anderen habe ich den Eindruck und das Ende war dann doch sehr schnell da. Ein wenig mehr hätte ich mir dann doch noch gewünscht. Es kam mir zu abrupt die Auflösung. Allerdings wird es auch noch ein bisschen spannend als Flavia sich auf die Lauer nach dem Weihnachtsmann setzt… Dabei spielt Vogelleim eine größere Rolle. Da ich das letzte Buch schon vor über einem Jahr gelesen habe, habe ich manche Hintergründe schon wieder leicht vergessen. Es werden Dinge erwähnt, da musste ich dann doch nochmal kurz nachdenken, was nochmal geschehen ist. Mein Fazit Detektivin in spe Flavia de Luce erhält auch dieses Mal vier Sterne von mir. Ich bin gespannt, wie es mit der Familie de Luce weitergeht. Werden die Schulden getilgt? Mal schauen… Vielen Dank an Blanvalet für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

    Mehr
    • 4
    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    23. November 2014 um 17:37
  • Vorhang auf für Flavia de Luce!

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    roterrabe

    roterrabe

    Bekanntermaßen ist das Geld auf Buckshaw schon länger knapp und so hat sich der Colonel de Luce, Flavias Vater, dazu entschlossen, Buckshaw einer Filmfirma für die Dauer der Dreharbeiten zur Verfügung zu stellen. Flavia, die ihren Schwestern die Geschichte nicht abkaufen will, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, beschließt ihn dieses Jahr auf jeden Fall zu schnappen, um dieses Rätsel ein für alle Mal zu klären - in ihrem Labor hat sie alle nötigen Zutaten für einen besonders klebrigen Vogelleim. Als die Filmcrew dann erscheint, wird es turbulent auf Buckshaw. Für eine Aufführung einer Episode aus Romeo und Julia wird halb Bishop's Lacy nach Buckshaw gebracht und prompt sorgt ein Schneesturm dafür, dass die Dorfbewohner über Weihnachten dort eingesperrt sind. Und natürlich treibt Flavias Neugier sie immer wieder mitten ins Geschehen. So ist es auch kein Wunder, dass sie die tote Schauspielerin als erste entdeckt, weil sie mit ihr ein bisschen "plaudern" wollte. Doch wer hat sie erdrosselt? Für Flavia gibt es so einige Verdächtige und dann wird es sogar richtig gefährlich für die altkluge Hobbydetektivin.... Der vierte Teil der Flavia-Reihe hat mich sehr gut unterhalten. Mit köstlichem Humor knallt Flavia einen Lacher nach dem anderen ab. Zumindest in der ersten Buchhälfte, denn die besteht erst einmal nur aus der Rahmenhandlung. Die zweite Hälfte beginnt dann mit dem Fund der Leiche und Flavias Ermittlungen. An der ein oder anderen Stelle habe ich mich - besonders hinterher - gefragt, wie Flavia da jetzt drauf gekommen ist. Die Ermittlung musste natürlich dann besonders schnell gehen, weil das Buch ja schon zur Hälfte vorbei war, so dass ich irgendwie auch das Gefühl hatte, dass jetzt alles sehr überstürzt und "Schlag auf Schlag" kommt. Wenn der Mord ein wenig früher passiert wäre, wäre mehr Platz und Raum für Flavias Ermittlung geblieben und einige von Flavias Handlungen und Gedanken wären vielleicht besser nachvollziehbar gewesen. Das Finale war dann aber SO mitreißend und spannend, dass ich einfach hin und weg bin. Adam Bradley entwickelt seine Figuren jetzt weiter, denn man erfährt einige Details aus der Vergangenheit der einzelnen Charaktere. Tante Felicity nimmt einen größeren Raum ein als früher und ich bin gespannt darauf, was man von ihr in späteren Bänden noch alles erfahren wird. Man muss Flavia einfach lieben! Sie ist eine ganz fabelhafte Spürnase und wenn sie in ihrem Chemielabor die Reagenzgläser schwenkt oder Arsen in der Butterdose vergisst, geht mir glatt das Herz auf. Ein starker 4. Fall, mit kleinen Schwächen zwar, aber nach Nummer 1 - 3 der Beste bisher. Ich kann Flavia wärmstens empfehlen. Ein Krimivergnügen der etwas anderen Art!

    Mehr
    • 4
  • Leserunde zu "Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche" von Alan Bradley

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    Hallo,

    hier gibt es kein Buch zu gewinnen.

    Diese Leserunde zu "Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche" beginnt ab sofort und ein Einstieg ist jederzeit möglich :-).

    Hat noch jemand Lust mit zu lesen? Ich würde mich sehr freuen?

    Viele Grüße

    Lese-Krissi

    • 41
    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    02. November 2014 um 12:03
  • Ein toller vierter Teil!

    Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche
    BieneMa

    BieneMa

    Flavias neuestes Abenteuer ist auf alle Fälle ganz anders, als die bisherigen. Warum? Es gab wirklich relativ wenig Fall, zumindest spürte ich sehr wenig davon, zum großen Teil ging es um Flavia, ihre Familie und die Hintergründe. Für mich ist das auf alle Fälle als großes Plus zu sehen. Ich hatte das Gefühl, dass die Charaktere mehr Tiefe bekamen und ich habe diesen Teil der Reihe noch mehr genossen als die bisherigen, und die waren ja schon großartig. Alan Bradley schafft es meisterhaft, was vielen alltäglich scheint - wie die Zwiste einer Familie und ihre Geldnöte, die Zankereien unter Schauspielern und vieles mehr - neu zu erfinden und zu einer wahrhaft unterhaltsamen Geschichte zu machen. Schön war auch, alte Charaktere wieder zu treffen. Zum Beispiel Nialla aus Band 2, oder die kratzbürstige Tante Felicity aus demselben Buch. Schön, dass sie dauerhaft in der Geschichte sind und nicht nur mal eben so vorkommen, bevor sie wieder Platz für andere, ähnliche machen. Der Fall war, so wenig Platz er für mich spürbar einnahm, wieder interessant. Hinten auf der Rückseite des Buchs steht unter anderem „Ein filmreifer Mord“, das kann ich nur bestätigen! Man bekommt, wie allgemein bei dieser Reihe, kein James-Bond-Debakel mit Adrenalinkick und so weiter. Nein, man bekommt etwas meiner Ansicht nach viel Besseres - eine gut durchdachte Geschichte mit einer wundervollen Botschaft, die man aber nicht erkennt, wenn man nur den Text sieht, nicht was er meinen soll.  Alles in allem kann ich dem Autor zu seinem Werk wieder nur gratulieren. Diese Reihe sollte definitiv mehr Fans bekommen, sie wird immer und immer besser, und auch am Anfang war sie schon absolut genial und interessant. Ich würde dieses Buch immer wieder lesen, und immer wieder dabei lachen und weinen und mit Flavia mitdenken, miträtseln und mitfühlen.

    Mehr
    • 3
    BieneMa

    BieneMa

    03. October 2014 um 12:11
  • weitere