Alan Moore

 4,4 Sterne bei 452 Bewertungen
Autor von V wie Vendetta, Watchmen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Alan Moore (© Fimb)

Lebenslauf

Alan Moore, im November 1953 in Northampton geboren, gehört zu den bekanntesten Comiczeichnern der Gegenwart. Am Anfang seiner Karriere zeichnete er für verschiedene Zeitschriften, bis ihm dann mit seinen legendären Comics wie "Watchman" und "V wie Vendetta" der Durchbruch gelang. Seine Zeichnungen brachten frischen Wind in das Comic-Genre; so stellt er zum Beispiel Szenen dar, die zuvor in Comics nicht zu sehen waren und versucht bei seinen Illustrationen, die von einer Liebe zum Detail geprägt sind, auf Textanteile zu verzichten. Neben den Comics wandte er sich auch dem Genre der Romane zu und veröffentlichte im Jahr 1996 sein Debüt "Voice of the Fire". Alan Moore wurde 2008 für sein künstlerisches Schaffen mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.

Neue Bücher

Cover des Buches From Hell (ISBN: 9783956405105)

From Hell

Erscheint am 19.10.2026 als Gebundenes Buch bei Reprodukt.
Cover des Buches Ich höre eine neue Welt (ISBN: 9783910914667)

Ich höre eine neue Welt

Erscheint am 21.10.2026 als Taschenbuch bei Carcosa Verlag.

Alle Bücher von Alan Moore

Cover des Buches V wie Vendetta (ISBN: 9783866075054)

V wie Vendetta

(87)
Erschienen am 13.06.2007
Cover des Buches Watchmen (ISBN: 9783866076075)

Watchmen

(71)
Erschienen am 13.03.2008
Cover des Buches Batman Deluxe: The Killing Joke (ISBN: 9783741600159)

Batman Deluxe: The Killing Joke

(42)
Erschienen am 11.07.2017
Cover des Buches From Hell (ISBN: 9783864258138)

From Hell

(37)
Erschienen am 08.06.2015
Cover des Buches Watchmen Absolute Edition (ISBN: 9783866078161)

Watchmen Absolute Edition

(19)
Erschienen am 20.02.2009
Cover des Buches Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (ISBN: 9783957981165)

Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

(19)
Erschienen am 15.09.2014
Cover des Buches Alan Moore: Providence (ISBN: 9783957985712)

Alan Moore: Providence

(4)
Erschienen am 14.12.2015

Neue Rezensionen zu Alan Moore

Cover des Buches Jerusalem (ISBN: 9783910914209)
birarnols avatar

Rezension zu "Jerusalem" von Alan Moore

birarnol
Ein Monument der Literatur!

Dieses Buch ist in seiner Gänze einfach unfassbar. Kein Wunder, dass Alan Moore zehn Jahre daran gearbeitet hat. Manche Sätze haben ein solches Gewicht, dass ich etliche Male zurückgeblättert habe, nur, um sie noch einmal zu lesen. Die Geschichte mit all ihren Nuancen ... es ist ein Meisterwerk.

Das komplette Buch ist in drei Teile untergliedert.

Teil1: Hier lernen wir die Boroughs kennen. Den Stadtteil mit ihren Menschen - quer durch viele Jahrhunderte hindurch. Hier lebt eine sozial schwache Schicht - aber sie lebt, ist menschlich. Meine Gefühle dem Stadtteil gegenüber schwankte von Kapitel zu Kapitel. Mal spürte ich den Zusammenhalt der Menschen, mal dachte ich: Da muss man wirklich nicht hin - mit den ganzen Drogensüchtigen und Prostituierten. Dann wieder meinte ich, die alten Boroughs durchzuspüren, das Verlorengegangene und wollte es wieder selbst bewahren.

Teil 2: Wir durchleben mit Michael seine Nahtoderfahrung. Dieser Teil ist am "einfachsten" zu lesen, da er doch einem einzigen Handlungsstrang folgt. Eben, was Michael alles widerfährt, als er vorübergehend tot ist. Wir treffen wieder auf bekannte Figuren aus Teil 1, die verschiedenen Personen und Zeiten verbinden sich immer mehr.

Teil 3: In diesem Abschnitt spielt Moore mit allen Registern der Sprache, Mal wird ein Kapitel als Theaterstück geschrieben, mal als Gedicht, mal wechseln sich Zukunft und Vergangenheit absatzweise ab, usw. Das letzte Kapitel ist noch einmal eine Zusammenfassung der kompletten vorhergegangenen Geschichte. Denn hier wandern wir durch die Kunstausstellung von Alma, Michaels Schwester, die seine Erfahrungen (und etwas mehr) in ihren Werken festgehalten hat. In Kurzform tauchen wir noch einmal in diese unglaublich komplexe, umfassende Geschichte ein.

Ein Ausdruck hat mir besonders gefallen, der doch recht gut beschreibt, in welcher Zeit wir heute leben: "Das Ende der sinnhaften Welt". Nach diesem Buch vermisse ich das Miteinander, das Leben, um zu leben, das Besinnen auf menschliche Werte.

Ein Buch, das Spuren hinterlässt. Tiefe Spuren.

Cover des Buches Watchmen (ISBN: 9781848560062)
Trishen77s avatar

Rezension zu "Watchmen" von Alan Moore

Trishen77
Eines der 100 Werke, die man kenne sollte, bevor man abtritt!

Quis custodiet ipsos custodes? (Wer wacht über die Wächter?)
Juvenal

Sicherlich kann man eigentlich keinen Kanon an "lesenswerten" oder "wichtigen" Büchern festlegen, der über die eigenen Person hinausgeht, erst recht nicht in Größenkategorien von 100 oder 10 oder 50, etc. Dennoch spürt man immer wieder bei ganz bestimmten Werken ihren "bildenden" Charakter, diese inneren Zusammenhänge und Ausprägungen der Figuren und führenden Motive, die weit über sich hinausweisen - die Kette solcher Bücher, Comics, Filme (etc.) zieht sich durch das gesamte Leben und hiernach gefragt kommen wir schwer um eine bestimmte Liste von bewegenden, aufwühlenden, prägenden Erlebnissen mit diesen Medien herum.

Einige sind darunter, die eine Art der Erweckung sind, der Urtypus, aus dem uns eine ganze Welt oder Vorstellung erwuchs; der Punkt, wo alles begann. So wird für manche z.B. der Disneyfilm die erste Berührung mit der romantischen Liebe gewesen sein, andere werden eine bestimmte Rede als erste Form integerer Kraft erlebt haben und für viele ist das "Erkennen" der Literatur und ihrer Möglichkeiten mit einem ganz bestimmten Buch verbunden. "Watchmen" gehört zu diesen Werken, ist einer dieser Fixsterne im Universum medialer Faszination.

Ich würde diese über 400 Seiten schwere Werk nicht als den Urtyp der Graphic Novel bezeichnen, aber doch als einen ihrer großartigen, beinahe einsamen Gipfel. Dabei geht es vorrangig noch nicht einmal um solche Dinge wie Optik und Spannung, die beide auch vorzüglich sind (letztere tritt allerdings entgegen dem Comicstandard sehr langsam ins Geschehen, mehr hypnotisch als aggressiv, mehr enigmatisch als geradewegs), nein, was mich immer und immer wieder zu diesem Buch hinzieht, ist das Genie seines Aufbaus, die Vielfalt seiner Ebenen. Banal ausgedrückt könnte man sagen: Es ist ein Comic, den man immer wieder lesen kann, jedoch nicht nur zur Entspannung, sondern (gleichsam) auch zur Neuorientierung, zu einer neuen Erfahrung.
Facettenreich, auch das ist noch zu wenig - es ist eine geradezu ultimative Abstimmung in diesem Buch, irgendwo zwischen der Oberfläche des Comics, dem apokalyptischen Wind, der darin weht, dem Spiel und den Ideen der Zukunftsvisionen, dem unterschwellig philosophischen Timbre, das alles im Zwielicht-Glanz eines Noir-Films mit Figuren, die so einzigartig und doch klassisch zugleich sind, als wären sie tatsächlich Urtypen einer sehr alten Geschichte in ein düsteres Diesseits übertragen, in dem es eigentlich keine Gegenspieler mehr gibt, sondern nur noch eine schwer zu wiegende Existenz, die sich selbst bedroht.

Was sicherlich aus all dem hervorgehen dürfte: Watchmen ist ein einzigartiges Werk und besticht auf sehr viele, manchmal nicht ganz ersichtliche Weisen. Es gehört in keine Kategorie und das macht es reich und universell, aber (auch wegen seiner prophetisch-bunten Aura) manchmal auch etwas monströs. Man muss es mögen, wenn Anti-Heldentum und Heldentum, wenn all diese Kategorien, sonst so klar, in ein paar sehr menschlichen Figuren und Ansichten verschmelzen und sich beinahe auflösen - und dennoch eine phantastische Geschichte darum gewoben wird. Oft muss man sich dem Tempo des Werkes anpassen, das sehr oft wechselt und durch die Einschübe, zusätzlichen und rückwirkenden Informationen, durch Anspielungen und verschiedene Formen der Fokussierung eine sehr individuelle Form bekommt. Als einer der ersten hat Moore verstanden das Medium Comic wirklich zur Graphic Novel zu entwickeln und alle Dinge dort zu nutzen, von wieder auftretenden Motiven in den Bildern, Detail und vom Leser zu erwartende Interpretationen, bis zu Rückschauen und Bild für Bild Perspektiven und Arten der Collage und trotzdem die klassischen Stärken des Comics ebenfalls zu nutzen und als Untergrund zu verwenden.

Die Handlung des Werkes zu erläutern wäre schon der Beginn der Lektüre, nur ohne das Buch in Händen zu halten, was ich niemandem raten will. Es geht natürlich um (Super)Helden, aber worum es vor allem geht sind Begriffe wie "lebenswert", "Gerechtigkeit" etc. und was Moore darum gruppiert hat ist eine sehr klassische und doch im Detail sehr eigene Geschichte von Gut & Böse, wie sie (nochmals betont) wirklich einzigartig ist, nachdenklich stimmt, über alle Grenzen hinaus prägende und bleibende Motive bereithält. Also: Wagen Sie sich an dieses einzigartige Werk mit offener Faszination - machen sie sich bereit auf eine ganz eigene Welt.

Nachtrag: Einige Übersetzungen sind in der Tat etwas schwerfällig und manche Szenerie lässt sich durch die englische Audrucksdichte und ähnliches besser (auch atmosphärisch) miterleben, auch sprachliche Kniffe. So spielt einge große Uhr ja auch eine wichtige Rolle ("watch" ist ja im englischen so schön vieldeutig) und auch einige Anspielungen in Sachen Comedian kommen viel besser rüber, sowie der Schliff und die ambivalente Seite der Charaktere allgemein. Doch das kann man sich mit der Zeit auch im Deutschen erarbeiten. Hilfe ist dabei sicherlich der Anhang dieser Ausgabe, wo auf einiges hingewiesen wird.

Joker: “All it takes is one bad day to reduce the sanest man alive to lunacy. That’s how far the world is from where I am. Just one bad day.” (S. 45)

Inhalt:

Der Joker ist aus dem Arkham Asylum entkommen und nimmt den Polizisten James Gordon und dessen Familie ins Visier. Während eines brutalen Überfalls wird James Gordon entführt und seine Tochter wird schwer verletzt. Für Batman beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Er lässt nichts unversucht um den skrupellosen und sadistischen Joker zu stoppen und Jim Gordon zu retten...

[Batman to Joker:] I’ve been thinking lately. About you and me. About what’s going to happen to us in the end. We’re going to kill each other, aren’t we? Perhaps you’ll kill me. Perhaps I’ll kill you. Perhaps sooner. Perhaps later. (S. 42/43)

Meine Meinung:

Da ich die Batman-Filme mit Christian Bale liebe war ich gespannt auf die Batman-Comics. Ich habe mit „Batman: Year One“ begonnen und weil mir dieser Comic so gut gefallen hat habe ich mich sehr darauf gefreut „Batman: The Killing Joke“ zu lesen. Meine Erwartungen wurden übertroffen und ich verstehe, warum dieser Comic so beliebt ist. 

Der Zeichenstil hat mir noch besser gefallen als bei „Batman: Year One“, obwohl schon dieser Comic wirklich toll gezeichnet ist. „Batman: The Killing Joke“ ist noch detaillierter und ausdrucksstärker gezeichnet und die Schattierungen und Farbgebung sind herausragend. Dieser Comic ist ein richtiges Kunstwerk dessen Zeichnungen mehr vermitteln als viele Worte. Die Mimik und Gestik der handelnden Personen lassen einem deren Emotionen spüren, actionreiche Geschehnisse wirken sehr dynamisch und die Schauplätze sind sehr atmosphärisch. 

„Batman: The Killing Joke“ spielt viele Jahre nach „Batman: Year One“. James Gordon ist inzwischen deutlich älter und seine Tochter ist bereits erwachsen. Die in der Geschichte herrschende Atmosphäre ist sehr düster und lässt einem tief in menschliche Abgründe und Dramen blicken. Die Taten des Jokers sind brutal, perfide und sadistisch und werden schonungslos dargestellt. Es ist erschreckend was er James Gordon und dessen Tochter antut. Man bangt um die beiden hofft, dass es Batman gelingen wird James zu retten ehe es zu spät ist. Parallel zu diesen sich in der Gegenwart abspielenden Geschehnissen taucht man in Erinnerungen des Jokers ein und erfährt mehr über dessen Vergangenheit. Es zeigt sich wie der Joker einst durch tragische und unglückliche äußere Umstände vom rechten Weg abgekommen ist und wie aus ihm schließlich das Monster geworden ist, das er heute ist. Das zu verfolgen stimmt traurig, denn es wird klar, dass alles hätte anders kommen können, wenn es das Leben besser mit dem Joker gemeint hätte. Da der mentale Zustand des Jokers besorgniserregend ist und seine Erinnerungen nicht immer ganz zuverlässig und teilweise auch widersprüchlich sind, bleibt jedoch unklar inwieweit diese Rückblenden die tatsächlichen Geschehnisse von damals widerspiegeln.

Obwohl ich zuvor nur die Batman-Filme mit Christian Bale gesehen und lediglich den Comic „Batman: Year One“ gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme damit die Handlung von „Batman: The Killing Joke“ zu verstehen.

Ich habe bloß einen einzigen kleinen Kritikpunkt: Für mich hätte das Ende in einem bestimmten Punkt ein wenig ausführlicher sein können. Ich hätte gerne erfahren wie es den Opfern einige Zeit nach den geschilderten Geschehnissen ergangen ist. Es wäre beruhigend und schön gewesen, wenn einem gezeigt worden wäre, dass sie sich von den Vorkommnissen nicht haben unterkriegen lassen und alles (zumindest halbwegs) verarbeitet haben.

Der Comic enthält noch ein paar interessante Extras. Es gibt eine ganze Menge Skizzen und Entwürfe, die zeigen wie der Comic entstanden ist.

Fazit:

Wer „Batman: Year One“ mag, wird auch diesen Comic mögen. Die erzählte Geschichte ist düster, dramatisch, spannend und mitreißend. Es ist bestimmt nicht der letzte Batman-Comic gewesen, dem ich eine Chance gegeben habe.

Gespräche aus der Community

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kultfigur
Bei npr in den USA kann man derzeit aus 100 eingereichten Titeln für die besten 10 Science Fiction und Fantasy Bücher aller Zeiten abstimmen: http://www.npr.org/2011/08/02/138894873/vote-for-top-100-science-fiction-fantasy-titles Ich hab gerade unter anderem für "Neuromancer", "The forever War", "1984", "Ubik", "The Watchmen" und "Watership down" abgestimmt. Für welche Bücher in der Liste habt ihr gestimmt? Sind eure Favoriten dabei? Dann postet sie hier als Kommentar! Bin gespannt ;-)
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Alan Moore wurde am 18. November 1953 in Northampton (Großbritannien) geboren.

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