Alan Palmer

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Alexander I., Metternich und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alan Palmer

Cover des Buches Alexander I. (ISBN:9783548354026)

Alexander I.

 (1)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Metternich (ISBN:9783546473460)

Metternich

 (1)
Erschienen am 01.04.1986
Cover des Buches The Decline and Fall of the Ottoman Empire (ISBN:9780571278138)

The Decline and Fall of the Ottoman Empire

 (0)
Erschienen am 26.02.2014
Cover des Buches Franz Joseph I (ISBN:9783453123885)

Franz Joseph I

 (0)
Erschienen am 01.10.1998

Neue Rezensionen zu Alan Palmer

Neu

Rezension zu "Alexander I." von Alan Palmer

Sachlich, objektiv, mit viel Kenntnis der Materie.
Wedmavor 9 Monaten

Diese Biografie (Bio) von Alexander I. (1777-1825) aus der Feder von Alan Palmer, Originalausgabe 1974, dt Ausgabe 1982, habe ich sehr gern gelesen und empfehle sie auch weiter.

Nüchtern und sachlich geschrieben, objektiv, i.e. ohne Partei, weder Alexanders noch die von seinen Kontrahenten zu ergreifen, liefert diese Bio ein glaubhaftes, wohl begründetes Bild des russischen Herrschers, der von 1801 bis 1825 das Land regierte und auch in Europa für so einige Veränderungen sorgte. Sein komplexer, widersprüchlicher Charakter, der sich auch in seinen politischen Entscheidungen niederschlug, wurde ganz gut, anhand von zahlreichen Beispielen, zum Ausdruck gebracht.

Die Bio fängt mit dem gewaltsamen Tod seines Vaters an, geht über die Ehe mit der deutschen Prinzessin Louise von Baden, die den Namen Elisabeth Alexejewna erhielt, hin zu den Geschehnissen um Napoleon, dann zu Wiener Kongress, der Heiligen Allianz und schließlich zu seinem Tod weit weg von St. Petersburg, seinem Geburtsort, entfernt.

Ich musste diese Bio allerdings mit der aus der Feder von Merete van Taack (1983) stets vergleichen, denn so manche wichtige Wendung hat sie ausführlicher beschrieben, ob es um Alexanders aufstieg auf den Thron, seine kinderlose Ehe, die Geschehnisse um Napoleon, die Innenpolitik oder auch seinen rätselhaften Tod geht. Das, was van Taack erzählt, wurde hier entweder ganz ausgelassen oder nur kurz erwähnt, z.B. von der Innenpolitik findet man hier vglw wenig. Sie schreibt auch, Alexander hätte die intime Freundschaft seiner Frau mit dem damaligen Außenminister begrüßt. Als die Tochter zur Welt kam, sah sie dem Mann schon sehr ähnlich aus. Palmer schreibt nur, dass die beiden befreundet waren. Alexander hat die Tochter für seine eigene erklärt. Alexander hatte auch eine längere außereheliche Beziehung, in der er eine Tochter hatte, schreiben die beiden Biografen. Beide Mädchen haben nicht lange gelebt. Das erstere hat nur paar Monate gelegt, das letztere Jahre, ist aber früh an Schwindsucht gestorben. Ähnlich verhält es sich mit dem Tod Alexanders. Palmer erwähnt zwar auch, dass Alexander womöglich 1825 nicht gestorben war, und später als Starez (ein Mann des Glaubens, der durch das Land zieht und lehrt bzw. predigt) aufgetaucht, erklärt dies aber für unwahrscheinlich. Dass der Leichnam später aus der Familiengruft entfernt wurde, schreiben beide. Van Taack sagt aber mehr dazu, was die Starez-Theorie bekräftigt.

Dennoch hat diese Bio ihre starken Seiten. Hier wurde z. B. auf die polnische Frage ausführlich eigegangen, so wie sie sich über mehrere Jahre entwickelt hatte. Es gibt zudem so viel gute Stellen, dass fast jede Seite ein bunter Zettel ziert, hinzukommen zahlreiche Unterstreichungen im Text, usw.

Einige s/w Fotos in der Mitte findet man hier auch.

Fazit: Eine gute, lesenswerte, objektiv gehaltene Biografie, die zudem auch sprachlich überzeugt und sich sehr gut lesen lässt. Damit habe ich sehr gern meine Lesezeit verbracht. Extra langsam gelesen, damit das Vergnügen nicht zu schnell vorbeigeht.

 

 

Kommentieren0
25
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 6 Bibliotheken

Worüber schreibt Alan Palmer?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks