Alan Gifford P.O.W. - Gefangen

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 9 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(1)
(2)
(2)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „P.O.W. - Gefangen“ von Alan Gifford

Auf welcher Seite stehst du? Amerika 1944: 371.683 Deutsche werden interniert 2.222 fliehen aus den Lagern 65 werden auf der Flucht getötet 1 Mann soll Amerika von innen angreifen – bis er sich in seine Feindin verliebt. Jeden Tag hört Celena die Warnung ihres Vaters, sich nicht mit den Kriegsgefangenen, den Prisoners of War, einzulassen, die in einem nahen Camp interniert sind und die gelegentlich auf ihrer Farm aushelfen. Doch einer der Deutschen hat es ihr angetan: Ernst Halder, ein junger Mechaniker. Celena verliebt sich in ihn – und bemerkt, dass Ernst ihre Liebe auf eine stille Art erwidert. Nach dem Mord an einem Häftling, der sich weigerte, mit inhaftierten Nazis zu kooperieren, gerät Ernst in eine höchst gefährliche Lage. Ihm wird befohlen, mit der Hilfe von Celinas Familie zu fliehen und einen Sabotageakt zu verüben. Sollte er sich weigern, wird man ihn ebenfalls töten. Ernst begreift, dass er einen Ausweg finden muss. Denn eins darf er auf keinen Fall: Celena in Gefahr bringen. Ein Thriller mit einer dramatischen Liebesgeschichte und zwei außergewöhnlichen Helden. Alan Gifford hat jahrelang über das Thema „POW“ – Kriegsgefangene in den USA – recherchiert und einen großen Stoff in einen packenden Roman umgesetzt.

Stöbern in Krimi & Thriller

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Spannende, dunkle Abgründe.

Grossstadtheldin

Die perfekte Gefährtin

Grandioser Reihenauftakt!

Lotta22

Tausend Teufel

Authentisch, spannend und der interessante Schauplatz Dresden 1947

faanie

Dominotod

Klassische Ermittlungsarbeit der Polizei mit flacher Spannungskurve und zu wenig schwedischer Atmosphäre. Leider nur Durchschnitt.

jenvo82

Stille Wasser

Spannend bis zum Schluss.

Himmelsblume

Fiona

Komplexer Fall, komplexe Hauptfigur. Insgesamt überzeugender Krimi.

Gulan

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Käfig voller Narren

    P.O.W. - Gefangen

    Stefan83

    16. October 2011 um 20:09

    Ein Pärchen, das sich im Dunkeln eines kalten, ungemütlichen Flurs innig betrachtet. Eine wehende USA-Flagge an einer geraden, endlos wirkenden Landstraße. Aus diesen Bildelementen setzt sich das Titelbild der deutschen Buchausgabe von Alan Gilfords „P.O.W. - Gefangen“ zusammen. Und wer nun an der Interpretation Freude hat, kann auch anhand dieses Covers schon den letztendlichen Inhalt zwischen den Deckeln ableiten, denn der im Jahre 2009 als Hardcover bei rütten & loening erschienene Roman ist sprachlich karg, streckenweise mehr als kitschig und durchsetzt von einem in manchen Passagen kaum zu ertragenden Hurra-Patriotismus. Doch first things first. Die Geschichte nimmt ihren Anfang in den Great Plains der USA im Jahre 1944. Während die alliierten Streitkräfte ihre Landung in der Normandie vorbereiten, tobt an der Heimatfront ein anderer, unsichtbarer Krieg. Über 350.000 deutsche Soldaten sind in Gefangenenlagern inhaftiert, vielen davon leisten Zwangsarbeit auf den Feldern der umliegenden Farmen. Dennoch ist das Leben für sie mehr als erträglich. Die Wachsoldaten lassen den P.O.W.s (engl. für Prisoner of War) viel Freiraum, man appelliert an die Ehre des deutschen Soldaten und dessen Versprechen, keinen Fluchtversuch zu wagen. Im Austausch dafür überlässt man den Nazis (im Gegensatz zu den Briten, welche Regimegegner und Anhänger des Führers strikt trennen) zu großen Teilen die Kontrolle. Nicht zuletzt deshalb, weil man sich Probleme nicht leisten kann und die US Army so wenig Männer wie nötig für die Bewachung dieser Lager abstellen will. Ein fruchtbarer Nährboden für die Nazis, welche mit eiserner Hand gegen Kritiker des Führers und Spitzel vorgehen. In solch einem Lager befindet sich auch Ernst Halder, ein Soldat der Wehrmacht, welcher für die Panzerinstandhaltung verantwortlich, den Briten in Nordafrika in die Hände fiel und der heimlich von seiner Flucht träumt. Wäre da nicht die Tochter des deutschstämmigen Farmers Ralph Walker, die es ihm sichtlich angetan hat. Obwohl diese schon bald einen amerikanischen Fallschirmspringer ehelichen soll, hofft er auf eine gemeinsame Zukunft mit ihr. Und auch sie scheint das Herz an ihn verloren zu haben. Als ein anderer Häftling, der die Zusammenarbeit mit den Nazis verweigerte, ermordet in der Nähe der Walker-Farm aufgefunden wird, ist es jedoch mit der vermeintlichen Idylle auf einen Schlag vorbei. Ernst wird die Flucht befohlen und soll dafür die Hilfe von Celenas Familie in Anspruch nehmen. Wenn er sich weigert, droht ihm der Tod… Alan Giffords Idee, die amerikanischen Gefangenenlager zur Zeit des Zweiten Weltkriegs als Schauplatz für einen Spannungsroman zu wählen, noch dazu mit einem deutschen Kriegsgefangenen als eine der zentralen Hauptfiguren, verdient sicherlich Beachtung. Wenn man Giffords familiären Hintergrund näher recherchiert, finden sich dort die Gründe für diese Entscheidung. Sein eigener Großvater beschäftigte zu Kriegszeiten auf seiner Farm in Colorado eben solche P.O.W.s, was sein Enkel zum Anlass nahm, reale Geschehnisse mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen. Herausgekommen ist ein Buch, das die Bezeichnung „Thriller“ eigentlich nicht verdient und an einer erschreckenden Oberflächlichkeit krankt. „Das Gegenteil von Kunst, ist gut gemeint“, sagte schon Benn. Hier trifft es wahrlich zu. Gifford will vieles, kann aber leider nur wenig. Größter Kritikpunkt sind da die Figuren. Vom Farmer Ralph Walker, der Deutschland hinter sich gelassen und nun den USA ewige Treue geschworen hat, über Major von Armin, den ehrenhaften preußischen Offizier, welcher die Erschießung russischer Kriegsgefangener verweigerte, bis hin zum radikalen Waffen-SS-Leutnant Völker, der dem Führer noch zum Sieg verhelfen will. Gifford hat sich fleißig jeder greifbaren Schablone bedient, um seine Figuren zu skizzieren, die ungefähr so vielschichtig sind eine wie ein handelsübliches DIN-A4-Papier. Alle Klischees werden hier bedient und selbst wenn gerade mal keiner etwas sagt oder denkt, allein dem Aussehen nach ließen sich sämtliche Charaktere den Seiten Gut und Böse zuordnen. Wäre der Film nicht erst ein Jahr später im Kino angelaufen, man könnte glauben, Gifford hätte Tarantinos „Inglorious Bastards“ ein paar Mal zu oft gesehen: (…) „Nein, Private Forrest, ich bin kein Deutscher. Ich bin Amerikaner. Vielleicht sogar mehr als Sie, denn ich weiß, was es bedeutet, nicht die Freiheit und die Sicherheit zu haben, die dieses wundervolle Land seinen Bürgern schenkt. (…) Und jetzt verschwinden Sie aus meinem Haus, bevor ich Sie hinauswerfe!“ (…) Es wäre ein Satz, über den man herzlich lachen könnte, wäre einem nicht bewusst, dass Gifford wohl tatsächlich meint und glaubt, was er da schreibt. Inwieweit der Autor nun letztendlich wirklich für sein Werk Recherche betrieben hat, kann nur vermutet werden. Fakt ist: Mit allzu vielen Deutschen kann er dabei wohl nicht gesprochen haben, denn so klar, wie in diesem Buch, waren die Grenzen zwischen Nazi und Nicht-Nazi ganz sicher zu ziehen. Auch die Tatsache, dass in einem Gespräch zwischen Forrest und Armin der amerikanische Sezessionskrieg mit dem Zweiten Weltkrieg verglichen wird, lässt bitter aufstoßen. Ach, und die Spannung? Mangelware bis nicht vorhanden. Über gut 400 Seiten verfolgt man stattdessen die Schwärmereien von Halder und Celina Walker, welche Frau Pilcher nicht hätte besser in Szene setzen können. Der zu Beginn begangene Mord gerät sehr schnell in den Hintergrund und wird mehr schlecht denn recht „aufgeklärt“. Bis dahin stolpert man an der Seite von Jackie Forrest durch das Lager und umschifft dabei wenig elegant die Hinweise, die jedem Krimileser mit etwas Grips sofort den Täter identifizieren lassen. Die Krone setzt dem Ganzen dann das Ende auf, wo für Frieden, Freiheit, Ehre und Eierkuchen ein großes, in literweise Tränen beweintes Opfer gebracht wird. O say can you see! Insgesamt ist “P.O.W. - Gefangen” ein blutleerer, stereotyper Möchtegern-Spannungsroman, der ernst sein möchte, über das “Ein Käfig voller Narren”-Niveau aber nur zeitweise hinauskommt. Eine Ode an das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und den ehrenhaften, deutschen Soldaten mit eisblauen Augen, die man sich getrost mal schenken kann.

    Mehr
  • Rezension zu "P.O.W. - Gefangen" von Alan Gifford

    P.O.W. - Gefangen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. July 2011 um 21:32

    Die Geschichte hat sehr viel Potential, aber das Buch ist so schlecht geschrieben, dass es überhaupt kein Vergnügen ist es zu lesen. Man hat das Gefühl der Autor musste sich zu sehr bemühen beim Schreiben. Vor allem die unglaublich kitschigen Bilder, mit denen die Liebesgeschichte und der Umgang zwischen Mutter und Tochter beschrieben werden, passen nicht zu dem eigentlich spannenden Krimi, der für meinen Geschmack etwas mehr in den Vordergrund hätte gerückt werden können.

    Mehr
  • Rezension zu "P.O.W. - Gefangen" von Alan Gifford

    P.O.W. - Gefangen

    andreadressler

    28. July 2009 um 20:46

    Eine spannende Geschichte von "deutschen Kriegsgefangenen P:O:W in Amerika ,die zur Feldarbeit eingesetzt wurden !
    Eine bittersüße Liebesgeschichte ohne "Happyend !

  • Rezension zu "P.O.W. - Gefangen" von Alan Gifford

    P.O.W. - Gefangen

    Ria

    16. May 2009 um 21:11

    Colorado im Sommer 1944: Ernst Halder ist als Prisoner of War in einem Lager der Amerikaner inhaftiert. Als ein Häftling ermordet wird, begreift der junge Mechaniker, dass der Krieg noch keineswegs zu Ende ist. Einige Kameraden wollen fliehen, um Sabotageakte zu verüben. Wer sich gegen sie stellt, wird getötet. Als auch Ernst zu einer Geheimmission befohlen wird, gerät er in einen dramatischen Konflikt: Er hat sich in die Farmerstochter Celena verliebt. Wenn Halder sich für sie entscheidet, weiß er, dass nicht nur sein Leben, sondern auch Celena in Gefahr ist. Ein Thriller an einem ungewöhnlichen Schauplatz; denn wer weiß schon, dass es auch in Amerika viele deutsche Kriegsgefangene gab. Von daher war es eine prima Idee, auch hier mal einen Thriller anzusiedeln. Die Thrillerelemente an sich sind zwar nicht besonders außergewöhnlich, denn Serienmörder gibt es mehr als genug. Das Gefangenenlager mit seinen "Nazi-Hierarchien" jedoch war erschreckend. Ich habe mich driekt die Zeit versetzt gefühlt (und auch die Liebesgeschichte gehörte irgendwie dazu) . Das Ende passte ebenfalls sehr zu dem Buch, alles andere wäre fehl am Platz gewesen. Gifford hat hier einen packenden Thriller geschrieben, der Lust auf mehr macht.

    Mehr
  • Rezension zu "P.O.W. - Gefangen" von Alan Gifford

    P.O.W. - Gefangen

    dubh

    08. January 2009 um 09:51

    Alan Giffords Großvater besaß zur Zeit des II. Weltkriegs eine Farm in Colorado, für die er aufgrund des Einzuges seiner eigentlichen Arbeitskräfte deutsche Kriegsgefangene einsetzten durfte. Sein Enkel hat nun eine fiktive Geschichte rund um ein Kriegsgefangenenlager nahe einer Farm in den USA geschrieben. Hauptfiguren sind Ernst, ein junger internierter Wehrmachtssoldat, und Celena, die junge Tochter des Farmers, für den auch Ernst arbeitet. Der Bevölkerung ist 1944 grundsätzlich verboten, ohne Grund mit den POWs (= Prisoners of War) zu sprechen oder sich gar mit ihnen anzufreunden, trotzdem ist Ernst bei der Farmerfamilie gut gelitten: er spricht gutes Englisch und scheint eingesehen zu haben, welches Verderben von Deutschland ausgegangen ist. Doch als in Camp Dillon ein Mord passiert, wird im ebenso bebewusst, dass der Krieg noch nicht zuende ist und einige überzeugte Nazis auch im Lager versuchen, stets die Oberhand zu halten. Ernst begegnet Celena - ein Mädchen, dass sich bereits einem anderen versprochen hat, ein Nachbarsjunge, der gerade in Europa kämpft - und die beiden verlieben sich fast auf den ersten Blick. Doch wie soll eine solche Liebe in diesen Zeiten funktionieren? Schnell kann eine Freundschaft zwischen Amerikanern und POWs zu ernsthaften Problemen führen, Celenas Familie könnte ihre Existenz, ihre Farm, verlieren. Besonders prekär bei der Sache ist, dass Celenas Vater selbst aus Deutschland stammt und nach dem I. Weltkrieg in die USA ausgewandert ist... Dies legt Verdächtigungen nahe, dass er sich vielleicht noch immer für den Gegner engagiert - Angst vor Spionen herrscht allenorts. Dazu kommen weitere Morde im Lager, ein ermittelnder amerikanischer Agent im Lager und ein gefährlicher Auftag für Ernst - hat ihn die Lagergestapo auf dem Kieker? Das Buch ist spannend - nicht alleine weil mich Zeit und Ort der Handlung sehr interessieren - und gutes Lesefutter an einem Wochenende, an dem man etwas zum Weglesen braucht. Aber was ich - zugegebenermaßen - auch erwähnen muss, ist, dass es manchmal auch knapp am Kitsch vorbeischrammt. Man hätte aus diesem Thema einfach mehr machen können, als das Hauptaugenmerk auf die sich anbahnende Geschichte zwischen Ernst und Celena zu legen. Dennoch ist es mehr als eine Liebesgeschichte - es ist gute Unterhaltung! Wobei ich mich nach dem Zuklappen des Buches gefragt habe, ob eine Verfilmung nicht doch besser gewesen wäre... Sei´s drum: mir "P.O.W. - Gefangen" es Spaß gemacht und es gibt zudem nicht viel über dieses Thema in Romanform zu lesen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks