Alan Moore

 4.5 Sterne bei 386 Bewertungen
Autor von V wie Vendetta, Watchmen und weiteren Büchern.
Alan Moore

Lebenslauf von Alan Moore

Alan Moore, im November 1953 in Northampton geboren, gehört zu den bekanntesten Comiczeichnern der Gegenwart. Am Anfang seiner Karriere zeichnete er für verschiedene Zeitschriften, bis ihm dann mit seinen legendären Comics wie "Watchman" und "V wie Vendetta" der Durchbruch gelang. Seine Zeichnungen brachten frischen Wind in das Comic-Genre; so stellt er zum Beispiel Szenen dar, die zuvor in Comics nicht zu sehen waren und versucht bei seinen Illustrationen, die von einer Liebe zum Detail geprägt sind, auf Textanteile zu verzichten. Neben den Comics wandte er sich auch dem Genre der Romane zu und veröffentlichte im Jahr 1996 sein Debüt "Voice of the Fire". Alan Moore wurde 2008 für sein künstlerisches Schaffen mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.

Alle Bücher von Alan Moore

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V wie Vendetta

V wie Vendetta

 (77)
Erschienen am 13.06.2007
Watchmen

Watchmen

 (59)
Erschienen am 13.03.2008
From Hell

From Hell

 (33)
Erschienen am 08.06.2015
Batman / Batman: The Killing Joke

Batman / Batman: The Killing Joke

 (30)
Erschienen am 15.08.2008
Watchmen Absolute Edition

Watchmen Absolute Edition

 (19)
Erschienen am 20.02.2009
Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

 (14)
Erschienen am 19.06.2009
Lost Girls

Lost Girls

 (5)
Erschienen am 16.05.2008
Batman: Killing Joke - Ein tödlicher Witz

Batman: Killing Joke - Ein tödlicher Witz

 (3)
Erschienen am 10.01.2017

Neue Rezensionen zu Alan Moore

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Ambermoons avatar

Rezension zu "V for Vendetta" von Alan Moore

Remember, remember the fifth of November.
Ambermoonvor 3 Monaten

Set in a futurist totalitarian England, a country without freedom or faith, a mysterious man in a white porcelain mask strikes back against the oppressive overlords on behalf of the voiceless. Armed with only knives and his wits, V, as he’s called, aims to bring about change in this horrific new world. His only ally? A young woman named Evey Hammond. And she is in for much more than she ever bargained for…
A visionary graphic novel that defines sophisticated storytelling, this powerful tale detailing the loss and fight for individuality has become a cultural touchstone and an enduring allegory for current events. Master storytellers Alan Moore and David Lloyd are at the top of their craft in this terrifying portrait of totalitarianism and resistance....(Klappentext)

❃❃❃❃❃

"There aren't many cheeky, cheery charakters in 'V FOR VENDETTA' either;
and it's for people who don't switch off the news."
(David Lloydm Jan. 1990)

"V for Vendetta" ist eine Dystopie, welche im London der 1990er spielt.
Nach einem Atomkrieg herrscht in England ein totalitäres und faschistisches Regime. Propaganda und Kontrolle beherrschen die Bevölkerung. Es werden nur Bücher, Musik und Nachrichten erlaubt und gesendet, welche vom "Führer" und seinem Überwachungsstaat erlaubt werden. Die Überwachungs- und Propagandaorganisation setzt sich zusammen aus der Geheimpolizei "Finger", dem Regierungssender "Mund", der Videoüberwachung "Auge", der Lauschattacke "Ohr" und der Ermittlungsbehörde "Nase". Keine Bücher, keine Musik, keine Individualität. Jeder der anders ist und gegen die strenge Regelungen verstößt, wird "entfernt" (kommt einem doch irgendwie bekannt vor, oder?).
Doch es gibt einen, der sich gegen dieses Regime stellt und das im ganz großen Stil. "V" operiert aus dem Untergrund und trägt eine Guy Fawkes-Maske. Dieser war übrigens ein katholischer Offizier aus dem 17. Jahrhundert, der am 5. November 1605 das englische Parlament sprengen und König Jakob I. töten wollte. Grund - die Verfolgung katholisch Gläubiger durch die damaligen Machthaber. Wie dieser stellt sich auch "V" gegen das Regime und sprengt am 5. November das Parlament in die Luft. Dieser jedoch mit Erfolg, im Gegensatz zu Guy Fawkes. "V" ist geheimnisvoll, intelligent und dadurch schwer zu schnappen, denn er scheint immer einen Schritt voraus zu sein. Mit von der Partie ist ein 16-jähriges Mädchen namens Evey, welche er vor einer Vergewaltigung rettet und derer er sich annimmt. Und zusammen wollen sie dieses Regime zu Fall bringen (persönliche Inhaltsangabe).

">>Me? I'm the King of the twentieth century.
I'm the Bogeyman. The Villain....the black sheep of the family.<<"
(S. 13)

Der Comic erschien erstmals 1982 und Alan Moore zeichnet hier eine Dystopie vom Feinsten, in der die Unterdrückung von Freiheit und Individualität der gesamten Gesellschaft das zentrale Thema ist.
Während die Graphic Novel ursprünglich in Fortsetzungen und in schwarz-weiß veröffentlicht wurde, hält man hier die colorierte Gesamtausgabe  in den Händen. Diese ist in 3 Teile aufgeteilt, in denen die Pläne von "V" bezüglich der Zerstörung des Systems, sowie sein Motiv erörtert werden. Dabei wird aus mehreren Perspektiven erzählt und man erhält tiefe Einblicke in das System, sowie in die Hintergründe des geheimnisvollen Protagonisten selbst.

Es gibt hier einige Abweichungen zum Film, welche ich jedoch sogar um einiges interessanter und stimmungsvoller finde. Aufgrund dessen gestaltet sich die Story sehr spannend. Diese besticht zusätzlich durch die Liebe zum Detail und die düsteren Zeichnungen von David Lloyd einfach nur fantastisch und fangen die Atmosphäre gekonnt ein.
Die Zitate aus diversen Litereatur- und Musikklassikern runden das Werk ab und tragen zusätzlich zu der bedrückenden Stimmung bei.

"Nobody you'd have heard of a German gentleman named Dr. John Faust.
He made a deal, too."
(S. 44)

Schon vor der Story selbst erhält man Informationen von Alan Moore und David Lloyd bezüglich der Entstehung der Graphic Novel. Am Ende lässt uns Alan Moore noch einen Blick hinter die Kulissen werfen und es sind auch noch zwei Kurzgeschichten mit unserem mysteriösen "V" enthalten.

Fazit:
Eine rundum gelungene Graphic Novel die dystopischer nicht sein könnte - spannend, atmosphärisch, bedrückend und von der Thematik her aktueller denn je.
Trotzdem ich den Film kenne, und von dem ich auch weiterhin schwer begeistert bin, empfand ich die Story als spannend, da sie wesentlich mehr in die Tiefe geht.
Dies war mein erster Comic von Alan Moore und definitiv nicht mein letzter.

© Pink Anemone (inkl. Bilder und Autoren-Info)




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Shiro_91s avatar

Rezension zu "Batman: Killing Joke - Ein tödlicher Witz" von Alan Moore

Klassiker!
Shiro_91vor 7 Monaten

Batman Killing Joke gehört wahrlich zu den Klassikern. 1988 erstmals erschienen erzählt es die Geschichte von Batmans Erzfeind Joker, der sich an der Fledermaus rächen will, dabei auch nicht zurückschreckt, denjenigen weh zu tun denen Batman nah stehen. Ich habe mir die Überarbeitete Version zu gemühte geführt und finde, dass diese Geschichte auch wenn sie mit gerade einmal 46 Seiten recht kurz ist. ein wichtiger und zugleich prägender Aspekt im Leben des Jokes wiederspiegelt. Wie ist der Joker eigentlich zu dem Geworden der er heute ist und welcher Hass treibt ihn an, gegen Batman vorzugehen? Viele Fragen werden beantwortet und man erhält einen kurzen, dennoch wichtigen Einblick in die Vergangenheit des Wahnsinnigen. 


Den Joker habe ich eigentlich immer als einen Irren abgestempelt, der irgendeinen Groll gegen die Fledermaus hegt, doch wenn man Killing Joke einmal gelesen hat, lässt es den Clown in einem ganz anderen Licht dastehen. Man bekommt eine Ahnung was ihm zu dem Gemacht hat was er ist und in wie fern Batman dabei eine Rolle spielt. Die Handlung besteht aus zwei Handlungssträngen, wobei der Blick in die Vergangenheit einen möglichen Hintergrund des Jokers belichtet. So sicher kann man jedoch nicht sein, denn hier gibt es wie auch in anderen Comics Verschiedene Varianten davon wie der Joker zum Joker wurde. Hier ist er ein erfolgloser Comedian, welcher mit seiner schwangeren Frau in einer schäbigen Wohnung lebt und gerade so über Wasser halten kann. Von zwei Gangster überredet wird an einem Einbuch teilzunehmen und somit für sich uns seine Frau sorgen zu könne. Das das Ganze daneben geht, scheint wohl jedem klar und so trifft ''Joker'' das erste mal auf Batman. Verängstigt springt er in der zuvor eingestiegenen Chemiefabrik in einen Tank voller Chemikalien und wird durch das Abwassersystem nach draußen gespült. Voller Entsetzen muss er feststellen, das diese ihn entstellt haben. So verfällt er endgültig dem Wahnsinn und wird als den Joker, den alle kennen, wiedergeboren. In der Gegenwart will Joker seine Theorie unter beweisstellen, besonders Gordon, das jeder normale Mensch ein einziger schlechter Tag davon trennt, den Verstand zu verlieren. Ob Gordon letztlich Jokers Theorie bestätigt oder nicht sollte man schon selbst lesen. Darüberhinaus wird ebenso kurz gezeigt wie Barbara Gordon an den Rollstuhl gefesselt wurde, was mich immer noch sprachlos macht.

Killing Joke Ein tödlicher Witz ist ein grandios gelungener Comic. Zwar sehr kurz dennoch sehr intensiv und sehr interessant, gerade wenn man sich für die Entstehung des Jokers interessiert, sich mit seiner Herkunft auseinandersetzt, wie das Groteske und der Irrsinn sich in seinen Taten wiederspiegeln. Besonders ist hier das Ende. Joker erzählt Batman einen Witz, in dem es um zwei Insassen in einer Irrenanstalt geht, wohlgemerkt als Metapher gemeint, welche für das Verhältnis zwischen Batman und ihm verstanden werden kann. Es ist schwierig meine Begeisterung für dieses Werk von Alan Moore auszudrücken, denn man sollte sich selbst mit diesem Comic und der dort erzählten Geschichte auseinander setzten. Wer jedoch nicht den Comic lesen möchte, dem kann ich die Zeichentrickserie von 2016 empfehlen, da dort ein bisschen mehr erzählt wird. Ich bin gegeistert und kann diesen Comic, ja viel mehr dieser Klassiker, nur ans Herz legen. Wer sich mit Batman und Joker und ihrer Beziehung zueinander näher befassen möchte wird hier nicht enttäuscht. Großartig inszeniert und Szenen die absolut in Erinnerung bleiben. Lasst es euch nicht entgehen!

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Svenjas_BookChallengess avatar

Rezension zu "V wie Vendetta" von Alan Moore

Intensiv, pur, faszinierend, schockierend - dieses Buch ist so vieles!
Svenjas_BookChallengesvor 9 Monaten

Mittlerweile bin ich auf den Geschmack gekommen und habe mit Graphic Novels beziehungsweise Comics ein völlig neues Genre für mich entdeckt. Irgendwann musste ich es dann lesen - V wie Vendetta, ein Klassiker, dessen Geschichte ich bisher absolut gar nicht kannte (jep, nicht einmal den Film habe ich gesehen). Und ich denke, das war auch gut so, denn so bin ich quasi kopfüber hineingefallen in diese intensive, düstere, markerschütternde Geschichte, die Alan Moore und David Lloyd erzählen. Sie ist wirklich einzigartig, weil sie so kontrastreich, so in sich gegensätzlich und dabei so stimmig ist.

Was meine ich damit? Vor allem eines: Die Handlung ist auf der einen Seite vollkommen klar, sehr explizit und eindeutig. Erinnert ihr euch an all die Werke, die sich unterschwellig auf den Nationalsozialismus beziehen (genannt seien zum Beispiel Harry Potter und Die Tribute von Panem)? So ist V wie Vendetta NICHT. In dieser Geschichte gibt es keine Andeutungen, keine versteckten Hinweise (was das totalitäre System betrifft) - vielmehr greifen Moore und Lloyd ganz bewusst und ungefiltert die furchtbarsten Aspekte des Nationalsozialismus und des Holocaust auf und machen das England der Zukunft (beziehungsweise aus heutiger Sicht der Vergangenheit, denn das Ganze spielt Ende der 1990er Jahre - gruselig!) zu einer schaurigen Neuauflage des Dritten Reichs. Man denke nur an Konzentrationslager, Menschenexperimente, Willkür durch den Staat - man denke an den Faschismus. Und das Ganze inklusive technischer Neuerungen wie vor allem der Rundum-die-Uhr-Überwachung und der "Stimme der Vorsehung" - eine bedrückende, authentische und auf erschreckende Weise so vertraute Welt.

Auf der anderen Seite aber ist die Geschichte auch vage, undeutlich, verworren, implizit - ganz besonders in Hinblick auf zwei Dinge. 1. Der atomare Kriegsakt, der Großbritannien in die Diktatur geführt hat - und das ist auch einer meiner wenigen Kritikpunkte an diesem Buch, denn wie ihr wisst bin ich ein Fan von Hintergrundinfos. Ich brauche sie, um die dargestellte Welt in meinem Kopf vollumfänglich zu rekonstruieren. Das hat mir bei V wie Vendetta also ein wenig gefehlt, auch wenn mir bewusst ist, dass das ganz sicher nicht an der Nachlässigkeit oder fehlenden Fantasie der Autoren liegt - vielmehr wollten sie die Handlung höchstwahrscheinlich ganz gezielt in der Schwebe lassen, um ihre Allgemeingültigkeit zu betonen, was ihnen auf jeden Fall gelungen ist. 2. V.

V ist der Terrorist, der ebenso wenig zu fassen ist wie ein Schatten. Er ist dieser eine Mensch, der das System herausfordert und dessen Rachedurst ihm unvorstellbare Kräfte verleiht. Anfangs fragt man sich noch, wer V denn nun sein mag und empfindet die wenigen Infos, die man zu seiner Vergangenheit bekommt, als unzureichend und unvollständig. Wer ist er? Gegen Ende aber habe ich begriffen, dass das gar keine Rolle spielt. Denn ich verstehe V mittlerweile nicht mehr als Person, sondern als Konzept. V verkörpert den puren, kompromisslosen Widerstand, die gewaltsame Auflehnung gegen ein totalitäres System. Und ich finde es Wahnsinn, auf welche Weise Moore und Lloyd genau das dargestellt haben - dahinter versteckt sich eine so immense, bild- und wortgewaltige Kraft, dass es einen fast umhaut.

Diese Kraft durchzieht die Geschichte von vorne bis hinten - sie findet sich in den Texten, in den Bildern, in den Figuren, den Handlungen, zwischen den Zeilen. Einfach überall. Und sie trifft einen bis ins Mark. V wie Vendetta ist eine beeindruckende Symbiose aus "implizit" und "explizit", ein ständiges Schwanken zwischen "klar sehen" und "vermuten". Moores Texte und Lloyds Zeichnungen harmonieren unfassbar gut miteinander, ergänzen sich zu einem verstörenden Bild, das sich augenblicklich im Kopf des Lesers manifestiert und dort eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Mich hat so vieles an dieser Graphic Novel fasziniert - neben V war das ganz besonders die Figur des Führers, die mich nicht nur aufgrund seines Titels an Adolf Hitler erinnerte. Seine Darstellung hat mich umgehauen - wie er da sitzt, lethargisch in seinem Sessel vor all diesen Bildschirmen. Wie er alles sieht und doch gar nichts mehr begreift, nahezu handlungsunfähig ist, umgeben von seinen geifernden Schergen, die er kaum noch wahrnimmt. Ein weiteres kraftvolles Bild, das V wie Vendetta so gewaltig macht.


Ich kann nicht sagen, dass es einem großes Vergnügen bereitet, in die düstere Welt von V wie Vendetta abzutauchen. Aber die Geschichte ist pur, elektrisierend, wahnwitzig, verworren und auf so vielen Ebenen genial konzipiert - sie erschreckt und verstört einen, verängstigt und verwirrt mit ihrer Ambivalenz. Und doch ist da immer dieser eine kleine Hoffnungsschimmer, dieser V, der nach und nach nicht nur das Volk Englands aus dem Dornröschenschlaf erweckt, sondern auch den Leser. Das ist sicher eines dieser Bücher, das man vor seinem Tod gelesen haben muss.

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Alan Moore wurde am 18. November 1953 in Northampton (Großbritannien) geboren.

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