Alan Gratz

 4.7 Sterne bei 22 Bewertungen
Autorenbild von Alan Gratz (©Wes Stitt)

Lebenslauf von Alan Gratz

Bücher- und Menschenfreund: Alan Michael Gratz wurde 1972 in Knoxville, Tennesee geboren und lebt heute mit seiner Frau und Tochter in North Carolina. Er studierte an der University of Tennessee Kreatives Schreiben und Englisch auf Lehramt. Schon als Kind wollte er Schriftsteller werden und gab diesen Traum nie auf. Nach zehn Jahren und über 60 Absagebriefen veröffentlichte er 2006 seinen Debütroman „Samurai Shortstop“. Mittlerweile hat er weit über ein Dutzend Bücher geschrieben und ist mehrfach ausgezeichnet worden, beispielsweise mit dem Sydney Taylor Book Award, dem National Jewish Book Award und dem Cybils Middle Grade Fiction Award. Gratz‘ Kurzgeschichten erschienen bereits im Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine und auf Tor.com. Er war an zwei Anthologien beteiligt, deren Erlöse den Opfern des Erdbebens und Tsunamis in Japan 2011 zugutekamen. Eine besondere Verbindung zu Japan baute er im Jahr 2010 auf, als er der erste „Artist in Residence“ an einer amerikanischen Schule in Tokio wurde, wo er sechs Wochen lang Mittelschüler Kreatives Schreiben lehrte. 2011 und 2017 verbrachte Gratz auch in Ohio und Jakarta einige Zeit als Stadtschreiber. Neben seinen Romanen für Kinder und junge Erwachsene schreibt Gratz auch Artikel für Zeitschriften, Werbe-Drehbücher und Theaterstücke.

Alle Bücher von Alan Gratz

Cover des Buches Amy und die geheime Bibliothek (ISBN:9783446262119)

Amy und die geheime Bibliothek

 (17)
Erschienen am 18.02.2019
Cover des Buches Refugee (ISBN:9783125782235)

Refugee

 (1)
Erschienen am 12.02.2018
Cover des Buches Eine Lüge ist nicht genug (ISBN:9783414822864)

Eine Lüge ist nicht genug

 (0)
Erschienen am 01.01.2011
Cover des Buches The Assassination Game (ISBN:9781442420588)

The Assassination Game

 (1)
Erschienen am 26.06.2012

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Neue Rezensionen zu Alan Gratz

Neu

Rezension zu "Amy und die geheime Bibliothek" von Alan Gratz

Ein Buch, das in jedes Kinderzimmer gehört!
Die-Glimmerfeenvor 10 Tagen


Inhalt:  Amy liebt Bücher und verbringt am liebsten ihre Zeit in der Schulbibliothek. Ein Buch liebt sie allerdings mehr als alle anderen, doch plötzlich ist das Buch aus der Bibliothek verschwunden - es wurde verbannt! Aber damit nicht genug, wurden auch andere Bücher weggesperrt. Amy ist sauer, was soll an ihrem Buch verboten sein? Zusammen mit ihren Freunden gründen sie die 'Geheime-Schließfach-Bibliothek'. Jeder sollte schließlich lesen können, was er möchte - auch Kinder.

Altersempfehlung: 9-11 Jahre

Themen: Haben Kinder das Recht lesen zu können, was sie möchten? Oder aber, wer hat das Recht darüber zu bestimmen - Eltern, Schule, Bibliothekare oder einzelne Personen? Braucht es die unterschiedlichsten Bücher, um sich eine unabhängige Meinung bilden zu können? 

Auch für Eltern oder Erwachsene interessant? Ich fand Amys Schilderug der häuslichen Situation, schon ziemlich bedrückend. Es ist für Eltern sicherlich nicht leicht, mehrere Kinder unter einen gerechten Hut zu bekommen, aber vielleicht sollte man dem ältesten oder vernünftigsten Kind, nicht so viel aufbürden, nur weil das Kind sich nicht dagegen wehrt. Und ich spreche hier aus eigener Erfahrung, wie es als Kind ist, wenn immer das jüngere Geschwisterkind seinen Willen durchdrückt und man Schuld ist, an allem was schiefgeht. 

Mein Eindruck: Ein richtig kluger Roman, der Kinder dazu verführt, selber den Kopf anzustrengen und nicht alles hinzunehmen, was die Großen sich da wieder ausgedacht haben. Ist das bequem, vielleicht nicht, aber wichtig für die Zukunft. Ich mochte den Erzählstil und die Charaktere, ganz voran natürlich Amy und ihre beiden Freunde. Ein weiteres Plus dieser Geschichte ist, die Weiterentwicklung von Amy, die eigentlich ein sehr schüchternes Kind ist, aber sich durch ihre Mission sehr vorteilhaft weiterentwickelt.

Wem empfehlen: Ich würde es gerne allen Eltern und Kindern ans Herz legen, da ich dieses Buch für immens wichtig halte. 

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Rezension zu "Amy und die geheime Bibliothek" von Alan Gratz

FÜR DIE FREIHEIT!
Paperboatvor 3 Monaten

Amys Lieblingsort ist die Schulbibliothek. Nicht nur, weil sie zu Hause nie einen ruhigen Moment für sich hat, weil ihre beiden Schwestern ständig nerven, sondern auch, weil sie total gerne liest.
Als eines Tages ihr Lieblingsbuch aus der Bibliothek verschwunden ist, sagt ihr die Bibliothekarin, Mrs Jones, dass der Schulausschuss entschieden hat das Buch aus dem Regal zu nehmen, weil einige Eltern der Meinung sind, dass das Buch für ihre Kinder ungeeignet sind. Und immer mehr Bücher werden aus dem fadenscheinigen Grund der Pädagogik aus der Bibliothek entfernt. Eigentlich steckt nur eine einzige Mutter dahinter, diese hat die verbannten Bücher gar nicht mal gelesen, und andere Eltern folgen ihr blind.
Amy, die eigentlich ein stilles Mädchen ist, findet es unerhört, dass man ihr vorschreiben will, was sie lesen darf und was nicht. Das sollten nur ihre eigenen Eltern dürfen, nicht aber irgendwelche fremden Eltern, die gar keine Ahnung vom Inhalt der Bücher haben!

Eine Unterhaltung mit ihren Schulfreunden führt zutage, dass viele andere Kinder die verbannten Bücher kennen. Dieses Kind hat dieses Buch, jenes Kind hat jene Buchreihe. Es entwickelt sich ein wahnwitziger Tausch untereinander, denn auf das Verbot aufmerksam gemacht, wollen nun auch die ganz Lesemuffeligen wissen, was in den Büchern steht.
Amy entscheidet sich ihr Schulschließfach als Lager für die Bücher zu nutzen, die man jetzt in der Bibliothek nicht mehr leihen kann, und schon bald ist sie die Bibliothekarin der G.S.B., der „Geheimen Schließfachbibliothek“. Von ihrem Taschengeld kauft sie sich weitere der verbannten Bücher, andere Kinder spenden ebenfalls Exemplare, und als ein Autor einer aus der Schulbibliothek verbotenen Buchreihe einen Vortrag in der Schule hält, spendet dieser seine Buchreihe ohne genau zu wissen wofür, denn Amy und die Kinder müssen ihr Projekt geheimhalten. Sie entwickeln geniale Pläne ihre versteckte Bibliothek geheim zu halten, weiter aufzustocken und bauen ein richtiges Netzwerk auf. Amy selbst lernt durch ihr Vorhaben die Facetten kennen, die Mrs Jones als Bibliothekarin in ihrem Job ausmachen und wird selbst eine richtige kleine Bibliothekarin.

Dann aber wird die G.S.B. entdeckt und Amy wird dafür bestraft. Die anderen Schüler ermuntern sie dazu nicht aufzugeben und versichern ihr ihre Mithilfe. Amy will ihre zweite Chance nutzen den Schulausschuss davon zu überzeugen die verbannten Bücher wieder für alle Kinder zugänglich zu machen.

Eine Plädoyer für die Freiheit, verpackt Alan Gratz Missstände, wie sie aktuell wahrhaftig in den USA herrschen (er erwähnt dies im Nachwort), in eine wunderbare Geschichte und liebenswerte Charaktere. Gerade durch die Bücher sind erst die Kinder auf ihre Stärken aufmerksam geworden und haben sich weiterentwickelt. Mir hat es so gut gefallen, dass ich es ganz vielen Leuten weiterzuempfehlen gedenke!

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Rezension zu "Amy und die geheime Bibliothek" von Alan Gratz

Amy und die geheime Bibliothek - für alle die Bücher lieben
lisa_buecherzaubervor 4 Monaten

Obwohl Amy und die geheime Bibliothek für Kinder geschrieben ist, hat mich das Buch total überzeugt, aber von vorn:

 

Cover: Das Cover begeistert jeden Bücherwurm: Bücherstapel hoch und höher - und dazwischen die kleine Amy, die ihre Nase in ein Buch steckt. Im Hintergrund sind halb leere Bücherregale zu sehen.

 

Schreibstil: Alan Gratz schreibt sehr kindgerecht und dennoch anspruchsvoll. Er schafft es ernste und schwierige Themen so zu verpacken, dass sie auch für Kinder zugänglich werden. Er schreibt nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern gibt auch alle Gefühle von Amy wieder, um so und ihre Wünsch besser zu verstehen. Darüber hinaus werden sehr viele Buchtitel genannt, die es tatsächlich gibt - so erhält man gleich noch viel mehr Inspiration und Lust, die im Buch erwähnten Bücher auch selbst zu lesen.

 

Meinung: Ich bin völlig begeistert von Amy und die geheime Bibliothek. Neben der spannenden Geschichte wird ein sehr ernstes Problem thematisiert: Die Bücherverbannung aus Bibliotheken, die in den USA viel krasser passiert als bei uns. Dort werden zahlreiche Bücher aus Bibliotheken verbannt bzw. verboten, obwohl es sich um großartige, unterhaltsame, wundervolle, zauberhafte und schöne Bücher handelt. Kaum nachvollziehbare und teilweise irrsinnige Gründe werden dafür herangezogen: Gewaltverherrlichung, Zauberei, Kinder, die nicht auf ihre Eltern hören, Homosexualität, die Verwendung von Wörtern, die rassistisch empfunden werden können, Protagonisten, die Kinder zum Lügen anstiften würden, falsche Rechtschreibung, zu schwierige Bücher, zu leichte Bücher, und und und. Die Liste ist endlos und für die meisten Menschen erscheinen die Gründe völlig beliebig gewählt.

 

Ebenso werden in der Schulbibliothek von Amys Schule nach und nach immer mehr Bücher verbannt, darunter ihr Lieblingsbuch. Amy kann das nicht glauben und will etwas dagegen tun…

Ich finde die Thematik einerseits furchtbar, weil eine Zensur so einfach nicht passieren darf. Andererseits ist das Thema des Buches so großartig, wie es nur sein kann: der Leser lernt, dass Bücher wichtig und toll sind, dass jedes Buch für sich lesenswert ist (auch wenn es nicht jeder gleichermaßen gut findet) und lernt Amys Begeisterung und Liebe zu Büchern zu teilen.

 

Fazit: das Thema ist wunderbar für Kinder ab 9 Jahr verarbeitet, es werden Büchern und deren Werte vorgestellt sowie viele bibliothekarischen Inhalte (kindgerecht) vermittelt. Es geht um die Liebe zu Büchern, Meinungsfreiheit, Selbstbewusstsein und Gerechtigkeit. Für mich als Bibliothekarin natürlich einfach nur großartig. Also für alle kleinen und großen Bücherfreunde da draußen ein absolutes Muss!

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Zusätzliche Informationen

Alan Gratz wurde am 27. Januar 1972 in Knoxville, Tennessee (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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