Alan Moore V wie Vendetta

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Inhaltsangabe zu „V wie Vendetta“ von Alan Moore

In V FOR VENDETTA schildern Alan Moore und David Lloyd auf über 280 Seiten ein faschistisches England, in dem sich einige Jahre nach einem atomaren Krieg ein totalitäres Regime etabliert hat. Als die junge Evey von mehreren Männern vergewaltigt wird, rettet sie der geheimnisvolle, maskierte V und bringt sie in sein Versteck im Untergrund. Von dort steuert er seine gezielten terroristischen Aktionen, mit denen er dem System Sand ins Getriebe streut. Als V zwei Sehenswürdigkeiten sprengt und die Radiostation unter seine Kontrolle bringt, geht sein Plan von einer Revolution auf. Gleichzeitig entdeckt Evey seinen Hintergrund und erkennt, welche Rolle sie in den Plänen ihres Retters spielt.

Diese Atmosphäre, diese Figuren - ich bin immer noch ebenso entsetzt und schockiert wie fasziniert. Der Wahnsinn!

— Svenjas_BookChallenges

Rebellion in einem faschistischen Überwachungsstaat

— cynthor

Kriterium 8: Lies ein Buch mit einem gezeichneten Cover

— Chuckster

Großartige Erzählung über einen Rächer, der gleichzeitig eine Revolte gegen ein Regime führt und ein Mädchen, das da hereingezogen wird.

— Ason

Eine Geschichte voller Stärke, Rätsel und Symbole, welche die Revolution und Freiheit anstreben - so viel besser als der Film! 5 Sterne!

— Sardonyx

Der Film, Leute, der Film.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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Wundervoller Abschluss 🌸 Die ernste Thematik wurde bis zum Schluss gut rübergebracht. Schade, dass es nicht noch mehr Bände gibt 💔

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Egal ob gelesen wie ein Buch oder zum zwischendurch Nachschlagen: viele Infos, Historisches und bisher vielleicht übersehene Anekdoten :-)

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  • Intensiv, pur, faszinierend, schockierend - dieses Buch ist so vieles!

    V wie Vendetta

    Svenjas_BookChallenges

    22. February 2018 um 17:35

    Mittlerweile bin ich auf den Geschmack gekommen und habe mit Graphic Novels beziehungsweise Comics ein völlig neues Genre für mich entdeckt. Irgendwann musste ich es dann lesen - V wie Vendetta, ein Klassiker, dessen Geschichte ich bisher absolut gar nicht kannte (jep, nicht einmal den Film habe ich gesehen). Und ich denke, das war auch gut so, denn so bin ich quasi kopfüber hineingefallen in diese intensive, düstere, markerschütternde Geschichte, die Alan Moore und David Lloyd erzählen. Sie ist wirklich einzigartig, weil sie so kontrastreich, so in sich gegensätzlich und dabei so stimmig ist.Was meine ich damit? Vor allem eines: Die Handlung ist auf der einen Seite vollkommen klar, sehr explizit und eindeutig. Erinnert ihr euch an all die Werke, die sich unterschwellig auf den Nationalsozialismus beziehen (genannt seien zum Beispiel Harry Potter und Die Tribute von Panem)? So ist V wie Vendetta NICHT. In dieser Geschichte gibt es keine Andeutungen, keine versteckten Hinweise (was das totalitäre System betrifft) - vielmehr greifen Moore und Lloyd ganz bewusst und ungefiltert die furchtbarsten Aspekte des Nationalsozialismus und des Holocaust auf und machen das England der Zukunft (beziehungsweise aus heutiger Sicht der Vergangenheit, denn das Ganze spielt Ende der 1990er Jahre - gruselig!) zu einer schaurigen Neuauflage des Dritten Reichs. Man denke nur an Konzentrationslager, Menschenexperimente, Willkür durch den Staat - man denke an den Faschismus. Und das Ganze inklusive technischer Neuerungen wie vor allem der Rundum-die-Uhr-Überwachung und der "Stimme der Vorsehung" - eine bedrückende, authentische und auf erschreckende Weise so vertraute Welt.Auf der anderen Seite aber ist die Geschichte auch vage, undeutlich, verworren, implizit - ganz besonders in Hinblick auf zwei Dinge. 1. Der atomare Kriegsakt, der Großbritannien in die Diktatur geführt hat - und das ist auch einer meiner wenigen Kritikpunkte an diesem Buch, denn wie ihr wisst bin ich ein Fan von Hintergrundinfos. Ich brauche sie, um die dargestellte Welt in meinem Kopf vollumfänglich zu rekonstruieren. Das hat mir bei V wie Vendetta also ein wenig gefehlt, auch wenn mir bewusst ist, dass das ganz sicher nicht an der Nachlässigkeit oder fehlenden Fantasie der Autoren liegt - vielmehr wollten sie die Handlung höchstwahrscheinlich ganz gezielt in der Schwebe lassen, um ihre Allgemeingültigkeit zu betonen, was ihnen auf jeden Fall gelungen ist. 2. V.V ist der Terrorist, der ebenso wenig zu fassen ist wie ein Schatten. Er ist dieser eine Mensch, der das System herausfordert und dessen Rachedurst ihm unvorstellbare Kräfte verleiht. Anfangs fragt man sich noch, wer V denn nun sein mag und empfindet die wenigen Infos, die man zu seiner Vergangenheit bekommt, als unzureichend und unvollständig. Wer ist er? Gegen Ende aber habe ich begriffen, dass das gar keine Rolle spielt. Denn ich verstehe V mittlerweile nicht mehr als Person, sondern als Konzept. V verkörpert den puren, kompromisslosen Widerstand, die gewaltsame Auflehnung gegen ein totalitäres System. Und ich finde es Wahnsinn, auf welche Weise Moore und Lloyd genau das dargestellt haben - dahinter versteckt sich eine so immense, bild- und wortgewaltige Kraft, dass es einen fast umhaut.Diese Kraft durchzieht die Geschichte von vorne bis hinten - sie findet sich in den Texten, in den Bildern, in den Figuren, den Handlungen, zwischen den Zeilen. Einfach überall. Und sie trifft einen bis ins Mark. V wie Vendetta ist eine beeindruckende Symbiose aus "implizit" und "explizit", ein ständiges Schwanken zwischen "klar sehen" und "vermuten". Moores Texte und Lloyds Zeichnungen harmonieren unfassbar gut miteinander, ergänzen sich zu einem verstörenden Bild, das sich augenblicklich im Kopf des Lesers manifestiert und dort eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Mich hat so vieles an dieser Graphic Novel fasziniert - neben V war das ganz besonders die Figur des Führers, die mich nicht nur aufgrund seines Titels an Adolf Hitler erinnerte. Seine Darstellung hat mich umgehauen - wie er da sitzt, lethargisch in seinem Sessel vor all diesen Bildschirmen. Wie er alles sieht und doch gar nichts mehr begreift, nahezu handlungsunfähig ist, umgeben von seinen geifernden Schergen, die er kaum noch wahrnimmt. Ein weiteres kraftvolles Bild, das V wie Vendetta so gewaltig macht.Ich kann nicht sagen, dass es einem großes Vergnügen bereitet, in die düstere Welt von V wie Vendetta abzutauchen. Aber die Geschichte ist pur, elektrisierend, wahnwitzig, verworren und auf so vielen Ebenen genial konzipiert - sie erschreckt und verstört einen, verängstigt und verwirrt mit ihrer Ambivalenz. Und doch ist da immer dieser eine kleine Hoffnungsschimmer, dieser V, der nach und nach nicht nur das Volk Englands aus dem Dornröschenschlaf erweckt, sondern auch den Leser. Das ist sicher eines dieser Bücher, das man vor seinem Tod gelesen haben muss.

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  • Rachefeldzug und Rebellion

    V wie Vendetta

    cynthor

    10. May 2017 um 10:51

    Inhalt England, nur knapp einem dem dritten – atomar geführten – Weltkrieg entkommen, ist zu einem faschistischen Überwachungsstaat geworden. Sämtliche Abweichler von der Normalität wie Homosexuelle oder Ausländer werden in Konzentrationslager gesteckt und – politisch korrekt ausgedrückt  - „therapiert“. Ein anonymer in Guy-Fawkes-Maske, der sich schlicht V nennt, plant die Rebellion. Meinung Der erste Comic, den ich mir jemals gekauft habe – abgesehen von div. Disney-Bildstrips meiner Jugend. Und auch wenn die Verfilmung mich auf den Comic aufmerksam gemacht hat, und nicht umgekehrt, habe ich es nicht bereut, sondern muss sagen, dass auch seine anderen Werke wie Watchmen oder die Liga außergewöhnlicher Gentleman ihre Besonderheiten aufweisen, die sie zu literarischen Kleinoden machen. V ist ein vielschichtiger Charakter. Ihn auf seine Rolle als Kämpfer gegen den faschistischen Staat zu beschränken, wäre irreführend. Der Mann hinter der Guy-Fawkes-Maske ist brutal und gnadenlos, auf seinem Weg schreckt er weder vor perfider Rache noch vor dem Tod Unschuldiger zurück. Evey wird gefoltert und ihr Wille gebrochen, um sie „frei“ zu machen, wie V es nennt. Sein Verhalten ist durchaus psychopatisch zu nennen. Die Frage, die sich dem Leser stellt, ist die altbekannte: heiligt der Zweck die Mittel? V versucht die Menschheit zu retten, handelt aber selbst zumindest zuweilen unmenschlich. Immerhin ist er konsequent und weiß, dass für ihn in seiner neuen Welt kein Platz mehr ist – er lässt sich töten und beendet sein Leben mit einemriesigen Knalleffekt. Trotzdem beantwortet er die Frage uneingeschränkt mit ja. Darf man sich aber der Mittel seines Feindes bedienen, um ihn zu töten? Darf man auf das Niveau seines Gegners herabsinken, wenn man diesen nur so besiegen kann? Ich glaube, man kann auf diese Weise niemals gewinnen, sondern verliert in dem Moment, indem man nachgibt und sich zu einem Verhalten hinreißen lässt, das einem selbst eigentlich unwürdig ist. Auch wenn es niemand mitbekommt, haftet am inneren Selbstbild doch ein Makel, man hat ein schlechtes Gewissen und Gedanken, die man nie wieder los wird. Eine guter Einfall ist die Bezeichnung der verschiedenen Wachorgane, die nach dem menschlichen Organismus benannt sind. Die Polizisten bzw. Vollstrecker der Befehle des Führers heißen Fingermänner, die Männer an den Kamerabildschirmen bzw, Wanzen Augen und Ohren. Die anatomische Namensgebung verstärkt des Gefühl eines gewachsenen Staatsgebildes, das im Laufe der Jahre seine Fänge immer stärker nach den Bürgern ausstreckte. Eine Antwort auf die Frage nach der richtigen Balance zwischen Faschismus und Anarchie geben weder V direkt noch Moore implizit. V fordert die Menschen nur auf, ihren Verstand zu gebrauchen und gibt ihnen die Möglichkeit, dieses auch zu tun, indem er alle Staatsinsignien stürzt und –repräsentanten ermordet, aber schlussendlich bleibt es den Bürgern überlassen, was sie mit ihrer neu erlangten Freiheit anfangen. Vielleicht driften sie erneut in den Faschismus, vielleicht herrschen jahrelang chaotisch Zustände, man weiß es nicht. Letztendlich ist die direkte Staatsform vielleicht auch weniger entscheidend als der Einsatz und der Wille der Bürger. Wer sich mit antiken Utopien wie der von Morus oder der Idee des Philosophenstaats von Platon befasst, wird oft auf eine Monarchie- bzw. Diktaturähnliche Herrschaftsform stoßen. Selbst der Begriff des Dikatators war in seinen Anfangstagen zunächst positiv besetzt. Das Amt diente im alten Rom dazu, dass ein starker Mann in Notzeiten die Geschicke des Staates wieder in sinnvolle Bahnen lenken konnte, ohne durch politische Hindernisse aufgehalten zu werden. Es ist wohl immer eine Frage des genauen Führungspersonals – eine korrupte Beamtenschaft kann trotz demokratischer Legitimation schädlicher sein als ein gerechter und gütiger König, ebenso ist ein Leben unter einem gewalttätigen Tyrann ungewünschter als unter einem verantwortungsvollen Senat oder ähnlichem Beratergremium. Sonnige Tage und erholsame Nächte! PS: Wem der Stil meiner Rezension bzw. die Auswahl der vorgestellten Bücher gefällt, findet auf meinem Blog (https://cynthor.wordpress.com) weitere „Bücherschätze“ und auch Infos zu meinem eigenen Roman Ethopia – Erwachen.

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  • Rezension zu "V wie Vendetta Comic" von Alan Moore

    V wie Vendetta

    AvaLovelace

    Vendetta-->Blutrache Der dritte Weltkrieg, bei dem auch nukleare Waffen eingesetzt wurden, ist vorbei und hat nur knapp Großbritannien verschont. Es ist 1997 und die Norsefire-Partei herrscht in England. Die Partei ist extrem weit rechts und hat bereits alle Homosexuellen, Schwarze, Pakistaner, Sozialisten und andere Regimegegner in Konzentrationslagern umgebracht. Die Kultur der Vergangenheit wurde beseitigt; es gibt bestenfalls Militärmusik und stumpfsinnige Fernsehsendungen wie „Storm Saxon“, in der ein dem faschistoiden Ideal entsprechender Mann seine ebenfalls diesem Ideal entsprechende Geliebte vor Schwarzen verteidigen muss, die als Untermenschen dargestellt werden. Das Regime überwacht alles durch Kameras, Mikrofone und die Geheimpolizei. V, der „Held“ mit der Guy Fawkes (versuchte am 5. Nov. 1605 ein Attentat auf den englischen König Jacob I., zum Gedenken an das scheitern dieses Attentats, werden in England vielerorts Bonfire Night mit traditionellen Feuerwerken und Fackelzügen veranstaltet) Maske rettet eine Frau Evey vor einer Vergewaltigung durch die Geheimpolizei. Er legt den Grundstein für die Stürzung dieses totalitären Systems mit der Sprengung des Parlamentsgebäudes. Ein Auftakt, der weite Wellen schlägt. V nimmt Evey zu sich, und tötet weiter Regierungsmittglieder. Das erste was ich dachte, als ich den Comic zu lesen begann war „Wow ist der düster“ die Zeichnungen, sind zwar gewöhnungsbedürftig aber sehr passend, spiegeln die schlimme lage wieder, in der sich die Welt von V-wie Vendetta befindet. „Heiligt der Zweck die Mittel?“ ist die große Frage in diesem Comic. Ist Terror erlaubt, um sich seine Freiheit zu erkämpfen? Der Anarchistische V trifft auf die faschistische Regierung. Die Story ist sehr glaubwürdig, und nimmt einen sofort gefangen. Düster und beklemmend. Leider erfährt man nie wirklich wer V eigentlich ist. V wie Vendetta ist die VORLAGE zum gleichnamigen Film - nicht das Comic zum Film, so wie der Verlag es beworben hat. Mir hat der Comic sehr gefallen, er entspricht nicht dem Film, was auch der Autor sehr deutlich macht durch seine Ablehnung des Streifens. Der Comic ist auch richtig schön dick, da hat man was für sein Geld!!! Für Fans von Dystopien ein Muss. Für Fans von tollen Geschichten ein Muss, und für Fans von beiden Unausweichlich.

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    • 2
  • Dystopisch, stark, tief

    V wie Vendetta

    berenstein

    18. January 2014 um 22:20

    Dieser Comic erzählt eine dystopische Geschichte über ein Großbritannien, das zu einem faschistischen und totalitären Staat geworden ist. Die Anleihen an die deutsche Geschichte sind natürlich ersichtlich, doch darin erschöpft sich die Bandbreite und Tiefe dieses Buches nicht. Im Mittelpunkt des Widerstandes gegen diesen faschistischen Staat steht der Phantom bleibende, mysteriöse V. Im Verlauf der Handlung erfährt man etwas mehr über V, es wird klarer, in welchem Verhältnis er zu dem Staat, woher er kommt. Es wird klarer, aber niemals so eindeutig, dass alles Mysteriöse dieser Gestalt verloren geht. Um hier nicht zu viel nachzuerzählen, werde ich die weiteren Charaktere und die einzelnen Handlungsstränge nicht noch einmal beschreiben. Was Alan Moores Erzählertalent ausmacht, ist sein geniales Vermögen, anspruchsvoll und komplex, und zugleich doch einfach und klar zu erzählen. In seinem Comic wird Musik (in Form von Noten) eingesetzt, es werden mehrere Ebenen aufgemacht, mehr als nur eine tragende Figur ins Geschehen eingebunden – und doch verirrt man sich nicht in seinen Büchern. Dieses Talent scheint (wie ich finde) in seinem Comic „Watchmen“ noch viel deutlicher durch. Beide Comics erzählen eine große und fesselnde Geschichte, doch „Watchmen“ ist in diesem Punkt viel suggestiver, dichter und gewaltiger. Literarisch und erzählerisch gesehen. Aber genug des Vergleichens. Alan Moore, immer wieder. Dieser Mann kreiert Welten. Jetzt habe ich ja gar nichts zu der seit längerem schon ikonisch gewordenen Maske von V gesagt. Tja, Chance verpasst…

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  • V wie Vendetta

    V wie Vendetta

    rallus

    13. October 2013 um 18:53

    V wie Vendetta ist ein weiterer Kultcomic des Autors Alan Moore der uns auch schon Watchmen, die Wächter gebracht hat. (und diverse Batman Abenteuer) England ist eine der Länder die den Atomkrieg überlebt hat. Es hat sich ein totalitäres Regime etabliert, mit den Ohren, den Mund, den Augen und einem Führer der alle Menschen überwacht und dirigiert. Der normale Mensch hat nicht genug zu essen, so auch Evey, die mit 16 auf den Strich geht. Ihr erster Kunde entpuppt sich allerdings als regimetreuer Agent, der mit ihr nun machen kann was er will. Im letzten Moment wird sie von einem geheimnisvollen, maskierten Mann gerettet. Er bringt sie in sein Versteck und weiht sie in seine Pläne ein, den Menschen die Anarchie und somit die Freiheit wieder zu bringen. Ist es ein Mann, eine Frau? Batmann ist es jedenfalls nicht. Immer mit einer Maske und einer Perücke bedeckt, bleibt der geheimnisvolle V rätselhaft und unerkannt. In düsteren und schockierenden Bildern malt uns David Lloyd die Zukunft, in bekannten faschistischen Worten belebt Moore diese Bilder. Man kennt diese Pappenheimer auch aus der Gegenwart; sei es der auf miderjährige, junge Mädchen geile Bischof, oder die karierregeilen über Leichen gehenden Geheimagenten. Terror ist hier die einzige Art Freiheit zu erlangen. 1981 - 1988 entstanden eigentlich als Seriencomic gedacht, entwickelt es sich bald als eigenständiges Buch. Mit Vorwort der beiden Autoren und einem Nachwort von Alan Moore, der einem die Hintergründe der Entstehung erläutert. Und nein es ist nicht der Comic zum Film, es ist die Vorlage des Filmes. Ein zu Recht hochgelobter Kultcomic.

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  • Rezension zu "V wie Vendetta Comic" von Alan Moore

    V wie Vendetta

    semikolon

    12. August 2011 um 10:05

    »Remember, remember the 5th of November..« Ein mit nuklearen Waffen geführter Dritter Weltkrieg erschüttert die Welt. Schwarze, Homosexuelle, Intellektuelle und ähnlich „Andersartige“ finden in Konzentrationslagern ihr Ende. So genannte »Umerziehungslager« werden ins Leben gerufen, um einen Ort zu schaffen, an dem ungestört medizinische Experimente an ausgesuchten Probanden durchgeführt werden können. Nachdem England in diesem Krieg nur knapp verschont wird, erlangt eine faschistische Partei die Macht über das Volk. Mit Hilfe eines ausgeklügelten Überwachungssystems hat das Regime die absolute Kontrolle über seine Schäfchen. Der so genannte »Kopf« ist die Schaltzentrale und die ausführenden Organe sind die Augen, Ohren, die Nase und der Mund sowie die Finger. Alles harmlose Bezeichnungen für lückenlose Kameraüberwachung, akkurate Telefonüberwachung rund um die Uhr, dreiste Nachrichtenmanipulation und eine skrupellose Geheimpolizei. Der als Guy Fawkes verkleidete Terrorist V katapultiert sich förmlich ins Geschehen, indem er das Parlamentsgebäude in die Luft sprengt und somit eine Reihe von Taten begeht, die der Regierung Rätsel aufgeben. So wird z.B. der wichtigste Rundfunksprecher, »die Stimme der Vorsehung« entführt, fünf Fingermänner werden ermordet aufgefunden und nach und nach werden immer mehr Leichen zu Tage gefördert. Mit der Zeit geht den Ermittlern auf, dass V nicht willkürlich tötet. Alle seine Opfer waren zur gleichen Zeit als Personal im »Umerziehungslager« Larkhill aktiv. Was das mit V zu tun hat? Er war Insasse dieser Einrichtung und hat als Einziger überlebt, nachdem er selbst das Lager mit einem Napalmangriff dem Erdboden gleich machte. Dieser Feldzug geschieht demnach aus purer Rachsucht.. Wer erfahren will, wie es weiter geht und endet, muss selbst lesen! Dieser Comic ist gespickt mit Symbolik jedweder Art. Um nur ein paar wenige zu nennen: (1) V trägt die Maske von Guy Fawkes (der Mann, der am 05. November 1605 den englischen König und somit die Regierung stürzen wollte). (2) Der Buchstabe V ist im römischen das Symbol für die Ziffer 5, welche die Zellennummer von V's Haftraum in Larkhill war. (3) Die Rosen, die V bei den Opfern hinterlässt heißen Violette Carson (4) und sein Motiv für die Ermordung so vieler Menschen: Vendetta! Alan Moore und David Loyd haben ein Meisterwerk geschaffen, welches als Pflichtlektüre gelten sollte. Eine Graphic Novel, die die Grundrechte eines jeden Menschen auffasst, den Gegensatz von Macht und Freiheit darstellt und das Individuum selbst in den Mittelpunkt des Geschehens stellt. »Strength through purity - Purity through faith«

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