Alan Moore From Hell

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Inhaltsangabe zu „From Hell“ von Alan Moore

Grüße aus der Hölle …

1888 bringt ein bis heute anonymer Mörder vier Prostituierte im Londoner Stadtteil Whitechapel um. Morde von ausgesprochener Brutalität: den vier Dirnen werden die Kehlen aufgeschlitzt, ihre Unterleiber werden verstümmelt. Die Person und die Motive des Täters liegen bis heute im Dunkeln.

1988 begann Alan Moore die Arbeit an From Hell. Zehn Jahre sollte er für dieses monumentale Werk benötigen, das mehr ist als nur eine minutiöse Aufarbeitung und Interpretation der Ereignisse in und um Whitechapel jener Tage. Auf sechshundert Seiten schildert dieser berühmte grafische Roman, wie sich reale Ereignisse und irrationale Ängste im London Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Massenparanoia ungekannten Ausmasses ausweiten …

Cross Cult präsentiert die Neuauflage des Graphic Novel-Klassikers nun auch im praktischen Softcover-Format.

Nicht nur extrem fesselnd, sondern schier unglaublich vielschichtig und brillant recherchiert wie kaum ein anderes Werk.

— Leif_Inselmann

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  • Nicht weniger als ein Monumentalwerk der Weltliteratur

    From Hell

    Leif_Inselmann

    02. April 2017 um 12:30

    Ein Comic mit 492 Seiten. Nachdem ich von „Watchmen“ begeistert und von „Providence“ enttäuscht worden war, hatte ich einen gewissen Respekt vor diesem weiteren Werk des bekannten Comic-Autors Alan Moore. Doch das erwies sich als unbegründet, die fette Graphic Novel als Meisterwerk.„From Hell“ dreht sich um die Mordserie des Jack the Ripper im London des Jahres 1888, welche hier in den Kontext einer größeren Verschwörung gestellt wird – doch würde es dem Werk kaum gerecht, es darauf zu reduzieren. Nicht nur ist es eine meisterhaft recherchierte Wiedergabe und Interpretation der historischen Ereignisse, sondern überdies auch eine schier monumentale Vision über London, den Geist des viktorianischen Zeitalters, über Freimaurerei und Esoterik.Es dauert etwas, bis man in das Buch hineingefunden hat. Das liegt natürlich an den zunächst verwirrenden Szenen am Anfang, die für den Laien nichts mit dem Hauptthema zu tun haben scheinen, und nicht zuletzt am Zeichenstil. Jener ist schwarzweiß, damit durchgehend düster, oftmals recht undeutlich, ja geradezu skizzenhaft. Doch nicht nur schafft dies eine nur allzu passende Atmosphäre; auch wird so die historisch leider notwendige Darstellung der expliziten Gewaltszenen möglich und, weil abstrahiert, erträglich. Positiv hervorzuheben ist die Schrift, die im Gegensatz zu manch anderen Graphic Novels durchgehend angenehm zu lesen ist. Es dauerte bei mir jedoch nicht lange, bis ich mich an den Stil gewöhnt hatte und das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte – so schwanden die 492 Seiten innerhalb von zwei Tagen dahin.Welch brillantes Werk „From Hell“ tatsächlich ist, zeichnet sich zwar schon bald ab, wird einem in vollem Umfang aber erst beim Lesen des 55 Seiten langen (!) Anhangs bewusst, der penibel von Kapitel zu Kapitel die historischen und künstlerischen Hintergründe erläutert. Die Autoren Alan Moore (Text) und Eddie Campbell (Zeichnungen) recherchierten zehn Jahre für das Werk – und das merkt man diesem an; seien es die durchweg historischen Figuren, teils wortwörtlich so gesprochene Zitate, die bis ins kleinste Detail ausgestalteten Schauplätze, auch die Verknüpfung mit anderen Ereignissen derselben Zeit. Genau erläutert Moore im Anhang, was Historie, was Theorie und eigene Fiktion ist, aus welchen Quellen sich die ersteren beiden herleiten und wo gegebenenfalls kreative Änderungen in Kauf genommen wurden. Wie sich herausstellt, ist das Werk bald so vielschichtig wie die homerischen Epen, in Sachen Recherche und unterschwelligen Anspielungen noch eine Liga vor „Watchmen“. Nicht jedem mögen die visionenhaften, schwer verständlichen Szenen am Ende gefallen – mir indes schon, obgleich ich solcherlei Stilmitteln sonst eher ablehnend gegenüberstehe.Als absolut brillant hervorzuheben ist überdies der Anhang 2, in dem wunderbar zynisch in einem weiteren Comic die Rezeptionsgeschichte der Mordserie rekapituliert wird, mit all den zahlreichen Autoren und ihren Theorien zum wahren Mörder.Zu schade, dass die deutsche Ausgabe derzeitig oft vergriffen und, wenn verfügbar, meist sehr teuer ist. Ich kann aber nur empfehlen zuzuschlagen, sobald sich ein Angebot eröffnet.„From Hell“ ist letztlich also nicht nur eine Geschichte, die, einmal eingetaucht, gut unterhält, sondern ein beachtlich vielschichtiges Monumentalwerk voller historischer Fakten und Referenzen, wie es in der Weltliteratur nur selten vorkommt.

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  • Bis in Ewigkeit

    From Hell

    Igelmanu66

    »Armes Kind. Arme Polly. Was für ein Leben musstest du ertragen, und wartest nur auf die Befreiung.« »Mm. Ich… Sir? Ich fühle mich so komisch. Sehn Sie auch Funken?« »Ach Kind, das sind nur die Sterne. Ich glaube, dies ist eine ungewöhnliche, besondere Nacht. Für uns beide.« »Ungewöhnlich? Ha ha! Ach Sir, was meinen Sie damit?« »Polly, heute Nacht leuchten die Sterne nur für uns. Das Schicksal hat uns an diesem Ort zur rechten Zeit zusammengeführt … Darum gehen unsere Namen zusammen in die Geschichte ein.« Tatsächlich, man kann es nicht abstreiten. Der Name Polly Nichols ist gemeinsam mit dem ihres Mörders in die Geschichte eingegangen. Mit einem Unterschied: Wer Mary Ann Nichols, die von allen Polly genannt wurde, war, weiß man genau… London im Jahr 1888. Der furchtbare Mord an Polly Nichols am 31. August eröffnet eine geschichtsträchtige Mordserie im Bezirk Whitechapel. Innerhalb weniger Wochen werden dort fünf Prostituierte ermordet, verstümmelt und ausgeweidet. Seit diesem Herbst jagd man den Täter, es gab zahllose Verdächtige, reichlich Theorien und immer noch kommen neue hinzu. Ob man das Rätsel jemals lösen wird? Das Rätsel um die tatsächliche Identität hinter der Person Jack the Ripper… Diese Graphic Novel nimmt nicht für sich in Anspruch, das Rätsel lösen zu wollen. Es wird eine Theorie aufgegriffen, die von einer Beteiligung des Königshauses und der Freimaurer ausgeht. Ob das realistisch ist, ist aber völlig gleichgültig, denn die Umsetzung ist einfach großartig und das Beste, das ich bislang im Bereich Graphic Novel gelesen habe. Penibel wird das Szenario dargestellt, Bilder, Hintergründe, Sprache, alles passt perfekt. Die Texte sind ausgefeilt und nicht immer einfach. Das hier ist keine Graphic Novel, die man „mal eben“ lesen kann. Der Leser weiß von Anfang an um die Identität des Rippers, folgt und begleitet ihn bei seinen Taten. Meine Güte, die Zeichnungen sind ausschließlich schwarzweiß, was hervorragend zur Stimmung des Buches passt, aber ich hätte nicht gedacht, dass man Blut ohne Farbe so intensiv darstellen kann. Während eines Kapitels ist mir glatt ein wenig flau im Magen geworden, so präzise sind die Bilder. Großartig auch, wie die Unterschiede zwischen dem Armenbezirk Whitechapel und dem noblen Westen der Stadt dargestellt werden. Es gibt Bilderfolgen, die den jeweils gleichen Grundablauf hier und dort zeigen, beispielsweise das morgendliche Erwachen, Aufstehen, Waschen usw. Man sieht die Bilder und hat keine Fragen mehr. Die Texte sind – wie gesagt – nicht immer einfach und auch die Bilder wollen genau betrachtet werden. Die Psyche des Täters, Riten der Freimaurer, Exkurse über Kunst und Stadtgeschichte stehen im starken Kontrast zu „Gossensprache“, pornografischen Bildern, Wahnvorstellungen und Blutorgien. »Wir befinden uns in der äußersten und entferntesten Region des menschlichen Geistes, einer trüben unbewussten Unterwelt. Einem leuchtenden Abgrund, wo der Mensch sich selbst begegnet … Die Hölle, Netley. Wir sind in der Hölle.« Auch der Umfang ist beachtlich! Über 600 Seiten! Und dabei sind auf fast jeder Seite 7-9 Bilder. Das Buch ist daher auch ein kleiner Brocken mit ordentlichem Gewicht. Der Anhang mit Karten, Erläuterungen, Quellenangaben, historischen Personen und den Biografien einiger Charaktere, Örtlichkeiten, Slangausdrücken, überlieferten Zitaten usw. umfasst lockere kleinbeschriebene 57 Seiten. Man kann auf den Anhang auch durchaus während des Lesens zurückgreifen. Der Autor Alan Moore hat ihn seitenweise untergliedert und achtet darauf, nicht zu spoilern. Ich war völlig fasziniert, wie umfassend er und der Zeichner Eddie Campbell sich mit der Materie befasst haben. Die beiden arbeiteten an diesem kolossalen Werk von 1991 bis 1998 – und während dieser Zeit können sie kaum Pausen eingelegt haben. Was den Realitätsbezug der Zeichnungen angeht, wurde wohl jede mögliche Vorlage verwendet, die man erhalten konnte. Wenn beispielsweise das Innere des Arbeitshauses von Marylebone dargestellt wird, dann soll die Darstellung nicht nur einem typischen Arbeitshaus aus dieser Zeit entsprechen, sondern genau dem tatsächlichen. Akribie nennt man das wohl. Ein zweiter Anhang mit noch einmal 24 Seiten schließt sich an, der sich mit den vielen Ermittlungsansätzen und Theorien befasst, mit Verschwörungen und Ripperologen. Fast nichts ist sicher, bis auf… »Dieses Buch ist Polly Nichols, Annie Chapman, Liz Stride, Kate Eddowes und Marie Jeannette Kelly gewidmet. Ihr und euer Tod: des allein sind wir gewiss.« Fazit: Einfach großartig. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich dieses Meisterwerk nicht entgehen lassen. »Verstehst du, wie sehr ich dich liebte? In ein oder zwei Jahren wärt ihr alle tot gewesen, gestorben an Leberversagen, Männern oder Geburt. Tot. Vergessen. Ich habe euch gerettet. Verstehst du das? Ich habe euch vor der Zeit in Sicherheit gebracht, und die Legende verbindet uns unauflöslich bis in Ewigkeit.«

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    • 12
  • Rezension zu "From Hell" von Alan Moore

    From Hell

    PaulTemple

    Wer sich auch nur im Entferntesten für den Kriminalfall von Jack the Ripper interessiert, sei diese Graphic Novel WÄRMSTENS ans Herz gelegt! Mithilfe von fantastischen SchwarzWeiß-Zeichnungen taucht der Leser in diesem monumentalen Comic in das viktorianische Zeitalter Ende des 19. Jahrhunderts ein. Hinzu kommt eine enorm vielschichtige und detaillierte Storyline - nahezu zu jedem Bild lassen sich im Anhang Hintergrundinformationen finden, welche weit über den Kriminalfall hinausgehen. Dem Leser wird hier ein nahezu komplettes Sittengemälde der britischen Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts präsentiert, sei es aus historischer oder soziologischer Sicht. Absolut empfehlenswert!

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    • 2

    Arun

    10. October 2014 um 23:49
  • Rezension zu "From Hell" von Alan Moore

    From Hell

    semikolon

    28. March 2009 um 14:43

    sehr anstrengend und durch die zeitsprünge und die vielen vorhandenen personen sehr unübersichtlicht.. schade..

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