Alan Hollinghurst Die Schönheitslinie

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Inhaltsangabe zu „Die Schönheitslinie“ von Alan Hollinghurst

Sommer 1983. Als der zwanzigjährige Nick Guest eine Dachkammer bei den Feddens im reichen Londoner Stadtteil Notting Hill bezieht, taucht er in eine ihm bis dahin völlig fremde Welt ein. Nicks Entwicklung vom kleinbürgerlichen Provinzler zum dandyhaften Kosmopoliten ist gleichzeitig ein großartiges Sittengemälde der Thatcher-Ära, für das Hollinghurst mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde.

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  • - Hypochrisy -

    Die Schönheitslinie
    Hypochrisy

    Hypochrisy

    08. July 2014 um 05:35

    Sommer 1983. Als der zwanzigjährige Nick Guest eine Dachkammer bei den Feddens im reichen Londoner Stadteil Notting Hill bezieht, taucht er in eine ihm bis dahin völlig fremde Welt ein. Nicks Entwicklung vom kleinbürgerlichen Provinzler zum dandyhaften Kosmopoliten ist gleichzeitig ein großes Sittengemälde der Thatcher-Ära, für das Hollinghurst mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde.

  • Rezension zu "Die Schönheitslinie" von Alan Hollinghurst

    Die Schönheitslinie
    Thaila

    Thaila

    20. February 2010 um 18:26

    England Anfang der 80er Jahre: Alan Hollinghursts Roman The Line of Beauty erzählt die Geschichte des ästhetisch veranlagten Nick Guest. In Oxford befreundet er sich mit Toby Fedden, der aus einer reichen Familie kommt und dessen Vater ein bedeutender, konservativer Politiker ist. Anfangs übergangsweise zieht Nick bei den Feddens ein, aus den geplanten Wochen werden mehrere Jahre, in denen er fast zu einem Teil der Familie wird. Er übernimmt Verantwortung für Catherine, die psychisch kranke Tocher der Feddens, und fühlt sich als guter Geist des Hauses. Auch seine Homosexualität wird von der eher konservativen Familie akzeptiert. Es ist weniger Macht oder Bekanntheit, die Nick anzieht, als die Schönheit, mit dem die englische Oberschicht sich umgibt. Landhäuser, kostbare Gemälde, teure Instrumente, gutes Essen und Wein und mehr und mehr auch Drogen ziehen Nick an. Auf wunderbare Weise fängt Alan Hollinghurst die Atmosphäre einer sozialen Schicht und die Stimmung einer Epoche ein. Da ist zum einen die Glitzerwelt der Feddens, die sich vor allem durch die Oberflächlichkeit der Gespräche selbst enblösst. Der Autor hat ein genaues Ohr für die Sprache der Oberschicht und beschreibt Situationen mit einer Präzision, die viel Freude macht. Der Roman spielt auch in der homosexuellen Szene Londons, über die Aids einen immer dunkleren Schatten wirft. Die Figuren, die Hollinghurst entwirft - obwohl nicht unbedingt sympathisch - sind so lebensecht, dass ihre Handlungen mich so sehr aufgewühlt haben, wie das schon lange bei keinem Buch mehr geschehen ist. Sprachlich besteht der Roman aus einem dichten Gewebe von intertextuellen Anspielungen und Leitmotiven, die jedem Satz einen doppelten Boden geben. Nicht zufällig wird ständig Henry James erwähnt. In den genauen Situationsbeschreibungen ändelt es durchaus den Werken des "Meisters". Aber auch die Welt, die beschrieben wird, hat etwas zutieftst viktorianisches, wie Nick schmerzhaft erleben muss. Sehr empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Die Schönheitslinie" von Alan Hollinghurst

    Die Schönheitslinie
    Lysander

    Lysander

    30. July 2009 um 13:03

    Nach Erscheinen der dt. Ausgabe schrieben die Feuilletons der großen Zeitungen sehr lobende, fast hymnische Kritiken über dieses Buch (Zusammenfassung bei perlentaucher.de). Diesen Lobeshymnen kann ich mich nur anschließen: "Die Schönheitslinie" ist ein raffiniert konstruierter, leicht zu lesender, sehr anspruchsvoller Unterhaltungsroman. Es ist, wie man nach der Inhaltsangabe des Verlags erwarten könnte, kein "Schwulenroman", obwohl es einige einschlägige Sexszenen darin gibt. Der schwule Protagonist Nick ist hier viel mehr als einfach nur ein junger Mann, der zu Anfang der 80er Jahre sein Coming out hat. Er ist Kontrast- und Integrationsfigur in der so genannten feinen englischen Gesellschaft der Thatcher-Jahre. "Die Schönheitslinie" ist ein Roman über Parallelwelten, den man in dieser Art selten findet. Es war mutig, ihm den Bookerpreis zu geben - und verdient!

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