Alan Weisman Gaviotas

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Inhaltsangabe zu „Gaviotas“ von Alan Weisman

Los Llanos – so heißt die weite, tropische Hochebene östlich von Bogotá. In dieser unwirtlichen, vom Drogenkrieg gepeinigten Gegend ist Leben kaum möglich. Und doch entsteht hier unter Anleitung mutiger Wissenschaftler in den Siebzigerjahren eine praktische Utopie: ein Dorf, das sich aus eigener Kraft komplett selbst versorgt, erneuerbare Energie gewinnt, Wasser aufbereitet, den Regenwald aufforstet, Getreide anbaut und keinerlei Hilfe von außerhalb akzeptiert. Bis heute steht der Name des Dorfes weltweit für Nachhaltige Entwicklung: Gaviotas. Alan Weisman hat ein Buch voll Hoffnung geschrieben, denn es zeigt, was wir im Angesicht von Klimawandel und Energiekrise zu vergessen scheinen: Wir kennen die Lösungen für viele Umweltprobleme. Wir müssen nur den Mut haben, sie in die Tat umzusetzen. »Möge dieses Buch eine Million Leser finden.« (Charles Bowden)

Kolumbiens Politik/ Gesellschaft und Landschaft und ein beeindruckendes Experiment mit erstaunlichen Auswirkungen auf Land und Leute.

— Joshy2

Die wahre Geschichte eines autonomen Dorfes, jedoch etwas sehr techniklastig und streckenweise sehr zäh.

— Jacynthe

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  • "Gaviotas. Ein Dorf erfindet die Welt neu" von Alan Weisman

    Gaviotas

    Jacynthe

    30. May 2014 um 12:39

    Inhalt Das Dorf Gaviotas, mitten in der unfruchtbaren Savanne Kolumbiens gelegen, verkörpert eine Vision: die Vision, eine Welt zu erschaffen, in der die Menschen im Einklang mit der Natur leben und mit Technologie, die für alle erschwinglich und möglich ist. Auch und vor allem für Dritte Welt Länder. Meine Meinung Um ehrlich zu sein hatte ich etwas anderes von diesem Buch erwartet. Unter Gaviotas hatte ich mir eine Art romantische Hippie-Kommune vorgestellt, die versucht, weitgehend autark zu leben und sich aus etwas wie stillem Protest eher von der Welt abschottet als diese mit einzubeziehen. Wie sich herausstellte konnte ich nicht falscher liegen. Von Anfang an setzt Gaviotas, 1971 von Paolo Lugari ins Leben gerufen, auf Technologie und erneuerbare Energien wie Solar- und Wasserkraft und bemüht sich, diese in die Welt hinaus zu tragen. Das Buch ist daher stark von Technik geprägt, von Erklärungen über Pumpenfunktion, verschiedene Installationen und deren Arbeitsabläufe. Die Ideen an sich waren zwar hoch interessant, die ausführlichen Erklärungen derselben aber für mich als wenig Technikbegeisterte eher langatmig. Spannender war da die Entwicklung der Gemeinde selbst und ihrer Grundsätze, gebeutelt vom Schicksal und von der Welt zur Anpassung gezwungen. Das Auf und Ab war packend, denn immer wieder stand Gaviotas vor schwerwiegenden Entscheidungen, vor Geldnot und der Frage, in wie weit man wirtschaftlich bleiben muss, um zu überleben  Ich hatte große Schwierigkeiten mit dem nicht vorhandenen roten Faden. Von Anfang an verwirrte Weisman mich durch Hin- und Hergespringe in der Zeit - mal ist man in den 80ern, dann wieder in den 70ern, dann plötzlich wieder Jahre voraus, gespickt mit Rückblicken - und die vielen spanischen Namen, die teilweise einmal auftauchen und dann nie wieder. Weisman hat sich zwar bemüht, dem Buch durch die eingeflochtenen Lebensgeschichten verschiedener Gemeindemitglieder Pfeffer zu verleihen, ist meiner Meinung nach aber daran gescheitert. Weisman hat eigentlich eine sehr erfrischende Art zu schreiben, was in diesem Buch nur hin und wieder durch Aussagen wie "Arciniegas versuchte schon seit drei Jahren, einheimische Arten und sogar exotische Arten [...] zu überreden, hier zu wachsen." (S. 134) zu Tage kommt. Das Buch hätte besser werden können! Gut gelungen ist hingegen die Skizze der Politik Kolumbiens, die mir teilweise die Haare zu Berge stehen ließ. Guerilla und Paramilitärs, sich widersprechende und ständig wechselnde politische Programme - ein Wunder dass ein Dorf wie Geviotas dort so unbehelligt entstehen und überleben konnte. Ebenfalls in Erinnerung bleiben wird mir die Beschreibung der Landschaft und der Tierwelt, denn offenbar ist Kolumbien eines der artenreichsten Länder der Welt. Gegliedert ist das Buch in drei große Kapitel. Zunächst werden die Anfänge Gaviotas' geschildert, dann die Kinderjahre, die fast in einem Scheitern der Idee geendet hätten. Das dritte Kapitel zeugt von Hoffnung und Zukunftsvisionen, davon, wie Geviotas sich entwickelt und angepasst hat und welche Pläne es hat. Das originale Buch ist schon 15 Jahre alt, daher hat es mir gut gefallen, dass Weisman dieser Ausgabe noch ein abschließendes kleines Kapitel mit dem Titel "Zehn Jahre später" beigefügt hat. Die Worte wurden 2008 geschrieben, wo Gaviotas immer noch geblüht hat. Ich bin überrascht, dass ich bisher noch nie etwas von dieser innovatoven Gemeinschaft gehört habe, werde mich aber in nächster Zeit weiter darüber informieren. Die Geschichte Gaviotas' ist es wert, erzählt zu werden. Allerdings wäre eine andere Form vielleicht günstiger gewesen, denn insgesamt fand ich das Buch doch schwer zu lesen und stellenweise zäh. Vielleicht geht es anderen anders - ich habe Rezensionen von Technikliebhabern gelesen, die gar nicht genug von den Beschreibungen bekommen konnten. Ich persönlich hätte mir Bilder gewünscht, von den oft im Detail beschriebenen Gebäuden mit ihrer einzigartigen Architektur oder Vorher-Nachher-Bilder der Gegend. Stattdessen gibt es nur 2 oder 3 Skizzen technischer Geräte. Schade! Insgesamt also eine lesenswerte Biografie verpackt in einem mittelmäßigen Buch. 3 von 5 Wolken.

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  • Rezension zu "Gaviotas" von Alan Weisman

    Gaviotas

    thursdaynext

    Gaviotas - schimmernde Hoffnung und reale Utopie -nachhaltig und glücklich- Kolumbien in den 1970 ger Jahren. Reich an Bodenschätzen und gesegnet mit eine Überfülle an Flora und Fauna, zerrissen von la Violenca die nie endet sondern später von nicht nur linker Guerrilla , sondern paramilitärischen Rechten und skrupellosen Drogenbossen weitergeführt werden wird, wird eine Idee geboren. In Los Llanos, der weiten, kargen, tropischen Hochebene wird dieser utopische Gedanke vom Leben im Einklang mit der Natur unter Nutzung der Technik umgesetzt. Wissenschaftler, Llanos, und Eingeborene arbeiten, entwickeln und leben einträchtig und glücklich zusammen an der Verwirklichung. Wie Gaviotas, allen Widerständen trotzend sich fortwährend neu erfindend, zu dem wurde was es ist liest sich wie ein faszinierender Abenteuerroman.Fesselnd, packend, Begeisterung auslösend ! "Niemand bewegte sich, außer einigen kleinen Kindern, die sich den Guerrilleros näherten, um ihre Waffen zu inspizieren. Keiner hielt sie davon ab. Schließlich fragte eine Frau: >>Habt ihr vor uns als Geiseln zu nehmen ?>> Der Commandante lächelte. ">>Wir haben den Befehl niemanden anzurühren.>Weil das was ihr hier tut zu wertvoll ist.<<" Ein Buch für Romantiker, Utopisten, Realisten, Weltverzweifelte und Weltveränderer. Ein Sachbuch, Menschenrechtsbuch, Abenteuerbuch,Technik- Gartenbaubuch und politisches Buch. (Beim Technikkram hatte ich das Glück nachfragen zu können. Schwierig war es nicht. Man kann es aber auch einfach glauben. Websites zur Überprüfung sind im Buch.....) Alan Weisman ist ein großartiger Autor, der schon mit "Die Welt ohne Menschen" faszinierte und hier selbst völlig fasziniert und bezaubert schreibt. "Sie waren so klein, doch ihre Hoffnung war groß genug um den Planeten der sich unter ihren Füßen drehte zu erhellen, egal wie sehr ihre Mitmenschen darauf aus zu sein schienen, ihn zu zerstören. Wider alle Erwartungen und allen Skeptikern zum Trotz hatte Gaviotas einen Pfad durch ein großartiges, aber verdunkeltes Land erhellt, dessen Leid das Abbild einer wunderschönen, doch zugleich bedrohten Welt war." Julia Alvarez nannte es im Klappentext: Ein leuchtendes Buch über einen leuchtenden Ort Das ist es. Lest !!

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  • Rezension zu "Gaviotas" von Alan Weisman

    Gaviotas

    Elly

    08. July 2012 um 15:46

    Alan Weisman erzählt, beginnend bei der Idee, die Gründung und Entwicklung einer dörflichen Ansiedlung in den unwirtlichen Savannengebieten im Osten Kolumbiens. Gaviotas- so nennt Paolo Lugaris "seine gegründete Gemeinde". In den 70er Jahren entwickelte sich in ihm die Idee einen Versuch zustarten ein Dorf auf ökologische Weise zu führen-in größtmöglicher Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit und mit Rücksicht auf die Umwelt. Zugleich ist es auch ein Versuch unwirtliche Landschaften bewohnbar zu machen, denn die Weltbevölkerung nimmt stätig zu und der Mensch wird sich nach alternativen Lebensräumen umschauen müßen. Unter den Bewohnern von Gaviotas befinden sich Wissenschaftler, Ingeneure, Studenten und "Uhreinwohner" und vor allem Menschen mit neuen Ideen und Tatendrang. Und so kommt es zu herausragenden Entwicklingen im Bereich der Solarenergie, der Wasseraufbereitungstechnik, der Hydrokultur, Bäume und Nutzpflanzen ´werden angepflanzt, Biodiesel hergestellt und noch vieles mehr. Nivht nur diese kleine Gemeinde profitiert von diesen Entwicklungen, aus allen Teilen der Erde wird diesem Projekt Aufmerksamkeit und Aufträge zuzteil und auch mit finanziellen Mitteln unterstützt. Anfangs fiel es mir schwer mich zum Weiterlesen zu überwinden. Stäöndig war ich drauf und dran das Buch weg zu legen. Aber es hat sich gelohnt und nach den ersten 70 Seiten wurde es dann spannend über all die Entwicklungen und Erfindungen der Bewohner in Gaviotas zu lesen. Aufgrund meines mangelnden technischen Verständniss war es zwar sehr schwer den detailierten Beschreibungen der unterschiedlichsten Erfindungen zu folgen aber alleine schon die Ideen der Bewohner zu verfolgen um mit einfachen Mitteln den Alltag zu bewältigen war sehr beeindruckend und informativ. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch um einerseits die Möglicchkeiten die uns allen offen stehen um unsere Welt und ihre Resourcen zu schonen und andererseits vermittelt es auch einen Eindruck über das Land Kolumbien und dessen schwierige Situationen.

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