Das Buch ist ganz gut gemacht, aber ich finde den Titel etwas verfehlt. Hierzu passt auch die Diskrepanz zwischen dem Foto auf dem Titel - es zeigt eine doch relativ junggebliebene Frau, während die Fotos innerhalb des Buches doch zum größeren Teil Menschen zeigen, die über siebzig sein dürften.
Im Prinzip ist das Buch gut aufgebaut - vorneweg ein wenig Integration von Pilates-Verhalten im Alltag, ein wenig Ernährung, dann verschiedene Übungen aufgeteilt nach verschiedenen körperlichen Problemzonen, systematisch erklärt - auch mit Hinweisen, worauf man besonders achten soll und wie man es NICHT machen soll, und mit guten Fotos.
So weit, so gut, aber mit 50plus sind die Menschen doch meistens noch fitter und suchen etwas mehr Herausforderungen. An 75plus gerichtet, würde das Buch m.E. besser passen.
Alan Herdman
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Quelle: Verlag / vlb
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Pilates 50 plus
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Das Buch „Pilates 50 plus“ bietet neben Pilates-Übungen auch zusätzliche, grundlegende und wichtige Informationen, die hier mit „Pilates-Lebensstil“ bezeichnet werden; hierzu gehören Übungen und Beschreibungen aus der klassischen Rückenschule, wie z.B. Haltungsbeobachtung oder Körperhaltung beim Anheben von Lasten, aber auch Betrachtungen zur Ernährung oder Umgang mit körperlichen Einschränkungen durch z.B. steife Hände und Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern können.
Die Pilatesübungen selber sind gut durchdacht und erklärt, sowie durch viele aussagefähige Fotos ergänzt. Der Schwerpunkt der Übungen richtet sich meines Erachtens aber an die Generation 70+, denn die Übungen werden sitzend auf dem Stuhl oder liegend mit Lagerungskissen einfachst modifiziert durchgeführt. Mich hatte der Titel sehr angesprochen, da ich mich für eher untrainiert gehalten hätte und stellte mit Freude fest, dass ich zumindest von dem Fitnesszustand, der in den Übungen zugrunde gelegt wird, noch Jahrzehnte entfernt zu sein scheine. Die Übungen und Betrachtungen zur Rückenschule und Verspannungen im Alltag waren für mich trotzdem sehr hilfreich; die vorgestellten Übungen halte ich für die Mobilisation von Senioren, insbesondere auch bettlägrigen, äußerst geeignet. Dabei finde ich es sehr erfreulich, dass in etlichen Übungen auf künstliche Hüftgelenke, Schlaganfall, Osteoporose und weitere altersbedingte Einschränkungen eingegangen wird. Am Ende des Buches finden sich „anspruchsvolle Workouts“, die etwas schwieriger, dennoch keine große Herrausvorderung sind.
Stünde auf dem Cover statt der 5 eine 7, würde ich das Buch als perfekt bezeichnen; so muß ich einräumen, dass es für einen guten Teil der erklärten Zielgruppe viel zu einfach gehalten ist.
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