Alan Philps Wolkengänger

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Inhaltsangabe zu „Wolkengänger“ von Alan Philps

Er hatte keine Chance. Bis er aufstand. Und lief. Die ergreifende Geschichte eines Waisenjungen, dem niemand eine Chance geben will und der dennoch seinen Weg ins Leben findet. Als Wanja auf die Welt kommt, prognostizieren die Ärzte, dass er nie würde laufen können. Ihm droht ein Leben in den unmenschlichen Verhältnissen russischer Fürsorgeanstalten. Doch durch seinen Mut, seine Intelligenz und seinen unbändigen Willen entkommt er diesem Schicksal. "Wenn meine Geschichte nur ein Kind vor der Hölle bewahrt, durch die ich gegangen bin, war es die Mühe wert." John Lahutsky Wanja kommt als Sohn einer Alkoholikerin verfrüht und mit nur einem Kilo Gewicht zur Welt. Als die Ärzte prognostizieren, dass er nie würde laufen können, gibt die ohnehin überforderte Mutter ihn in ein Waisenhaus. Da das russische Fürsorgesystem keinen Unterschied zwischen körperlichen und geistigen Behinderungen macht, überläßt man Wanja in einer Gruppe „hoffnungsloser Fälle“ sich selbst. Es herrscht Mangel an allem: menschlicher Wärme, Kleidung, Nahrung, Spielzeug. In Gitterbetten angebunden, werden die Kinder mit Medikamenten ruhiggestellt. Doch Wanja gelingt es, sich selbst das Sprechen beizubringen und eine Gruppe ausländischer Hilfskräfte auf sich aufmerksam zu machen. Sie erkennen bald, dass viele der Kinder mit der richtigen Betreuung ein normales Leben führen könnten, und beschließen zu helfen. Doch die Rechtslage ist komplex und die russischen Behörden gleichgültig. Erst nach langwierigen Bemühungen gelingt es, Wanjas Adoption zu ermöglichen. Heute führt er als John Lahutsky ein völlig normales Leben – und er hat laufen gelernt. Nur einen Wunsch hat der einstige Waisenjunge noch: das Ende der russischen Heime, in denen noch heute tausende Kinder unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen leben müssen.

Grausam zu wissen, dass es eine wahre Geschichte ist :-o ein Buch, das einen ständig das eigene Kind küssen lässt!

— Marjuvin
Marjuvin

Sehr emotional und tief berührend

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Wolkengänger - sehr emotional und tief berührend

    Wolkengänger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. May 2016 um 11:40

    Diese wahre Geschichte eines russischen Heimkindes ist sehr emotional und tief berührend. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Trotz kaum vorstellbarer Zustände in den Heimen, in denen Wanja lebte und in denen er fast schon dem Tod geweiht war, hat dieser intelligente kleine Junge seinen starken Lebenswillen halten können und ist heute, nach Adoption, ein glücklicher Mann. Ein Buch, bei dem es schwer ist, seine Tränen zurückzuhalten.  

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  • Rezension zu "Wolkengänger" von Alan Philps

    Wolkengänger
    LEXI

    LEXI

    16. April 2011 um 15:10

    Er hatte keine Chance. Bis er aufstand. Und lief. Die ergreifende Geschichte eines Waisenjungen, dem niemand eine Chance geben will und der dennoch seinen Weg ins Leben findet. Als Wanja auf die Welt kommt, prognostizieren die Ärzte, dass er nie würde laufen können. Ihm droht ein Leben in den unmenschlichen Verhältnissen russischer Fürsorgeanstalten. Doch durch seinen Mut, seine Intelligenz und seinen unbändigen Willen entkommt er diesem Schicksal. "Wenn meine Geschichte nur ein Kind vor der Hölle bewahrt, durch die ich gegangen bin, war es die Mühe wert." John Lahutsky ********** Alan Philips schildert mit Hilfe des Protagonisten „Wanja“, der nach seiner Adoption als John Lahutsky in Amerika lebt, in oftmals nüchternen Worten und mit schockierenden Details das Leben der russischen Waisenkinder, nachdem sie in staatliche Obhut übergeben wurden. Die Diagnose einer Behinderung, egal, ob sie nun körperlicher oder geistiger Art ist, war für viele Kinder des Babyhauses ein Todesurteil. Lebenslänglich eingesperrt, zum Teil bewegungsunfähig gemacht durch Fixieren an Stühlen, Einsperren in Gitterbetten, Isolation und Sedieren durch diverse Medikamente fristeten diese Kinder ein erbärmliches und menschenunwürdiges Dasein. Obgleich meine Rezension in der Vergangenheitsform geschrieben ist, bin ich mir anhand des Glossars sicher, dass diese Zustände bei weitem nicht behoben sind, sich vermutlich nicht einmal viel geändert haben. Die Biografie dieses tapferen Jungen mit dem unbändigen Lebenswillen macht nicht nur Mut für andere Betroffene, ich verstand es viel mehr als Mittel zum „Aufrütteln“, zum Aufzeigen grausamster Missstände und als Aufruf zu Helfen. Der Autor bemüht sich um Sachlichkeit, durch die Nebenfiguren kommen jedoch auch Emotionen zur Sprache, die das Buch umso realisitischer machen. Die Gleichgültigkeit und oftmals Grausamkeit vieler Pfleger in den Einrichtungen steht im krassen Gegensatz zur liebevollen Betreuung und zum Kampf gegen die starren Strukturen in Gestalt freiwilliger Helfer. Im Anhang wird erwähnt, dass einige Nebenfiguren und deren Lebensumstände aus Gründen des Datenschutzes absichtlich nur oberflächlich gezeichnet waren. Trotzdem hatte ich stets das Gefühl, mehr über diese Personen wissen zu wollen, um vielleicht auch ein Verstehen für die Beweggründe Wanjas Mutter, der restlichen Familie, den anderen Pflegekindern und auch dem innerlich verhärteten Pflegepersonal aufbringen zu können. ********** Es handelt sich hierbei um eine gebundene Ausgabe mit eindrucksvollem Cover – ein magerer Junge, der scheinbar im „Nichts“ balanciert … schlicht, ohne großartige Effektheischerei – aber dafür umso eindrucksvoller. Die Angabe der Jahreszahlen bei den einzelnen Kapiteln ist sehr hilfreich für das Verständnis, lediglich von der dürftigen Anzahl der Bilder war ich enttäuscht. Im Anhang wird von einer großen Menge an Bildmaterial gesprochen – dies teilweise auch im Buch zu verwenden hätte den Eindruck des geschriebenen Wortes noch verstärken können. Wirklich schade! ********** Fazit: Eine großartige Biografie (Autobiografie), die wohl bei allen Menschen dazu beiträgt, die Scheuklappen, mit denen wir oftmals durch den Alltag hetzen, während wir uns um unwichtige Nebensächlichkeiten kümmern, ein wenig zur Seite zu schieben. Ein Buch mit wahrhaft schockierendem Inhalt, oftmals zu Tränen rührend – aber so realistisch, dass es den Leser atemlos zurücklässt. Mein allergrößter Respekt gebührt diesem mutigen Waisenjungen Wanja, der in seiner hoffnungslosen Lage niemals aufgibt und es schafft, den Weg in ein menschenwürdiges, lebenswertes Leben zu gehen.

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  • Rezension zu "Wolkengänger" von Alan Philps

    Wolkengänger
    Sabrina D

    Sabrina D

    21. March 2011 um 17:52

    Eine wahre Geschichte eines körperlichen behinderten Jungens, der aufgrund dieser "Erkrankung" in Russland in einem Babyhaus aufwachsen musste.
    Der Kampf vieler Menschen, die die Tortur und das Leid dieses Kindes in dem russischen System beenden wollten.

  • Rezension zu "Wolkengänger" von Alan Philps

    Wolkengänger
    bücherelfe

    bücherelfe

    08. December 2010 um 22:13

    In dieser Geschichte wird beschrieben, was eigentlich unbeschreiblich ist. Was es nicht geben dürfte und doch so passiert ist. Das System der russischen Babyhäuser ist grausam. Ohne Beschäftigung, ohne menschliche Wärme ohne jedwelche Anregung vegetieren die Kinder förmlich vor sich hin. So auch Wanja, der zusammen mit den anderen Kindern aus der Gruppe zwei vom Moskauer Babyhaus Nummer zehn sein Leben vorwiegend in einem Gitterbett verbringt. Wanja kann eine freiwillige ausländische Helferin auf sich aufmerksam machen, die sich fortan so gut wie sie eben kann um ihn zu kümmern versucht. Ihn auch erstmals an die frische Luft bringt, ihm erstmals ein kleines Stück der Welt ausserhalb seines Gefängnisses zeigt. Er ist etwa vier Jahre alt und es ist das Jahr 1994. "Sie pflückte die Blume und gab sie Wanja. Er bestaunte die verschachtelte Anordnung der Blütenblätter. ,Das ist Löwenzahn. Er strahlt wie die Sonne, nicht wahr?' ,Sonne' wiederholte Wanja. ,Was ist die Sonne?'" Gemeinsam mit dem Journalisten Alan Philps und anderen Menschen, die ihn in den verschiedenen Heimen besuchten und mit Engagement dafür kämpften, dem liebenswerten, gewitzten Jungen eine Zukunft zu ermöglichen , erzählt Wanja seine Geschichte. Wanja hatte das Glück, diesen Kinder-Gulag zu überleben. Er wurde adoptiert und lebt heute mit seiner Adoptivmutter in den USA und besucht heute ein College. Wäre er nicht aus dem Babyhaus gerettet worden, hätte sich nicht eine ganze Gruppe von Helferinnen und Helfern unermüdlich für ihn eingesetzt, hätte er mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht lange überlebt. Denn bald nach seinem vierten Geburtstag wird er von einer Kommission als nicht bildungsfähig eingestuft und in ein sogenanntes Internat eingewiesen, wo er mit Medikamenten ruhiggestellt, dauerhaft in seinem eigenen Dreck in einem Gitterbett liegend das Laufen und Sprechen verlernt. Das Buch erinnert stark an „Michael“ von Debra Fowler, in dem das Schicksal eines kleinen Jungen in einem rumänischen Waisenhaus beschrieben wird. Nur, dass dessen Geschichte ausschliesslich aus Aussensicht erzählt wird. Das Aussergewöhnliche an „Wolkengänger“ ist, dass Wanja selbst sich erinnert und mit diesem Buch seine Erinnerungen der ganzen Welt mitteilt. „Ich hoffe und bete, dass dieses Buch dem grausamen System ein Ende setzt, in dem Kinder unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt werden. Ich träume davon, dass all diese Einrichtungen eines Tages geschlossen werden. Jedes Kind verdient es, in einer Familie aufzuwachsen. Mein Wunsch ist es, dass sie alle eine Chance bekommen“ Fazit: Ergreifend, dramatisch, unvorstellbar. Lesen! Auf dem Elfbox-Blog ist diese Rezension mit Bildern und Radiomaterial ergänzt: Hier geht's lang: http://wp.me/pYhl5-vQ

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  • Rezension zu "Wolkengänger" von Alan Philps

    Wolkengänger
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    18. July 2010 um 09:40

    Die Erinnerungen beginnen 1994, als der eben fünfjährige Wanja in einem Moskauer Babyhaus lebt. Er ist bis dahin noch nie nach draußen gekommen, kennt weder Sonne noch Regen. Hier in diesen Babyhäusern landen die Kinder, die von überforderten Eltern abgeschoben werden. Andere, etwa alkoholabhängige Frauen werden von Staats wegen bedrängt ihre Kinder abzugeben. Geistig oder körperlich behinderte Kinder werden ebenfalls in diesen Häusern "gesammelt". Als Wanja zum ersten Mal den Himmel sieht, fragt er: "Was ist Sonne ?" Wanja bringt sich sozusagen selbst das Sprechen bei mitten in der totalen Isolation. Gegen alle bürokratischen Hindernisse kann Wanja gerettet werden und lebt heute in den USA. Doch dem Leser ist klar: Wanja ist eine Ausnahme, Tausende von Kindern leben nach wie vor in solchen Gulags.. Dieses Buch ist wahrhaftig nichts für schwache Nerven.. Ich hatte desöfteren soo viele Tränchen in den Augen, das ich nicht wusste ob ich dieses Buch jemals zu Ende lesen kann.. Im Endeffekt habe ich es trotz allem verschlungen.. Ich bin voll entsetzt, was mit Waisenkindern in Russland auch heutzutage noch passiert.. Ich hoffe, dass dieses Buch irgendetwas bewirkt, und sich die Verhältnisse in Russland bessern.. Dieses Buch sollte jeder gelesen haben.. !!

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