Diese wahre Geschichte eines russischen Heimkindes ist sehr emotional und tief berührend. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Trotz kaum vorstellbarer Zustände in den Heimen, in denen Wanja lebte und in denen er fast schon dem Tod geweiht war, hat dieser intelligente kleine Junge seinen starken Lebenswillen halten können und ist heute, nach Adoption, ein glücklicher Mann. Ein Buch, bei dem es schwer ist, seine Tränen zurückzuhalten.
Alan Philps
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Wolkengänger
Babyhaus Nr. 10
Der Junge aus Babyhaus Nr. 10. Die wahre Geschichte eines russischen Waisenkindes
Neue Rezensionen zu Alan Philps
In diesem Buch geht es um Wanja, der in einem russischen Waisenhaus aufwächst. Viel zu früh von einer alkoholkranken Mutter geboren ist er als Baby dort gelandet. Er galt als schwer behindert, sowohl körperlich aus geistig und wurde nicht gefördert.
Doch er bringt sich selbst das Sprechen bei....
Die Verhältnisse dort im Babyhaus sind kastastrophal... keine ausreichende Betreuung, kein Spielzeug, 24 Stunden ans Bett oder einen kleinen Stuhl gefesselt... nie nach draussen, denn das macht ja Dreck und zuviel Arbeit.
Behindert sein heißt - ausgegrenzt sein.... man ist eine Schande....
Den Eltern wird geraten soche Kinder gleich an staatliche Organisationen abzugeben --- doch was die KInderdort erwartet, ist mehr als furchtbar.....
Doch es gelingt Wanja ausländische Helfer, die das Heim besuchen auf sich aufmerksam zu machen....
Trotzdem beginnt eine schreckliche Odyssee .... er landet mit knapp 6 Jahren in einem "Irrenhaus".
Eigentlich eine Psychatrische Klinik, aber dieser Begriff trifft es eher... LEIDER
Hier sind die Verhältnisse unter denen er mehrere Monate leben muss noch 1000 mal schlimmer,
auf einer nackten Matratze ans Bett gefesselt, mit Medikamenten ruhig gestellt vegetiert er vor sich hin ....
Einmal erlernte Fähigkeiten werden vergessen.....
Doch er hat Glück und darf in sein Babyhaus für das er eigentlich zu alt ist zurück....
Doch auch hier keine Aussicht auf Schulbildung ... er ist ja nicht lernfähig......
Niemand erkennt das Potential dieses Jungen...
Er soll sogar adoptiert werden ....
doch Behördenwillkür verhindert das.....
Immer neue Papiere, neue Forderungen......
Doch Wanja hat abermals Glück, eine Amerikanerin russischerAbstammung wird auf ihn aufmerksam und will ihn haben....
Mir 9 Jahren findet er endlich die Liebe und Fürsorge die er braucht...
Er darf in die Schule gehen und holt alles auf ....
Heute ist er ein normaler junger Mann, sicherlich miteinigen Handicaps - aber er hat es geschafft, dank ausländischer Unterstützer, die ihn nie aufgegeben haben.
Viele seiner Freunde haben das nicht ... sie sind tot oder vegetieren weiter vor sich hin ....
Dieses Buch ist sehr heftig und ich musste oft schlucken, die Verhältnisse in diesen Heimen waren am Ende der Sowjetzeit mehr als furchtbar, weggesperrt im wahrsten Sinne des Wortes, keine Liebe, schlecht versorgt, keine Förderung...
Und Helfern wurden mehr als nur Steine in den Weg gelegt .....
Von mir gibt es 5 Sterne für dieses aufrüttelnde Buch
Rezension zu "Der Junge aus Babyhaus Nr. 10. Die wahre Geschichte eines russischen Waisenkindes" von Alan Philps
Ein LovelyBooks-NutzerIn "Der Junge aus Babyhaus Nr. 10" erzählen Alan Philps und John Lahutsky die wahre Geschichte eines russischen Waisenkindes.
Inhalt vom Klappentext:
Wanja kommt als Sohn einer Alkoholikerin verfrüht und mit nur einem Kilo Gewicht zur Welt. Als die Ärzte prognostizieren, dass er nie würde laufen können, gibt die ohnehin überforderte Mutter ihn in ein Waisenhaus. Da das russische Fürsorgesystem keinen Unterschied zwischen körperlichen und geistigen Behinderungen macht, überlässt man Wanja in einer Gruppe "hoffnungsloser Fälle" sich selbst. Es herrscht Mangel an allem: menschlicher Wärme, Kleidung, Nahrung, Spielzeug. In Gitterbetten angebunden werden die Kinder mit Medikamenten ruhiggestellt.
Doch Wanja gelingt es, sich selbst das Sprechen beizubringen und eine Gruppe ausländischer Hilfskräfte auf sich aufmerksam zu machen. Sie erkennen bald, dass viele der Kinder mit der richtigen Betreuung ein normales Leben führen könnten, und beschließen zu helfen.
Doch die Rechtslage ist komplex und die russischen Behörden gleichgültig. Erst nach langwierigen Bemühungen gelingt es, Wanjas Adoption zu ermöglichen.
Heute führt er als John Lahutsky ein völlig normales Leben - und er hat laufen gelernt. Nur einen Wunsch hat der einstige Waisenjunge noch: das Ende der russischen Heime, in denen noch heute tausende Kinder unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen leben müssen.
Die Adoptiveltern von John (Wanja) erzählen in diesem Buch aufrüttelnd über die Schicksale zahlreicher kranker, frühgeborener, behinderter Kinder in russischen Kinderheimen. Ich fand das Buch interessant, der Schreibstil ist locker, angenehm zu lesen.
Die einzelnen Kapitel sind mit Monats- und Jahreszahlangaben zeitlich einzuordnen.
Auch wenn jedes einzelne Schicksal ungerechter Behandlung auf dieser Welt individuell und für sich unvergleichbar dramatisch ist, fand ich dieses Buch im Vergleich zu anderen Büchern dieser Art, Erfahrungs- und Schicksalsberichte, nur durchschnittlich. Mich hat es nicht so sehr angesprochen.
Meine Bewertung: drei Sterne.
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