Alan Hollinghurst

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Alan HollinghurstDie Schwimmbad-Bibliothek
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Die Schwimmbad-Bibliothek
Die Schwimmbad-Bibliothek
 (8)
Erschienen am 15.08.2015
Alan HollinghurstDes Fremden Kind
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Des Fremden Kind
Des Fremden Kind
 (2)
Erschienen am 03.09.2012
Alan HollinghurstDie Schönheitslinie
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Die Schönheitslinie
Die Schönheitslinie
 (1)
Erschienen am 19.06.2010
Alan HollinghurstDie Schönheitslinie: Roman
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Die Schönheitslinie: Roman
Die Schönheitslinie: Roman
 (1)
Erschienen am 16.07.2014
Alan HollinghurstThe Line of Beauty. Die Schönheitslinie, englische Ausgabe
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The Line of Beauty. Die Schönheitslinie, englische Ausgabe
Alan HollinghurstThe Stranger's Child
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The Stranger's Child
The Stranger's Child
 (2)
Erschienen am 07.08.2012
Alan HollinghurstThe Folding Star
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The Folding Star
The Folding Star
 (1)
Erschienen am 01.10.1995
Alan HollinghurstThe Swimming-Pool Library
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The Swimming-Pool Library
The Swimming-Pool Library
 (0)
Erschienen am 01.09.1988

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Nespavanjes avatar

Rezension zu "Die Schwimmbad-Bibliothek" von Alan Hollinghurst

Die frühen (schwulen) 80er Jahre
Nespavanjevor einem Jahr

Der junge und promiskuitive William Beckwith genießt sein Leben in allen Zügen und lebt sorglos in den Tag hinein. Er ist reich, blond, hübsch und gut gebildet. Seinen Müßiggang verdankt er seinem Großvater, Lord Beckwith, der den Familienreichtum zur vollen Blüte gebracht hat. Auf der Suche nach einem OneNightStand rettet er in einer öffentlichen Toilette, einem älteren Mann das Leben. Es stellt sich heraus, dass er niemand geringeren als Lord Charles Nantwich das Leben gerettet hat. Als William ihm im Schwimmbad eines Mannschaftssportvereins erneut über den Weg läuft, lädt ihn Nantwich zum Dank zum Lunch ein.


Die Schwimmbad-Bibliothek ist ein außergewöhnlicher Roman, mit einem außergewöhnlichen Hauptprotagonisten. So wunderbar William, aus dessen Sicht diese Geschichte erzählt wird, auch ist, er hat auch seine Schattenseiten: er ist eitel, egoistisch und hat keine Lust auf Arbeit. Letzeres könnte ihn ja von seiner Leidenschaft, dem Sex, die Lust und die Männer schlechthin abhalten. Der Roman spielt im Frühjahr und im Sommer 1983 - also kurz bevor es der Homosexuellen Subkultur durch den HIV Virus und Aids beinahe der Garaus gemacht wird. Erst in den letzten Jahren scheinen vor allem die Fortschritte in der Aids-Forschung, gleichgeschlechtlich liebende Männer ihre Sexualität wieder befreit vom Stigma der Krankheit zu genießen. Leider viel zu nachlässig in der Verhütung, was die Neuinfektionen hauptsächlicherweise in den Großstädten, beweisen. Durch den zweiten Charakter des Lord Charles Nantwich bekommt der Roman eine gewisse Weite in der Handlung und greift auf Ereignisse in den 20er Jahren des vergangen Jahrhunderts zurück und porträtiert damit, zumindest zu einen gewissen Teil, das Homosexuelle Leben von beinahe eines ganzen Jahrhunderts.


Im direkten Vergleich, den ich normalerweise scheue, könnte ich Julian Mars Romandebüt - Jetzt sind wir jung - empfehlen. Beide warten mit einer Reihe von sexuellen Handlungen auf, und Mars Roman glänzt durch seine derbe und rüde Umgangssprache, sehr passend, da er ja auch in der Gegenwart spielt, wohingegen Hollinghursts Debütroman sich einem feinen englischen Stil bedient und zwischen den Zeilen mehr als ein pornografischer Roman ist. Zurecht hat dieser Roman den Stonewall Book Award und unteranderem den Lambda Literary Award bekommen. Wenn die Sunday Times geschrieben hat, dass die Schwimmbad-Bibliothek, zweifellos das beste Buch über das schwules Leben ist, dass je von einem englischen Autor geschrieben worden ist, dann hab ich eigentlich gar nichts mehr dazu zu sagen, als bitte lesen sie es.

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Korikos avatar

Rezension zu "Die Schwimmbad-Bibliothek" von Alan Hollinghurst

Tiefgründiger Klassiker
Korikovor 2 Jahren

Story:
Der junge Adelige William Beckwith genieß sein Leben in vollen Zügen: Partys, erotische Exzesse und ohne finanzielle Sorgen lebt
der schwule Mann im London der 80er Jahre in den Tag hinein. Erst als er dem alten Lord Nantwich auf einer Toilette das Leben rettet, ändert sich sein Leben Stück um Stück. Der ehemalige Kolonialbeamte bittet den jungen Mann nämlich darum, seine Memoiren zu schreiben und übergibt Will einige seiner Tagebücher und Aufzeichnungen. Obwohl Will weniger daran interessiert ist, liest er sich doch in Nantwichs Leben ein und taucht in die damalige Zeit ein, in der Homosexualität noch strafbar war. Gleichzeitig lernt er den jungen Bodybuilder Phil kennen und lieben, und beginnt eine lose Beziehung mit ihm.

Eigene Meinung:
Der Roman „Die Schwimmbad-Bibliothek“ von Alan Hollinghurst erschien bereit 1988 und zählt zu den Klassikern der schwulen Literatur. Mit seinem Debüt gewann der Autor unter anderem den „Somerset Maugham Award“ und „E. M. Forster Award of the American Academy of Arts and Letters“. Auch Hollinghursts spätere Werke brachten ihm weitere Preise ein und fast durchweg positive Kritiken, weswegen er zu den bedeutendsten modernen, englischsprachigen Schriftstellern gehört.

Inhaltlich legt der Autor einen kritischen Gesellschaftsroman vor, bei dem eher die Charaktere und deren Vergangenheit und die schwule Subkultur der 80er Jahre im Zentrum stehen. Er spielt zu einer Zeit, in der Aids noch keine große Rolle spielte und konzentriert sich fast vollständig auf die schwule Szene Londons. Das fällt ganz besonders an dem Punkt auf, dass es keinerlei weibliche Figuren gibt. Außer Williams Schwester, die nur am Rand erwähnt wird, kommt keine Frau vor. Man hat fast das Gefühl, als würde der Hauptcharakter das weibliche Geschlecht überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, sondern sich rein auf die Männer der Schöpfung konzentrieren. An seiner Seite lernt der Leser das schwule London der 80er Jahre kennen und taucht ein in eine recht schamlose, zügellose Welt ein, denn William lässt wahrlich nichts anbrennen. Finanziell abgesichert, treibt er ohne Ziel durchs Leben und macht sich mit seiner Einstellung nicht nur Freunde. Erst als Nantwich in sein Leben tritt und ihn bittet seine Memoiren zu schreiben, ändert sich Maxwell ein wenig.

Nantwichs Tagebucheinträge lassen nicht nur Will einen Blick in die Vergangenheit werfen – in eine Zeit, in der Homosexualität strafbar war und mit Zuchthaus geahndet wurde. Man erfährt mehr über Nantwichs Schulzeit und seine Arbeit in Afrika, die Gefahren, die mit seinen Vorlieben einhergingen und ihn schließlich sogar ins Gefängnis bringen. Dass der alternde Beamte Will aus gutem Grund ausgewählt hat, wird erst am Ende deutlich und offenbaren eines der Grundthemen des Romans: Homophobie. Diese kommt sowohl in der Vergangenheit (Nantwichs Inhaftierung und der gesellschaftliche Skandal), als auch in Williams Gegenwart (z. B. der Angriff der Rechten auf Will) zum Tragen.

Die Charaktere wirken sehr authentisch – William ist nicht unbedingt der sympathische Held, mit dem man mitfiebert, da er mitunter recht arrogant und überheblich daher kommt. Dennoch machen ihn diese Ecken und Kanten menschlich, zumal er Potenzial bietet, sich im Laufe der Geschichte weiterzuentwickeln. Nantwich bleibt die meiste Zeit ein Buch mit sieben Siegeln, da seine Beweggründe recht schleierhaft bleiben und man seine Tagebuchauszüge eher bruchstückhaft serviert bekommt. Die übrigen Figuren bilden den passenden Rahmen für Wills Entwicklung und machen mitunter die schwule Szene erst lebendig: Wills bester Freund James, der schüchterne Phil, die Herren des Clubs – ganz gleich ob sie homosexuell sind oder nicht. Es ist spannend diese Charaktere durch Wills Augen zu sehen, ihre Aktionen und Reaktionen.

Stilistisch legt Alan Hollinghurst ein beeindruckendes Werk vor. Wer eher leichte Unterhaltung gewohnt ist, wird am Anfang Schwierigkeiten haben, sich auf den belletristischen und gehobenen Stil einzulassen. Der Autor hat eine sehr feine, direkte Sprache, die sich besonders in den Dialogen und Beschreibungen zeigt. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, ist direkt und bringt die Geschichte mit einer gewissen sprachlichen Eleganz zu Papier. Explizite Szenen werden direkt umschrieben, ohne platt und aufgesetzt zu wirken. Hin und wieder wirken einzelne Passagen allerdings zu ausufernd, so dass der Leser schnell den Bezug zur Geschichte verliert.

Fazit:
„Die Schwimmbad-Bibliothek“ von Alan Hollinghurst ist ein interessanter, gesellschaftskritischer Roman, der durch die Figuren, die sprachliche Finesse und den gelungenen Einblick in die schwule Subkultur der 80er Jahre lebt. Der Autor gewann zurecht Preise für dieses bemerkenswerte Debüt, da es verschiedene Probleme (auch innerhalb der schwulen Szene) anspricht und damit zum Nachdenken anregt. Wer gehobene Literatur bevorzugt und sich nicht vor einigen ausufernden Szenen scheut, sollte einen Blick riskieren. Zu empfehlen.

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Hypochrisys avatar

Rezension zu "Die Schönheitslinie" von Alan Hollinghurst

- Hypochrisy -
Hypochrisyvor 4 Jahren

Sommer 1983. Als der zwanzigjährige Nick Guest eine Dachkammer bei den Feddens im reichen Londoner Stadteil Notting Hill bezieht, taucht er in eine ihm bis dahin völlig fremde Welt ein. Nicks Entwicklung vom kleinbürgerlichen Provinzler zum dandyhaften Kosmopoliten ist gleichzeitig ein großes Sittengemälde der Thatcher-Ära, für das Hollinghurst mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde.

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